{"id":61288,"date":"2022-12-07T12:59:11","date_gmt":"2022-12-07T11:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/vom-richtigen-anzuenden\/"},"modified":"2022-12-07T13:05:33","modified_gmt":"2022-12-07T12:05:33","slug":"vom-richtigen-anzuenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vom-richtigen-anzuenden\/","title":{"rendered":"Vom richtigen Anz\u00fcnden"},"content":{"rendered":"<p>Das Anz\u00fcnden der Zigarre ist, von der richtigen Lagerung einmal abgesehen, der wichtigste Faktor, welcher \u00fcber Genuss oder Frust beim Rauchen entscheidet. Es geht hierbei nicht um das Einhalten einer Zigarrenetikette oder um die Frage, was stilvoll oder stillos ist, es geht einzig und alleine darum, die Zigarre so zu entflammen, dass sich deren Aromen optimal entfalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_61291\" style=\"width: 317px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-61291\" class=\"wp-image-61291\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/120-121_cj_3-20_EU_anzuenden-2-1-500x375.gif\" alt=\"\" width=\"307\" height=\"230\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-61291\" class=\"wp-caption-text\">Streichh\u00f6lzer: bei Streichh\u00f6lzern immer erst den Schwefel abbrennen lassen<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>GRUNDS\u00c4TZLICHES<\/strong><br \/>\nDie Flamme sollte niemals durch Ziehen an der Zigarre in diese hineingesaugt werden, da hierbei der Tabak ungleichm\u00e4\u00dfig verbrennt und Schiefbrand vorprogrammiert ist. Vor dem ersten Zug sollte das Brandende \u00fcber den gesamten Durchmesser der Zigarre gleichm\u00e4\u00dfig gl\u00fchen. Das braucht Zeit, gut ein bis zwei Minuten. Ab und an auf das Brandende blasen und so lange befeuern, bis auch das Zentrum der Zigarre gleichm\u00e4\u00dfig gl\u00fcht und keine dunklen Stellen mehr sichtbar sind. Nur dann brennen die unterschiedlichen Tabaksorten gleichm\u00e4\u00dfig ab und die Geschmacksentfaltung ist vom ersten Zug an so, wie sie sein soll. Ungeduld ist hier fehl am Platze.<\/p>\n<div id=\"attachment_61281\" style=\"width: 380px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-61281\" class=\"wp-image-61281\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/120-121_cj_3-20_EU_anzuenden-5-1-500x267.gif\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"198\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-61281\" class=\"wp-caption-text\">Der Fidibus:<br \/>die Probleme u\u0308berwiegen die Anmutun<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>FEUERQUELLEN<\/strong><br \/>\nBenzinfeuerzeuge und Kerzen sind aufgrund der dominanten Fremdaromen bzw. der entstehenden Ablagerungen auf der Zigarre vollkommen ungeeignet und bed\u00fcrfen keiner weiteren Erw\u00e4hnung. Lange Streichh\u00f6lzer sind akzeptabel, allerdings muss man hier darauf achten, dass zun\u00e4chst der Schwefelkopf komplett abgebrannt ist, damit dessen unangenehmer Geruch nicht die Zigarre beeintr\u00e4chtigt. St\u00f6rend ist die Ru\u00dfentwicklung des verbrennenden Holzes, was meist zu einem unsch\u00f6nen, ru\u00dfigen Rand am Brandende f\u00fchrt. Der Zedernholzspan (Fidibus) mag zwar stylisch sein, ist aber aufgrund der Ru\u00dfentwicklung und der entstehenden Fremdaromen dennoch ungeeignet, wenngleich diese Praxis in der gehobenen Gastronomie noch immer zelebriert wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_61283\" style=\"width: 287px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-61283\" class=\"wp-image-61283\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/120-121_cj_3-20_EU_anzuenden-3-2.gif\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"343\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-61283\" class=\"wp-caption-text\">Jetflame-Feuerzeug:<br \/>bei Jetflame-Feuerzeugen immer einen Mindestabstand von 3 bis 4 cm zum sichtbaren Flammenende einhalten<\/p>\n<\/div>\n<p>Das klassische Gasfeuerzeug verf\u00fcgt \u00fcber eine vollkommen geruchsneutrale Flamme und ist daher eine gute Wahl. Als Nachteil erweist sich jedoch die starke Erw\u00e4rmung des Feuerzeugs bei Dauerbetrieb von ein bis zwei Minuten. Manche Feuerzeuge werden dabei so hei\u00df, dass man sie kaum mehr in der Hand halten kann.<\/p>\n<p>Die wohl beste Wahl sind Jetflame-Feuerzeuge mit einer, zwei oder gar drei Flammstrahlen. Sie b\u00fcndeln die Hitze auf einen Punkt und erlauben das pr\u00e4zise Anz\u00fcnden der Zigarre in relativ kurzer Zeit. Zu beachten ist jedoch die extrem hohe Flammentemperatur von fast 1.300 Grad Celsius. Wird die Flamme zu dicht an die Zigarre gef\u00fchrt, so entstehen unangenehme Fremdaromen. Die sichtbare Flamme sollte die Zigarre keinesfalls ber\u00fchren. Achten Sie auf einen Mindestabstand von drei bis vier Zentimetern, gemessen vom Ende der sichtbaren blauen Flamme.<\/p>\n<p>Leider vollkommen aus der Mode gekommen sind die alten Gl\u00fchwendel-Zigarrenanz\u00fcnder, deren Technik dem klassischen Zigarettenanz\u00fcnder im Auto entspricht. Hierbei h\u00e4lt man die Gl\u00fchwendel direkt an die Zigarre und zieht an derselben. Da es keine offene Flamme gibt, kann diese auch nicht durch das Ziehen eingezogen werden, und man erh\u00e4lt einen wunderbaren, gleichm\u00e4\u00dfigen Abbrand. Diese Anz\u00fcnder sind nur noch antiquarisch erh\u00e4ltlich.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>FAZIT:<span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span><\/b><b><\/b>Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Zigarre richtig anzuz\u00fcnden. Nur bei gleichm\u00e4\u00dfiger Glut \u00fcber den gesamten Durchmesser entwickelt sich das volle Aromenspektrum der unterschiedlichen Tabake, und die Basis f\u00fcr einen gleichm\u00e4\u00dfigen Abbrand ist gelegt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Anz\u00fcnden der Zigarre ist, von der richtigen Lagerung einmal abgesehen, der wichtigste Faktor, welcher \u00fcber Genuss oder Frust beim Rauchen entscheidet.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":61294,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,8639,8638,21,39,2805,15],"tags":[8673],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61288"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61288"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61288\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/61294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}