{"id":4615,"date":"2013-09-15T15:05:19","date_gmt":"2013-09-15T13:05:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cigartrophy.com\/?p=4615"},"modified":"2015-04-17T15:00:32","modified_gmt":"2015-04-17T13:00:32","slug":"nestor-plasencia-koenigliches-comeback","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/nestor-plasencia-koenigliches-comeback\/","title":{"rendered":"Nestor Plasencia Sr. \u2013 K\u00f6nigliches Comeback eines unschlagbaren K\u00e4mpfers"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das gesamte Eigentum in einer Revolution zu verlieren wu\u0308rde das Ende der meisten Unternehmen bedeuten. Nestor Plasencia erlitt diesen Verlust sowohl in Kuba als auch in Nicaragua. Heute hat er die Kontrolle u\u0308ber Tabakanbau des m\u00f6glicherweise gr\u00f6\u00dften Ausma\u00dfes in Zentralamerika.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Familie Plasencia leitet heute die Produktion von Zigarrentabakbl\u00e4ttern auf mehr als 1200 Hektar Land in Nicaragua, Honduras, Panama und Costa Rica. Sie besitzt Zigarrenfabriken und zeichnet fu\u0308r die Kreation vieler der besten Zigarren von Rocky Patel, Alec Bradley, Villiger und Casa Magna sowie unz\u00e4hliger kleiner, exklusiver Marken verantwortlich.<\/p>\n<div id=\"attachment_4619\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-at-la-limonera-jalapa-tobacco-farm.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4619\" class=\"size-medium wp-image-4619\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-at-la-limonera-jalapa-tobacco-farm-500x375.jpg\" alt=\"don sixto at la limonera jalapa tobacco farm\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-at-la-limonera-jalapa-tobacco-farm-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-at-la-limonera-jalapa-tobacco-farm-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-at-la-limonera-jalapa-tobacco-farm-600x451.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-at-la-limonera-jalapa-tobacco-farm.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4619\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Cigar Research\/Plasencia Company<\/p>\n<\/div>\n<p>Allein in Nicaragua und Honduras sind 6000 Angestellte in ihren Einrichtungen besch\u00e4ftigt. Ihre Tabake werden in den meisten der weltweit bedeutendsten Zigarrenfabriken verarbeitet.<\/p>\n<p>Nestor Plasencia Sr. ist der derzeitige Chef des Unternehmens. Zuversichtlich reist er zwischen den Anlagen in Honduras und Nicaragua hin und her und beh\u00e4lt den Tabak wachsam im Auge, w\u00e4hrend dieser vom Saatgut zur Pflanze heranw\u00e4chst, verarbeitet und schlie\u00dflich in eine Premiumzigarre verwandelt wird. Ein Unternehmen dieses Umfangs erfordert viele Menschen, um die Qualit\u00e4t auf hohem Niveau zu halten.<\/p>\n<p>Glu\u0308cklicherweise liebt sein zweiter Sohn, Nestor Junior, das Gesch\u00e4ft ebenso sehr wie sein Dad und wurde seine rechte Hand. So beeindruckend das derzeitige Unternehmen auch ist, die Geschichte des heutigen Plascencia-Betriebs nahm mit Nestor Seniors Vater Sixto Plasencia in den Feldern von Kuba ihren Anfang. Lassen Sie uns also dort beginnen.<\/p>\n<h3>In Kuba<\/h3>\n<p>Die Familie Plasencia lebte seit vielen Generationen in San Luis, einem kleinen, aber wichtigen Teil Kubas. San Luis ist ein Tabakanbaugebiet in der Region Pinar del R\u00edo und als Herz der Deckblatt-Produktion bekannt. Die beru\u0308hmten Familien Eiroa, Robaina und Fuego kultivierten Deckbl\u00e4tter in diesem kleinen Gebiet. Es war eine Landschaft mit u\u0308ppig gru\u0308nen Feldern und u\u0308bers\u00e4t von Trockenscheunen, durch die Ochsen Karren voller Tabakbl\u00e4tter zogen \u2013 eine idyllische Farmergemeinschaft.<\/p>\n<p>Nestors Vater Sixto Plasencia bewirtschaftete eine Tabakanbaufl\u00e4che von etwa 50 Hektar und zu\u0308chtete 600 Mastrinder auf seinem anderen Stu\u0308ck Land. Er war ein erfolgreicher Tabakfarmer \u2013 bis zum 3. Oktober 1963. Fidel Castros Landreformen erreichten Sixtos Familie erst ein paar Jahre nach Revolutionsbeginn, versetzten ihr jedoch einen schweren Schlag. Die Farm wurde konfisziert und Sixto blieb nur sein Haus, sein Auto und ein kleines Stu\u0308ck seiner Plantage. Nestor Senior war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt und half seinem Vater auf der Farm.<\/p>\n<h3>Nach Mexiko und dar\u00fcber hinaus<\/h3>\n<p>Sixto beschloss, dass es das Beste fu\u0308r seine Familie w\u00e4re, Kuba zu verlassen, um seiner Frau Felicita Fernandez de Plasencia und seinen zwei S\u00f6hnen Nestor und Gustavo anderswo ein besseres Leben zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<div id=\"attachment_4622\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-at-his-farm-san-benito-pinar-del-rio.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4622\" class=\"size-medium wp-image-4622\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-at-his-farm-san-benito-pinar-del-rio-500x666.jpg\" alt=\"don sixto plasencia at his farm san benito pinar del rio\" width=\"260\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-at-his-farm-san-benito-pinar-del-rio-500x666.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-at-his-farm-san-benito-pinar-del-rio-600x799.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-at-his-farm-san-benito-pinar-del-rio.jpg 769w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4622\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Cigar Research\/Plasencia Company<\/p>\n<\/div>\n<p>1965 fand Sixto eine Stelle bei einer jamaikanischen Firma und begann seine \u00dcbersiedlung von Kuba nach Jamaika in die Wege zu leiten. Doch die Ausreise aus Kuba war nicht so einfach. Sixto konnte nur ein Einreisevisum fu\u0308r Mexiko oder Spanien bekommen.<\/p>\n<p>Am 21. Mai 1965 lie\u00df die Familie ihre Farm zuru\u0308ck und flog mit Kurzzeitvisa nach Mexico City. Vor ihrer Abreise aus Kuba stellte die Regierung ein Inventar ihres Bauernhauses auf und ging sicher, dass sie keinerlei kubanisches Staatseigentum mitnahmen. Dies beinhaltete so gut wie alles; selbst Teller und Kaffeetassen wurden genau abgez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>In Mexiko musste Sixto einen schweren Ru\u0308ckschlag einstecken. Einen Tag vor der geplanten Abreise der Familie nach Jamaika erfuhr er, dass die Firma in Konkurs gegangen war. Sein sicherer Job und das neue Leben waren mit einem Mal verschwunden. Er hatte wenig Geld und Zeit, Mexiko zu verlassen und neue Wege zu finden, um fu\u0308r seine junge Familie zu sorgen.<\/p>\n<p>Julio Eiroa, der sp\u00e4ter fu\u0308r Camacho-Zigarren bekannt wurde, war ein Freund aus San Luis, der sich zu diesem Zeitpunkt gesch\u00e4ftlich in Honduras niedergelassen hatte. Er war zwar au\u00dfer Landes und konnte Sixto keinen Job anbieten, aber es gelang ihm, fu\u0308r die Familie Einreisevisa nach Honduras zu organisieren. Und so buchte Don Sixto seinen Flug nach Jamaika um und trat die Reise nach Tegucigalpa, Honduras, an.<\/p>\n<h3>Neustart in Honduras<\/h3>\n<p>\u201eTegucigalpa war damals ziemlich klein\u201c, erinnert sich Nestor. Im Vergleich zu Havanna und Mexico City muss ihm Tegucigalpa in den 1960er-Jahren wie ein Provinznest vorgekommen sein. Mittlerweile hatte Sixto fast kein Geld mehr und so schickte er Telegramme an den gr\u00f6\u00dferen Familien- und Freundeskreis in aller Welt. Jeder litt zu dieser Zeit, doch Sixto erhielt kleine Betr\u00e4ge \u2013 5, 25 und schlie\u00dflich 100 US-Dollar.<\/p>\n<div id=\"attachment_4621\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-in-front-of-his-truck-at-el-corojal-pinar-del-rio-cuba.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4621\" class=\"size-medium wp-image-4621\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-in-front-of-his-truck-at-el-corojal-pinar-del-rio-cuba-500x375.jpg\" alt=\"don sixto plasencia in front of his truck at el corojal pinar del rio cuba\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-in-front-of-his-truck-at-el-corojal-pinar-del-rio-cuba-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-in-front-of-his-truck-at-el-corojal-pinar-del-rio-cuba-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-in-front-of-his-truck-at-el-corojal-pinar-del-rio-cuba-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/don-sixto-plasencia-in-front-of-his-truck-at-el-corojal-pinar-del-rio-cuba.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4621\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Cigar Research\/Plasencia Company<\/p>\n<\/div>\n<p>Mit 100 US-Dollar in der Tasche traf Sixto gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden S\u00f6hnen am Flughafen in Honduras ein, wo niemand wartete, um sie willkommen zu hei\u00dfen. Er bat einen Taxifahrer, sie zu einem gu\u0308nstigen, aber sauberen Hotel zu bringen, und sie stiegen schlie\u00dflich im Hotel Boston, einem sehr bescheidenen Hotel in Tegucigalpa, ab. Sixto begab sich unverzu\u0308glich auf die Suche nach vertrauten Namen und Gesichtern. Er musste einen Job in diesem fremden Land finden, bevor ihm das Geld ausging.<\/p>\n<p>Es war reines Glu\u0308ck, dass er auf Raul Leon, einen Tabakanbauer und H\u00e4ndler aus San Antonio de los Ba\u00f1os, Kuba, stie\u00df. Dieser war zuf\u00e4llig gerade in Tegucigalpa, besa\u00df eine Farm im Su\u0308den von Honduras und bot Sixto eine Stelle an \u2013 zwei Stunden nach dessen Ankunft in Honduras. Weitere zwei Stunden sp\u00e4ter wandte sich auch Angel Oliva mit einem Jobangebot an Sixto. Das Glu\u0308ck war an diesem Tag auf seiner Seite. Nestor glaubt, dass Sixtos guter Ruf in Kuba der Grund war, weshalb er diese zwei Angebote so schnell bekam. Und so zog die Familie nach Danl\u00ed, um auf der Farm zu arbeiten. Sie mussten von vorne beginnen, doch sie waren wieder von Tabak und einigen bekannten Gesichtern umgeben.<\/p>\n<h3>Ankunft in Nicaragua<\/h3>\n<p>Da es kein Haus fu\u0308r die Plasencias in Danl\u00ed gab, errichteten sie W\u00e4nde in einer Ecke des Tabakverarbeitungsgeb\u00e4udes und schufen sich eine Behelfsunterkunft neben Stapeln von Tabak. Ihr provisorisches Zuhause befand sich neben dem Friedhof von Danl\u00ed und so sahen sie jeden Tag Trauerzu\u0308ge vorbeiziehen.<\/p>\n<p>Nach einem Monat in Danl\u00ed u\u0308bersiedelte Sixto mit seiner Familie nach Estel\u00ed, Nicaragua. Nestor Sr. kommentiert ihre Reise von der Kleinstadt Danl\u00ed bis zur nicaraguanischen Grenze folgenderma\u00dfen: \u201eAls wir in Nicaragua ankamen, sahen wir asphaltierte Stra\u00dfen!\u201c Nicaragua war in den 1960er-Jahren ein viel besser entwickeltes Land als Honduras und glich mehr ihrer Heimat als Danl\u00ed.<\/p>\n<h4>Wir waren die erste kubanische Familie, die nach Estel\u00ed zog.<\/h4>\n<p>\u201eWir waren die erste kubanische Familie, die nach Estel\u00ed zog\u201c, verku\u0308ndet Nestor Sr. stolz. \u201eVor uns gab es zwar einzelne Personen, die das taten, aber wir waren die erste Familie.\u201c Nestor Sr. besuchte die High School in Estel\u00ed und studierte danach an der Universit\u00e4t sowie an der angesehenen Escuela Internacional de Agricultura in Rivas, Nicaragua. Sein Bruder Gustavo zog nach Spanien, um Medizin zu studieren. Im Dezember 1969 heiratete Nestor Sr. Melalina Torres de Plasencia und 1970 begann er gemeinsam mit seinem Vater in den Tabakfeldern von Jalapa zu arbeiten.<\/p>\n<p>Vater und Sohn beeindruckten Tabakk\u00e4ufer mit ihrem Engagement und der Qualit\u00e4t ihrer Tabakbl\u00e4tter, insbesondere Candela. Im Jahr 1971 erwarben die beiden eine neue Plantage namens El Coyol in Jalapa, die etwa 56 Hektar umfasste \u2013 eine gro\u00dfe Farm fu\u0308r damalige Verh\u00e4ltnisse. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte Nestor Sr. Anteil an einer Farm und erhielt 50 Prozent der Gewinne.<\/p>\n<h3>Nicaraguas Revolution<\/h3>\n<p>Tabakanbau erwies sich als profitables Gesch\u00e4ft und Sixto und Nestor waren erfolgreich. Doch auch die Herrscherfamilie Somoza investierte in Tabak und war Teilinhaber einer anderen, gr\u00f6\u00dferen Plantage in Jalapa. Als sich der Guerillakrieg abzuzeichnen begann, machte sich die Familie Plasencia Sorgen um die Existenz ihres Unternehmens.<\/p>\n<p>In der Saison 1978\/79 gingen sie auf Nummer Sicher und pachteten eine Farm in Jamastran auf der anderen Seite der Grenze in Honduras. Dies entpuppte sich als eine weise Entscheidung. \u201eIn Jalapa wurde es gef\u00e4hrlich fu\u0308r Kubaner und so verlie\u00dfen wir das Land\u201c, erkl\u00e4rt Nestor. Ihre Plantage wurde konfisziert, in Stu\u0308cke zerteilt und an viele kleine Farmer u\u0308bergeben. Erst 1991 sollte die Familie Plasencia ihre Tabakanbau-Aktivit\u00e4ten in Nicaragua wieder aufnehmen.<\/p>\n<h3>Schulden und schlechte Ernten<\/h3>\n<p>Da die Plasencias nach Honduras u\u0308bersiedelten, waren sie weiterhin in der Lage, ihre Kunden mit Deckbl\u00e4ttern zu versorgen. Im Jahr 1980 bepflanzten sie eine Fl\u00e4che von 48 Hektar \u2013 dreimal so viel wie 1979. Das Unternehmen wuchs schnell, um der steigenden Nachfrage nachzukommen. In der Saison 1980\/81 bestellten sie je 120 Hektar in Jamastran und Trojes, Honduras. 1981\/82 erweiterten sie die Anbaufl\u00e4chen auf etwa 200 Hektar. W\u00e4hrend sie rasch expandierten und viel Geld dabei liehen, kam es zu einer Katastrophe. Blauschimmel vernichtete den Gro\u00dfteil der Ernte; nur etwa 10 Prozent konnten als Deckbl\u00e4tter verkauft werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_4624\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-at-jamastran-valley-tobacco-farm.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4624\" class=\"size-medium wp-image-4624\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-at-jamastran-valley-tobacco-farm-500x375.jpg\" alt=\"nestor plasencia at jamastran valley tobacco farm\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-at-jamastran-valley-tobacco-farm-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-at-jamastran-valley-tobacco-farm-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-at-jamastran-valley-tobacco-farm-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-at-jamastran-valley-tobacco-farm.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4624\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Cigar Research\/Plasencia Company<\/p>\n<\/div>\n<p>Nachdem sie die Felder nur pachteten und nicht besa\u00dfen, lie\u00df sie dies mit unbeglichenen Schulden zuru\u0308ck. Aufgrund von schrecklichen Ernten, Produktionsru\u0308ckg\u00e4ngen und hohen Zinss\u00e4tzen hatte Nestor Sr. bis Ende der 1980er-Jahre einen Schuldenberg in der H\u00f6he von zehn Millionen US-Dollar angeh\u00e4uft. Doch w\u00e4hrend seine Schulden stiegen, baute Nestor einen anderen Gesch\u00e4ftszweig aus.<\/p>\n<p>Die Familie widmete sich dem Zigarrenrollen. Sie starteten 1985 mit zehn Rollern. Dank dieser neuen Sparte und externer Faktoren sollte es ihm innerhalb weniger Jahre gelingen, seinen Schuldenberg abzubauen. \u201eDas waren die harten Jahre\u201c, sagt Nestor.<\/p>\n<p>Die Auslandsverschuldung von Honduras stieg in den 1980er-Jahren dramatisch an und Kreditgeber fu\u0308rchteten, dass sie ihr Geld nie wiedersehen wu\u0308rden. Sie erlaubten Schuldnern fu\u0308r kurze Zeit, ihre Kredite zu 20 Prozent des Nennwerts zuru\u0308ckzuzahlen. Nestor sah darin eine Chance, seine Schulden von zehn auf zwei Millionen Dollar zu reduzieren, vorausgesetzt er k\u00f6nnte zwei Millionen Dollar auftreiben.<\/p>\n<p>Er machte sich auf den Weg, fand Banken, die bereit waren, ihm zwei Millionen zu leihen, und konnte so seine Schulden gewaltig verringern. Dann, als die Firma Swisher International im Jahr 1990 ihre Fabrik in Tampa schloss, bekam Nestor den Auftrag, 60 Prozent von deren Zigarren in seiner neuen Anlage in Honduras zu rollen. In diesem Jahr gelang es ihm, seine Produktion auf 10 Millionen Zigarren zu steigern und er konnte eine der zwei Millionen Schulden abzahlen. 1991 schaffte er es, die zweite Million zuru\u0308ckzuzahlen und somit war er in der beneidenswerten Lage, \u201epleite\u201c zu sein. Aber sein Gesch\u00e4ft wuchs und sein Ruf war besser denn je zuvor.<\/p>\n<h3>Die Wachstumsjahre<\/h3>\n<p>Revolutionen und Schulden hinter sich gelassen, konnte Nestor Sr. seine Gesch\u00e4fte in Honduras st\u00e4rken. Nach den Wahlen in Nicaragua am 25. Februar 1990 kam eine neue Regierung an die Macht. Nestor kehrte zuru\u0308ck.<\/p>\n<div id=\"attachment_4626\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-jr-at-jalapa-tobacco-leaf.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4626\" class=\"size-medium wp-image-4626\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-jr-at-jalapa-tobacco-leaf-500x375.jpg\" alt=\"nestor plasencia jr at jalapa tobacco leaf\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-jr-at-jalapa-tobacco-leaf-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-jr-at-jalapa-tobacco-leaf-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-jr-at-jalapa-tobacco-leaf-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/nestor-plasencia-jr-at-jalapa-tobacco-leaf.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4626\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Cigar Research\/Plasencia Company<\/p>\n<\/div>\n<p>Seine alte Farm in Jalapa konnte er zwar nicht wiederbekommen, aber die neue Regierung bot ihm etwa 150 Hektar fu\u0308r den Tabakanbau in Estel\u00ed an.<\/p>\n<p>Das bedeutete fast doppelt so viel Tabak, als er in Honduras zog. Nun, da Frieden und Stabilit\u00e4t in Zentralamerika herrschte, baute Nestor sein Business langsam aus.<\/p>\n<p>Das Unternehmen profitierte vom gro\u00dfen Zigarrenboom Mitte der 1990er-Jahre. Er erschloss nach und nach mehr Plantagen, Anlagen zur Sortierung und Reifung von Tabak sowie Fabriken in Nicaragua wie auch Honduras.<\/p>\n<p>In Kooperation mit seinen S\u00f6hnen leitet er nun Farmen in Estel\u00ed, Condega, Jalapa, Ometepe, Olancho, Jamastran, Talanga, Panama und Costa Rica. Sie verarbeiten Tabakbl\u00e4tter in Estel\u00ed, Ocotal, El Para\u00edso, Danl\u00ed und Morocel\u00ed. Sie erzeugen Zigarrenkisten und betreiben sogar Horte, Schulen und Gesundheitszentren fu\u0308r ihre Angestellten.<\/p>\n<h3>Blick in die Zukunft<\/h3>\n<p>Nun, da Nestor Jr. mehr Verantwortung im Unternehmen hat, werden enorme Innovationen auf den Feldern vorgenommen. 2012\/13 fand die erste Bepflanzung mit einer Tabakpflanze statt, die haupts\u00e4chlich Ligero-Bl\u00e4tter hervorbringt. Au\u00dferdem hat die Familie mit der Kultivierung von Connecticut-Saatgut in Estel\u00ed begonnen. Und seit Jahren sind sie die einzigen Gro\u00dferzeuger von zertifiziert organischem Tabak, der \u2013 so Nestor Jr. \u2013 fu\u0308r ihre Reserva Organica-Zigarrenlinie verwendet wird. Es ist ein Experiment. Er wollte sehen, ob es m\u00f6glich w\u00e4re, organischen Tabak anzubauen und in den Genuss dessen zu kommen, was die Indianer und Kolumbus wohl geraucht hatten.<\/p>\n<p>Die Familie Plasencia wurde auf die Probe gestellt. Doch sie hat ihr Ziel u\u0308ber Generationen beharrlich verfolgt und die Tabak- und Zigarrenindustrie vorw\u00e4rtsgebracht. Sixto verstarb im Jahr 1983. Nestor Sr. und Jr. bewahren sein Andenken und setzen sein Lebenswerk fort. Ihr Familienerbe ist zu einem Paradebeispiel fu\u0308r ein familienbetriebenes Tabakunternehmen geworden.<\/p>\n<p>Fu\u0308r sein Lebenswerk erhielt Nestor Plasencia Sr. die Cigar Journal Trophy 2012.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Herbst-Ausgabe 2013 ver\u00f6ffentlicht. <a title=\"Herbst-Ausgabe 2013 \u2013 Nestor Plasencia Sr.\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/herbst-ausgabe-2013-nestor-plasencia-sr\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das gesamte Eigentum in einer Revolution zu verlieren wu\u0308rde das Ende der meisten Unternehmen bedeuten. Nestor Plasencia erlitt diesen Verlust sowohl in Kuba als auch in Nicaragua. 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