{"id":42565,"date":"2021-07-29T10:28:18","date_gmt":"2021-07-29T08:28:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=42565"},"modified":"2021-07-29T10:36:57","modified_gmt":"2021-07-29T08:36:57","slug":"das-lieblingsdeckblatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/das-lieblingsdeckblatt\/","title":{"rendered":"Das Lieblingsdeckblatt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_42568\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42568\" class=\"wp-image-42568\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador1_18-2-500x754.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador1_18-2-500x754.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador1_18-2.jpg 630w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42568\" class=\"wp-caption-text\">Wir haben nicht viel Sonne, und das ist der Hauptgrund f\u00fcr die Elastizit\u00e4t und den Glanz unserer Wrapper. &#8211; ENRIQUE LOPEZ<\/p>\n<\/div>\n<p>Unser erstes Ziel ist La Paulita, eine der Plantagen der Oliva Tobacco Company, die sich au\u00dferhalb der ecuadorianischen Stadt Quevedo befindet. Hier demonstriert der stellvertretende Betriebsleiter Henry Lopez an diesem Nachmittag, wie die Qualit\u00e4t der in der Scheune zum Trocknen aufgeh\u00e4ngten Tabakbl\u00e4tter gepr\u00fcft wird. \u201eWir betreten den Schuppen zuerst im Dunkeln, damit wir die Farbe des Tabaks nicht sehen, sondern ihn nur riechen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt er mir. \u201eWenn wir einen s\u00fc\u00dfen Geruch wahrnehmen, dann passt alles. Wenn es nach einem verschwitzten T-Shirt riecht, dann ist der Tabak zu feucht. Diese Feuchtigkeit sp\u00fcrt man auch am eigenen K\u00f6rper, ein wenig so wie wenn man in eine Sauna geht. Danach drehen wir das Licht auf und schauen uns die Farbe an. Haben die Bl\u00e4tter einen sch\u00f6nen Gelbton? Nimmt er die Farbe von Kaffee an, wie er sollte? Daraufhin ber\u00fchren wir nochmals die Bl\u00e4tter, um sicherzugehen, dass sie nicht zu trocken oder zu feucht sind. Basierend auf all dem entscheiden wir, ob wir die Fenster \u00f6ffnen und W\u00e4rme zuf\u00fchren, um die Feuchtigkeit zu reduzieren, oder sie schlie\u00dfen, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt.\u201c\u00a0 Es ist eine Herausforderung, mit Lopez mitzuhalten, w\u00e4hrend er mir sein enormes Wissen mitteilt und alle m\u00f6glichen Fakten und Theorien \u00fcber das perfekte Blatt liefert. Doch genau aus dem Grund bin ich hier: um herauszufinden, weshalb Deckbl\u00e4tter aus Ecuador bei Zigarrenherstellern in aller Welt so beliebt sind. Nachts werde keine Hitze zugef\u00fchrt, aber manche Bl\u00e4tter w\u00fcrden mehr W\u00e4rme brauchen, um zu trocknen, informiert Lopez und zeigt mir ein paar kaffeefarbene Bl\u00e4tter, bei denen der Bereich um die Adern noch gelb und teils sogar gr\u00fcnlich ist. \u201eSobald sie sich trocken anf\u00fchlen, lassen wir sie liegen und warten, dass sie wieder weich werden, bis die Adern getrocknet sind.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_42570\" style=\"width: 378px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42570\" class=\"wp-image-42570\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador2_18-2-500x332.jpg\" alt=\"\" width=\"368\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador2_18-2-500x332.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador2_18-2-770x511.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador2_18-2.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 368px) 100vw, 368px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42570\" class=\"wp-caption-text\">Das Deckblatt, von dem die ganze Welt spricht, in seinem nat\u00fcrlichen Zustand vor der Trocknung und Fermentation<\/p>\n<\/div>\n<p>Neun der Zigarren, die von Lesern des Cigar Journal zu den \u201eTop 25 Cigars of 2017\u201c ernannt wurden \u2013 darunter die drei Erstplatzierten \u2013 haben ein ecuadorianisches Deckblatt. Und wie mir David P\u00e9rez, CEO von A.S.P. Enterprises, der zweite gro\u00dfe Tabakproduzent in Ecuador, sp\u00e4ter erz\u00e4hlt, verwenden acht von zehn Fabriken seine Bl\u00e4tter. Was macht sie so popul\u00e4r? \u201eIch mag die Elastizit\u00e4t, den Abbrand, die Farbe und den Geschmack von Habano\u201c, sagt Oscar Valladares, w\u00e4hrend Carlo Corazza, Besitzer von Brun del R\u00e9, meint, dass in Ecuador sehr professionell gearbeitet wird \u2013 von der Aufbewahrung bis zur Fermentation. Und das sei bei Deckbl\u00e4ttern nicht einfach. \u201eAu\u00dferdem hat Ecuador das richtige Klima, die richtige H\u00f6henlage und den richtigen Boden f\u00fcr hochqualitative Wrapper. All das tr\u00e4gt nat\u00fcrlich zum unvergleichlichen Geschmack bei.\u201c Ernesto Perez-Carrillo von EPC Cigars stimmt ihm zu: \u201eWir verwenden ecuadorianischen Sumatra-Tabak wegen seines Geschmacks, seiner Farbe und seiner Konsistenz. Und Connecticut aus Ecuador ist leichter zu trocknen und zu reifen.\u201c Als Henry und ich die Scheune verlassen, treffen wir seinen Vater Enrique Lopez, Betriebsleiter bei Oliva. \u201eDas Geheimnis ist das Klima\u201c, verr\u00e4t Enrique und zeigt in Richtung Himmel. \u201eWir haben nicht viel Sonne, und das ist der Hauptgrund f\u00fcr die Elastizit\u00e4t und den Glanz unserer Wrapper. Durch den Schatten bleiben die Bl\u00e4tter d\u00fcnner, dehnbarer und elastischer.\u201c Somit w\u00e4re es also verraten, das allseits bekannte Geheimnis, von dem jeder spricht, wenn es um ecuadorianische Deckbl\u00e4tter geht: Schatten. Mit nur 500 Stunden Sonnenschein pro Jahr scheint das Klima perfekt f\u00fcr Wrapper zu sein. Aber nat\u00fcrlich spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle. Laut John Oliva Jr., Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Oliva Tobacco Company, ginge es um die Feuchtigkeit, die durch die konstante Wolkendecke in Ecuador ausgepr\u00e4gter sei, womit eine Art Mikroumgebung entstehe. Das trage zwar nicht zum Geschmack bei, erm\u00f6gliche aber eine bessere Kontrolle beim Trocknungsprozess. \u201eTabak wird nicht so, wie man ihn gerne haben m\u00f6chte, indem man einfach nur die T\u00fcren der Scheune \u00f6ffnet und schlie\u00dft. Er muss stets gepflegt, immer wieder befeuchtet und getrocknet werden.\u201c Ohne die Luftfeuchtigkeit m\u00fcsste man, so John, die B\u00f6den mit einem Schlauch abspritzen und absch\u00e4tzen, wie viel Feuchtigkeit die Scheune aufnimmt. \u201eWenn ich Wasser k\u00fcnstlich zuf\u00fchre, muss ich raten, wie viel ich f\u00fcr den richtigen Feuchtigkeitsgrad brauche. Das kann einen manchmal in den Wahnsinn treiben. Denn wenn ich zu viel erwische, dann muss ich wieder ein Feuer machen und laufe Gefahr, dass der Tabak nicht ausreift.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_42572\" style=\"width: 372px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42572\" class=\"wp-image-42572\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador3_18-2-500x332.jpg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador3_18-2-500x332.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador3_18-2-770x511.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador3_18-2.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42572\" class=\"wp-caption-text\">Die Bl\u00e4tter m\u00fcssen so schnell wie m\u00f6glich in die Scheune. &#8211; DAVID P\u00c9REZ<\/p>\n<\/div>\n<p>Henry erz\u00e4hlt mir, dass die Bl\u00e4tter wegen der starken Sonneneinstrahlung ohne nat\u00fcrliche Feuchtigkeit zu schnell austrocknen w\u00fcrden. Durch letztere bek\u00e4men sie ihren Glanz und ihre Elastizit\u00e4t. \u201eDas ist der Grund, weshalb in Zentralamerika nicht so viele Deckbl\u00e4tter angebaut werden. Dort gibt es viel mehr Sonne und weniger Feuchtigkeit als hier. Es ist einfacher, Feuchtigkeit zu entziehen, als sie in der Scheune zuzuf\u00fchren. Wir m\u00fcssen auch unsere Felder nicht so oft bew\u00e4ssern.\u201c Er vergleicht das Ganze mit Fleischkochen: \u201eDie Wolkendecke ist wie ein Topfdeckel und der Dunst f\u00f6rdert den Kochprozess. Sprich, wir bekommen ged\u00fcnstetes Fleisch, die anderen gegrilltes.\u201c Henry nimmt ein Blatt und dr\u00fcckt von unten dagegen. Sein Finger ist unter der d\u00fcnnen Textur des Tabaks sichtbar und es wirkt, als w\u00fcrde er ein St\u00fcck Gummi dehnen. Oder um einen etwas verr\u00fcckteren Vergleich anzustellen: wie wenn Jabba the Hutt in \u201eStar Wars \u2013 Das Imperium schl\u00e4gt zur\u00fcck\u201c Han Solo in Karbonit einfrieren l\u00e4sst. \u201eSchauen Sie, es bricht nicht\u201c, meint Henry und f\u00fcgt hinzu: \u201eEs geht nicht nur um die N\u00e4hrstoffe und Wasserspeicherf\u00e4higkeit des Bodens. Ein Blatt, das zu schnell trocknet, verliert an Elastizit\u00e4t und Glanz. Wenn es also sehr sonnig ist, dann m\u00fcssen die Felder bew\u00e4ssert werden.\u201c Ironischerweise ist es am n\u00e4chsten Tag, als ich mit David P\u00e9rez die 2400 Hektar gro\u00dfe San Juan-Plantage von A.S.P. besuche, wirklich hei\u00df und sonnig. Auf unserem Weg zu einem Feld, wo gerade geerntet wird, sind rund um uns Frauen damit besch\u00e4ftigt, Bl\u00e4tter auf den Karren zu laden, w\u00e4hrend David mit einigen Kollegen \u00fcber die \u201eomin\u00f6se Sonne\u201c spricht. \u201eDie Bl\u00e4tter m\u00fcssen so schnell wie m\u00f6glich in die Scheune, damit sie nicht von der Sonne besch\u00e4digt werden\u201c, erkl\u00e4rt er. Auf meine Frage, ob sie denn wirklich so empfindlich sind, dass ein Nachmittag Sonnenschein viel Unterschied ausmacht, meint er, dass es jetzt schon einige Tage sonnig sei und die Bl\u00e4tter weder einen Sonnenbrand bekommen sollen, noch die Feuchtigkeit zu schnell entweichen darf. \u201eSonst w\u00fcrden sie zu schnell gelb werden, denn wegen der Hitze kann die Luft nicht zirkulieren. Nat\u00fcrlich geht es nicht um ein paar Minuten, aber die Bl\u00e4tter sollten bei solchen Verh\u00e4ltnissen innerhalb von zweieinhalb statt den \u00fcblichen vier Stunden in die Scheune gebracht werden. Unsere Plantage ist gro\u00df, das hei\u00dft, der Transport von manchen Feldern kann 15 bis 20 Minuten dauern und danach m\u00fcssen die Bl\u00e4tter aufgef\u00e4delt und die Stangen aufgeh\u00e4ngt werden.\u201c Was also tun, wenn es zu sonnig ist? \u201eBeten!\u201c scherzt er und erkl\u00e4rt daraufhin: \u201eMan muss beobachten, wie die Bl\u00e4tter reifen und eventuell drei statt zwei w\u00e4hlen. Wenn in der Trockenscheune nicht genug Platz ist, m\u00fcssen wir sie allerdings wegwerfen.\u201c Bei Umlage- und Einlagetabak sehe die Sache anders aus und man k\u00f6nne vier bis f\u00fcnf Tage warten. \u201eDie Sorte Deckbl\u00e4tter, die wir anbauen, sind jedoch sehr d\u00fcnn und empfindlich, das hei\u00dft, man muss aufpassen. Aber Tabak sagt dir, wenn er soweit ist, und das h\u00f6rst du, wenn du ein Blatt pfl\u00fcckst und es Klick macht.\u201c Oliva kultiviert Habano und Sumatra, w\u00e4hrend sich A.S.P. auf Connecticut spezialisiert, und bei der von P\u00e9rez erw\u00e4hnten Sorte handelt es sich um ihre eigene. \u201eDie Idee f\u00fcr diesen Hybrid hatte mein Vater im Jahr 1992. Soviel ich wei\u00df sind wir die einzigen, die diesen Tabak anbauen.\u201c Jedes Saatgut zeichnet sich durch seine eigenen Merkmale aus, die sich aber \u2013 je nachdem, wo es gepflanzt wird \u2013 \u00e4ndern k\u00f6nnen. So sind die Bl\u00e4tter des nicaraguanischen Saatguts, das die Familie P\u00e9rez in Ecuador anbaut, d\u00fcnner und haben einen neutraleren Geschmack. Nichtsdestotrotz handelt es sich um reichhaltige Wrapper. Laut John Oliva Jr. machen die jeweiligen Bodenverh\u00e4ltnisse einen gewaltigen Unterschied aus. \u201eWenn ich diesen Tabak hier in Kuba, der Dominikanischen Republik oder Nicaragua anbaue, dann wird er ganz anders schmecken. Der Vulkanboden in Ecuador verleiht ihm eine w\u00fcrzigere Note. Selbst der Tabak von unseren Farmen im S\u00fcden des Landes hat einen anderen Geschmack als der von Quevedo, wo es viel trockener ist.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_42574\" style=\"width: 340px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42574\" class=\"wp-image-42574\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador4_18-2-500x331.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador4_18-2-500x331.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador4_18-2-770x510.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ecuador4_18-2.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42574\" class=\"wp-caption-text\">David P\u00e9rez und Angel Elizalde testen die Elastizit\u00e4t der Deckbl\u00e4tter in der Fermentationshalle<\/p>\n<\/div>\n<p>Geschmackliche Unterschiede gibt es auch innerhalb der Region. Ernesto Perez-Carrillo bevorzugt Tabak von La Francey, Carlos Fuente jenen von Don Angel. Beide Plantagen befinden sich in Quevedo, aber eine davon liegt n\u00e4her bei einem Fluss und durch die j\u00e4hrlichen \u00dcberschwemmungen schmeckt der Tabak von dort anders als jener von h\u00f6heren Lagen. \u201eIch kann mir das nur so erkl\u00e4ren, dass durch den Fluss zus\u00e4tzliche N\u00e4hrstoffe in den Boden gelangen\u201c, sagt John. Ein weiterer Vorteil sei, laut P\u00e9rez, dass das Wasser gut abflie\u00dft. \u201eDa sich bei zu viel Regen kein Wasser ansammelt, k\u00f6nnen sich auch keine Pilze oder Insekten darin fortpflanzen.\u201c Es scheint also, dass es bei ecuadorianischen Deckbl\u00e4ttern ebenso viele Gemeinsamkeiten wie Unterschiede gibt, aber auch zwei wiederkehrende Eigenschaften: Glanz und Elastizit\u00e4t. \u201eDas Blatt legt sich um die Zigarre und bleibt elastisch wie unsere Haut, was die Sache einfacher f\u00fcr die Roller macht\u201c, meint P\u00e9rez. \u201eWir wollen ja nicht, dass es Falten gibt oder sich die Roller davor f\u00fcrchten, es zu dehnen.\u201c Trotz aller \u00c4hnlichkeiten unterscheiden sich die Wrapper von Oliva gewaltig von jenen von A.S.P. und spielen somit verschiedene Rollen im Gesamtblend. \u201eSumatra und Habano geben der Zigarre ein st\u00e4rkeres Geschmacksprofil, w\u00e4hrend Connecticut sehr gut mit Filler-Tabaken harmoniert\u201c, sagt Oliva Jr., und P\u00e9rez erkl\u00e4rt, dass der Geschmack von ecuadorianischen Connecticut-Deckbl\u00e4ttern neutraler ist und dadurch die St\u00e4rke und Aromen von Filler und Binder besser zur Geltung kommen. \u201eHersteller, die Connecticut verwenden, produzieren mildere, mittelkr\u00e4ftiger Zigarren\u201c, f\u00e4hrt Oliva Jr. fort. Sumatra und Habano seien w\u00fcrziger und k\u00e4men bei volumin\u00f6seren, st\u00e4rkeren Zigarren im kubanischen Stil zum Einsatz. \u201eSie \u00fcbert\u00f6nen zwar nicht den Filler-Blend, aber man merkt es, gerade bei h\u00f6heren Primings. Wenn Carlito Fuente unser kubanisches Saatgut verwendet, wird er also vermutlich die Menge an Ligero-Tabak reduzieren. Newman, hingegen wird Ligero hinzuf\u00fcgen, wenn er einen Connecticut-Wrapper f\u00fcr seine Cuesta-Rey-Zigarren verwendet.\u201c Wie bei jedem Tabak h\u00e4ngt der Geschmack auch davon ab, von welchem Teil der Pflanze die Bl\u00e4tter stammen. Oliva Jr. bevorzugt die mittleren Primings statt der hei\u00dfbegehrten obersten. \u201eF\u00fcr mich sind sie am geschmackvollsten, gerade beim kubanischen Saatgut, denn es hat diese W\u00fcrze und gleichzeitige S\u00fc\u00dfe. Ich kann den Geschmack dieses Tabaks nicht so genau beschreiben, aber wenn er bei einer Zigarre verwendet wird, dann erkenne ich ihn schon wenn ich sie anz\u00fcnde.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weshalb schw\u00e4rmen Zigarrenhersteller und Zigarrenraucher aus aller Welt von ecuadorianischen Deckbl\u00e4ttern? Reisen Sie mit dem Cigar Journal in ein Land, das wie geschaffen f\u00fcr den Anbau von Deckbl\u00e4ttern ist, um es herauszufinden.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":42566,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[6242,25,40,5103,87,21,39,2809],"tags":[6825,6779,3172],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42565"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42565"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42565\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42566"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}