{"id":42419,"date":"2021-07-26T09:04:35","date_gmt":"2021-07-26T07:04:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=42419"},"modified":"2021-07-26T09:04:35","modified_gmt":"2021-07-26T07:04:35","slug":"gruene-gestalten-candela-zigarren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/gruene-gestalten-candela-zigarren\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Gestalten: Candela-Zigarren"},"content":{"rendered":"<p><img class=\" wp-image-42422 alignleft\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Candela2_18-3.jpg\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"210\" \/>Ihre Namen klingen wie jene von Monstern. Sie sind zwar nicht gef\u00e4hrlich, haben es aber ziemlich in sich. Bei Ogre, Wasabi, Dirty Hooligan und Swamp Thang handelt es sich um beliebte Zigarren, die nicht nur unheimliche Namen teilen, sondern auch die gleiche gr\u00fcne \u201eHaut\u201c: Candela, jenes lindgr\u00fcne Deckblatt, das bei amerikanischen Zigarrenrauchern von den sp\u00e4ten F\u00fcnfzigern bis in die fr\u00fchen Siebziger beliebt war. Bei all den sch\u00f6nen dunklen und \u00f6ligen Deckbl\u00e4ttern, die man heute auf den meisten Premiumzigarren sieht, f\u00e4llt ein gr\u00fcnes einfach auf. Einige Hersteller von Boutique-Zigarren haben mit Candela gro\u00dfe Erfolge erzielt. Ich sprach mit zwei von ihnen, aber lassen Sie uns zun\u00e4chst einmal sehen, wie der Candela-Wrapper seinen gr\u00fcnen Glanz erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>DER CANDELA-PROZESS<br \/>Der Trocknungsprozess von Candela unterscheidet sich g\u00e4nzlich von jenem anderer Deckbl\u00e4tter. Er ist k\u00fcrzer, aber arbeitsintensiver. Alle \u00d6ffnungen in der Trockenscheune werden zuerst mit Karton abgedichtet, woraufhin sie sich quasi in einen riesigen Schongarer verwandelt. Nach dem Aufh\u00e4ngen des Tabaks werden die unteren L\u00fcftungsklappen ge\u00f6ffnet, damit die hei\u00dfe Luft nach oben steigen und durch das offene Dach entweichen kann. Ein Propangas- oder Holzkohlenfeuer wird entz\u00fcndet und die W\u00e4rme sorgf\u00e4ltig kontrolliert. Bei einer Temperatur von etwa 38 Grad Celsius sind die Bl\u00e4tter innerhalb von zwei Tagen welk. F\u00fcr die n\u00e4chsten 24 Stunden werden die L\u00fcftungsklappen geschlossen und die Temperaturen steigen auf bis zu 74 Grad. Es kann weitere 72 Stunden dauern, bis die restliche Feuchtigkeit komplett entwichen ist, die Bl\u00e4tter knackig und mit Chlorophyll, das ihnen die gr\u00fcne Farbe verleiht, ges\u00e4ttigt sind. Da man solch spr\u00f6den Tabak nicht rollen kann, werden in Folge alle L\u00fcftungsklappen ge\u00f6ffnet und die Bl\u00e4tter dank der feuchten Abendluft rehydriert. Einer der Vorteile von Candela ist, dass es keiner Fermentation oder Reifung bedarf. Doch ein Detail am Rande: Wenn man die Bl\u00e4tter der Sonne aussetzt, werden sie heller, bei mehr Hitze hingegen dunkler. K\u00fchllagerung ist also notwendig, damit sie ihre coole gr\u00fcne Farbe behalten.<\/p>\n<p>DIE VERARBEITUNG VON CANDELA<br \/>Tom Lazuka von Asylum Cigars produziert Ogre im Rahmen seiner Asylum 13-Linie. Dabei handelt es sich um eine Zigarre im Barber Pole-Stil mit einem nicaraguanischen Habano und einem Candela-Deckblatt. \u201eCandela ist eigentlich der beste Tabak\u201c, meint Lazuka. \u201eEr kann gleich nach dem Sortieren verpackt und verschickt werden. Da es sich um Connecticut-Saatgut handelt, sind die Bl\u00e4tter elastisch und vereinfachen die Arbeit der Roller. Theoretisch funktioniert der Ogre-Blend gar nicht, aber gerade deshalb macht das Blending so viel Spa\u00df. Man kann mit einer ausgefallenen Idee etwas Interessantes schaffen und mit Leuten in aller Welt teilen.\u201c Lazuka f\u00fcgt hinzu, dass Ogre Passionados anspricht, die \u201etraditionelle\u201c Zigarren langweilig finden. \u201eDer Farbkontrast springt einem sofort in Auge und die Pr\u00e4sentation in der Kiste verleitet Leute dazu, sie zu probieren.\u201c Erik Espinosa lancierte j\u00fcngst seine Wasabi in limitierter Auflage. Daf\u00fcr verwendete er eine Kombination aus ecuadorianischem Habano und Candela. Er platzierte den Candela-Tabak \u00fcber das Habano-Blatt und lie\u00df nur die Kappe unbedeckt. \u201eDer Habano-Tabak befindet sich am Kopf. So schmeckt man nur ein wenig vom Candela-Blatt, wenn man die Zigarre anz\u00fcndet. Danach \u00fcberwiegt der w\u00fcrzige Geschmack des Habano-Wrappers\u201c, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<div id=\"attachment_42424\" style=\"width: 306px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42424\" class=\"wp-image-42424\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Candela1_18-3-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"296\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Candela1_18-3-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Candela1_18-3-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Candela1_18-3.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 296px) 100vw, 296px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42424\" class=\"wp-caption-text\">Nat\u00fcrlich bereue ich die Zigarren nicht mit Wasabi, selbst wenn es Leute gibt, die das glauben. &#8211; Erik Espinosa<\/p>\n<\/div>\n<p>Wie Lazuka experimentiert auch Espinosa gerne in seiner Fabrik La Zona in Estel\u00ed, Nicaragua. \u201eNormalerweise machen Leute Zigarren mit Candela-Wrappern f\u00fcr den St. Paddy\u2019s Day\u201c, meint er. \u201eIch wollte etwas Neues f\u00fcr danach schaffen \u2013 und es kam an! Wir haben alle 500 Kisten verkauft. Jetzt arbeite ich an den R\u00fcckst\u00e4nden. Ich mag auch den Namen, weil die Farbe dem echten Wasabi so \u00e4hnelt. Nat\u00fcrlich bestreue ich die Zigarren nicht mit Wasabi, selbst wenn es Leute gibt, die das glauben (lacht)\u201c Hinsichtlich des Geschmacks von Candela sind die beiden unterschiedlicher Meinung. Lazuka bezeichnet ihn als grasig, Espinosa als s\u00fc\u00df. Aber sie sind sich einig, dass die Kombination mit einem Habano f\u00fcr ein ausgewogeneres Aroma sorgt. Werden Candela-Zigarren je ein gro\u00dfes Comeback feiern? Laut Lazuka \u201eriecht und schmeckt Candela grasig und verliert bei Sonnenlicht sofort seine Farbe\u201c, was f\u00fcr manche Zigarrenraucher ein Problem sein k\u00f6nnte. Espinosa denkt nicht, dass es wieder wahnsinnig popul\u00e4r wird. \u201eViele glauben irrt\u00fcmlicherweise, dass Candela etwas ist, was man fr\u00fcher rauchte. Aber Leute wollen verschiedene Zigarren rauchen. Somit kann es sein, dass jemand Wasabi in seine Auswahl aufnimmt, und das finde ich voll in Ordnung.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihre Namen klingen wie jene von Monstern. Sie sind zwar nicht gef\u00e4hrlich, haben es aber ziemlich in sich. Bei Ogre, Wasabi, Dirty Hooligan und Swamp Thang handelt es sich um beliebte Zigarren, die nicht nur unheimliche Namen teilen, sondern auch die gleiche gr\u00fcne \u201eHaut\u201c: Candela, jenes lindgr\u00fcne Deckblatt, das bei amerikanischen Zigarrenrauchern von den sp\u00e4ten F\u00fcnfzigern bis in die fr\u00fchen Siebziger beliebt war.<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":42420,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[6242,25,40,5379,6169,87,21,39,2809],"tags":[3441,6808,6805,6806,6809,6807],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42419"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42419"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42419\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}