{"id":42118,"date":"2021-07-16T10:24:50","date_gmt":"2021-07-16T08:24:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=42118"},"modified":"2021-07-16T10:30:06","modified_gmt":"2021-07-16T08:30:06","slug":"es-perfecto-die-garcia-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/es-perfecto-die-garcia-familie\/","title":{"rendered":"Es perfecto!: Die Garc\u00eda-Familie"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_42121\" style=\"width: 313px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42121\" class=\"wp-image-42121\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily1_19-1-500x331.jpg\" alt=\"\" width=\"303\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily1_19-1-500x331.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily1_19-1-770x510.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily1_19-1.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 303px) 100vw, 303px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42121\" class=\"wp-caption-text\">Vater und Tochter im B\u00fcro in Miami. Der Apfel f\u00e4llt nicht weit vom Stamm<\/p>\n<\/div>\n<p>Sie lebten alle zusammen, sowohl in Kuba als auch in Miami. Heute wohnen sie nur einen Block voneinander entfernt, und im Haus in Nicaragua ist f\u00fcr alle Platz. Die Garc\u00edas leben wirklich gemeinsam f\u00fcr ihre Zigarren. \u201eIch teile sogar die Terrasse im Hinterhof mit meinen Eltern. Es gibt keinen Zaun oder dergleichen\u201c, sagt Janny Garc\u00eda lachend. Sie ist Betriebsleiterin und die Erste der Familie, die durch ein staatliches Visaprogramm in die USA kam. Mit nur 18 Jahren zog sie nach Miami, um ein besseres Leben f\u00fcr sich und ihre Familie zu schaffen. Die Idee war, dass diese nachkommt. Jannys Bruder Jaime versuchte mehrmals, sich seiner Schwester anzuschlie\u00dfen, aber es funktionierte nie. Erst als ihr Vater Jos\u00e9 \u201eDon Pep\u00edn\u201c Garc\u00eda ein Jobangebot in Nicaragua erhielt, konnten sie sich schlie\u00dflich auf den Weg nach Florida machen und zogen zusammen. \u201eWir sind nicht gerne getrennt und hier, weil Janny hier herkam\u201c, meint Pep\u00edn. \u201eDas war der Anfang von My Father.\u201c Es kommt nicht oft vor, dass die Geschichte eines Zigarrenunternehmens mit der 18-j\u00e4hrigen Tochter beginnt. Janny ging es damals aber nicht um Tabak, sondern ums \u00dcberleben. \u201eIch war ganz allein und planlos. Ich wusste nur, dass ich einen Job brauche und hatte letztlich drei gleichzeitig. Ich stand mehr oder weniger jeden Tag um 5 Uhr fr\u00fch auf und ging um Mitternacht ins Bett\u201c, erinnert sie sich. Das \u00e4nderte sich, als ihre Familie eintraf, und 2003 gr\u00fcndeten die vier \u2013 Pep\u00edn, Janny, Jaime und ihre Mutter Mar\u00eda \u2013 gemeinsam My Father.<\/p>\n<div id=\"attachment_42123\" style=\"width: 241px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42123\" class=\"wp-image-42123\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily2_19-1.jpg\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"289\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42123\" class=\"wp-caption-text\">Sie waren gute Sch\u00fcler und wissen nun so ziemlich alles, was ich wei\u00df. Ohne sie h\u00e4tte ich das nie geschafft. PEP\u00cdN GARC\u00cdA<\/p>\n<\/div>\n<p>Janny ist im Grunde mit Tabak aufgewachsen. \u201eAls ich in der Schule war, musste man einen Monat im Jahr auf dem Feld arbeiten. In Villa Clara, wo wir herkommen, wurde vorwiegend Tabak angebaut. Dadurch lernt man alles dar\u00fcber. Ich erinnere mich, dass ich mit meiner Mutter in die Fabrik gegangen bin, um Papa zu besuchen. Ich habe mich hinter her immer beschwert, dass ich vom Tabakgeruch Allergien bekomme.\u201c Nach dem Zigarren-Boom war es f\u00fcr die Garc\u00edas als Newcomer auf dem Markt hart, doch sie k\u00e4mpften sich durch. Dabei stand die Familie stets an erster Stelle. \u201eWir waren entschlossen, es zu schaffen. Wir haben Fehler gemacht, aber wir sind immer f\u00fcreinander dagewesen\u201c, sagt Janny. So war sie diejenige, die Gesch\u00e4fte auf Englisch abwickelte. \u201eIch konnte die Sprache damals kaum, doch besser als die anderen\u201c, erinnert sie sich lachend. Jaime f\u00fcgt hinzu, dass sie ausreichend Wissen in Sachen Tabakverarbeitung und Zigarrenrollen hatten. Ihre einzige Sorge sei der US-Markt gewesen, den sie nicht kannten. \u201eAber da lernt man Tag f\u00fcr Tag dazu. Ich hatte keine Zweifel, dass wir es schaffen w\u00fcrden. Wir wollten als Familie wachsen, und das ist der Schl\u00fcssel zu unserem Erfolg.\u201c Heute ist er offiziell der Pr\u00e4sident des Unternehmens \u2013 und mehr. \u201eIn Nicaragua bin ich der Manager, Third-Base-Coach, Catcher und Pitcher\u201c, meint er grinsend. \u201eIch mache alles, aber mit Hilfe eines gro\u00dfartigen Teams.\u201c Dazu z\u00e4hlt auch der Blend, den er entweder mit oder ohne seinen Vater kreiert. In jedem Fall m\u00fcssen sie sich dar\u00fcber einig sein und probieren ihn gemeinsam. \u201eMein Vater ist mein Mentor\u201c, sagt Jaime, der Agrarwissenschafter ist und sich in dem Bereich auskennt. Doch alles andere hat er von Pep\u00edn gelernt. Der meint : \u201eJaime ist ein Mensch mit viel Wissen. Er kann in die Zukunft blicken. Gott hat ihm eine besondere Gabe gegeben.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_42125\" style=\"width: 377px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42125\" class=\"wp-image-42125\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily3_19-1-500x331.jpg\" alt=\"\" width=\"367\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily3_19-1-500x331.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily3_19-1-770x510.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Garciafamily3_19-1.jpg 937w\" sizes=\"(max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42125\" class=\"wp-caption-text\">Ich hatte keine Zweifel, dass wir es schaffen w\u00fcrden. JAMIE GARC\u00cdA<\/p>\n<\/div>\n<p>Es ist offensichtlich, dass Pep\u00edn jede Minute, die er Seite an Seite mit seinen Kindern arbeitet, genie\u00dft. \u201eEs perfecto\u201c, sagt er. \u201eIch habe ein gutes Verh\u00e4ltnis zu ihnen. Wir sind uns meist einig und reden miteinander.\u201c Jaime f\u00fcgt hinzu, dass es niemanden in der Familie g\u00e4be, der das letzte Wort haben m\u00fcsse. Als Eigent\u00fcmer des Unternehmens w\u00fcrden sie wissen, welche Verantwortung sie tragen. \u201eEs gibt nie Streits. Der Tag, an dem ich ein Problem mit meiner Familie habe, ist der Tag, an dem ich k\u00fcndige.\u201c Janny stimmt ihm nach kurzem \u00dcberlegen zu: \u201eJeder von uns hat seine eigenen Pflichten. Ich w\u00fcrde mich nie bei der Herstellung eines Blends einmischen, denn das ist nicht meine Aufgabe. Mein Bruder kann mir seine Meinung in Sachen Verkaufspersonal sagen, aber ich bin diejenige, die hier die Entscheidungen trifft.\u201c<br \/>Zusammen oder zumindest nahe beieinander zu wohnen spielt immer noch eine gro\u00dfe Rolle in ihrem Leben. Viele Leute fragen sie, warum sie das tun. Die Antwort sei, so Jaime, einfach: \u201eWir genie\u00dfen es. Aber die Familie ist so sehr gewachsen, dass wir umziehen mussten. Es war hart, denn ich war es gewohnt, meine Mutter jeden Morgen zu sehen. Jetzt ist sie nicht mehr da, um mir einen Kaffee zu bringen.\u201c Vielleicht ist es also gut, dass sie zumindest in Nicaragua im selben Haus wohnen. Man will ja nicht alles von heute auf morgen aufgeben. \u201eAls wir das Haus bauten, haben wir darauf geachtet, dass es Zimmer f\u00fcr alle gibt \u2013 sogar f\u00fcr die Enkelkinder\u201c, erz\u00e4hlt Janny.<br \/>Neben Jaime und Janny sind Cousins, Neffen und Tanten beteiligt, und bald wird es eine weitere Generation geben, denn Pep\u00edn und Mar\u00eda haben sieben Enkelkinder. Das Wichtigste sei, so Janny, das Erbe ihres Vaters zu bewahren. \u201eSeine Integrit\u00e4t, Ehrlichkeit, Liebe und Hingabe f\u00fcr das, was er tut, bedeutet alles\u201c, sagt sie und schildert, wie hart er in Kuba arbeitete: \u201eEr stand um 4 Uhr fr\u00fch auf, um in die Fabrik zu gehen und Zigarren zu rollen. Als er nach Hause kam, arbeitete er auf den Feldern, wo er Reis und Bohnen anbaute, damit wir etwas zu essen hatten. Er ging nicht vor Mitternacht ins Bett. Das gibt Ihnen einen Eindruck, wie sehr er sich f\u00fcr seinen Job einsetzt. Genauso sind mein Bruder und ich aufgewachsen. Wir gehen jeden Tag zur Arbeit, selbst wenn wir krank sind. Mein Bruder ist um 7 Uhr in der Fabrik und begr\u00fc\u00dft jeden Mitarbeiter. Das ist das Verm\u00e4chtnis unseres Vaters. So werden wir uns an ihn erinnern, wenn es ihn nicht mehr gibt.\u201c Man d\u00fcrfe nie vergessen, woher man kommt, meint Pep\u00edn. Sie t\u00e4ten das, weil sie das Unternehmen gemeinsam aufgezogen h\u00e4tten, und er k\u00f6nne seinen Kindern nicht mehr viel beibringen. \u201eSie waren gute Sch\u00fcler und wissen nun so ziemlich alles, was ich wei\u00df. Ohne sie h\u00e4tte ich das nie geschafft. Ich h\u00e4tte wohl ein Gesch\u00e4ft gegr\u00fcndet, aber ein kleines, und ich h\u00e4tte nie die Fabrik in Estel\u00ed gebaut. Mir reichte die Fabrik in Little Havana. Ich habe das f\u00fcr die Kinder getan.\u201c \u201eUnd wir wissen es zu sch\u00e4tzen\u201c, versichert Janny. \u201eDas alles wurde durch die Familie erm\u00f6glicht und ist somit f\u00fcr die Familie\u201c, sagt Pep\u00edn abschlie\u00dfend. \u201eIch lasse es in guten H\u00e4nden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Gegensatz zu anderen Familienunternehmen in der Zigarrenbranche sind die Kinder der n\u00e4chsten Generation bei My Father nicht da, um die F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen. Sie waren von Anfang an mit dabei.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":42119,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[6242,25,6165,87,21,13,39,2809],"tags":[6778,1161,1338,590,1339],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42118"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42118"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42118\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42119"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}