{"id":42738,"date":"2021-08-05T09:24:01","date_gmt":"2021-08-05T07:24:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=42738"},"modified":"2021-08-05T10:05:52","modified_gmt":"2021-08-05T08:05:52","slug":"made-in-italy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/made-in-italy\/","title":{"rendered":"MADE IN ITALY"},"content":{"rendered":"<p>Ein kalter Morgen, Milano Linate. Massimo de Munari holt mich am Gate ab, wir steigen in sein Auto und fahren zackig ins Zentrum von Mailand, um die \u00f6rtliche Casa del Habano zu inspizieren. Massimo ist kein Fremdenf\u00fchrer, sondern gemeinsam mit seinem Bruder Eigent\u00fcmer einer Kunsttischlerei. Sein Betrieb DeArt richtet weltweit kunstvoll R\u00e4ume ein, die ihresgleichen suchen. Unser Interesse gilt DeArt, das sich im Gro\u00dfraum Mailands angesiedelt hat, weil sich die Besitzer Massimo und Alberto de Munari auf den Bau von Humidoren spezialisiert haben. Unter anderem hat DeArt die Casa del Habano in Mailand gestaltet. Die Objekte firmieren unter dem Namen Cigars Time. Auch wer ein Fan von Yachten ist, findet in den beiden Br\u00fcdern die Experten f\u00fcr die Inneneinrichtung eines Schiffs. Sie zeichnen f\u00fcr die Kaj\u00fcten diverser Luxus-Yachten verantwortlich. Um die Neugier noch etwas anzuheizen: Die Bandbreite der Auftraggeber des italienischen Familienbetriebs bewegt sich von Privatiers \u00fcber Restaurant- und Shopbesitzer bis hin zu Staatsoberh\u00e4uptern, die Arbeiten finden sich von London \u00fcber Saudi Arabien bis nach Singapur und China.<\/p>\n<div id=\"attachment_42769\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42769\" class=\"wp-image-42769 size-medium\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DeArt_17-1-500x749.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DeArt_17-1-500x749.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DeArt_17-1.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42769\" class=\"wp-caption-text\">Ein kleines Gesamtkunstwerk der Humidorbauer aus Italien: der Walk-in-Humidor im The Wellesley in London<\/p>\n<\/div>\n<p>VON LOUIS-SEIZE ZUM WALK-IN-HUMIDOR<br \/>Albertos und Massimos Vater, Giovanni de Munari, gr\u00fcndete 1962 das Unternehmen in Calvenzano, nahe von Mailand. \u201eZu dieser Zeit siedelten sich dort viele Handwerksbetriebe an und noch heute gibt es hier zahlreiche Meisterbetriebe\u201c, erkl\u00e4rt mir Massimo. Vor allem Kunsttischler und Intarsienk\u00fcnstler fanden hier ihre Wirkungsst\u00e4tte. Giovanni de Munari suchte sich \u00e4hnlich wie die S\u00f6hne heute ein Spezialgebiet. Er baute Barometer und fokussierte sich dann auf die Konstruktion von Stand-, Pendel- und Wohnraumuhren. Weiters spezialisierte sich DeArt auf den Bau von Stilm\u00f6beln. Kunstvolle Objekte k\u00f6nnen nach wie vor angefertigt werden. Louis-seize, Klassizismus, Art-Deco \u2013 alles ist m\u00f6glich. Keine Formensprache ist den de Munaris fremd. Die Leidenschaft f\u00fcr Zigarren und deren Aufbewahrungsm\u00f6glichkeiten entfachte Giancarlo Savinelli in den sp\u00e4ten 1980er- Jahren. \u201eEr bat uns, Humidore zu fertigen; wir lieferten daraufhin Boxen mit verschiedenen Intarisenmotiven. Auf der RTDA, heute IPCPR, waren sie der Renner\u201c, erinnert sich Massimo de Munari. Mittlerweile ist ein Expertenteam innerhalb der Firma ausschlie\u00dflich auf den Bau und die Technik f\u00fcr Humidore spezialisiert. Aus den Boxen wurden Vitrinen, dann Schr\u00e4nke und mittlerweile Walk-in-Humidore. Als die S\u00f6hne den Betrieb \u00fcbernahmen, investierten sie in Hightech-Ger\u00e4te, DeArt ist technisch auf dem neuesten Stand. Vor Ort, in der Fabrik, kann ich jeden Schritt mitverfolgen und beobachte, wie ein Cigarstime-Humidor konstruiert wird. Wir beginnen unseren Rundgang bei der Lagerst\u00e4tte des Zedernholzes. Alle Humidore, egal welcher Gr\u00f6\u00dfe, sind mit unbearbeiteter spanischer Zeder ausgekleidet. DeArts Lager gleicht einer Schatzkammer. Mit diesem Bestand k\u00f6nnen nicht nur zahlreiche Humidore best\u00fcckt werden, sondern es ist garantiert, dass die Farbgebung der jeweiligen Objekte stimmig ist. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist der Auftrag f\u00fcr den Humidor zum 225-Jahr-Jubil\u00e4um von Hunters &amp; Frankau. DeArt fertigte 225 St\u00fccke, und Auftraggeberin Jemma Freeman war begeistert, wie konsistent die Farbe des Zedernholzes bei den Kabinettschr\u00e4nkchen war. \u201eIch bin von den Arbeiten, die ich in London gesehen habe, wo DeArt viele Humidore errichtet hat, ungeheuer beeindruckt. Ihre Standards und Liebe zum Detail sind vorbildlich. Zum Beispiel w\u00e4hlte Massimo bei unserem Projekt pers\u00f6nlich all das spanische Zedernholz aus, das verwendet wurde. Wir lie\u00dfen es unbearbeitet, denn somit verleiht es den Kabinettschr\u00e4nken einen rauen, verstaubten, nat\u00fcrlichen Effekt, was unserer Meinung nach zeitlos ist\u201c, so die britische Zigarrenexpertin. Unser Rundgang geht weiter zu den Schneidemaschinen. Die Maschinen, fast Roboter, \u201elesen\u201c die Zeichnungen der Designer und liefern, was sich die Gestalter in Absprache mit den Auftraggebern ausgedacht haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_42771\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42771\" class=\"wp-image-42771\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DeArt1_17-1.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"278\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42771\" class=\"wp-caption-text\">Massimo de Munari f\u00fchrt gemeinsam mit seinem Bruder Alberto die Kunsttischlerei bei Mailand<\/p>\n<\/div>\n<p>Muss irgendwann ein Einzelteil ersetzt werden, kann problemlos nachgeliefert werden, alles ist gespeichert. Hier wurden auch die Einzelteile eines riesigen barockenTheaters gefertigt, auch solche Gro\u00dfprojekte kann DeArt verwirklichen. Wir begeben uns zur Lackiererei, sie ist der n\u00e4chste gro\u00dfe Arbeitsschritt in der Produktionskette. Hier bekommen die Einzelteile ihre Lasur, Farbe oder Lack. Danach werden die \u201ePuzzleteile\u201c zusammengesetzt. Noch vor einigen Tagen stand in der Fabrikhalle ein edler Walk-in-Humidor mit integriertem Klimabereich f\u00fcr Wein originalgetreu aufgebaut. Nun wartet er verpackt darauf, zum Auftraggeber nach China geschickt zu werden. Alles, was DeArt konstruiert, wird vor dem Transport zum Besteller einmal in der Fabrikhalle aufgebaut und getestet. Eine am\u00fcsante Vorstellung: In Calvenzano standen also schon komplette Zigarrenshops, Lounges und Klimar\u00e4ume, die nun unter anderem das Corinthia Hotel, Harry\u2019s Bar, das Bulgari Hotel oder The Wellesley in London versch\u00f6nern. \u201eEddie und Edward Sahakian haben DeArt bereits 2012 beauftragt, unsere drei Humidor-Doppelschr\u00e4nke f\u00fcr den Edward Sahakian Cigar Shop im Londoner Bulgari Hotel zu gestalten, zu bauen und zu installieren. Wir z\u00e4hlten zu den ersten in London, die mit Massimo und DeArt zusammengearbeitet haben, und freuen uns sehr, dass ihre Werke jetzt in vielen neuen Locations zu sehen sind und zwar nicht nur in London, sondern weltweit,\u201c begeistert sich Sahakians Shopmanager Mike Choi.<\/p>\n<div id=\"attachment_42773\" style=\"width: 319px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42773\" class=\"wp-image-42773\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DeArt2_17-1-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"309\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DeArt2_17-1-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DeArt2_17-1-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DeArt2_17-1.jpg 1002w\" sizes=\"(max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42773\" class=\"wp-caption-text\">DeArt gestaltete im Londoner The Arts Club in Mayfair die Vitrinenfront zur perfekten Lagerung der Zigarren<\/p>\n<\/div>\n<p>PERFEKTES RAUMKLIMA<br \/>Auch \u00fcber das von Massimo entwickelte Klimasystem ist Choi gl\u00fccklich: \u201eDie Ger\u00e4te sind jetzt schon fast f\u00fcnf Jahre in Betrieb und ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie ein Problem mit den Humidoren oder dem Befeuchtungssystem hatte \u2013 das sind wirkliche Arbeitspferde!\u201c Lange haben die de Munaris am Befeuchtungssystem f\u00fcr ihre Humidore get\u00fcftelt. W\u00e4hrend wir im B\u00fcro eine Zigarre rauchen, erkl\u00e4rt mir Massimo de Munari die Systeme und zeigt mir das neueste Testmodell f\u00fcr die Walk-in-Humdiore. Ein Monoblock, genannt \u201eTotal clima Evo\u201c, garantiert perfekte Temperatur und passende Feuchtigkeit. \u201eAlle Zonen des Humidors bekommen durch eine integrierte Umw\u00e4lz-, Be- und Entfeuchtungsanlage das perfekte Klima\u201c, erkl\u00e4rt mir Massimo. Falls Evo einmal defekt sein sollte, kann der ganze Block mit wenigen Griffen ausgebaut und schnell repariert werden. Die Werte k\u00f6nnen von einer App aus vom Smartphone nicht nur beobachtet, sondern sogar gesteuert werden. Alle von DeArt konstruierten Klimaschr\u00e4nke und \u2013r\u00e4ume verf\u00fcgen \u00fcber \u201eSandwich-W\u00e4nde\u201c. Au\u00dfen ist das vom Kunden gew\u00e4hlte Holz sichtbar, dahinter verbirgt sich ein solider Holzkern und eine Isolationsschicht. Diese wiederum ist nach innen, in den Humidor mit spanischer Zeder verkleidet. Alle verbauten Gl\u00e4ser sind aus Thermalsicherheitsglas. Rundherum wird mit Silikon abgedichtet und jede T\u00fcr verf\u00fcgt \u00fcber ein Dreifachschloss. Gastronom Dario Nembrini, der sich von den de Munaris einen Walkin-Humidor bauen lie\u00df, hebt hervor: \u201eDie Professionalit\u00e4t von DeArt steht au\u00dfer Zweifel. Was bemerkenswert ist, ist die hohe Qualit\u00e4t aller verwendeter Materialien in der Manufaktur und die kontinuierliche Forschung, die betrieben wird, um f\u00fcr die Zigarren das beste Klima zu garantieren.\u201c Aktuell baut DeArt im Trinity Hotel in London eine Lounge und den Humidor, die Casa del Habano in Kuweit und in Florenz im Hotel Vierjahreszeiten Vitrinen und Zigarrenlockers. Selbstverst\u00e4ndlich immer nach dem Credo der de Munaris: \u201eAu\u00dfen sind wir maximal flexibel und erf\u00fcllen alle W\u00fcnsche der Kunden. Innen hat das Wohl der Zigarren Vorrang, Technik und Auskleidung orientieren sich allein daran,\u201c so Massimo.<\/p>\n<p>Infos \u00fcber abgeschlossene und aktuelle Projekte und Humidorschr\u00e4nke unter: <a href=\"http:\/\/deart.it\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">deart.it<\/a> oder <a href=\"http:\/\/cigarstime.co.uk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">cigarstime.co.uk<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Kunsttischlerei aus Norditalien setzt in Sachen Walk-in-Humidore optisch und technisch neue Standards. Die Werke von DeArt aus Calvenzano bei Mailand finden sich mittlerweile von Gro\u00dfbritannien bis China in den Hotspots der Zigarrenszene. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":42767,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[6242,25,4222,87,21,39,2805,15],"tags":[6842,6730,169,6841],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42738"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42738"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42738\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42767"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}