{"id":61985,"date":"2023-01-11T16:12:42","date_gmt":"2023-01-11T15:12:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/die-sonne-geht-fuer-alle-auf\/"},"modified":"2023-01-11T16:15:22","modified_gmt":"2023-01-11T15:15:22","slug":"die-sonne-geht-fuer-alle-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/die-sonne-geht-fuer-alle-auf\/","title":{"rendered":"\u201eDie Sonne geht f\u00fcr alle auf\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Alejandro Mata entwickelte vor f\u00fcnf Jahren die Puro-Marke Alfambra, doch seine Geschichte ist nicht die typische Geschichte eines Zigarrenliebhabers, der eine Privatmarke schaffen wollte. Seine Wurzeln reichen tiefer.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Kann sein, dass wir diese Geschichte schon mal gelesen haben: Ein leidenschaftlicher Raucher versp\u00fcrt den Drang, seine eigene Zigarrenmarke zu kreieren. Oberfl\u00e4chlich betrachtet k\u00f6nnte man die Geschichte so zusammenfassen \u2013 die Geschichte von Alejandro Mata, einem spanischen Gesch\u00e4ftsmann und dem Sch\u00f6pfer der Marke Alfambra, einer Puro, die nach nur f\u00fcnf Jahren zwei Millionen St\u00fcck in insgesamt zw\u00f6lf europ\u00e4ischen L\u00e4ndern absetzt. Doch Mata ist nicht der typische wohlhabende Passionado, der einen prestigetr\u00e4chtigen Hersteller kontaktierte, um seine private Marke anfertigen zu lassen. Seine Geschichte wurzelt tiefer in der Welt des Tabaks und erstreckt sich weit \u00fcber seine Leidenschaft oder finanziellen M\u00f6glichkeiten hinaus bis hin zu einer Freundschaft mit einem sehr respektierten Herrn der Branche. \u201eIch habe damals schon Puros geraucht\u201c, erkl\u00e4rt mir Mata, \u201eund ich besa\u00df einen Spirituosenvertrieb in M\u00e1laga (Andalusien, im S\u00fcden Spaniens), der unter anderem den Rum Havana Club f\u00fchrte.\u201c Es war das Unternehmen Pernod Ricard, das ihm 2005 die T\u00fcr nach Kuba \u00f6ffnete und ihn einlud, am siebten Festival del Habano teilzunehmen. \u201eWeil ich aber sehr rastlos sein kann und gerne meinem eigenen Rhythmus folge, unternahm ich eines Tages auf Eigeninitiative einen Ausflug nach Pinar del R\u00edo, um mir die L\u00e4ndereien und den Tabak dort anzusehen. In San Luis traf ich auf einen \u00e4lteren Herrn und unterhielt mich ein wenig mit ihm, w\u00e4hrend wir zusammen eine Zigarre rauchten.\u201c Jener Herr war der Tabakpflanzer Alejandro Robaina.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Freundschaft der beiden Alejandros festigte sich durch den Tabak, und zwar so sehr, dass Mata bald seine eigene Marke herstellen wollte. Im Jahr 2007 er\u00f6ffnete er ein \u201eChinchal\u201c (kleiner Laden) in Estel\u00ed zusammen mit zwei Zigarrenroller-P\u00e4rchen, die ihm mit Tabak aus Remedios (Kuba) seine Zigarren rollten, genannt La Flor de San Luis. \u201eMir wurde bald klar, wie schwer es werden w\u00fcrde, die Kontinuit\u00e4t meiner Zigarren mit extern angekauftem Tabak zu erhalten. Also begann ich, nach Grundst\u00fccken in Nicaragua zu suchen, um dort meinen eigenen Tabak anzubauen, und kaufte zwei in Pueblo Nuevo. Ich dachte mir, dass die Sonne schlie\u00dflich f\u00fcr alle aufgeht.\u201c 2015 begann er dann mit der Herstellung der Marke Alfambra, eine mittelalterliche Bezeichnung f\u00fcr die Alhambra von Granada, eines der symboltr\u00e4chtigsten arabischen Monumente seiner Geburtsregion Andalusien. \u201eVon meiner ersten Zigarre, einer Mediumfiller mit oranger Banderole, stellte ich 30.000 St\u00fcck pro Jahr her\u201c, erz\u00e4hlt Alejandro. \u201eAls ich nach drei Jahren die El Brujito auf den Markt brachte, die dann schon eine Longfiller war, verkauften wir 840.000 Zigarren.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Hinter der Alfambra, und den 6.000 Zigarren, die er heute t\u00e4glich herstellt, steckt kein gro\u00dfes Geheimnis. Der Erfolg setzt sich zusammen aus dem pers\u00f6nlichen Engagement von Alejandro Mata und seiner Frau, viel Arbeit, Kosteneinsparungen durch Betriebsvergr\u00f6\u00dferungen und einer Firmenpolitik, die der Pragmatik den Vorzug vor der Romantik gibt, um dem Publikum eine Premiumzigarre zu einem unschlagbaren Preis anbieten zu k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der eigentlich immer komplizierte spanische Markt nimmt ihm eine Million seiner Zigarren ab. Der Rest verteilt sich auf elf europ\u00e4ische L\u00e4nder, und sein Markt w\u00e4chst weiter. Mittlerweile stammt der gesamte Tabak, den er verwendet, aus seinem eigenen Anbau, der auf f\u00fcnfzig Hektar Land in Nicaragua die Sorten Criollo 98, Corojo und Habana 2000 umfasst. Er hat seine eigene Manufaktur in Estel\u00ed und neue Projekte, die auf Wachstum und Innovation ausgerichtet sind. \u201eMan muss Tabak schon wirklich m\u00f6gen\u201c, versichert er mir, w\u00e4hrend er mir seine aktuelle Situation darlegt. \u201eWenn man ihn nicht mag, ist es unm\u00f6glich.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alejandro Mata entwickelte vor f\u00fcnf Jahren die Puro-Marke Alfambra, doch seine Geschichte ist nicht die typische Geschichte eines Zigarrenliebhabers, der eine Privatmarke schaffen wollte. 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