{"id":44726,"date":"2022-02-11T14:30:16","date_gmt":"2022-02-11T13:30:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=44726"},"modified":"2022-03-03T15:30:17","modified_gmt":"2022-03-03T14:30:17","slug":"gemeinsam-testen-padron-1964-principe-maduro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/gemeinsam-testen-padron-1964-principe-maduro\/","title":{"rendered":"Gemeinsam testen: Padr\u00f3n 1964 Principe Maduro"},"content":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder kr\u00f6nt das <em>Cigar Journal<\/em> seine Top 25-Zigarren des vorangegangenen Jahres und mit ihm auch die anderen Fachmagazine, die sich seit langem dem Genuss der Zigarre verschrieben haben. Eine Marke ist immer wieder auf s\u00e4mtlichen Listen auf den Spitzenpl\u00e4tzen vertreten. Dabei handelt es sich nicht nur um eine sehr bekannte Marke, sondern auch stets um eine der bereits seit Jahren oder Jahrzehnten bestehenden Linien des altehrw\u00fcrdigen Hauses. Die Rede ist nat\u00fcrlich von Padr\u00f3n \u2013 in diesem Fall von der Serie Padr\u00f3n 1964. F\u00fcr viele sind diese Zigarren <em>die<\/em> Zigarren aus Nicaragua, f\u00fcr viele ist die Marke mittlerweile einfach nur Kult und f\u00fcr so manch anderen steht Padr\u00f3n f\u00fcr eine Familie, die es mittlerweile zum Mythos geschafft hat.<\/p>\n<p>Herzlich willkommen im <em>Cigar Journal<\/em>-Rauchsalon! Es freut mich, dass Sie wieder den Weg zu mir gefunden haben. Heute wollen wir gemeinsam eine besondere Zigarre verkosten \u2013 die Padr\u00f3n 1964 Principe Maduro. Ich habe schon so manche Zigarre aus dem Hause Padr\u00f3n geraucht. Dieses St\u00fcck fand den Weg \u00fcber eine gute Freundin zu mir. Ich hatte diese Zigarre schlichtweg st\u00e4ndig \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>Ein gerader Schnitt und mit einem Jet-Flame-Feuerzeug in Brand gesetzt, steht dem Genuss auch nichts mehr im Weg. Als Begleitgetr\u00e4nk habe ich mich f\u00fcr einen etwas s\u00e4urebetonten Espresso aus kenianischen Bohnen entschieden. Bereits bei den ersten Z\u00fcgen bekommt man deutlich die nicaraguanische W\u00fcrze pr\u00e4sentiert. Doch im Gegensatz zu den bekannten Pfeffer- oder Chilinoten ist es im Fall der 1964 Maduro Principe eher ein Gew\u00fcrzbukett der ganz besonderen Art. Tats\u00e4chlich kitzelt auch eine leicht orientalische Note die Geschmacksnerven. Der Espresso mit seiner Fruchtigkeit unterstreicht dies vorteilhaft. Zur W\u00fcrze gesellen sich bereits zu Anfang deutliche Ankl\u00e4nge von ger\u00f6stetem Kakao und Schokolade. Etwas Erde begleitet den \u00e4u\u00dferst vielversprechenden Start. Das kleine Format eignet sich ganz besonders f\u00fcr eine verl\u00e4ngerte Mittagspause oder einen entspannten Smoke am Nachmittag, wenn man nicht ganz so viel Zeit hat f\u00fcr den ausgedehnten Genuss. Langsam geraucht, bietet die Zigarre jedoch gen\u00fcgend Genuss f\u00fcr 35 bis 45 Minuten. Machen Sie zur H\u00e4lfte des ersten Drittels eine kurze Pause und legen Sie die Zigarre beiseite. Die kurze Pause verschafft ihr und Ihnen die Gelegenheit zum Durchatmen. Im Mund bleibt ein nussiger, leicht erdiger Geschmack zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nach der kurzen Pause weiter genossen, entfalten sich die Schokoladenoten des Maduro-Deckblatts in voller Kraft, und am Ende des ersten Drittels sind es diese T\u00f6ne, die den Takt angeben und das Aroma bestimmen. Sie werden bemerken, dass sich das kleine Format erstaunlich k\u00fchl rauchen l\u00e4sst, was vor allem dem Geschmack besonders gut bekommt. Retronasal geraucht, entfalten sich auch dezente Kr\u00e4uteraromen mit einer leichten Grasigkeit. Besonders erstaunlich ist die ausgezeichnete Balance der Aromen. Der Blend ist nahezu perfekt komponiert. F\u00fcr viele steht die Marke Padr\u00f3n f\u00fcr absolute Perfektion und ich bin geneigt, diesen Stimmen Recht zu geben. Die Verarbeitung allein ist eine Performance der Extraklasse. Der Abbrand erweist sich als perfekt. Die schwarze Kante am Brandende ist messerscharf, nur ein kleines Band trennt die Zigarre von der gr\u00e4ulich wei\u00dfen Asche, die sich \u2013 obwohl es sich um ein boxgepresstes Kleinformat handelt \u2013 sehr lange an der Zigarre h\u00e4lt. W\u00e4hrend des ersten Drittels m\u00fcssen Sie wahrscheinlich kein einziges Mal ab\u00e4schern.<\/p>\n<p>Zu Beginn des zweiten Drittels ver\u00e4ndert sich der Schokoladegeschmack deutlich hin zu Bitterschokolade, jedoch offenbart sich fast keinerlei Sch\u00e4rfe am Gaumen, die W\u00fcrze des Beginns schwingt nun eher in eine leichte R\u00f6staromatik hin\u00fcber. Die Erdt\u00f6ne nehmen zu. G\u00f6nnen wir dem guten St\u00fcck wieder eine kleine Pause. Falls Sie sich ebenfalls f\u00fcr ein Pairing mit Kaffee entschieden haben, ist jetzt ein guter Zeitpunkt f\u00fcr einen kr\u00e4ftigen Schluck. Meine \u201eFruchtbombe\u201c aus Kenia sorgt f\u00fcr einen herrlichen Kontrast zu dieser schokoladigen Sch\u00f6nheit aus dem Hause Padr\u00f3n.<\/p>\n<p>Besonders interessant ist die harmonische S\u00fc\u00dfe, die sich gegen Ende des zweiten Drittels deutlich bemerkbar macht. Retronasal offenbart sich zur S\u00fc\u00dfe der Geschmack von frisch gebackenem Brot. Hier beginnt ein interessantes Aromenschauspiel, das mir bei mehreren Verkostungen der Padr\u00f3n 1964 Maduro Principe begegnet ist. Im letzten Drittel legt die S\u00fc\u00dfe zwar deutlich zu, jedoch gesellt sich ein wenig Pfeffer und ein Hauch von Marzipan oder Bittermandel zu den Aromen, die die Zungenspitze kitzeln. Auch etwas Leder ist am Gaumen zu bemerken. Die letzten Z\u00fcge offenbaren nochmals eine deutliche Kraft und die absolute Genussfreude der Passionados. Es sind die letzten Momente dieser kleinen Zigarre, die den Genuss dieser Sch\u00f6nheit zu etwas Unvergleichlichem machen. Hier erkennt man die Generationen an Erfahrung, die solch ein Kunstwerk zur Realit\u00e4t werden lassen. Es ist nicht einfach, so viel Aroma in einer so kleinen Zigarre unterzubringen. Jeder Moment, den ich in Begleitung dieser Zigarre verbringen durfte, wurde durch sie bereichert. Ich hoffe, Sie k\u00f6nnen die gleiche Erfahrung machen. Die Padr\u00f3n 1964 Maduro Principe beweist, dass es keine teuren Zigarren gibt. Es gibt nur jene, die ihren Preis definitiv wert sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr manche sind sie die besten Zigarren aus Nicaragua. Ihr Ruf ist legend\u00e4r, und mit bestimmter Regelm\u00e4\u00dfigkeit findet man sie auf den obersten Pl\u00e4tzen der Top 25 des Jahres.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":44724,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[39],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44726"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44726\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44724"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}