{"id":4614,"date":"2013-07-15T15:05:16","date_gmt":"2013-07-15T13:05:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cigartrophy.com\/?p=4614"},"modified":"2015-04-02T20:36:36","modified_gmt":"2015-04-02T18:36:36","slug":"a-j-fernandez-disziplin-und-leidenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/a-j-fernandez-disziplin-und-leidenschaft\/","title":{"rendered":"A. J. Fernandez \u2013 Disziplin und Leidenschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>In jedem Berufszweig gibt es Ausnahmetalente. Auch unter den Zigarrenmachern finden sich einige, denen die Bezeichnung Genie gerecht wird. Abdel J. Fernandez ist einer von ihnen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Musik spricht man von dem Ph\u00e4nomen des absoluten Geh\u00f6rs, es wird unter anderem Mozart, Bach oder Chopin zugesprochen. Ungekl\u00e4rt sind die neuronalen Zusammenh\u00e4nge, aber man wei\u00df, dass diese Gabe sowohl angeboren ist, aber auch erlernt werden kann und dass das fru\u0308hkindliche Umfeld dieses Talent stark f\u00f6rdert.<\/p>\n<h3>Der Mann mit dem absoluten Geschmack<\/h3>\n<p>G\u00e4be es so etwas wie den absoluten Geschmackssinn, w\u00e4re A. J. Fernandez ein Kandidat auf dieser Liste. Mittlerweile ist jedoch erforscht, dass Geschmack im Kopf entsteht und sowohl einem Lernprozess als auch kulturellen Einflu\u0308ssen unterworfen ist. Beide Eckpfeiler der Geschmacksausbildung finden sich im bisherigen Lebenslauf von A. J. Fernandez.<\/p>\n<div id=\"attachment_4657\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-in-the-middle-of-tobacco-plants-inspecting-tobacco-field.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4657\" class=\"size-medium wp-image-4657\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-in-the-middle-of-tobacco-plants-inspecting-tobacco-field-500x375.jpg\" alt=\"aj fernandez in the middle of tobacco plants inspecting tobacco field\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-in-the-middle-of-tobacco-plants-inspecting-tobacco-field-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-in-the-middle-of-tobacco-plants-inspecting-tobacco-field-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-in-the-middle-of-tobacco-plants-inspecting-tobacco-field-600x451.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-in-the-middle-of-tobacco-plants-inspecting-tobacco-field.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4657\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Klaus Rauch<\/p>\n<\/div>\n<p>Er wuchs in Kuba auf \u2013 nicht irgendwo in Kuba, sondern in San Luis. Die Kleinstadt geh\u00f6rt zur Provinz Pinar del R\u00edo. Wer in der beru\u0308hmten Tabakregion lebt, kommt meist schon als Kleinkind mit Tabakverarbeitung in Kontakt.<\/p>\n<p>Eine fru\u0308he Erinnerung von A. J. ist, wie er seinem Gro\u00dfvater beim Entrippen der Bl\u00e4tter half. \u201eWo ich geboren wurde, war es gar nicht zu vermeiden, mit Tabak in Kontakt zu kommen.<\/p>\n<p>Tabak war allgegenw\u00e4rtig. Ich wuchs damit auf, es war keine Frage, was ich sp\u00e4ter tun wu\u0308rde \u2013 es war vorgezeichnet\u201c, beschreibt der Exilkubaner seinen beruflichen Werdegang.<\/p>\n<p>\u201eIn meinem Universum gab es nichts au\u00dfer Tabak, denn mein Vater arbeitete mit Tabak, mein Gro\u00dfvater, meine Onkel \u2026 Es wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt, es liegt in meinem Blut\u201c, sinniert er weiter.<\/p>\n<p>Aber der junge Abdel hatte noch einen weiteren Heimvorteil: er arbeitete mit Alejandro Robaina, der ihn in alle Geheimnisse des Tabaks einweihte. Dieses ideelle Erbe nahm er mit in seine neue Heimat Nicaragua. W\u00e4hrend er von seinen Kindheitstagen erz\u00e4hlt, nimmt er einen langen Zug an seiner Zigarre. T\u00e4glich raucht er je eine Zigarre jeder Linie seines Portfolios \u2026 und davon jedes Format. \u201eSeine Zigarren sind wie Kinder fu\u0308r ihn. Er m\u00f6chte t\u00e4glich wissen, wie ihr Zustand ist\u201c, erkl\u00e4rt der Marketingmanager von A. J. Fernandez Cigars, Clay Roberts.<\/p>\n<h3>Kometenhafter Aufstieg<\/h3>\n<p>Bedenkt man, dass A. J. Fernandez erst vor neun Jahren Kuba verlie\u00df, so ist es umso bemerkenswerter, dass er heute in seiner Manufaktur t\u00e4glich zwischen 40.000 und 60.000 Zigarren produziert. Er begann 2004 kurze Zeit fu\u0308r seinen Onkel Nestor Plasencia zu arbeiten, doch schon bald kaufte er selbst Tabak und er\u00f6ffnete seine erste \u201eFabrik\u201c in Estel\u00ed \u2013 eine Garage, wo sechs Roller fu\u0308r ihn drehten.<\/p>\n<div id=\"attachment_4661\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-first-tabacelera-entrance-door.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4661\" class=\"size-medium wp-image-4661\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-first-tabacelera-entrance-door-500x376.jpg\" alt=\"aj fernandez first tabacelera entrance door\" width=\"260\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-first-tabacelera-entrance-door-500x376.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-first-tabacelera-entrance-door-770x580.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-first-tabacelera-entrance-door-600x452.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-first-tabacelera-entrance-door.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4661\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Klaus Rauch<\/p>\n<\/div>\n<p>Noch heute ziert der Schriftzug \u201eTabacalera Fernandez\u201c das Tor. L\u00e4ngst wird dort nicht mehr produziert, doch A. J.\u2019s Emotionen h\u00e4ngen an diesem Ort und er gibt ihn nicht auf. Der damals 25-J\u00e4hrige produzierte Zigarren fu\u0308r Marken, die sich sehr gut verkaufen lie\u00dfen. Schnell sprach sich innerhalb der Branche herum, dass in Estel\u00ed ein junger talentierter Exilkubaner Zigarren produziere. Auftr\u00e4ge u\u0308ber Auftr\u00e4ge trafen ein.<\/p>\n<p>Bereits 2006 kann A. J. seine erste eigene Tabakplantage mieten und auf der Farm \u201eLa Soledad\u201c selbst Tabak anbauen. Ein Meilenstein wird 2008 gelegt \u2013 das Unternehmen kauft sein erstes eigenes Feld und die Mitarbeiter erinnern sich an eine lange fr\u00f6hliche Partynacht auf genau diesem Feld.<\/p>\n<div id=\"attachment_4664\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-tobacco-farm-depot.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4664\" class=\"size-medium wp-image-4664\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-tobacco-farm-depot-500x375.jpg\" alt=\"aj fernandez tobacco farm depot\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-tobacco-farm-depot-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-tobacco-farm-depot-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-tobacco-farm-depot-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-tobacco-farm-depot.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4664\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Klaus Rauch<\/p>\n<\/div>\n<p>Es gab aber noch mehr Gru\u0308nde, das Jahr 2008 zu feiern. Bekannte, gro\u00dfe Labels lassen inzwischen bei der Tabacalera Fernandez produzieren. Einer von ihnen ist Rocky Patel mit seiner Summer Blend 2008. 2009 wird die Zigarre <strong>Man O\u2019 War<\/strong> ein Verkaufsschlager in den USA \u2013 made by A. J. Fernandez.<\/p>\n<p>Er produziert fu\u0308r Cigars International au\u00dferdem die Marken <strong>Diesel<\/strong> und <strong>Ave Maria<\/strong>, daneben bestimmte Linien fu\u0308r Gurkha, Padilla und weiterhin fu\u0308r Rocky Patel. Auf die Frage, wie er so viel Erfolg in so kurzer Zeit verkraften k\u00f6nne, antwortet A. J. schlicht: \u201eDurch Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit.\u201c<\/p>\n<h3>Der Schritt zu den Eigenmarken<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend von 2004 bis heute das Produktionsvolumen monatlich wuchs und aus einer kleinen Garage sieben Fabrikationsst\u00e4tten wurden, die sich u\u0308ber ganz Estel\u00ed verteilten, wuchs bei dem Zigarrenmacher der Wunsch, eine eigene Marke zu kreieren. Nicht irgendeine Zigarre, sondern die Zigarre. 2010 kam A. J.\u2019s erste Eigenmarke auf den Markt, die <strong>San Lotano<\/strong>. San Lotano war die Hausmarke seines Gro\u00dfvaters in Kuba, der Name lehnt sich an seinen Geburtsort San Luis an. Die Kreation wurde von Passionados weltweit enthusiastisch aufgenommen. In den USA werden davon j\u00e4hrlich 1,5 Millionen Stu\u0308ck verkauft.<\/p>\n<div id=\"attachment_4662\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-factory-cigar-roller-at-work.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4662\" class=\"size-medium wp-image-4662\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-factory-cigar-roller-at-work-500x375.jpg\" alt=\"aj fernandez factory cigar roller at work\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-factory-cigar-roller-at-work-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-factory-cigar-roller-at-work-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-factory-cigar-roller-at-work-600x451.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-factory-cigar-roller-at-work.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4662\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Thomas Strickrock von Woermann Cigars importiert sie nach Europa und kommt angesichts des Absatzerfolges ins Schw\u00e4rmen: \u201eSan Lotano war und ist ein Glu\u0308cksgriff fu\u0308r unser Haus, weil sie weltweit gro\u00dfes Interesse hervorruft. Fu\u0308r unseren Europavertrieb haben wir dank dieser Marke eine Menge internationaler Kunden dazugewonnen.<\/p>\n<p>Nun kommt schon die n\u00e4chste Eigenmarke von A. J. \u2013 die <strong>Pinolero<\/strong>. Der n\u00e4chste Hammer, nach dem schon viele Konsumenten und H\u00e4ndler fragen!\u201c Die neueste Marke besteht inzwischen aus sechs Formaten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend San Lotano eine Hommage an Kuba ist, huldigt A. J. Fernandez mit der Pinolero seiner neuen Heimat. Pino ist eine Fruchtart in Nicaragua, ein Pinolero der \u201eSaftmacher\u201c. In den USA ist die Pinolero seit acht Monaten auf dem Markt und die Manufaktur kommt mit den Lieferungen kaum nach. \u201eWenn sich die Zahlen weiterhin so entwickeln, haben wir innerhalb eines Jahres eine halbe Million Zigarren von der Pinolero verkauft\u201c, freut sich Clay Roberts.<\/p>\n<div id=\"attachment_4663\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-katja-rauch-team-group-portrait.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4663\" class=\"size-medium wp-image-4663\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-katja-rauch-team-group-portrait-500x375.jpg\" alt=\"aj fernandez katja rauch team group portrait\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-katja-rauch-team-group-portrait-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-katja-rauch-team-group-portrait-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-katja-rauch-team-group-portrait-600x451.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-katja-rauch-team-group-portrait.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4663\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Klaus Rauch<\/p>\n<\/div>\n<p>Momentan ist das Unternehmen an einem Punkt angekommen, wo es unm\u00f6glich ist, neue Auftr\u00e4ge fu\u0308r Fremdfirmen anzunehmen. A. J. Fernandez Cigars produziert zu 85 Prozent fu\u0308r fremde Labels, zu 15 Prozent fu\u0308r die Eigenmarken.<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis soll sich in den n\u00e4chsten Jahren jedoch so entwickeln, dass mindestens 25 Prozent der Kapazit\u00e4t fu\u0308r den Eigenbedarf frei zur Verfu\u0308gung stehen. Fragt man A. J. nach dem Rezept seines Erfolgs, ist auch hier die Erkl\u00e4rung des wortkargen Tabakmenschen knapp: \u201eMein Credo ist einfach, es setzt sich aus zwei Dingen zusammen: Disziplin und Leidenschaft.\u201c<\/p>\n<p>A. J. gibt dem Tabak die Zeit, die er braucht, und er nimmt nur bestes Rohmaterial. \u201eIch lehne Auftr\u00e4ge ab, die von mir fordern, zu jungen Tabak zu verwenden. Das ist eines meiner Prinzipien\u201c, erkl\u00e4rt der Unternehmer.<\/p>\n<h3>Die XXXL-Fabrik \u2013 Eine Zukunftsinvestition<\/h3>\n<p>War bei meinem Besuch in Nicaragua die Produktion der Zigarren auf sieben verschiedene Fabriken innerhalb Estel\u00eds aufgeteilt, so \u00f6ffnete inzwischen die neue, immens gro\u00dfe Fabrik am Stadtrand von Estel\u00ed die Pforten. Sie ist eine der gr\u00f6\u00dften Zigarrenproduktionsst\u00e4tten in Mittelamerika.<\/p>\n<p>Beginnend von der Lagerung des Rohmaterials u\u0308ber das Fermentieren bis hin zum Gefrierraum \u2026 alles befindet sich unter einem Dach, auf einer Fl\u00e4che von 12.000 Quadratmetern.<\/p>\n<div id=\"attachment_4659\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-new-factory-hall-for-cigar-rollers.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4659\" class=\"size-medium wp-image-4659\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-new-factory-hall-for-cigar-rollers-500x375.jpg\" alt=\"aj fernandez new factory hall for cigar rollers\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-new-factory-hall-for-cigar-rollers-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-new-factory-hall-for-cigar-rollers-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-new-factory-hall-for-cigar-rollers-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-new-factory-hall-for-cigar-rollers.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4659\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Klaus Rauch<\/p>\n<\/div>\n<p>A. J.\u2019s Augen leuchten, als er fragt: \u201eWie gef\u00e4llt dir die neue Fabrik? Es war h\u00f6chste Zeit, unsere Kr\u00e4fte zu bu\u0308ndeln und alles unter einem Dach zu haben.\u201c Mir verschl\u00e4gt es angesichts der Fl\u00e4che die Sprache, aber wo 15 Millionen Zigarren pro Jahr entstehen sollen, muss genug Platz sein. Innerhalb der Fabrik befindet sich auch die Rollerschule; drei bis sechs Monate dauert die Ausbildung zum Roller bei A. J. Fernandez Cigars. Das Unternehmen bietet 1300 Menschen einen Arbeitsplatz, in Schlu\u0308sselpositionen agieren jedoch fast nur Kubaner.<\/p>\n<p>Hier verl\u00e4sst sich A. J. auf Familienmitglieder und Freunde. Die bauliche Struktur ist gut durchdacht, alles wird Hand in Hand gehen und logistisch kein Weg zuviel zuru\u0308ckgelegt werden.<\/p>\n<p>Gleich neben dem neuen Fabrikgeb\u00e4ude agiert A. J.\u2019s. Schwager. Er ist der Eigentu\u0308mer der Kistenfabrik mit 220 Mitarbeitern. Hier werden die Kistchen fu\u0308r die Fernandez-Zigarren hergestellt, aber auch jene der Fremdmarken und fu\u0308r viele andere Labels, die in Estel\u00ed produziert werden.<\/p>\n<h3>N\u00e4chtliche Inspiration<\/h3>\n<p>Genies spricht man neben Talent eine ungeheure sch\u00f6pferische Kraft zu. Bei A. J. Fernandez ist diese spu\u0308rbar \u2013 es geht ihm nur um Zigarren, um nichts anderes. Seine Person in den Mittelpunkt zu stellen, liegt ihm fern. Auch wenn seine Zigarren seinen Namen tragen, m\u00f6chte er nicht der Star sein, der den Markennamen als Botschafter nach au\u00dfen hin vertritt. Sein Platz ist in Nicaragua, auf seinen inzwischen 15 Plantagen und in seiner Fabrik.<\/p>\n<p>Er sieht sich als Tabakbauer und Blender, nichts sonst. Manchmal, sp\u00e4t nachts, hat er die besten Einf\u00e4lle zu neuen Blends. Dann h\u00e4lt ihn nichts und er f\u00e4hrt, pl\u00f6tzlich inspiriert, in seine Manufaktur und probiert sofort aus, was geschmacklich in seinem Kopf gerade stattgefunden hat.<\/p>\n<blockquote>\n<h3>Zehn Fragen an A. J. Fernandez<\/h3>\n<p><strong>Wer war dein wichtigster Lehrer?<br \/>\n<\/strong>Mein Vater.<\/p>\n<p><strong>Und wer war deine gr\u00f6\u00dfte Stu\u0308tze?<br \/>\n<\/strong>Meine Familie, Freunde und engen Vertrauten.<\/p>\n<p><strong>Welche Fehler kannst du schlecht verzeihen?<\/strong><br \/>\nIch bin nicht nachtragend und verzeihe stets. Ich konzentriere mich lieber auf die Zukunft statt u\u0308ber Fehler der Vergangenheit nachzugru\u0308beln. Aber natu\u0308rlich lerne ich aus den Fehlern, die ich gemacht habe.<\/p>\n<p><strong>Welche Eigenschaft an dir ist besonders?<\/strong><br \/>\nBescheidenheit! Ohne sie w\u00e4re ich nicht da, wo ich heute bin.<\/p>\n<p><strong>Wer ist dein gr\u00f6\u00dfter Held?<\/strong><br \/>\nMeine Eltern und Gro\u00dfeltern. Meine gesamte Verwandtschaft hat mich stets unterstu\u0308tzt. Das ist wirklich ein Segen.<\/p>\n<p><strong><strong>Was war dein bisher gr\u00f6\u00dfter Erfolg?<br \/>\n<\/strong><\/strong>Ich hatte das Glu\u0308ck, bei einigen der besten Zigarrenhersteller der Welt zu lernen. Mein Erfolg war es, dieses Wissen zu nutzen und selbst einige feine Zigarren zu produzieren.<\/p>\n<p><strong>Was war deine bisher gr\u00f6\u00dfte Leistung?<br \/>\n<\/strong>Allen m\u00f6glichen Menschen einen festen Arbeitsplatz bieten zu k\u00f6nnen und die pers\u00f6nliche Befriedigung, die ich dabei empfinde.<\/p>\n<p><strong>Womit erkl\u00e4rst du dir deinen bisherigen Erfolg?<\/strong><br \/>\nHarte Arbeit und der Wunsch, meine Tr\u00e4ume zu verwirklichen.<\/p>\n<p><strong>Die perfekte Zigarre muss wie &#8230; sein?<\/strong><br \/>\nDie Kreation der perfekten Zigarre h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab: sorgf\u00e4ltige Pflanzung und Pflege der Tabakpflanzen, traditionelle Erntemethoden, geheime Verfahren der Trocknung und Fermentation sowie hochwertige Auswahl und Blending des Endprodukts. Ich gebe mir sehr viel Mu\u0308he, um all diese arbeitsintensiven Schritte zu verbinden und die perfekte Zigarre zu kreieren. Eine Zigarre mit erstklassigem Abbrand und wunderbarer Textur. Ein Geschmackserlebnis von Anfang bis Ende, das Menschen wirklich dazu veranlasst zu sagen: WOW!<\/p>\n<p><strong>Wo siehst du A. J. Fernandez Cigars in zehn Jahren?<\/strong><br \/>\nUff! In zehn Jahren kann so viel passieren. Ich habe in den letzten zehn Jahren schon so viel erlebt. Meine Konsumenten- und H\u00e4ndlerbasis w\u00e4chst t\u00e4glich. Ich wu\u0308rde mir wu\u0308nschen, dass die Marke A. J. Fernandez eines Tages in aller Welt verbreitet ist. Ich m\u00f6chte, dass Zigarrenliebhaber aus allen Gesellschaftsschichten meine Produkte genie\u00dfen k\u00f6nnen. Das ist mein Ziel. Und so wie mein Unternehmen Tag fu\u0308r Tag w\u00e4chst, muss auch ich wachsen \u2013 beruflich und privat \u2013 ohne dabei je mein Bekenntnis zu Qualit\u00e4t und Bescheidenheit aufzugeben.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>A. J. Fernandez \u2013 Portfolio 2013<\/p>\n<div id=\"attachment_4685\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-portfolio-2013.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4685\" class=\"wp-image-4685 size-full\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-portfolio-2013.jpg\" alt=\"aj fernandez portfolio 2013\" width=\"1024\" height=\"688\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-portfolio-2013.jpg 1024w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-portfolio-2013-500x336.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-portfolio-2013-770x517.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aj-fernandez-portfolio-2013-600x403.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-4685\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Wolfgang Hametner<\/p>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Sommer-Ausgabe 2013 ver\u00f6ffentlicht. <a title=\"Sommer-Ausgabe 2013 \u2013 A. J.  Fernandez\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/sommer-ausgabe-2013-aj-fernandez\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In jedem Berufszweig gibt es Ausnahmetalente. Auch unter den Zigarrenmachern finden sich einige, denen die Bezeichnung Genie gerecht wird. Abdel J. Fernandez ist einer von ihnen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4708,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,61,13,1,39],"tags":[115,1058,1064,1057,1056,187],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4614"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4614"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4614\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4708"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}