{"id":8445,"date":"2016-01-22T14:00:49","date_gmt":"2016-01-22T13:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/?p=8445"},"modified":"2015-12-15T13:32:41","modified_gmt":"2015-12-15T12:32:41","slug":"zigarren-boom-in-nicaragua","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/zigarren-boom-in-nicaragua\/","title":{"rendered":"ANT-Chef Juan Martinez \u00fcber den Zigarren-Boom in Nicaragua"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Zigarrenindustrie in Nicaragua w\u00e4chst kontinuierlich und schafft Arbeitspl\u00e4tze fu\u0308r die Leute in Estel\u00ed. Die Zahlen der Dominikanischen Republik ru\u0308cken nun langsam in Reichweite. Das Cigar Journal sprach mit Juan Mart\u00ednez, Chef der Asociaci\u00f3n Nicaragu\u0308ense de Tabacaleros (ANT) und gesch\u00e4ftsfu\u0308hrender Pr\u00e4sident von Joya de Nicaragua.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie hat sich die nicaraguanische Zigarrenindustrie seit der Jahrhundertwende entwickelt?<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Zigarren-Boom in den sp\u00e4ten 1990er-Jahren ging es vorwiegend um die St\u00e4rkung gr\u00f6\u00dferer Unternehmen. Die Produktion war ru\u0308ckl\u00e4ufig und einige der kleineren Fabriken wurden geschlossen, w\u00e4hrend die gr\u00f6\u00dferen versuchten, sich durch Innovationen, mehr Effizienz, Qualit\u00e4tsverbesserung und die Entwicklung neuer Produkte als wachstumsstarke Unternehmen zu etablieren.<\/p>\n<h4>Seit 2010 hat Nicaraguas Zigarrenexport explosionsartig zugenommen.<\/h4>\n<p>Im Jahr 2006 kam es zu einer Steigerung der Anzahl und Produktivit\u00e4t von Fabriken, doch die weltweite Finanzkrise im Jahr 2008 wirkte sich negativ auf die Industrie aus. Seit 2010 hat Nicaraguas Zigarrenexport allerdings explosionsartig zugenommen.<\/p>\n<p>Somit verzeichnen wir nunmehr eine durchschnittliche <strong>j\u00e4hrliche Wachstumsrate von 26,3 Prozent<\/strong> und es gibt mehr Fabriken in der ganzen Stadt. Seit Ende 2014 sind u\u0308ber 50 Zigarrenfabriken und mehr als zehn Kistenfabriken in Estel\u00ed in Betrieb, wobei 17 davon zu den gr\u00f6\u00dften und wichtigsten z\u00e4hlen sowie Mitglieder der Vereinigung sind.<\/p>\n<p><strong>Wie geht es der Industrie heute?<\/strong><\/p>\n<p>Wir gehen davon aus, dass es so wie bisher weitergehen wird, obwohl 2014 nicht unser bestes Jahr war. Das kalte Wetter in den USA und Europa in den ersten vier Monaten des Jahres hat uns stark getroffen. Nachdem man dort in Lokalen nicht rauchen darf und bei Temperaturen von minus 30 Grad Celsius niemand hinausgehen m\u00f6chte, gingen die Verk\u00e4ufe zuru\u0308ck. Wir rechnen dennoch mit weiterem Exportwachstum, solange das Wetter nicht allzu gro\u00dfe Auswirkungen hat und die Vorschriften vernu\u0308nftig genug bleiben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die US-Importe aus der Dominikanischen Republik und Honduras zwischen 2012 und 2013 ein wenig zuru\u0308ckgingen, stiegen die aus Nicaragua um 15 Prozent. Wir erwarten, dass sich unsere Zahlen im Bereich Premiumzigarren bald jenen der Dominikanischen Republik ann\u00e4hern werden, zumindest in den USA.<\/p>\n<div id=\"attachment_8463\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/field-worker-tobacco-field-surrounding-esteli.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8463\" class=\"size-full wp-image-8463\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/field-worker-tobacco-field-surrounding-esteli.jpg\" alt=\"field worker tobacco field surrounding esteli\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-8463\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Was ist das Hauptziel der ANT?<\/strong><\/p>\n<p>Unser Hauptanliegen ist es, die Entwicklung der Industrie und das Wohlergehen der Menschen in den Regionen, wo Tabak produziert wird, zu f\u00f6rdern. In erster Linie repr\u00e4sentieren wir das Land und das Image hochwertiger handgefertigter Produkte von nicaraguanischen Handwerkern. Wir arbeiten gemeinsam mit der Regierung, um das Gesch\u00e4ft und das Wachstum von Tabak und Zigarrenunternehmen sowie der Marken, die diese produzieren, zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Wir haben zwar <strong>noch keine geschu\u0308tzte Bezeichnung<\/strong>, wie das beispielweise bei Champagner der Fall ist, der nur in der Champagne in Frankreich produziert werden darf, aber unser Ziel ist, dass auf allen Kisten von Zigarren, die einem gewissen Qualit\u00e4tsstandard entsprechen, der Aufdruck ,Handgemacht in Nicaragua\u2018 angebracht werden soll \u2013 als Zeichen der Qualit\u00e4t unserer Erzeugnisse. Die Tatsache, dass viele Zigarrenhersteller in anderen L\u00e4ndern manche ihrer Produkte nach uns benennen, wie etwa Davidoff Nicaragua, best\u00e4tigt, dass sie die Qualit\u00e4t unseres Tabaks sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><strong>Wie sind die Beziehungen zur Regierung?<\/strong><\/p>\n<p>Sehr gut. Die Regierung verfolgt ganz klar das Ziel, sich fu\u0308r die Entwicklung und das Wachstum unserer Industrie einzusetzen, so wie sie das auch bei anderen wichtigen landwirtschaftlichen Produkten tut, beispielweise Zucker, Reis und Rindfleisch. Nachdem es sich um ein Entwicklungsland handelt, k\u00f6nnen zwar viele Fragen auftauchen, aber wir haben eine gute und effiziente Kommunikation und arbeiten Hand in Hand, um die dringendsten Probleme zu l\u00f6sen. Die Regierung leistet auch ausgezeichnete Arbeit bei der Unterstu\u0308tzung unseres Kampfes auf internationaler Ebene gegen die schlimmsten Vorschriften fu\u0308r unsere Produkte.<\/p>\n<blockquote>\n<h3>Zahlen &amp; Fakten<\/h3>\n<p><strong>EXPORTE IN DIE USA<\/strong><\/p>\n<p><strong>1996:<\/strong><br \/>\nNicaragua: 16.036.000<br \/>\nDom. Rep.: 123.622.000<br \/>\nHonduras: 69.719.000<\/p>\n<p><strong>2006:<\/strong><br \/>\nNicaragua: 48.465.000<br \/>\nDom. Rep.: 139.789.000<br \/>\nHonduras: 77.653.000<\/p>\n<p><strong>2009:<\/strong><br \/>\nNicaragua: 78.670.000<br \/>\nDom. Rep.: 134.961.000<br \/>\nHonduras: 70.992.000<\/p>\n<p><strong>2013:<\/strong><br \/>\nNicaragua: 118.900.000<br \/>\nDom. Rep.: 129.615.000<br \/>\nHonduras: 63.300.000<\/p>\n<p><strong>2014:<\/strong><br \/>\nNicaragua: 117.800.000<br \/>\nDom. Rep.: 126.521.000<br \/>\nHonduras: 63.700.000<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Gesamtexport in Millionen US-Dollar<\/strong><\/p>\n<p><strong>2009:<\/strong> 91,83<br \/>\n<strong>2010:<\/strong> 100,49<br \/>\n<strong>2011:<\/strong> 126,41<br \/>\n<strong>2012:<\/strong> 152,31<br \/>\n<strong>2013:<\/strong> 227,70<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Ausl\u00e4ndische Investitionen in Millionen US-Dollar:<\/strong><br \/>\n36,9<\/p>\n<p><strong>Geschaffene Arbeitspl\u00e4tze in Estel\u00ed, 2013:<\/strong><br \/>\n31.000 direkt, 52.500 indirekt;<\/p>\n<p><strong>Anteil von Frauen, die in der Zigarrenindustrie<br \/>\nt\u00e4tig sind:<\/strong><br \/>\n60%<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><strong>ANT-Mitglieder<\/strong><\/p>\n<p>AJ Fernandez, ASP Nicaragua, Drew Estate, GK Tabacos de Nicaragua, Joya de Nicaragua, My Father Cigars, NACSA, Oliva Cigar Family, Padr\u00f3n Cigars, Plasencia Cigars, PENSA, Scandinavian Tobacco Group, PROCENICSA, Fabrica de Tabacos San Rafael, Tabacalera Tavicusa;<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Sommer-Ausgabe 2015 ver\u00f6ffentlicht. <a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/sommer-ausgabe-2015-gurkha-cigars-keine-kompromisse\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zigarrenindustrie in Nicaragua w\u00e4chst kontinuierlich und schafft Arbeitspl\u00e4tze fu\u0308r die Leute in Estel\u00ed. 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