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Tabak-Kulturprojekt der Stadt Lorsch berichtet über ersten Fermentationsversuch

Im Zuge des von der Stadt Lorsch initiierten Tabak-Kulturprojektes haben sich die Lorscher Tabakpflanzer in diesem Jahr erstmals am Fermentieren ihrer Jahresernte versucht. Wegen zu geringer Erntemengen war die Fermentation in externen Fermentieranlagen leider nicht möglich.

Das größte Problem beim Tabak-Fermentieren ist die richtige Hitzeentwicklung und -verteilung. Idealerweise steht dazu eine größere Menge Tabak zur Verfügung: „Doch unsere Gesamternte betrug grade mal einen guten Doppelzentner, das reicht nicht“, war den Tabakpflanzern klar. Also setzte man Heizmatten ein, die dem Tabak Hitze zuführten und somit den Gärprozess starteten.

Um eine gleichmäßige Verteilung der Wärme zu garantieren, wurde der Lorscher Tabak mehrmals umgeschichtet – dabei wurden auch faulig gewordene Buschen entdeckt und entfernt. Als nun der Fermentierkäfig zum zweiten Mal geöffnet, und der Tabak zum Ablüften ausgesetzt wurde, gab es erleichterte Mienen: „Sieht aus wie Tabak, riecht wie Tabak – gelungen!“ war die einhellige Meinung derer, die aus ihrer Kindheit und Jugend Erfahrung mitbrachten. Und doch denkt man darüber nach, ob oder wie man den Prozess im nächsten Jahr optimieren kann.  Eine der Ideen ist, die fehlende Biomasse mit Heu zu ersetzen und den Tabak quasi nur als Kern in den Fermentierkäfig einzulagern.

Der nun frisch fermentierte Geudertheimer Tabak wird nach dem Auslüften in die Zigarrenmanufaktur gebracht, wo er für die Lorscher Kerb 2016 zur neuen Lorsa Brasil gerollt werden soll.


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