{"id":59546,"date":"2022-08-05T22:33:41","date_gmt":"2022-08-05T20:33:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/das-zeug-zu-einem-klassiker-la-galera-habano-chaveta\/"},"modified":"2022-08-05T22:35:00","modified_gmt":"2022-08-05T20:35:00","slug":"das-zeug-zu-einem-klassiker-la-galera-habano-chaveta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/das-zeug-zu-einem-klassiker-la-galera-habano-chaveta\/","title":{"rendered":"Das Zeug zu einem Klassiker \u2013 La Galera Habano Chaveta"},"content":{"rendered":"<p>Es freut mich, dass Sie wieder den Weg zu einem gemeinsamen Tasting gefunden haben. Machen Sie es sich gem\u00fctlich, und lehnen Sie sich zur\u00fcck. Dieses Mal erlaube ich mir, Ihnen gleich zu Beginn eine Pairing-Empfehlung zu geben. Ein trockener Wei\u00dfwein eignet sich sehr gut als Begleiter, genauso wie ein herrlich k\u00fchler Champagner oder ein frischer Verjus mit etwas Sodawasser. Ich habe mich f\u00fcr ein Gl\u00e4schen Champagner entschieden. Schlie\u00dflich soll nicht nur die Zigarre den Moment veredeln.<\/p>\n<p>Ich erspare Ihnen an dieser Stelle die \u00fcblichen Details \u00fcber den Mann, der hinter dieser Sch\u00f6pfung steht \u2013 Jochy Blanco. Hierf\u00fcr empfehle ich die Titelstory der aktuellen Ausgabe unseres wundersch\u00f6nen Print-Magazins. Dort k\u00f6nnen Sie aus erster Hand erfahren, wann die Marke La Galera das Licht der Welt erblickte und wie es dazu kam. Hier und jetzt soll es nur darum gehen, eine dieser herrlichen Kreationen zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Bewundern wir zun\u00e4chst die Optik der La Galera Habano Chaveta. Das kaffeebraune Deckblatt wirkt leicht \u00f6lig; die Rollung weist nur ein paar feine \u00c4derchen und Rippen auf. Der absolute Blickfang schlechthin ist jedoch der unglaublich prachtvolle Zigarrenring. Und egal was manche Passionados behaupten, das Auge raucht hier definitiv mit.<\/p>\n<p>Greifen Sie zu Ihrem favorisierten Schneidewerkzeug und zu einer Z\u00fcndquelle. Dann kann es auch schon losgehen. Achten Sie besonders auf die ersten Z\u00fcge, denn hier entfaltet sich eine unglaubliche Frische. Es ist die unverkennbare, leicht zitrusartige Frische von Zedernholz, die sich bereits bei den allerersten Z\u00fcgen bemerkbar macht. Oft brauchen Zigarren einige Z\u00fcge, um ihr Aroma allm\u00e4hlich zu entfalten, doch die Habano Chaveta von La Galera tut dies buchst\u00e4blich vom allerersten Zug weg. Die Holzigkeit macht sich auch deutlich an den Innenseiten der Wangen bemerkbar. Der Rauch ist von Beginn an unglaublich dicht. Legen Sie nach den ersten f\u00fcnf bis zehn Z\u00fcgen eine kleine Pause ein. Wobei Sie sich definitiv einen retronasalen \u201eSchluck\u201c vor der ersten Pause g\u00f6nnen sollten. Legen Sie die Zigarren ab, und genie\u00dfen Sie den Abgang, den diese Zigarre bereits zu diesem fr\u00fchen Zeitpunkt an den Tag legt. Diese Pause verschafft der Zigarre eine Gelegenheit, nach der anf\u00e4nglichen Hitze etwas abzuk\u00fchlen, und das wird ihr definitiv guttun.<\/p>\n<p><img class=\"size-medium wp-image-59547 alignright\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/La-Galera-Habano-Chaveta-2-1-500x748.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/La-Galera-Habano-Chaveta-2-1-500x748.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/La-Galera-Habano-Chaveta-2-1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p>Greifen Sie wieder zur Zigarre. Die kleine Atempause hat daf\u00fcr gesorgt, dass die nun kommenden Z\u00fcge eine interessante Nussigkeit hervorbringen. Ziehen Sie bed\u00e4chtig an der Zigarre, nippen Sie ein wenig an ihr. Im Hintergrund machen sich Ankl\u00e4nge von frischem Nusslaub bemerkbar. Die anf\u00e4ngliche zitrushafte Frische von Zedernholz kippt nun deutlich in Richtung reifer Limette. Das Holz bleibt jedoch stets taktangebend. Genie\u00dfen Sie diesen herrlichen Blend, der bereits zu Beginn klassisch anmutet und dabei doch eigenst\u00e4ndig und progressiv bleibt. Ein Paradebeispiel f\u00fcr einen unkonventionellen Blend und sicherlich ein deutlicher Hinweis auf die Kreativit\u00e4t von Jochy Blanco.<\/p>\n<p>Greifen Sie zu Ihrem Getr\u00e4nk, oder nehmen Sie einfach einen kleinen Schluck Wasser, befeuchten Sie ihren Mundraum. Gegen Ende des ersten Drittels der Zigarre entfalten sich zarte florale Noten, die im ersten Moment so \u00fcberraschend kommen, dass sie beinahe fehl am Platz wirken. Doch Zug um Zug werden sie zum gelungenen Vorspiel des zweiten Drittels, in dem sich Holz, Zitrus und florale Lieblichkeit zu einem herrlichen Geschmacksbild verm\u00e4hlen. Dezent im Hintergrund l\u00e4sst sich etwas Fruchtiges erahnen, ohne dass man es genauer definieren k\u00f6nnte. Ein Hauch von Weintraube vielleicht? Es ist auf alle F\u00e4lle eine herrliche Komposition. Die Zigarre legt nun deutlich an Kraft zu, was ihr definitiv guttut. Denn mit dieser Kraft legt sie deutlich an W\u00fcrzigkeit zu.<\/p>\n<p>Machen Sie wieder eine kleine Pause. Sehen Sie den Rauchschwaden nach, wie sie sich ihren Weg zum Himmel oder an die Zimmerdecke bahnen. Der Abgang der Zigarre erweist sich als unglaublich lang und trocken. Auch das ist ein Grund, warum die La Galera Habano Chaveta herrlich zu Wei\u00dfwein oder Champagner passt. Diese Kombination ist unglaublich bereichernd. Die S\u00e4ure im Getr\u00e4nk unterstreicht die S\u00fc\u00dfe der Zigarre und umgekehrt.<\/p>\n<p>Greifen Sie wieder zur Zigarre. Sie werden erstaunt sein, denn die W\u00fcrze im k\u00fchlen Rauch macht dem Holz nun wieder deutlich Platz. Hinzu kommt ein Geschmack, der an l\u00e4ngst vergangene glorreiche Tage eines kubanischen Eilands erinnert. Genau zu diesem Zeitpunkt erkennt man das Erbe, das diese Komposition in sich tr\u00e4gt. Es ist ein Geschmack, der nicht anders als dezent kubanisch beschrieben werden kann. Ein Geschmack, den so viele Freunde der kubanischen Zigarre als unvergleichlich empfinden. Es ist schade, dass sich viele Passionados um Erlebnisse wie diese bringen, da sie immer nur Zigarren einer ganz bestimmten Provenienz genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Im letzten Drittel f\u00fcgen sich zartbittere Ankl\u00e4nge von herber Schokolade und Kaffee ins Geschmacksbild ein. Die Zigarre wird Zug um Zug noch komplexer, noch dichter. Der Rauch wirkt nun beinahe fett und \u00f6lig. Wangen und Gaumen scheinen wie vom Rauch benetzt. Zedernholz, Kaffee, Schokolade und eine leichte S\u00fc\u00dfe schwingen sich mit dem Duft von frisch ger\u00f6stetem Kaffee in unglaubliche Sph\u00e4ren des Genusses. Es ist der Paukenschlag einer buchst\u00e4blichen Geschmacksexplosion \u2013 ein Crescendo einer unfassbar gut gelungenen Symphonie.<\/p>\n<p>Die letzten Z\u00fcge der Zigarre bringen nochmals alle einzelnen Geschmackskomponenten aufs Tapet. Vereint durch die letzten bitteren Ankl\u00e4nge des Abschieds. Es sind Zigarren wie diese, die einmal mehr beweisen, dass der Preis einer Zigarre nicht immer Auskunft \u00fcber deren Wert gibt. Die La Galera Habano Chaveta ist der perfekte Einstieg in die Welt der Zigarren von Jochy Blanco. Wir werden sicher noch Gelegenheit bekommen, einige Zigarren aus diesem Hause gemeinsam zu verkosten. Darauf freue ich mich schon jetzt. Und bis dahin vergessen Sie niemals: Die beste Zigarre ist immer jene, welche uns noch in Zukunft begeistern kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zeug zu einem Klassiker \u2013 La Galera Habano Chaveta<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":59541,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[39],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59546"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59546\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59541"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}