Im niederländischen Kampen wird das Andenken an Tinus Vinke, einen der letzten traditionellen Zigarrenmacher der Stadt, besonders gewürdigt. Zu Ehren seines Lebenswerks erhielt er eine eigene Fliese im sogenannten „Garden of Fame“, eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, die das kulturelle Erbe der Zigarrenstadt geprägt haben.
Vinke galt als einer der letzten Zigarrenmacher, der das Handwerk vollständig von Hand ausübte. In einer zunehmend mechanisierten Industrie blieb er den traditionellen Techniken treu und arbeitete mit großer Geduld und Präzision. Für ihn war Tabak nicht nur ein Rohstoff, sondern ein lebendiges Material, das Erfahrung und Respekt verlangte.
Neben seiner Arbeit als Handwerker war Vinke auch ein wichtiger Lehrer des traditionellen Zigarrenrollens. In den 2000er Jahren bildete er mehrere Schülerinnen aus, darunter Maaike van der Sluis, Marjolijn Diesch und Franziska Richert. Sie gehörten zu den letzten Personen, die das komplette Handwerk direkt von ihm erlernten.
2017 fertigte Vinke wenige Wochen vor seinem Tod seine letzten Zigarren an seinem Arbeitstisch. Diese Stücke gelten heute als symbolischer Abschluss eines Lebens, das vollständig der Zigarrenherstellung gewidmet war.
Das Jahr 2026 hat für Kampen eine besondere symbolische Bedeutung: Tinus Vinke wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden, während gleichzeitig das 200-jährige Jubiläum der Zigarrenstadt Kampen gefeiert wird. Diese zeitliche Verbindung macht die Ehrung des Handwerkers zu einem zentralen Bestandteil der Jubiläumsfeierlichkeiten.
Sein Vermächtnis lebt vor allem im Wissen weiter, das er an die nächste Generation weitergegeben hat. Solange in Kampen Zigarren hergestellt werden und das traditionelle Handwerk gepflegt wird, bleibt auch die Geschichte von Tinus Vinke Teil der lebendigen Zigarrenkultur der Stadt.

