{"id":42895,"date":"2021-08-09T12:38:14","date_gmt":"2021-08-09T10:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=42895"},"modified":"2021-08-09T12:38:14","modified_gmt":"2021-08-09T10:38:14","slug":"1-vitola-3-lagerungsarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/1-vitola-3-lagerungsarten\/","title":{"rendered":"1 Vitola, 3 Lagerungsarten"},"content":{"rendered":"<p><img class=\" wp-image-42898 alignleft\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/HumidorCorner4_17-2-500x178.jpg\" alt=\"\" width=\"506\" height=\"181\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/HumidorCorner4_17-2-500x178.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/HumidorCorner4_17-2-770x274.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/HumidorCorner4_17-2.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 506px) 100vw, 506px\" \/>Der Habanos-Day 2016 in Deutschland bot die M\u00f6glichkeit eines unkonventionellen Tastings. \u00dcber zwei Jahre lang wurden 150 St\u00fcck der Partag\u00e1s Serie D No. 4 mit Boxingdate 2013 unter verschiedenen Bedingungen gelagert. Die Zigarren wurden zun\u00e4chst einzeln gewogen, zu schwere und zu leichte Exemplare wurden aussortiert. Im Januar 2014 wurden je 50 St\u00fcck in grundverschiedenen Umgebungen gelagert. Vier Wochen vor dem Tasting wurden alle Zigarren in einem professionellen, elektronisch gesteuerten Schrankhumidor wieder auf gleiche Feuchte (70 Prozent) gebracht. 45 Testpersonen beurteilten die nummerierten Zigarren nach Bouquet, Zugwiderstand, optischem Eindruck, Aroma, St\u00e4rke, Geschmack sowie Geschmacksentwicklung im Rauchverlauf. Die finale Abschlussfrage: \u201eWelche Zigarre w\u00fcrden Sie zu Ende rauchen?\u201c<\/p>\n<p><img class=\" wp-image-42901 alignright\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/HumidorCorner3_17-2-500x713.jpg\" alt=\"\" width=\"406\" height=\"579\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/HumidorCorner3_17-2-500x713.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/HumidorCorner3_17-2.jpg 666w\" sizes=\"(max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/><\/p>\n<p>Ergebnis \u201eBouquet\u201c (kalt): Satte 90 Prozent der Teilnehmer attestierten der Zigarre, die im K\u00fchlschrank gelagert worden war, ein verhaltenes bzw. kein Eigenaroma. Das ist auch nicht verwunderlich, da die Zigarre bei geringen Temperaturen austrocknet und die \u00e4therischen \u00d6le nahezu g\u00e4nzlich verloren gehen. Den im Weinkeller gelagerten Zigarren attestierten 80 Prozent der Tester \u201etypischen\u201c bzw. \u201eintensiven Tabakduft\u201c. Bei den professionell gelagerten Zigarren kamen alle Testpersonen zu diesem Urteil.<\/p>\n<p>Ergebnis \u201eZugwiderstand\u201c: F\u00fcr 88 Prozent wies die Zigarre aus dem Humidor einen leichten bis mittleren Zugwiderstand auf. Die K\u00fchlschrank-Zigarre kam auf 64 Prozent und die Weinkeller-Zigarre auf 68 Prozent.<\/p>\n<p>Ergebnis \u201eOptischer Eindruck\u201c: Den w\u00fcnschenswerten Zustand eines seidig-\u00f6ligen Deckblatts konnte die K\u00fchlschrank-Zigarre mit 18 Prozent definitiv nicht f\u00fcr sich entscheiden. Die Zigarre aus dem Humidor punktete mit 63 Prozent vor der Weinkeller-Zigarre, der immerhin noch 35 Prozent der Befragten dieses Ergebnis zuschrieben. Stark schwankende Luftfeuchte und niedrige Temperaturen f\u00fchren zu einem schnellen Abbau der \u00d6le im Tabak und sind verantwortlich f\u00fcr stumpf und staubig anmutende Deckbl\u00e4tter.<\/p>\n<p>Ergebnis \u201eAroma\u201c (w\u00e4hrend des Rauchens): 54 Prozent beurteilten das Aroma der K\u00fchlschrank-Zigarre als weniger gut bis schlecht. Die Weinkeller-Zigarre konnte mit 30 Prozent Zustimmung f\u00fcr gutes bis sehr gutes Aroma punkten, aber auch hier gewann die korrekt gelagerte Zigarre mit 55 Prozent eindeutig.<\/p>\n<p><img class=\" wp-image-42903 alignleft\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Screen-Shot-2021-08-09-at-10.29.49.png\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"814\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Screen-Shot-2021-08-09-at-10.29.49.png 398w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Screen-Shot-2021-08-09-at-10.29.49-376x1536.png 376w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/p>\n<p>Ergebnis \u201eSt\u00e4rke\u201c: Die Beurteilung der St\u00e4rke einer Zigarre ist schwieriger, als es auf den ersten Blick scheint. Wie auch immer man sich diesem Thema n\u00e4hert \u2013 es ist nicht ganz einfach. Aus diesem Grund ist das Vergleichsrauchen so interessant, weil man hier nicht absolut, sondern relativ zueinander verkostet und bewertet. Als m\u00e4\u00dfig stark bis stark haben 59 Prozent der Teilnehmer die K\u00fchlschrank-Zigarre bewertet. Die Zigarre aus dem Humidor wurde von 67 und die aus dem Weinkeller ebenfalls von 59 Prozent als m\u00e4\u00dfig stark bis stark bewertet. Offensichtlich hat die Lagerung bei niedriger Temperatur auf die St\u00e4rke keine allzu gro\u00dfe Auswirkungen. Ergebnis \u201eGeschmack\u201c: Gewiss ist die Beurteilung des Geschmacks immer subjektiv, doch bei dieser Art Tasting, bei dem die Zigarren relativ zueinander bewertet werden, sind die Ergebnisse doch recht verl\u00e4sslich. Weniger gut bis schlecht empfanden 58 Prozent der Tester die K\u00fchlschrank-Zigarre, wobei 25 Prozent die Zigarre explizit als schlecht bezeichneten. Das ist schon bemerkenswert. Die Zigarre aus dem Humidor wurde gerade mit 4 Prozent als weniger gut bis schlecht bezeichnet. 63 Prozent hielten diese Zigarre f\u00fcr gut bis sehr gut und immerhin noch ein Drittel der Teilnehmer f\u00fcr zufriedenstellend. Das ist doch mehr als eindeutig. Dass die Weinkeller-Zigarre mit 43 Prozent der Stimmen als weniger gut bis schlecht bewertet wurde, ist im Grunde der Spiegel zu unserem letzten Vergleichsrauchen aus dem Jahr 2012 (siehe Cigar Journal, Winter 2012). Auch hier hatte die Zigarre, die schwankender Luftfeuchte ausgesetzt war, recht schlecht abgeschnitten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ergebnis \u201eGeschmacksentwicklung im Rauchverlauf \u201c: Bei dieser Beurteilung waren Mehrfachnennungen m\u00f6glich. Interessant waren vor allem die Bewertungen, welche eine deutlich wahrnehmbare Geschmacksentwicklung und zugleich eine positive oder negative Einsch\u00e4tzung zeigten. Auch hier konnte die K\u00fchlschrank-Zigarre nicht \u00fcberzeugen. Mit 35 Prozent verbuchte die Weinkeller-Zigarre Platz 2, der Sieger war die Zigarre aus dem Humidor mit 66 Prozent. Als letzte Frage sollten die Teilnehmer angeben, welche Zigarre sie zu Ende rauchen w\u00fcrden bzw. welche f\u00fcr sie die beste ist. Das Ergebnis hat mich an sich nicht, aber im recht eindeutigen Ergebnis doch \u00fcberrascht. Fast drei Viertel aller Testteilnehmer haben die im Humidor gelagerte Zigarre als beste empfunden. Als Fazit kann festgehalten werden, dass die \u00fcblich empfohlene Lagerung bei Raumtemperatur (selbst wenn diese zwischen Sommer und Winter schwankt) und ca. 70 Prozent relativer Luftfeuchte mit Abstand das beste Ergebnis liefert. Die Lagerung im K\u00fchlschrank zerst\u00f6rt die Zigarre unaufhaltsam. Eine zu niedrige Temperatur ist der Nachreifung des Tabaks nicht zutr\u00e4glich. Aus diesem Grund w\u00e4re auch die Lagerung im Weinkeller nur dann zu empfehlen, wenn die Temperatur nicht dauerhaft unter 16 \u00b0C liegt und die relative Luftfeuchte m\u00f6glichst geringen Schwankungen unterliegt.<\/p>\n<p>F\u00fcr R\u00fcckfragen wenden Sie sich bitte an: Marc Andr\u00e9, info@humidor.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Auswirkung hat die Lagerung auf eine Zigarre? Unser Humidor- Experte Marc Andr\u00e9 hat 45 Testern drei gleiche, allerdings vollkommen unterschiedlich gelagerte Zigarren vorgelegt.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":42896,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[6242,25,5095,87,21,39,2805,15],"tags":[169,6854,129,6022],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42895"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42895"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42895\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42896"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42895"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42895"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42895"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}