{"id":8180,"date":"2016-01-15T14:00:18","date_gmt":"2016-01-15T13:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/?p=8180"},"modified":"2016-01-27T11:47:26","modified_gmt":"2016-01-27T10:47:26","slug":"begehbaren-humidor-bauen-eins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/begehbaren-humidor-bauen-eins\/","title":{"rendered":"So baut man seinen eigenen begehbaren Humidor &#8211; Teil eins"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Weg vom Tischhumidor zum Humidorschrank ist jedem Zigarrenfreak vorgezeichnet. Und weil es ein ungeschriebenes Gesetz ist, dass jeder Humidor fru\u0308her oder sp\u00e4ter zu klein wird, ist der Gedanke an einen begehbaren Humidor gar nicht so abwegig.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein begehbarer Humidor ist einfacher geplant und konstruiert als man glaubt. Gleich zu Beginn ein wichtiger Hinweis fu\u0308r alle Projekte, bei denen ein Teil der Au\u00dfenwand des Hauses auch Teil des Humidors ist: Sind Au\u00dfenw\u00e4nde nicht isoliert, so kann es im Winter bei niedrigen Au\u00dfentemperaturen zu einem Abku\u0308hlen der W\u00e4nde im Humidor kommen. Aufgrund der hohen Luftfeuchte im Humidor besteht die Gefahr der Kondenswasserbildung an der Wand und damit Schimmelgefahr.<\/p>\n<h4>Je weniger Temperaturschwankung, desto besser.<\/h4>\n<p>Ist eine Au\u00dfenwand Teil des Humidors, so mu\u0308ssen die Regale m\u00f6glichst luftig gebaut sein \u2013 ohne geschlossene Ru\u0308ckwand. Vor dem Einbau sollte bei niedrigen Au\u00dfentemperaturen unbedingt die Innenwandtemperatur gemessen werden.<\/p>\n<p>Liegt diese (bei 70 Prozent relativer Feuchte) im Bereich des Taupunktes, so wird die Sache gef\u00e4hrlich. Besser ist es, wenn alle W\u00e4nde des Humidors Innenw\u00e4nde sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_8207\" style=\"width: 205px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/humidor-cabinet-illustration-1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8207\" class=\"wp-image-8207\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/humidor-cabinet-illustration-1.jpg\" alt=\"humidor cabinet illustration 1\" width=\"195\" height=\"260\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-8207\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Marc Andr\u00e9<\/p>\n<\/div>\n<p>Je h\u00f6her ein begehbarer Humidor ist, desto gr\u00f6\u00dfer die Schwankungen der relativen Luftfeuchte. Da warme Luft nach oben steigt, wird die Temperatur an der Raumdecke h\u00f6her sein als am Boden \u2013 warme Luft speichert mehr Wasser als kalte. Man k\u00f6nnte natu\u0308rlich den Feuchtesensor ganz oben im Raum positionieren. Dann wu\u0308rde dort der eingestellte Zielwert der relativen Luftfeuchte zwar erreicht werden, aber im ku\u0308hleren Bodenbereich des Raumes wu\u0308rde es zu einer \u00dcberfeuchtung kommen. Daher sollte der Feuchtesensor immer auf halber Raumh\u00f6he installiert werden; die Luftzirkulation muss das Temperaturgef\u00e4lle ausgleichen. Dies kann man mit Ventilatoren recht gut erreichen. Klar ist aber: Je weniger Temperaturschwankung, desto besser.<\/p>\n<p>Als Alternative zu Humidorschrank oder -raum bietet sich eventuell ein begehbares Regal an (Illustration 1). Dabei werden in beliebigem Abstand zueinander zwei W\u00e4nde parallel im Trockenbauverfahren errichtet und eine Tu\u0308re dazwischen eingesetzt. Das Befeuchtungssystem steht auf dem Boden. Der erste Regalboden sollte zumindest 30 Zentimeter daru\u0308ber liegen. Sofern das Befeuchtungssystem nicht schr\u00e4g ausblasen kann, sollte ein Prallblech eingesetzt werden, damit die Luft nicht direkt die Zigarren anbl\u00e4st. Eine optisch reizvolle und gleichzeitig platzsparende L\u00f6sung bietet der fu\u0308nfeckige Walk-in-Humidor in einer Raumecke (Illustration 2).<\/p>\n<div id=\"attachment_8212\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/humidor-cabinet-illustration-2.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8212\" class=\"wp-image-8212\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/humidor-cabinet-illustration-2.jpg\" alt=\"humidor cabinet illustration 2\" width=\"260\" height=\"195\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-8212\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Marc Andr\u00e9<\/p>\n<\/div>\n<p>Das Befeuchtungssystem steht entweder unter einer der Stellagen oder wird in die Raumecke gestellt. Der Sensor zur Feuchtemessung wird auf mittlerer Raumh\u00f6he an einer der hochgezogenen W\u00e4nde (immer gegenu\u0308ber vom Befeuchter) angebracht. Nachteilig an dieser L\u00f6sung ist der schlecht nutzbare Totraum in der Ecke (rot gekennzeichnet). Ein Humidorraum als Rechteck (3) hat den Vorteil langer Stellfl\u00e4chen und bietet eine gute Durchlu\u0308ftung des Raumes.<\/p>\n<p>Auf der Langseite sind die Regalpl\u00e4tze angebracht, auf einer Schmalseite steht das Befeuchtungssystem. Der entstehende Totraum im Eck kann zur Installation eines Dauerumluftsystems perfekt genutzt werden. Dabei wird die Luft im unteren Sockelbereich angesaugt und oben im Raum wieder eingeblasen. Somit entstehen auch dann keine Feuchtenester und Trockenzonen, wenn der Befeuchter nicht aktiv ist. Ein derartiges Prinzip habe ich beispielsweise in der <strong>Heinrich Villiger Lounge La Cantinetta<\/strong> bei Waldshut-Tiengen aufgebaut.<\/p>\n<div id=\"attachment_8213\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/humidor-cabinet-illustration-3.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8213\" class=\"wp-image-8213\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/humidor-cabinet-illustration-3.jpg\" alt=\"humidor cabinet illustration 3\" width=\"260\" height=\"195\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-8213\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Marc Andr\u00e9<\/p>\n<\/div>\n<p>Fu\u0308r maximale Lagerkapazit\u00e4t bietet sich ein rechteckiger Grundriss an \u2013 mit einer Doppelreihe von Regalen an den Langseiten und dem Befeuchter an der Schmalseite. Bei einer Stellagentiefe von 35 Zentimetern ist hierzu aber eine minimale Raumbreite von 180 cm erforderlich.<\/p>\n<p>Mit dem geringsten Aufwand l\u00e4sst sich natu\u0308rlich ein begehbarer Humidor realisieren, wenn ein Abstellraum, der Bereich unter einem Treppenaufgang oder eine Besenkammer, also ein bereits bestehender Raum, komplett als Humidor genutzt werden kann. Das Befeuchtungssystem sollte die Luft immer u\u0308ber die Langseite des Raumes ausblasen.<\/p>\n<p>So viel zur Bauplanung. In der <a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/herbst-ausgabe-2015-maya-selva\/\">Ausgabe 2015\/3<\/a> des Cigar Journals befasst sich Marc Andr\u00e9 mit den zu verwendenden Materialien, der Befeuchtungstechnik und der Luftzirkulation.<\/p>\n<blockquote>\n<h3>Information:<\/h3>\n<p>Richten Sie Ihre Fragen gerne direkt an den Autor:<br \/>\n<a href=\"mailto:info@humidorbau.de\" target=\"_blank\">info@humidorbau.de<\/a><\/p>\n<p>Der Humidor<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.humidorbau.de\" target=\"_blank\">www.humidorbau.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Sommer-Ausgabe 2015 ver\u00f6ffentlicht. <a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/sommer-ausgabe-2015-gurkha-cigars-keine-kompromisse\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weg vom Tischhumidor zum Humidorschrank ist jedem Zigarrenfreak vorgezeichnet. 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