Trotz massiver Anfeindungen mehrerer ProRauchfrei-Aktivisten konnte der Big Smoke Germany 2026 mit dem CSWC planmäßig durchgeführt werden. Der G&C Gentlemen’s Club in Eisenach ließ sich nicht einschüchtern und schickte im Vorfeld seine beste Crew ins Rennen, um gemeinsam mit den Ämtern und dem Wirt optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Rike Geißler zeigte dabei größtes Verhandlungsgeschick und Diplomatie auf höchstem Niveau.
Am Freitag ging es los: Der Get-together-Abend startete pünktlich. Gäste aus Bayern bis Schleswig-Holstein, vom Saarland bis Sachsen waren angereist. Außerdem kamen Teilnehmer aus Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Schweden und Estland. Alles in allem waren rund 90 Passionados vor Ort.
Alle waren bester Laune und der Saal im Pub war bestens vorbereitet. Draußen baute bereits Jens Hörschelmann seinen Bratwurstexpress auf. Der ehemalige Grillplatten-Weltmeister begann zu zaubern.
Drinnen wurde die erste Zigarre der Veranstaltung gereicht. Die Villiger La Capitana Toro war das erste präsentierte Format. Felix Wallenhorst stellte sie persönlich vor. Dazu wurde die erste Spirituose gereicht: ein spezieller Whisky von Heiligen Berg. Achim März stellte den Whisky vor. Ausgebaut in Trinidad-Rumfässern, auf 77 Flaschen limitiert und nummeriert, dazu mit einem Sonderetikett für den Big Smoke Germany. Einige Flaschen sind noch erhältlich.
Der Abend begann und unser Ehrengast Jeremy Casdagli von Casdagli Cigars war einer der am meisten gesuchten Gesprächspartner. Aber auch Jan Vistisen aus Kopenhagen und Pierre Gustavsson aus Schweden freuten sich über rege Gespräche. Auch Ralph Buchinger hatte mit seinen Doublecuts nicht wenig zu tun.
Es sollten noch weitere Zigarren folgen. Die Urtyp wurde natürlich von Conrad Menzel fachlich brillant vorgestellt. Gina Mercedes Reyes war bereits am Rollen von Zigarren – sicher eines der großen Highlights der Veranstaltung.
Der Freitag hatte natürlich noch eine dritte Zigarre zu bieten. Gurkha stellte seine Nicaragua Series in den Fokus. Holger Herzberger präsentierte diese den Gästen und beschloss damit den Freitag. Schon jetzt war es ein toller Tag mit feinstem Essen draußen in den bereitgestellten Zelten.
Natürlich schaute auch die Polizei vorbei. Alles war in Ordnung und bestens, so das Resümee der sehr netten und freundlichen Beamten.
Samstag: Der CSWC
Am Samstag stand der CSWC an.
Die Zigarren wurden gebracht und alle Kisten versiegelt. Die Leitung der Jury übernahm Jan Vistisen aus Dänemark. Ihm zur Seite standen Pierre Gustavsson, beide Urgesteine des CSWC, sowie Christoph Trockel aus Hamburg, Thomas Geißler und Kevin Clemen aus Eisenach.
Beim Wettbewerb trat der dreifache Weltmeister Hauke Walter an, der zudem mehrere deutsche und internationale Titel trägt. Auch der ewige Herausforderer Oliver Steinhäuser, selbst dreifacher französischer Meister, nahm am gleichen Tisch Platz.
Viele der insgesamt mehr als 60 Teilnehmer waren nicht zum ersten Mal dabei. Man entschloss sich außerdem, eine kleine Gruppe von vier luxemburgischen Teilnehmern zusammenzusetzen und eine interne Luxemburger Meisterschaft auszutragen.
Die Oliva Mareva wurde ausgeteilt. Für diejenigen, die den Wettbewerb erfahrungsgemäß früher beendeten oder beenden mussten, wurde die Kinx IK von Jurandi Santos ausgeteilt und mit viel Liebe vorgestellt.
Der Wettbewerb begann. Nach kurzer Zeit schieden bereits die ersten Teilnehmer aus. Nach den bekannten ersten 30 Minuten waren weniger als 60 Prozent der Starter noch im Rennen.
Für Luxemburg gewann Eric Derume mit 56:31 Minuten trotz einer 15-minütigen Zeitstrafe.
Am Tisch der Favoriten waren zum Ende hin noch drei Teilnehmer im Rennen. Thomas Schupp verließ nach hervorragenden 1:54:00 Stunden das Rennen.
Nun saßen sich zwei Teilnehmer gegenüber, Auge in Auge: Hauke Walter und Oliver Steinhäuser. Der dreifache Weltmeister und zigfache deutsche Meister gegen den ewigen Herausforderer und dreifachen französischen Meister Oliver Steinhäuser.
Beide kämpften. Den Zigarren war nicht anzusehen, welche auch nur einen Millimeter weiter im Brand war. Wir gingen langsam auf die Drei-Stunden-Marke zu. Die Glut wurde unter die Anilla gezogen. Das Kopf-an-Kopf-Rennen blieb bestehen.
Bei 2:49:01 dann das Aus für den Favoriten Hauke Walter. Die Anilla wurde kontrolliert, ob sie angebrannt war. Alles bestens. Die Sekunden liefen weiter.
Bei 2:49:53 war dann auch für Oliver Steinhäuser das Rennen beendet. Die Kontrolle der Anilla ergab: alles sauber.
Oliver Steinhäuser geht als Sieger vom Platz. Ein langer, langer Traum ging in Erfüllung.
Nun folgte die Siegerehrung.
Weiter ging es mit den nächsten Zigarren zur Feier der Sieger. Les Privatiers Gold wurde von Thomas Müller, dem Shopleiter vom Timmendorfer Strand, vorgestellt. Hier gab es dann auch etwas zu lachen, so wie man es von Thomas erwartet.
Zur Les Privatiers wurden nun drei Eisenacher Spirituosen gereicht: Eisemacher Urkorn vorweg, anschließend die beiden Eisemacher Rums. So kann man den Abend doch hervorragend beginnen.
So schnell ist man bei einem Big Smoke aber nicht fertig. Den Abschluss sollte die Stauffenberg 3 machen. Ingo Braun war hierfür extra angereist.
Zwei tolle Tage gingen nun langsam zu Ende. Dank eines überragenden Teams war dieser Kraftakt zu bewältigen. Dank einer Stadt, einem Landkreis und einem Gastronomen, die nicht vor ein paar Extremisten aus Bayern einknickten, konnte dieses tolle Event wie geplant durchgeführt werden.
Ein gelungener Big Smoke Germany 2026 ging damit zu Ende.

