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procigar 2014 white dinner evening show

ProCigar-Festival 2014: Dinner mit „meinem“ Zigarren-Hersteller

Ich mochte Tabakrauch eigentlich nicht, doch nachdem ich Larry „kennenlernte, begann ich Zigarren zu schätzen und nun liebe ich es, sie zu rauchen.“ Kathie Carlos und Larry Lawson aus Alaska sitzen in der Bar von La Casita, einem der feinen Restaurants in Casa de Campo, außerhalb der Stadt La Romana in der Dominikanischen Republik. Sie sind zwei von 250 Teilnehmern beim 7. ProCigar-Festival. „Ich bin seit etwa 19 Jahren Zigarrenraucher und wollte schon immer so etwas tun“, meint Larry.

Bevor der Bus Richtung Santiago de las Caballeros – die dominikanische Zigarren-Hauptstadt – abfährt, haben wir die Chance, die Tabacalera de García zu besuchen. Die größte Fabrik im Bereich handgerollter Zigarren ist ein beeindruckender Betrieb mit rund 5000 Angestellten. Die Besucher des Festivals stammen aus aller Welt – von den USA und Kanada über Europa, Israel und Russland, bis zu Singapur und China.

la flor dominicana litto gómez diez procigar 2014 tour farm factory

Photo: Simon Lundh/Klas Lindberg

Den Auftakt des viertägigen Programms in Santiago bildet eine Pressekonferenz, bei der eine in der Branche bestens bekannte Persönlichkeit – Jochy Blanco von der Tabacalera Palma – in die Organisation dominikanischer Zigarrenhersteller ProCigar aufgenommen wird. An den darauffolgenden drei Tagen finden Verkostungen von Zigarren in Kombination mit Rum und Whiskey statt, Touren in den Fabriken und Feldern sowie große Dinner-Veranstaltungen.

Beim „White Dinner“ am Mittwoch Abend erhält jeder Besucher eine Kiste mit zehn Zigarren von fast allen ProCigar-Mitgliedern – in manchen Fällen handelt es sich um Limited Editions. Beim Abschluss-Dinner treffe ich nach einer Woche voller neuer Erfahrungen und Eindrücke Larry Lawson und Kathie Carlos wieder. „Früher brachte ich die Dominikanische Republik vorwiegend mit Baseball-Spielern in Verbindung, aber jetzt ist mir klar geworden, wie groß das Zigarrengeschäft hier ist“, erzählt Larry. Und Kathie gibt zu: „Mir war gar nicht bewusst, wie viele Schritte für die Herstellung einer Zigarre, also von der Saat über die Verpackung bis zum Endprodukt, notwendig sind. Da schätzt man diese dann noch viel mehr.“

Beide sind sich über das Highlight der Woche einig: „Die Tour bei La Flor Dominicana“, sagt Larry ohne Zögern. „Litto Gómez hat ein sagenhaftes Produkt, und wenn ich ein Plantagenbesitzer wäre, dann würde ich wie er sein wollen. Er war so ein netter, cooler und – wie ich annehme – bescheidener Typ.“ „Es war seine allererste Tour und sie wirkte nicht aufgesetzt“, fügt Kathie hinzu. „Er sprach aus dem Herzen und selbst die Fabrik vermittelte nicht den Eindruck einer Fabrik. Ich glaube, seinetwegen sind seine Zigarren nun meine Lieblingszigarren.“

 

Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Frühjahres-Ausgabe 2014 veröffentlicht. Mehr

Simon Lundh

Nachdem Simon Lundh 2005 sein Ingenieursdiplom in Vermessungstechnik erwarb, entschied er sich für eine journalistische Laufbahn. Er entdeckte die Welt der Zigarren während er für eine nichtstaatliche Organisation in Estelí, Nicaragua, arbeitete und verdient seinen Lebensunterhalt nun größtenteils mit Artikeln über Zigarren, Metal Music und Tattoos sowie Reiseberichten.


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