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Lorscher Tabakpflanzer in Kuba

Lorscher Tabakpflanzer Arbeiten In Kuba

Mitglieder des Tabakprojektes in Lorsch (Deutschland) unternahmen in der ersten Februarhälfte eine Reise nach Kuba, um den Tabakanbau dort kennenzulernen.

Tabak unter Palmen

Die Gruppe verbrachte mehrere Tage auf Tabakfeldern in der westlichsten kubanischen Provinz Pinar del Rio. 80% des Tabaks stammen von dort. Im touristisch gut erschlossenen Valle de Vinales, in dem sich u. a. ein Nationalpark befindet, gibt es keine reinen Tabakplantagen. Vielmehr bauen die Familienbetriebe Mischkulturen an. Der Arbeitseinsatz der Lorscher fand in zwei verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben statt.

„Es gibt kein landwirtschaftliches Produkt, das so anspruchsvoll ist wie der Tabak“, so die Tabakpflanzer aus Lorsch. Die Pflege, Ernte und Weiterbehandlung des Tabaks beschäftigt den Bauern das ganze Jahr hindurch. Vieles davon erfolgt in Handarbeit.

Auf dem Feld

Ernten („bloade“), köpfen und geizen gehörten zu den Aufgaben der Lorscher. Sie lernten auch die Erntetechnik des „mancuerna“ kennen. Die Pflanze wird nicht im Laufe mehrerer Wochen hintereinander von unten nach oben abgeerntet, sondern der Bauer schneidet die gesamte Staude auf einmal von oben nach unten ab und trocknet sie mitsamt der Stängel. Anders als hierzulande, hängen die Blätter nicht an Schnüren in den Trockenschuppen, sondern werden direkt auf Eukalyptusstangen gefädelt, die in den niedrigen Scheunen eingehängt werden.

Traktor statt Ochsen

Die kubanischen Bauern haben keine Maschinen und verrichten die Feldarbeit ausschließlich mit Ochsen. Um ihre Arbeit, den Transport von Personen und Material zu bewältigen, sind die Menschen auf Rinder und Pferde angewiesen und bilden ein alltägliches, selbstverständliches Miteinander.

Die Stadt Lorsch und der Tabak

Das frühmittelalterliche Modelldorf Lauresham gehört zum UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch und untersucht Lebensbedingungen der bäuerlichen Bevölkerung im Frühmittelalter. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Tabakfeld und das Museum des Tabakanbaus im historischen Trockenschuppen. www.lorsch.de/de/tabak-in-lorsch


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