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Tektor: Eine Zigarre, die tatsächlich aus Schweden kommt

Hinter der schwedischen Zigarre Tektor verbirgt sich eine abenteuerliche Geschichte. Gründer der Firma Tektor ist Joakim Widell. Er lebt auf der Insel Gotland und ist Feldarbeiter, Farmer, Blender und Roller in Personalunion für seine Zigarre Tektor. Vor etwa acht Jahren bekam er Tabaksamen geschenkt und startete das Experiment, auf Gotland Tabak anzupflanzen. Die Insel hat die meisten Sonnenstunden Schwedens, es ist mild, aber nachts kalt. Der Tabak, 14 Pflanzen, gedieh, und Joakim, hauptberuflich Programmierer, begann, die Blätter zu fermentieren.

Durch Youtubefilme und mit der fernmündlichen Hilfe eines honduranischen Tabakfarmers lernte er alles rund um die Zigarrenproduktion. Widell ließ sich Zeit, was die wichtigste Zutat beim Umgang mit Tabak ist. Er experimentierte und perfektionierte in acht Jahren jeden Arbeitsschritt. „Ich kenne jede einzelne Pflanze“, erzählt er uns, und das ist bei mittlerweile 500 Gewächsen eine Leistung.

Inzwischen gibt es in Schweden ein großes Interesse für die Puros aus Connecticut Broadleaf-Tabak. Im vergangenen Jahr (2015) wurde sie lanciert und war bereits vorab über den Tektor-Onlinestore ausverkauft. Merja Juselius vom legendären Stockholmer Topgeschäft Cigarrummet ist seit April erste und noch einzige Verkaufsstelle für die schwedische Zigarre. „Jeder kennt die Zigarre, sie ist so speziell, ich mag sie sehr – sie ist eine echte Überraschung!“ bekennt Merja Juselius.

Mitglieder des CJ-Tastingpanels verkosteten die Petit Corona blind – die Wertungen reichen von 88 bis 91 Punkten, das pfeffrig-cremige Aroma der eher starken Zigarre fand großen Anklang. International kann Tektor über info@tektorcigars.se bestellt werden.

Katja Gnann

Bei einer regionalen Tageszeitung erlernte sie das journalistische Handwerk von der Pieke auf und erstellte dort langjährig redaktionelle Beiträge. Durch die Mitarbeit bei der Zeitschrift „Der Spiegel“ in Rom bekam sie die Chance, ihre Kenntnisse im Medienbereich zu professionalisieren. Katja Gnann studierte Kunstgeschichte und Romanistik in Heidelberg, Palermo und Rom und verbrachte im Zuge des Studiums viele Jahre in Italien. Das Land war ihr Lehrmeister in Sachen Genuss und Lebensstil. Seit 2004 arbeitet sie für das Cigar Journal, seit 2010 als Chefredakteurin.


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