{"id":6083,"date":"2012-07-15T15:05:00","date_gmt":"2012-07-15T13:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cigartrophy.com\/?p=6083"},"modified":"2015-04-24T21:02:34","modified_gmt":"2015-04-24T19:02:34","slug":"j-c-newman-cigar-co-amerikas-aelteste-cigar-family","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/j-c-newman-cigar-co-amerikas-aelteste-cigar-family\/","title":{"rendered":"J. C. Newman Cigar Co. \u2013 Amerikas \u00e4lteste Cigar Family"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit 117 Jahren ist die J. C. Newman Cigar Co. das \u00e4lteste Premium-Zigarrenunternehmen in den USA, das noch immer im Besitz der Gr\u00fcnderfamilie ist. Die Marken Cuesta-Rey, Diamond Crown und Brick House sind weltweit in aller Munde.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der markante Uhrturm l\u00e4sst sich schon von weitem ausmachen, wenn man sich auf der Interstate 4 dem Zentrum von Tampa n\u00e4hert. Und seit einer gru\u0308ndlichen Renovierung vor zehn Jahren schl\u00e4gt das Uhrwerk auch wieder zu jeder Stunde \u2013 genauso wie damals zu seiner Entstehung. <strong>Edward Regensburg<\/strong> errichtete hier im Jahre 1910 seine Zigarrenfabrik fu\u0308r 1500 Roller und \u201e<strong>El Reloj<\/strong>\u201c (span: die Uhr) bestimmte fortan den Tagesrhythmus im heutigen Stadtteil Ybor City.<\/p>\n<p>Tampa war in den 1920er-Jahren die Welthauptstadt der Zigarrenindustrie mit einer Jahresproduktion von bis zu 500 Millionen Zigarren in etwa 200 Fabriken. Tausende Einwanderer aus Kuba und Spanien folgten den Jobs, die mit der Errichtung immer neuer Manufakturen zu kriegen waren. Die Entwicklung war rasant, wenn man bedenkt, dass die ersten Zigarren hier nicht viel fru\u0308her als 1886 gerollt wurden, also etwa zu jener Zeit, als sich im fernen Koronc\u00f3 (im K\u00f6nigreich Ungarn) die Familie Newman dazu entschlossen hatte, nach Amerika auszuwandern.<\/p>\n<div id=\"attachment_6128\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/bobby-eric-jc-newman-management-tobacco-bale-light-up-cigar.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-6128\" class=\"size-medium wp-image-6128\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/bobby-eric-jc-newman-management-tobacco-bale-light-up-cigar-500x375.jpg\" alt=\"bobby eric jc newman management tobacco bale light up cigar\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/bobby-eric-jc-newman-management-tobacco-bale-light-up-cigar-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/bobby-eric-jc-newman-management-tobacco-bale-light-up-cigar-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/bobby-eric-jc-newman-management-tobacco-bale-light-up-cigar-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/bobby-eric-jc-newman-management-tobacco-bale-light-up-cigar.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6128\" class=\"wp-caption-text\">Photo: J. C. Newman Cigar Company<\/p>\n<\/div>\n<p>Unter ihren fu\u0308nf Kindern befand sich auch Julius, der 1888 als 13-J\u00e4hriger in Cleveland, Ohio, ankam und nach einer mehrj\u00e4hrigen Lehrzeit am 5. Mai 1895 eigentlich notgedrungen seine Ein-Mann-Zigarrenmanufaktur startete. Als einer von damals 42.000 in den USA und 300 in Cleveland, Ohio, registrierten Zigarrenherstellen schaffte er sich auf diese Weise sein Einkommen kurzerhand selbst. Arbeit war nach dem Ausbruch der Wirtschaftskrise, 1893, n\u00e4mlich Mangelware. Damit war der Grundstein fu\u0308r das Unternehmen gelegt, dessen Geschicke er bis zu seinem Tod im Jahr 1958 leitete.<\/p>\n<p>Zu seinem zweiten Vornamen kam J. C. Newman u\u0308brigens durch reinen Zufall: ein Beamter der US-Einwanderungsbeh\u00f6rde bestand auf einen doppelten Vornamen und nannte als \u201eBeispiel\u201c den r\u00f6mischen Staatsmann und Feldherrn, der bekanntlich Gaius Julius Caesar hie\u00df. Aber so genau wusste das der Staatsangestellte offenbar nicht und trug in das W\u00e4hlerregister kurzerhand <strong>Julius Caeser<\/strong> ein \u2013 samt Schreibfehler. Die Anleihe aus der Geschichte gefiel dem jungen Mann so gut, dass er fortan nur noch die Initialen J. C. verwendete.<\/p>\n<h3>R\u00fcckkehr in den Premium-Markt<\/h3>\n<p>Die Gesch\u00e4fte des jungen Entrepreneurs liefen zwischen den Kriegen und Wirtschaftskrisen recht gut. Er brachte seine eigenen Markenzigarren heraus, errichtete immer gr\u00f6\u00dfere Fabriken und investierte in die ersten Maschinen, die Zigarren fabrizierten. Das gr\u00f6\u00dfte Problem der Zigarrenbranche in den 1920er-Jahren war die rasant ansteigende Beliebtheit der Zigarette. Diese Entwicklung spitzte sich derart zu, dass 1927 nur noch zwei Zigarrenhersteller in Cleveland existierten: J. C. Newman und <strong>Grover Mendelsohn<\/strong>. Sie wurden als <strong>M &amp; N Cigar Manufacturers<\/strong> Partner und Newman leitete das Unternehmen. Einen erheblichen Beitrag zum wirtschaftlichen \u00dcberleben trug wahrscheinlich die Entscheidung bei, die Produktion auf maschinengefertigte Zigarren umzustellen.<\/p>\n<p>Zur Untermalung: 1926 betrug der Anteil maschinengefertigter Zigarren am US-amerikanischen Gesamtmarkt gerade einmal 18 Prozent; zehn Jahre sp\u00e4ter waren es 75 Prozent. Bei M &amp; N produzierten 200 Zigarrenmaschinen-Arbeiter sechs Tage die Woche und in zwei Schichten t\u00e4glich 120.000 Stu\u0308ck der Marke<strong> Cameo<\/strong> \u2026 immer noch nicht genug, um die Nachfrage zu befriedigen.<\/p>\n<div id=\"attachment_6124\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-building-el-reloj-neon-sign-by-night.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-6124\" class=\"size-full wp-image-6124\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-building-el-reloj-neon-sign-by-night.jpg\" alt=\"jc newman building el reloj neon sign by night\" width=\"1000\" height=\"451\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-building-el-reloj-neon-sign-by-night.jpg 1000w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-building-el-reloj-neon-sign-by-night-500x226.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-building-el-reloj-neon-sign-by-night-770x347.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-building-el-reloj-neon-sign-by-night-600x271.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6124\" class=\"wp-caption-text\">Photo: J. C. Newman Cigar Company<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eAuch nach dem 2. Weltkrieg waren unsere best verkauften Marken Cameo und <strong>Student Prince<\/strong>\u201c, erkl\u00e4rt Eric M. Newman, der Enkel des Firmengru\u0308nders und heute Pr\u00e4sident des Familienunternehmens. \u201eBeide kosteten fu\u0308nf Cent \u2013 einen Nickel, wie wir sagen. Das klingt heutzutage wenig, damals war das quasi der Standardpreis fu\u0308r eine Zigarre. Natu\u0308rlich waren diese Zigarren maschinengefertigt, aber mehr konnte und wollte der Durchschnittsbu\u0308rger anno dazumal eben nicht bezahlen.\u201c Diese Zigarren gingen zuhauf u\u0308ber den Ladentisch.<\/p>\n<p>Das Problem war nur: die fu\u0308nf dominierenden Zigarrenfabriken in den USA produzierten diese \u201eNickel- Zigarren\u201c in riesigen Mengen und kontrollierten auch den Rohtabakmarkt. Eric M. Newman: \u201eSie versuchten, kleine Hersteller wie unseren Gro\u00dfvater vom Markt zu verdr\u00e4ngen.\u201c Und das ging so: Den L\u00f6wenanteil des ben\u00f6tigten Tabaks produzierten diese Firmen selbst, fu\u0308r etwa drei Dollar je Pfund. \u201eDen Rest kauften sie am freien Markt ein und boten dafu\u0308r sechs Dollar an. So trieben sie die Preise in die H\u00f6he und man\u00f6vrierten kleine Manufakturen ins Out.\u201c<\/p>\n<p>J. C. Newman war nahe daran, nach fast 60 recht erfolgreichen Jahren seine Fabrik zu schlie\u00dfen. \u201eEs sei denn, wir finden eine Nische, in der uns die Gro\u00dfen nichts anhaben k\u00f6nnen\u201c, stellte er die Familie vor eine entscheidende Frage. Das in Betracht kommende Marktsegment waren Premiumzigarren, die zu jener Zeit nur noch in Tampa, Florida, hergestellt wurden. Zehn einschl\u00e4gige Familienbetriebe gab es dort, die allesamt ausschlie\u00dflich kubanischen Tabak verarbeiteten. Eric Newman: \u201eIm Alter von 78 Jahren u\u0308bersiedelte mein Gro\u00dfvater das gesamte Unternehmen von Cleveland nach Tampa an unseren heutigen Stammsitz. Am 5. Juli 1953 nahm mein Vater Stanford hier den Betrieb auf.\u201c<\/p>\n<h3>Die \u00c4ra des Stanford J. Newman<\/h3>\n<p>1938 verkaufte Grover Mendelsohn die M &amp; N Cigar Manufacturers komplett an J. C. Newman. Er war wieder der alleinige Eigentu\u0308mer und sein Sohn Stanford, der sich in der Firma schon seine Sporen als Verk\u00e4ufer verdient hatte, trat nach Abschluss seines Studiums voll ins Unternehmen ein. Auf seinen Reisen zu den wichtigsten Tabakregionen in Kuba und Connecticut lernte Stanford J. Newman viel und rasch dazu.<\/p>\n<div id=\"attachment_6126\" style=\"width: 298px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/stanford-bobby-newman-tobacco-leaves.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-6126\" class=\" wp-image-6126\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/stanford-bobby-newman-tobacco-leaves.jpg\" alt=\"stanford bobby newman tobacco leaves\" width=\"288\" height=\"216\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6126\" class=\"wp-caption-text\">Photo: J. C. Newman Cigar Company<\/p>\n<\/div>\n<p>In Connecticut absolvierte er ein achtmonatiges Training in der Tabakverarbeitung und -sortierung sowie auf den Feldern. Unter Stanfords Federfu\u0308hrung erlangte das Unternehmen nationale Bedeutung im gro\u00dfen Markt der Vereinigten Staaten. Die Distribution wurde an die besten Firmen in den gro\u00dfen Ballungszentren ausgelagert, die Zigarren wurden in allen Landesteilen bekannt und verkauften sich gut.<\/p>\n<p>Nach dem Tod seines Vaters J. C. im Jahre 1958 trat ein anderer Mentor ins Leben des Stanford Newman: <strong>Karl Cuesta<\/strong>. Dessen Vater, Angel LaMadrid Cuesta (ein Spanier, der nach Kuba und sp\u00e4ter in die USA ausgewandert war), gru\u0308ndete gemeinsam mit <strong>Peregino Rey<\/strong> 1884 die Marke <strong>Cuesta-Rey<\/strong>. Und: er war ein enger Freund des damaligen spanischen K\u00f6nigs Alfonso XIII. \u2013 ein Umstand, der der Zigarrenmarke wahrscheinlich zu seiner weltweiten Bedeutung verhalf. Immerhin war Cuesta-Rey die offizielle Zigarre des spanischen K\u00f6nigshauses.<\/p>\n<p>Seine beiden S\u00f6hne Karl und Angel junior wurden enge Freunde Stanfords und verkauften ihm 1958 die Marken Cuesta-Rey, La Unica und White Heather. Das Angebot, auch gleich ihre anderen kubanischen Labels wie <strong>El Rey del Mundo<\/strong> und <strong>Sancho Panza<\/strong> zu u\u0308bernehmen, lehnte Newman allerdings ab. In seiner Biographie schrieb er sp\u00e4ter daru\u0308ber: \u201eIch gebe zu, das war ein Fehler.\u201c Die erste Cuesta-Rey, die unter Stanford Newmans Eigentu\u0308merschaft produziert wurde, war die \u201e95\u201c (das Gru\u0308ndungsjahr der J. C. Newman Cigar Company). Mit einem Preis von 35 Cent war sie eine der teuersten am Markt. Und sie war ein Verkaufsschlager. Natu\u0308rlich bestand sie zu 100 Prozent aus kubanischen Tabaken. Aber wie lange noch?<\/p>\n<h3>Aufregende Zeiten<\/h3>\n<p>Das Embargo gegen Kuba war eine Hiobspost fu\u0308r die Zigarrenindustrie in Tampa. Auch wenn die Vorr\u00e4te eine zeitlang reichten, irgendwann wu\u0308rden sie zur Neige gehen. \u201eJa, wir haben noch Havanna-Tabak\u201c, war einer der Werbeslogans des Herstellers <strong>Garcia Vega<\/strong>, der die Kunden m\u00f6glichst lang beruhigen sollte.<\/p>\n<div id=\"attachment_6131\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/stanford-jc-newman-portrait-cigar-tobacco-bale-leaves.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-6131\" class=\"size-medium wp-image-6131\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/stanford-jc-newman-portrait-cigar-tobacco-bale-leaves-500x376.jpg\" alt=\"stanford jc newman portrait cigar tobacco bale leaves\" width=\"260\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/stanford-jc-newman-portrait-cigar-tobacco-bale-leaves-500x376.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/stanford-jc-newman-portrait-cigar-tobacco-bale-leaves-600x451.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/stanford-jc-newman-portrait-cigar-tobacco-bale-leaves.jpg 699w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6131\" class=\"wp-caption-text\">Photo: J. C. Newman Cigar Company<\/p>\n<\/div>\n<p>Die Strategie dahinter war aber nur allzu leicht zu durchschauen: Man lagert seinen letzten Ballen Kuba-Tabak im Keller und ru\u0308hmt sich damit. \u201eNiemand behauptete tats\u00e4chlich, weiterhin Havanna in den Zigarren zu verarbeiten\u201c, schreibt Stanford Newman daru\u0308ber in seinen Memoiren. Natu\u0308rlich schlummert auch im Keller der Newmans noch ein Ballen Havanna-Bl\u00e4tter vor sich hin. Es ist allgemein bekannt, dass Stanford J. Newman der Vorreiter in der Branche war, der die Vorzu\u0308ge des Tabaks aus Kamerun als erster erkannte. Auch wenn die Deckbl\u00e4tter aus Afrika bald doppelt so teuer waren wie jene aus Kuba vor dem Embargo, war Stanford Newman von ihrer Qualit\u00e4t u\u0308berzeugt. Der Erfolg gab ihm recht. Um 1970 war Cuesta-Rey die fu\u0308hrende Premium-Marke in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>\u201eIn den 1980er-Jahren ging das Zigarrenbusiness insgesamt den Bach hinunter. Die Verk\u00e4ufe gingen zuru\u0308ck, die Kosten hingegen stiegen an und die Konkurrenz aus den aufstrebenden neuen Zigarrenl\u00e4ndern wie Nicaragua, Honduras, Ecuador und der Dominikanischen Republik legte ordentlich zu\u201c, erinnert sich Robert C. Newman, der ju\u0308ngere Sohn Stanfords und heute Vize-President von J. C. Newman an diese Jahre. Er ist seit 1975 im Unternehmen t\u00e4tig; alle nennen ihn Bobby.<\/p>\n<h3>Das entscheidende Jahr 1986<\/h3>\n<p>Einen Meilenstein in der Firmengeschichte markiert der 14. Februar 1986. An jenem Valentinstag kauften der damals 70-j\u00e4hrige Stanford Newman und seine beiden S\u00f6hne Eric und Bobby alle Firmenanteile der u\u0308brigen Familienmitglieder auf.<\/p>\n<blockquote>\n<h3>Auszeichnungen<\/h3>\n<p>Stanford J. Newman wurde im Jahre 2006 (posthum) mit der <strong>Cigar Trophy Lifetime Achievement <\/strong>unseres Magazins fu\u0308r sein Lebenswerk geehrt.<\/p>\n<p>Im Jahre 2008 wurde die Marke Cuesta-Rey mit der <strong>Cigar Trophy Best Value<\/strong> fu\u0308r das beste Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis aller dominikanischen Zigarren ausgezeichnet.<\/p>\n<p>2010 nahmen Eric M. Newman und Carlos Fuente Jr. die <strong>Cigar Trophy<\/strong> der Kategorie <strong>Charity &amp; Community<\/strong> fu\u0308r ihre gemeinsame Cigar Family Charitable Foundation entgegen.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eWir borgten uns dafu\u0308r eine Riesensumme von den Banken\u201c, lacht Eric heute u\u0308ber das Wagnis. \u201eManche Entscheidungen im Leben trifft man mit dem Hirn, andere mit dem Herzen. Das war so eine Situation. Und lange dachte ich, das Herz h\u00e4tte hier dem Verstand den Weg versperrt. Aber heute bin ich froh u\u0308ber unsere Wahl.\u201c<\/p>\n<p>Nur drei Wochen nach der \u00dcbernahme sollte sich die Zukunft der Newmans grundlegend ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Carlos Fuente<\/strong>, der inzwischen seine Fabrik in Santiago in der Dominikanischen Republik etabliert hatte und in Tampa seine Manufaktur fu\u0308r maschinengefertigte Zigarren schlie\u00dfen wollte, unterbreitete seinem Freund Stanford einen Businessplan. Wie heute hinl\u00e4nglich bekannt ist, einigten sich die beiden darauf, dass die Newman-Familie die Maschinenproduktion der beiden Familienbetriebe u\u0308bernahm, w\u00e4hrend die Familie Fuente im Gegenzug die handgerollten Zigarren beider Firmen in der Dominikanischen Republik fertigte.<\/p>\n<p>Die erste Marke der Newmans, die aus der <strong>Tabacalera Fuente<\/strong> stammte, war <strong>La Unica Dominican Primeros<\/strong> \u2013 u\u0308brigens die erste Premium-Marke, die jemals in Bundles verkauft wurde. Heute ist sie in den USA eine der meistverkauften Premiumzigarren in Bundles.<\/p>\n<h3>Cigar Family \u2013 eine Erfolgsgeschichte<\/h3>\n<p>Anl\u00e4sslich des 100. Jubil\u00e4ums der Firmengru\u0308ndung entwickelte Stanford Newman gemeinsam mit Carlos Fuente die Marke <strong>Diamond Crown<\/strong>, die erste Zigarrenlinie mit einem einheitlichen Ringma\u00df von 54 (bis dahin war 52 die dickste Zigarre am Markt). Ein weiterer Meilenstein.<\/p>\n<div id=\"attachment_6123\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-3-generations-stanfod-drew-bobby-eric-painting-julius-caeser.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-6123\" class=\"size-medium wp-image-6123\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-3-generations-stanfod-drew-bobby-eric-painting-julius-caeser-500x426.jpg\" alt=\"jc newman 3 generations stanfod drew bobby eric painting julius caeser\" width=\"260\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-3-generations-stanfod-drew-bobby-eric-painting-julius-caeser-500x426.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-3-generations-stanfod-drew-bobby-eric-painting-julius-caeser.jpg 517w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6123\" class=\"wp-caption-text\">Photo: J. C. Newman Cigar Company<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eDer Zigarrenboom war mittlerweile in vollem Schwung und alle Welt riss sich um unsere Zigarren\u201c, erinnert sich Bobby an die goldenen Jahre. Jeder Erfolg stellte den vorigen in den Schatten, auch noch, als die Boomjahre l\u00e4ngst wieder voru\u0308ber waren.<\/p>\n<p>Es folgten Linien wie die <strong>Diamond Crown Maximus<\/strong> und schlie\u00dflich die <strong>Diamond Crown Julius Ceaser<\/strong>. \u201eDas ist ein Projekt von Drew, dem Sohn meines Bruders Eric, das er anl\u00e4sslich des 135. Geburtstages von J. C. und gleichzeitig zum 115. Jahrestag der Firmengru\u0308ndung durchgezogen hat. Auf dem Zigarrenring ist sein Urgro\u00dfvater mit Olivenkranz auf dem Haupt zu sehen \u2026 ganz im Stil Julius C\u00e4sars, aber dennoch unser Julius Caeser\u201c, erl\u00e4utert Robert.<\/p>\n<h3>\u00a0Die Zukunft: Perla del Mar &amp; Ponce de Le\u00f3n<\/h3>\n<p>\u201eMittlerweile ist das Zigarrenportfolio kr\u00e4ftig gewachsen und deckt viele Geschmacksrichtungen und Preisklassen ab\u201c, erkl\u00e4rt Shanda Lee, Vize-President Marketing bei J. C. Newman. Die beliebte Marke Quorum ist mittlerweile schon in 81 L\u00e4ndern vertreten, die Brick House in 21, Luis Martinez in mehr als 40 M\u00e4rkten.<\/p>\n<p>\u201eSeit zwei Jahren arbeiten wir nun an einem Blend namens <strong>Perla del Mar<\/strong>\u201c, verr\u00e4t Eric Newman und Shanda Lee erg\u00e4nzt: \u201eDie neue Zigarre mit Connecticut Seed-Deckblatt aus Ecuador wird diesen Sommer in vier Formaten auf den Markt kommen. Es ist die erste Neuerscheinung aus Nicaragua seit der Brick House vor drei Jahren und wird auch in der gleichen Preisklasse angesiedelt sein \u2013 also viel Geschmack zu einem sehr gu\u0308nstigen Preis. Und es ist unsere allererste box-pressed Zigarre.\u201c<\/p>\n<p>Und das n\u00e4chste Projekt? Am 27. M\u00e4rz 1513 sichtete Juan <strong>Ponce de Le\u00f3n<\/strong> zum ersten Mal Nordamerika (genauer gesagt: Florida). Der Eroberer hatte zuvor schon an Christoph Kolumbus\u2019 zweiter Amerika-Expedition im Jahre 1493 teilgenommen. Zum <strong>500. Jahrestag, 2013<\/strong>, wollen die Newmans gemeinsam mit Tabacalera Fuente eine Marke gleichen Namens herausbringen. \u201eWir arbeiten mit Volldampf daran\u201c, verspricht Eric Newman und schmunzelt beim Einwand, dass doch Nicaragua das Zigarrenland ist, wohin jeder Hersteller derzeit tendiert. \u201eMein Vater sagte uns immer: Wenn alle in die eine Richtung gehen, geht in die andere.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<h3>J. C. Newman Cigar Co.<br \/>\nPortfolio 2012<\/h3>\n<div id=\"attachment_6086\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-6086\" class=\"size-large wp-image-6086\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-1-770x620.jpg\" alt=\"jc newman portfolio 2012 selection sheet 1\" width=\"520\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-1-770x620.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-1-500x402.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-1-600x483.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6086\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Wolfgang Hametner<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_6087\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-2.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-6087\" class=\"size-large wp-image-6087\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-2-770x620.jpg\" alt=\"jc newman portfolio 2012 selection sheet 2\" width=\"520\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-2-770x620.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-2-500x402.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-2-600x483.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/jc-newman-portfolio-2012-selection-sheet-2.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6087\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Wolfgang Hametner<\/p>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Sommer-Ausgabe 2012 ver\u00f6ffentlicht. <a title=\"Sommer-Ausgabe 2012 \u2013 JC Newman\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/sommer-ausgabe-2012-jc-newman\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 117 Jahren ist die J. C. Newman Cigar Co. das \u00e4lteste Premium-Zigarrenunternehmen in den USA, das noch immer im Besitz der Gru\u0308nderfamilie ist. Die Marken Cuesta-Rey, Diamond Crown und Brick House sind weltweit in aller Munde.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":6115,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,1011,13,1,39],"tags":[1179,752,1177,1176,1178,1175,1180,187],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6083"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6083"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6083\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}