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Cigar Bunching

Wie viele Blätter braucht es für eine Zigarre?

Die Frage, wie viele Tabakblätter nun wirklich in einer Zigarre enthalten sind, lässt sich selbst für Enthusiasten nicht so einfach beantworten, die zum Zwecke des Erkenntnisgewinns eine Zigarre opfern, um ihr Inneres zu erkunden.

Generell lässt sich sagen: Die Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten, wie man meinen sollte. Selbstverständlich einleuchtend ist, dass die Menge des verwendeten Tabaks stark von Vitola zu Vitola variiert und auch die Dichte der Rollung einen Einfluss haben muss. Definitiv lässt sich sagen, dass für Deckblatt und Umblatt in der Regel jeweils die Hälfte eines Tabakblatts Anwendung findet – abzüglich entfernter Blattrippen und weggeschnittenen Überschusses.

Das Rollen von Zigarren erfordert neben Handfertigkeit auch Augenmaß.

Lässt der Lerneifrige nun Deckblatt und Umblatt hinter sich, um bis zur Einlage vorzudringen, muss er schnell feststellen, dass auch Longfiller nicht im eigentlichen Sinn aus „ganzen Tabakblättern“ bestehen.

Der Wickel, das Innerste einer Zigarre, enthält bei Standardformaten aufgerechnet zwischen zwei und drei ganze Tabakblätter. Diese werden beim Erstellen des Wickels in Form gebracht, um die gleichmäßige Rollung des Körpers der Zigarre zu garantieren.

Da der Blend einer Zigarre oftmals eine Vielzahl an unterschiedlichen Tabaken enthält, werden abhängig von der Mischung unterschiedliche Anteile der Tabake in die Einlage eingearbeitet.

Die Einlagetabake einer Zigarre machen den größten Teil ihres Volumens aus, und hier finden sich formatabhängig auch die größten Unterschiede. Alles in allem kann man davon ausgehen, dass in einer Zigarre mittleren Formats eine Tabakmenge verarbeitet wird, die drei bis vier ganzen Blättern entspricht.

 

Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Winter-Ausgabe 2014 veröffentlicht. Mehr


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