{"id":41611,"date":"2021-07-06T12:57:55","date_gmt":"2021-07-06T10:57:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=41611"},"modified":"2021-07-06T12:57:55","modified_gmt":"2021-07-06T10:57:55","slug":"davidoff-beat-hauenstein-vereint-das-beste-aus-zwei-welten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/davidoff-beat-hauenstein-vereint-das-beste-aus-zwei-welten\/","title":{"rendered":"Davidoff: Beat Hauenstein vereint das Beste aus zwei Welten"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_41614\" style=\"width: 295px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-41614\" class=\"wp-image-41614\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory1_20-2-500x334.jpg\" alt=\"\" width=\"285\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory1_20-2-500x334.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory1_20-2-770x514.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory1_20-2.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 285px) 100vw, 285px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-41614\" class=\"wp-caption-text\">Beat Hauenstein versucht sich beim Zigarrenrollen in der Dominikanischen Republik<\/p>\n<\/div>\n<p>Wir z\u00e4hlen Woche f\u00fcnf der COVID-19-Krise in Europa, Mitte April. F\u00fcr gew\u00f6hnlich besuchen wir die Protagonisten der Coverstorys an ihren Wirkst\u00e4tten, um neben den harten Fakten auch Pers\u00f6nliches einzufangen. Durch Reiseverbote und Kontaktbeschr\u00e4nkung ist dieses Mal alles anders. Statt einer Stippvisite im 2017 neu er\u00f6ffneten Headquarter Maison Davidoff in Basel, wo gew\u00f6hnlich etwa 160 Mitarbeiter die internationalen Gesch\u00e4fte des Traditionsunternehmens vorantreiben, treffen wir uns mittels Videokonferenz. Aber trotz 1.000 Kilometer Glasfaserkabel, Router und Internet-Knoten wird mir schnell klar: Seit drei Jahren werden die Geschicke des Basler Zigarrenunternehmens von einem Mann gelenkt, der strategisch und analytisch denkt, Spa\u00df an Zahlen hat, \u00fcber ein extremes Durchhalteverm\u00f6gen und eine gro\u00dfe Leidenschaft f\u00fcr Zigarren verf\u00fcgt.<br \/>\u201eDie Krise hat uns durch die Situation in Asien schon im Januar erreicht, und bereits da haben wir ein Steering Committee etabliert\u201c, erkl\u00e4rt Beat Hauenstein. \u201eWir haben uns darauf fokussiert, unsere gesamte \u201aCrop to Shop\u2018-Wertsch\u00f6pfungskette, die Verf\u00fcgbarkeit der Produkte und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern weltweit sicherzustellen.\u201c<br \/>Was eine m\u00fchsame Flei\u00dfaufgabe seit Jahren hinter den Kulissen bedeutet, zahlt sich jetzt f\u00fcr das Unternehmen aus: Trotz globaler Krise kann Davidoff alle Produkte den Kunden l\u00fcckenlos liefern. Mit der \u201eCrop to Shop\u201c-Mission hat sich das Unternehmen schon vor einigen Jahren strategisch eindeutig positioniert: viele Elemente der Wertsch\u00f6pfungskette selbst kontrollieren, um eine maximale Qualit\u00e4t der Waren und Dienstleistungen vom Anbau der Rohstoffe \u00fcber die Innovation der Blends und zu guter Letzt den Verkauf im globalen Netzwerk in den rund 70 Davidoff Flagship Stores und bei den \u00fcber 700 Vertriebspartnern zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<div id=\"attachment_41617\" style=\"width: 292px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-41617\" class=\"wp-image-41617\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory2_20-2-500x335.jpg\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory2_20-2-500x335.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory2_20-2.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-41617\" class=\"wp-caption-text\">Beat Hauenstein beim Fallschirmspringen<\/p>\n<\/div>\n<p>FLEXIBEL, AGIL UND COMPLIANT<br \/>Als der 52-J\u00e4hrige das Ruder der Firma \u00fcbernahm, war ihm l\u00e4ngst klar, dass neben aller Romantik und Leidenschaft, die beim Zigarrengenuss gerne und leicht mitverkauft werden, f\u00fcr die Zukunft vor allem eines z\u00e4hlt: \u201eMan muss die Komplexit\u00e4t des Gesch\u00e4ftes managen, muss agil und profitabel und compliant, also regelkonform, sein, und das in m\u00f6glichst vielen M\u00e4rkten\u201c, ist Hauenstein \u00fcberzeugt. \u201eDas Premiumzigarrengesch\u00e4ft ist kein signifikanter Wachstums-, sondern ein Verdr\u00e4ngungsmarkt. Dazu kommt, dass wir je nach Land von vielen verschiedenen Regularien betroffen sind\u201c, skizziert er die Lage der Zigarrenindustrie. Daher hat Davidoff seit Jahren in die Flexibilit\u00e4t und Agilit\u00e4t der Versorgungskette und der Gesch\u00e4ftsprozesse investiert, was inzwischen \u2013 neben der Fertigung feinster handgemachter Premiumzigarren \u2013 zur Kernkompetenz des Unternehmens z\u00e4hlt. \u201eWir haben die gesamte Komplexit\u00e4t \u00fcber die ganze Wertsch\u00f6pfungskette im Griff. Wir sind mit unseren Produkten nicht nur in h\u00f6chster Qualit\u00e4t und zu jeder Zeit f\u00fcr jeden Standort verf\u00fcgbar, sondern wir sind auch \u00fcberall regelkonform.\u201c Deshalb ist Oettinger Davidoff auch ein begehrter Vertriebspartner f\u00fcr Boutique-Marken. \u201eHier ist entscheidend, dass der Partner unser Portfolio erg\u00e4nzt und eine hochwertige Marke bietet. Dank unserer Investitionen in die unternehmerischen St\u00e4rken, um die wachsenden Herausforderungen weltweit zu meistern, sind wir zu einer umworbenen Vertriebsplattform geworden\u201c, freut sich der Schweizer.<\/p>\n<div id=\"attachment_41620\" style=\"width: 296px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-41620\" class=\"wp-image-41620\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory3_20-2-500x331.jpg\" alt=\"\" width=\"286\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory3_20-2-500x331.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory3_20-2-770x510.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory3_20-2.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-41620\" class=\"wp-caption-text\">Neuer Davidoff-Shop im Seminole Hard Rock Hotel &amp; Casino in Hollywood<\/p>\n<\/div>\n<p>GOOD NEWS<br \/>Nicht nur das Vertriebsportfolio wird ausgebaut werden \u2013 es gibt schon in naher Zukunft innovative Erweiterungen des hauseigenen Produktportfolios. Im Herbst lanciert Davidoff zwei neue limitierte Vintage-Zigarren: Die Davidoff \u00abSpecial 53\u00bb (eine Perfecto mit dem Ringma\u00df 53, ausschlie\u00dflich aus Tabaken der Dominikanischen Republik gefertigt, also eine Puro Dominicano) und die Davidoff Robusto Intenso mit einem in Ecuador angebauten Habano-Deckblatt und Einlagebl\u00e4ttern aus der Dominikanischen Republik. \u201eBeide Neuheiten sind Neuinterpretationen des legend\u00e4ren Archivs von Tabakmischungen, welches das Unternehmen in den letzten Jahrzehnten aufgebaut hat, und werden von jeweils einem Masterpiece-Humidor begleitet, von denen es weltweit nur acht bzw. zw\u00f6lf St\u00fcck geben wird\u201c, verr\u00e4t der CEO. Nachdem die Marken Davidoff und Avo bereits durch Serien mit Nicaragua- Tabaken bereichert werden, gibt es im Sp\u00e4tjahr auch von Camacho eine Nicaragua-Linie, erh\u00e4ltlich in den Formaten Robusto, Toro und Gran Churchill. Im Winter wird dann das chinesische Jahr mit der Year of the Ox eingel\u00e4utet. \u201eWie der Name des neuen Jahres schon anklingen l\u00e4sst, wird das kein Lancero-Format sein\u201c, lacht Hauenstein verschmitzt. \u201e\u00dcbrigens machen wir momentan mit Online-Tastings und Seminaren durch unsere Davidoff-Ambassadeure f\u00fcr die Zigarren-Community sehr gute Erfahrungen. Diese Consumer Engagements werden wir sicher beibehalten und sogar intensivieren.\u201c Auf digitales Markenerlebnis setzt die Firma seit einigen Jahren. Der Umsatz \u00fcber Online-Shops w\u00e4chst kontinuierlich, im M\u00e4rz durch die Corona-Krise mit einem Plus von 154 Prozent. Neben den USA k\u00f6nnen Kunden auch in Asien, der Schweiz und in Deutschland \u00fcber E-Commerce-Plattformen einkaufen. \u201eWir erkennen im E-Commerce einen klaren Generationenwechsel. Man will verl\u00e4ssliche Informationen zu den Produkten und man will gleichzeitig die Marke erleben k\u00f6nnen. Die Tendenz zum Online-Einkauf kommt klar vom Kunden, diesen Trend haben wir erkannt und werden ihm gerecht\u201c, kl\u00e4rt der Davidoff-Chef auf. Gleichwohl investiert das Unternehmen auch weiterhin in den traditionellen Handel: Im Januar wurde im spektakul\u00e4ren Seminole Hard Rock Hotel &amp; Casino in Hollywood, Florida, ein neues Gesch\u00e4ft inklusive Lounge und 180 Quadratmeter gro\u00dfem Walk-in-Humidor er\u00f6ffnet. In Jinan, China, sperrt im Herbst zudem ein weiteres \u201eDavidoff of Geneva \u2013 since 1911\u201c-Retailgesch\u00e4ft die Pforten auf.<\/p>\n<div id=\"attachment_41622\" style=\"width: 297px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-41622\" class=\"wp-image-41622\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory4_20-2-500x300.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory4_20-2-500x300.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory4_20-2.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-41622\" class=\"wp-caption-text\">Die neue Vintage-Zigarre, die im Herbst lanciert wird: die Davidoff \u00abSpecial 53\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<p>ZWEI WELTEN VEREINEN<br \/>Beat Hauenstein muss nicht nur Zigarrenromantik und die Realit\u00e4t der betrieblichen Kennzahlen unter einen Hut bringen. Er ist zudem t\u00e4glich damit konfrontiert, schweizerische Genauigkeit mit karibischem \u00dcberschwang zu vereinen. \u201eF\u00fcr mich ist das eine perfekte Erg\u00e4nzung, keine Herausforderung\u201c, so Hauenstein. \u201eSchweizer Pr\u00e4zision in Vertrieb und Marketing, kombiniert mit karibischem Know-how in Tabakanbau und Zigarrenherstellung, ist definitiv einer unserer Erfolgsfaktoren. Das Zusammenf\u00fchren der besten Dinge aus zwei Welten macht uns einzigartig.\u201c<br \/>Als er sein Amt antrat, war er bereits 15 Jahre im Betrieb und zeichnete in dieser Zeit f\u00fcr die Informatik und als Chief Operation Officer f\u00fcr die Supply Chain und Produktion verantwortlich. Sein Ziel war von Anfang an, eine tragf\u00e4hige Strategie zu entwickeln und das Unternehmen f\u00fcr die Zukunft zu r\u00fcsten. \u201eStillstand ist ein R\u00fcckschritt. Aber Ver\u00e4nderung bedeutet immer auch Unsicherheit, da man Bestehendes und Liebgewonnenes loslassen muss. Das liegt in der Natur des Menschen. Aber: Man muss einen sinnstiftenden Plan haben und offen kommunizieren, dann nehmen jene, die bereit sind, sich anzupassen, die Ver\u00e4nderungen auch an\u201c, ist Hauenstein fest \u00fcberzeugt. \u201eUnser Team ist motiviert und engagiert und will den langfristigen Erfolg des Unternehmens unterst\u00fctzen und aktiv mitgestalten.\u201c Da der Davidoff-CEO aber nicht nur den Extremsport Fallschirmspringen liebt, sondern auch in der Freizeit als Marathonl\u00e4ufer re\u00fcssiert, hat er f\u00fcr bestehende und kommende Umbr\u00fcche \u2013 externe und interne \u2013 einen langen Atem. Er liebt die Herausforderung, ist beharrlich und gibt nicht auf. \u201eBei allem spielt der Kopf eine wichtige Rolle. Bei gro\u00dfen Projekten, wo auch kulturelle, transformale Aspekte einflie\u00dfen, entscheidet sich der Erfolg oft anhand des Durchhaltens ab der zweiten H\u00e4lfte. Wobei man Durchhalten nicht mit Sturheit verwechseln darf\u201c, best\u00e4tigt er.<\/p>\n<div id=\"attachment_41624\" style=\"width: 284px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-41624\" class=\"wp-image-41624\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory5_20-2-500x333.jpg\" alt=\"\" width=\"274\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory5_20-2-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory5_20-2-770x513.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Coverstory5_20-2.jpg 929w\" sizes=\"(max-width: 274px) 100vw, 274px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-41624\" class=\"wp-caption-text\">Das Maison Davidoff &#8211; der Hauptsitz der Oettinger Davidoff AG in Basel<\/p>\n<\/div>\n<p>Jedenfalls ist Oettinger Davidoff mit Beat Hauenstein, seiner Way Forward-Strategie (Erkl\u00e4rung siehe Seite 45) und der \u201eCrop to Shop\u201c-Philosophie auf einem guten Weg. Trotz Umsatzr\u00fcckgang erreichte das Unternehmen 2019 die finanziellen Ziele und konnte in China, aber auch in Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Spanien, Mittel-\/ Osteuropa, Russland sowie im Nahen Osten und in Afrika wachsen. Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich noch wissen, ob ihm in dieser momentanen Krise ein Leitgedanke hilft? \u201eJa\u201c, best\u00e4tigt Beat Hauenstein, \u201eaber es ist ein Motto, das f\u00fcr mich seit Langem gilt. Es stammt von Winston Churchill: Erfolg ist nicht endg\u00fcltig, Misserfolg ist nicht fatal; das Einzige, was z\u00e4hlt, ist der Mut weiterzumachen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.davidoff.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.davidoff.com<\/a><\/p>\n<p>Copyright Fotos: Oettinger Davidoff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem virtuellen, aber nicht weniger pers\u00f6nlichen Interview befragte Cigar Journal Beat Hauenstein, CEO von Oettinger Davidoff, zum Status QUO des Familienunternehmens. Trotz Krisenstimmung wagte der passionierte Fallschirmspringer einen Blick in die Zukunft. 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