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Davidoff Art Residency: Dominikanische Künstler in Berlin

Dass Berlin seit jeher Künstler anzieht ist bekannt und die Liste jener, die hier einige Zeit verbrachten und durch die Stadt angeregt wurden ist endlos. Gerade zeigte eine großartige Ausstellung über David Bowie im Berliner Gropius-Bau, dass der Mega Star zwei schöpferische Jahre in Berlin verbrachte.

 

Das Davidoff Art in Residency Programm zielt genau auf jenen Aspekt ab, den eine fremde Umgebung auf Kreative haben kann: Inspiration durch Neues und Austausch der Kulturen. Jorge Pineda aus der Dominikanischen Republik verbrachte als zweiter Künstler des Programmes fern der gewohnten Umgebung drei Monate in Berlin, im Künstlerhaus Bethanien.

Der in Santo Domingo lebende Kunstschaffende war in den letzten Jahren vor allem als bildender Künstler und Regisseur tätig. Pineda gehört zu jener Genration von Kreativen, die durch ihre Installationskunst stark die Szene in den späten 80ern und frühen 90ern in Santo Domingo prägten.

Auch wenn Jorge Pineda mit einer Vielzahl an künstlerischen Medien experimentiert, bleibt sein ganz spezielles Markenzeichen die Kombination aus Zeichnung und Installation, was ihn vor allem in Spanien und in Nord-, Mittel- und Südamerika bekannt gemacht hat. Pineda erforscht oftmals in seinen Werken die formierende Wechselwirkung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft, die Interaktion zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein und nicht zuletzt das Zusammenspiel von Sichtbarem und Verborgenem in diesem Prozess.

In Berlin fand das, was sich dem Künstler durch die Stadt darbot, vor allem in kleinen Zeichnungen seine Visualisierung: Besonders die Bäume, die im Frühsommer – Jorge Pineda war von Anfang April bis Ende Juni in Berlin – in voller Blüte standen, faszinierten ihn. Deutsche Gründlichkeit fiel dem Lateinamerikaner in Berlin sofort auf: „Hier sind viele Dinge neu für mich. Die meisten Bäume, zum Beispiel, wachsen schnurgerade. Oder die Leute gehen niemals bei Rot über die Straße, auch wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist und die Straßen sind sehr groß.“

Pinedas Werke sind unter anderem im MUSCA (Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y León), in der Sammlung Patricia Phells de Cisneros und im DA2 (Museo de Arte Contemporáneo de Salamanca) und in privaten Sammlungen zu sehen.

Neben dem Künstlerhaus Bethanien in Berlin kooperiert Davidoff außerdem mit dem ISCP (International Studio & Curatorial) in New York und mit der Red Gate Gallery Residency in Peking, wo Künstler für jeweils drei Monate leben und arbeiten können.

Information:

Mehr zur Davidoff Kunstinitiative und dem Residency Programm unter:
www.davidoffartinitiative.com.

 

Dieser Artikel wurde im Country Report Deutschland 2014 veröffentlicht. Mehr

Katja Gnann

Bei einer regionalen Tageszeitung erlernte sie das journalistische Handwerk von der Pieke auf und erstellte dort langjährig redaktionelle Beiträge. Durch die Mitarbeit bei der Zeitschrift „Der Spiegel“ in Rom bekam sie die Chance, ihre Kenntnisse im Medienbereich zu professionalisieren. Katja Gnann studierte Kunstgeschichte und Romanistik in Heidelberg, Palermo und Rom und verbrachte im Zuge des Studiums viele Jahre in Italien. Das Land war ihr Lehrmeister in Sachen Genuss und Lebensstil. Seit 2004 arbeitet sie für das Cigar Journal, seit 2010 als Chefredakteurin.


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