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InterTabac 2017

InterTabac 2017: Stimmung und Aussichten

In Dortmund findet an diesem Wochenende die größte Tabakfachmesse der Welt statt: 460 Aussteller aus 48 Ländern erwarten in den kommenden Tagen mehr als 12.000 Fachbesucher in den aktuell im Umbau begriffenen Westfalenhallen. Die Geschäftsführerin der Messe, Sabine Loos, gab bei einer eröffnenden Pressekonferenz an, dass die InterTabac und ihre Schwestemesse InterSupply auch in diesem Jahr einen deutlichen Zuwachs bei den Ausstellern verzeichnen können.

Politische Situation

Branchenvertreter der deutschen Tabakindustrie und des Fachhandels gaben einen Überblick über die aktuelle politische Situation sowie die Herausforderungen, der sich die Branche in den kommenden Jahren dank drohender Regulierungen gegenübergestellt sehen werden. Demnach steht der lebhafte Messebetrieb, der in den vergangenen Jahren konstant steigendes Interesse verzeichnen konnte, in starkem Kontrast zu den von der EU angestrebten Einschränkungen.

So soll etwa 2024 auch für Premiumzigarren und Zigarillos ein Track & Trace-System eingeführt werden, dessen Umsetzung erhebliche Kosten für Importeure und Produzenten und damit letztendlich auch für den Konsumenten bedeuten würde. Das Gesetz sieht vor, die gesamte Produktions- sowie Vertriebskette von Tabakprodukten elektronisch erfasst verfügbar zu machen. Die Tatsache, dass dies auch für Importwaren obligatorisch gemacht würde legt nahe, dass mit der Umsetzung der Richtlinie die in der EU erhältliche Produktvielfalt bei Premiumtabakwaren speziell auch kleinerer und mittelständischer Unternehmen deutlich reduziert würde.

Generell sehen Branchenvertreter die Tabakindustrie in einer konstant anhaltenden Kampfsituation, in der sowohl Investitionssicherheit als auch die Grundprinzipien einer freien Marktwirtschaft politisch nicht mehr garantiert werden können. Diesbezüglich wurde eine Verfassungsbeschwerde eingereicht.

Positive Stimmung und Trends

Positiv jedoch ist die Stimmung auf der Messe: Der in den vergangenen beiden Jahren immer deutlicher spürbar gewordene Trend amerikanischer Unternehmen, die auf dem europäischen Markt Fuß fassen möchten setzt sich auch in diesem Jahr fort: Unter den Ausstellern finden sich nicht nur vermehrt Boutique Hersteller, die bisher nur auf dem amerikanischen Markt verkauften – ebenso auffällig ist die immer schnellere Lancierung von Neuheiten in Europa.

In den kommenden Tagen werden wir detaillierter von neuen Herstellern und den Produktneuheiten der Messe berichten.


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