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Xikar: der amerikanische Traum aus der Garage

Der beste Freund des Menschen ist der Hund. Der beste Partner des Zigarrenrauchers ist wer? Er hat gleich mehrere: den Cutter, den Bohrer und das Feuerzeug. Praktisch sollen sie sein, gutes Design erwünscht und schneiden müssen Cutter wie das Messer die Butter. Xikar bietet das alles in Vollendung und dahinter steckt eine typisch amerikanische Unternehmensgeschichte, Garage inklusive.

 

Kurt van Keppel absolvierte einen Abschluss in Geschichte an der Universität von Kansas und einen Management-MBA in der Schweiz. Mitte der 1990er-Jahre hatte in den USA der Zigarren-Boom breite Kreise der Gesellschaft erreicht. Van Keppel hatte jedoch die Leidenschaft zur Zigarre schon vor der landesweiten Begeisterung geerbt – von seinem Vater.

xikar keppel portrait

Photo: Doug Coulter/Xikar, Inc

Seine Suche nach einem guten Cutter blieb aber in allen Preislagen erfolglos. Das Ziel war klar umrissen: scharfe Klingen, eine ergonomische Form, funktionell und bezahlbar. „Ich schaute mir Zigarrenraucher an“, erzählt van Keppel. „Jeder greift zuerst zur Zigarre. Nimmt er dann aber die klassische Guillotine, so legt er die Zigarre wieder weg, um jeweils einen Finger rechts und links ‚einzufädeln‘.

Das war der Anfang, über unseren Xi Cutter nachzudenken, den man mit einer Hand bedienen kann.“ Der Cutter sollte ein Handschmeichler werden. Damit war er in Bereichen des Produkt-Designs gelandet, die Fachpersonal erforderten. Das übernahm Scott Almsberger, und 1996 wurden die Garagen der beiden zum Versuchslabor.

xikar almsberger portrait

Photo: Doug Coulter/Xikar, Inc

Ein Jahr später entstanden die ersten 200 Prototypen, per Hand mit Hilfe einer kleinen Maschine und in ihren Garagen. Ein Name musste her! Sikar war der Name, den Kolumbus’ Seemänner in die Heimat mitnahmen, nachdem sie die Taino-Indianer beim Rauchen beobachtet hatten. Van Keppel tauschte das „S“ gegen ein „X“ aus, um die zwei Klingen seines Cutters zu symbolisieren. Der Firmenname war geboren. 1998 nahm der Firmendampfer dann richtig Fahrt auf. Im Mai begann die Serienproduktion, die offizielle Vorstellung fand auf der RDTA statt, bald waren 350 Fachhändler gefunden, die das Label aufnahmen. Im Jahr darauf wurden die Xikar-Produkte patentiert.

Auf Expansionskurs

Wo steht Xikar heute? Was ist aus dem genialen Cutter geworden? Kurt van Keppel hat im Laufe der Jahre eine klare Vision entwickelt und so hat der Cutter viele Geschwister erhalten. Nicht nur in Form von verschiedenen Oberflächen-Materialien, sondern die Vision ist, „das Bestreben nach innovativen Entwicklungen und außerordentlichem Kundenservice“. Somit gibt es mittlerweile zahlreiche Produktkategorien: Cutter, weitere Accessoires wie Scheren und Bohrer, Feuerzeuge, Xikar-Gas, Befeuchtung und Reise-Humidore.

An 80 Partner und in 60 Ländern weltweit, „präsent auf allen Kontinenten außer der Antarktis“, liefert Xikar seine Produkte. In Deutschland beispielsweise an Thorsten Wolfertz in der „Klingenstadt“ Solingen. Wolfertz bringt eine hohe Sensibilität für das Thema mit, denn seine Familie produziert seit 1919 Schneidewerkzeuge. Und so feiern die Xikar-Produkte rund um die Welt große Erfolge als beste Freunde des Zigarrenrauchers.

Information:

Xikar, Inc
www.xikar.com

 

Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Winter-Ausgabe 2014 veröffentlicht. Mehr

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From 1997 to 2005, Frank Hidien was editor in chief for the German magazine Pipe & Cigar and has since been working as a freelance journalist. He is Cigar Journal’s correspondent in Germany, and for other publications he writes on subjects related to gastronomy.


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