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Tom Lazuka Asylum Cigars

Brand Focus: How Eiroa’s Asylum Came to Be

Lazuka hatte schon zu Camacho-Zeiten für Eiroa gearbeitet und war als Vertriebsmanager für Michigan, Ohio, Western Pennsylvania und Kentucky zuständig, eine Position, die er nach dem Verkauf des Unternehmens an Davidoff weiterhin einnahm. Als Eiroa aber ab 2012 gegenüber Davidoff nicht mehr unter dem Wettbewerbsverbot stand, stieg Lazuka aus.

Christian Eiroa war auf der Suche nach neuen Zigarren und hatte seine eigenen Ideen für seine Hauptlinie CLE, doch Lazuka schwebte etwas Anderes vor: große Kaliber. Der Grund, wieso er 70er-Ringmaße machen wollte, war folgender: „Als ich für Camacho und Davidoff durchs Land reiste, habe ich leere Kisten von Zigarren dieses Formats gesehen. Ich fragte die Händler, ob sich diese Dinger verkaufen, und sie meinten alle: ,Ja, wenn wir sie nur haben würden, aber das ist nie der Fall‘.“

Als ihm Lazuka von seiner Idee erzählte, meinte Eiroa, er sei verrückt geworden, und ließ sich nur darauf ein, um ihm hinterher sagen zu können: „Ich hab’s dir ja gesagt.“ Deshalb auch der Name der Linie – Asylum (Englisch für sowohl Asyl als auch Irrenanstalt).

Zigarren dieses Formats zu machen, stellte eine Herausforderung dar. Da es in der Fabrik in Nicaragua, welche die Zigarren herstellen sollte, keine so großen Formen gab, mussten diese erst hergestellt werden. Ein weiteres Problem war der Blend. Üblicherweise nutzen Blender Tabake, um ein Meisterwerk zu schaffen. Lazuka ging die Sache praktischer an, weil er wusste, wie viel Tabak sie brauchen würden. „Unsere erste Frage war, wie viel Tabak uns in Nicaragua zur Verfügung steht. Diesen haben wir daraufhin verwendet, um damit im ersten Jahr eine Million der bestmöglichen Zigarren zu produzieren.“ 

Als Eiroa und Lazuka im Juli 2012 die Formate zunächst in Florida präsentierten, zeigten sich die Händler nur mäßig begeistert. Aber zum Zeitpunkt der Messe ging es heiß her und die Aufträge schnellten in die Höhe. Die Asylum Nicaragua kam im Robusto-Format von 5 x 50, doch Händler waren an Stücken mit den Maßen 6 x 60 und 7 x 70 interessiert. Die Asylum Premium-Serie beinhaltete traditionellere Größen. Gleichzeitig wurde die Schizo-Linie mit gemischtem Einlagetabak vorgestellt. Die attraktiven Preise bewegten sich zwischen 5 und 7 US-Dollar, wobei die Premium-Linie etwas mehr, die Schizo etwas weniger kostete. Im Jahr 2014 wurde das Formatportfolio mit der 8 x 80 einmal mehr vergrößert. Zudem hat das Duo das Portfolio um die gestreifte Ogre, die (in Honduras gefertigte) Asylum 13 Corojo und die am Mundstück süß „gedippede“ Insidious ergänzt. 2016 kam eine Connecticut hinzu. Seither sind die Preise zwar leicht angestiegen, aber nach wie vor sehr attraktiv. 

Und wieso glaubt Lazuka, dass große Zigarren bei Rauchern in den USA und Europa Anklang finden? „Wegen des wahrgenommenen Wertes“, erklärt er. „Wenn jemand weiß, dass er drei Stunden Zeit hat, braucht er nur eine Zigarre zu kaufen und kann drei Stunden mit dieser verbringen.“ 

Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Winter-Ausgabe 2017 veröffentlicht.  Mehr

Frank Seltzer

A 2-time Emmy award winner, Frank Seltzer is a former Correspondent for CNN, Voice of America and a producer for ABC News. He has been regularly covering the cigar industry for over 15 years.


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