{"id":40837,"date":"2021-06-22T13:00:14","date_gmt":"2021-06-22T11:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=40837"},"modified":"2021-06-29T08:50:35","modified_gmt":"2021-06-29T06:50:35","slug":"rocky-patel-keine-halben-sachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/rocky-patel-keine-halben-sachen\/","title":{"rendered":"ROCKY PATEL &#8211; KEINE HALBEN SACHEN"},"content":{"rendered":"<p>Rakesh \u201eRocky\u201c Patel begeht sein 25-Jahr-Jubil\u00e4um in der Zigarrenbranche nach dem Motto \u201enicht kleckern, sondern klotzen\u201c. Er investiert massiv in Nicaragua, kultiviert dort mittlerweile Connecticut- und Broadleaf-Deckbl\u00e4tter und wird nach dem Ankauf beachtlicher Fl\u00e4chen an Ackerland demn\u00e4chst 845.000 Quadratmeter (120 Manzanas) bewirtschaften. Noch in diesem Jahr ist der Baubeginn einer brandneuen Fabrik in Estel\u00ed geplant, um die Produktion von bisher sieben verstreut gelegenen Geb\u00e4uden auf ein Betriebsgel\u00e4nde zu konzentrieren. Die Kapazit\u00e4t der Fabrik legt er auf bis zu 50.000 Zigarren pro Tag aus, auch wenn er vorerst maximal 25.000 St\u00fcck in Estel\u00ed herstellen will. Die Gesamtleistung aus eigener Erzeugung (Honduras und Nicaragua) samt Lohnfertigung betr\u00e4gt derzeit knapp 80.000 St\u00fcck t\u00e4glich. Allein im Jahr 2018 exportierte Rocky Patel Premium Cigars (RPPC) rund 22,5 Millionen Zigarren in die USA. Rockys Freund und Gesch\u00e4ftspartner Amilcar Perez Castro, der die aus allen N\u00e4hten platzende Tabacalera TaviCusa in Estel\u00ed leitet, hat k\u00fcrzlich ein Nachbarhaus der Fabrik in ein Reifelager umgebaut, wo derzeit rund drei Millionen Zigarren ihrer Lancierung entgegenschlummern. Eine davon ist die neue Linie f\u00fcr die Cigar Smoking World Championship (siehe Infokasten Cigar Portfolio), eine zweite die Zigarre zum 25-Jahr-Jubil\u00e4um von RPPC.<\/p>\n<div id=\"attachment_40827\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-40827\" class=\"wp-image-40827 size-medium\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory3_20-1-500x333.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory3_20-1-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory3_20-1.jpg 681w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-40827\" class=\"wp-caption-text\">Zus\u00e4tzlich zu den Farmen in Nicaragua \u00fcberlegt Rocky Patel auch Land in Honduras zu kaufen. Hier in seiner Fabrik El Para\u00edso<\/p>\n<\/div>\n<p>All dies sind keine zaghaften Wachstumsschritte. Hier gibt jemand richtig Gas, und das in Zeiten, in denen viele die Zigarrenzukunft gar nicht rosig sehen. Bei Gespr\u00e4chen unter Kollegen und Brancheninsidern herrscht stets die Meinung vor, dass Rocky Patel sein Unternehmen, das in 189 L\u00e4nder liefert, zur maximalen Gewinnoptimierung vorbereiten und zum bestm\u00f6glichen Zeitpunkt ver\u00e4u\u00dfern w\u00fcrde. Nach dem Gespr\u00e4ch zu dieser Story bin ich allerdings \u00fcberzeugt davon, dass dies entweder nicht seine Intention oder zumindest nicht der richtige Zeitpunkt ist. \u201eEs gab ehrlich gesagt noch kein ernsthaftes Angebot\u201c, wischt Rocky die Spekulationen weg. \u201ePlaudereien ja, aber ein solides Gebot? Nein.\u201c Sein Unternehmen Rocky Patel Premium Cigars ist hervorragend aufgestellt. Es rangiert nach Einsch\u00e4tzungen des Eigent\u00fcmers unter den besten f\u00fcnf bis zehn Prozent, gemessen am EBITDA1), und unter den f\u00fcnf bis sechs umsatzst\u00e4rksten Zigarrenunternehmen Amerikas. Was die Zulassung bzw. Registrierung bestehender Tabakmischungen betrifft: mit mehr als 2.500 Blends in Bestandsgarantie gilt Rocky als \u201eK\u00f6nig\u201c in der Branche. \u201eWir haben unser Blend-Portfolio mal an einer riesigen Wand aufgelistet. Es erinnerte mich irgendwie an den Film Genie und Wahnsinn [A Beautiful Mind]\u201c, lacht er. \u00dcber die Zulassung dieser Blends braucht er sich keine Sorgen machen. Dass die FDA2) aber verpflichtende Tests (Inhaltsstoffe, Rauch, chemische Analysen etc.) durchdr\u00fccken k\u00f6nnte, erf\u00fcllt ihn mit Schrecken. Diese Prozeduren k\u00f6nnten ihn bis zu 66 Millionen US-Dollar kosten, hat er ausgerechnet. \u201eDas w\u00fcrde viele Hersteller ihre Existenz kosten. Und wir m\u00fcssten etliche Linien aus dem Angebot nehmen.\u201c Bekanntlich ist Rocky Patel einer der engagiertesten K\u00e4mpfer gegen derlei \u00fcberbordende Regulierungen. Gerichtliche Klagen dagegen sind anh\u00e4ngig, und der ehemalige Rechtsanwalt verbringt zu seinem Bedauern mehr Zeit mit Lobbying als bei den Kunden.<\/p>\n<div id=\"attachment_40805\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-40805\" class=\"wp-image-40805 size-medium\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory2_20-1-500x393.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory2_20-1-500x393.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory2_20-1.jpg 715w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-40805\" class=\"wp-caption-text\">Im Januar 2020 wurde die neue Wettbewerbszigarre f\u00fcr die Cigar Smoking World Championship lanciert<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eDie jetzige Situation ist mehr als unbefriedigend. Solang es keine endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber die Befugnisse der FDA gibt, f\u00e4hrt die gesamte Branche wie am Pannenstreifen. Stell dir vor, die Beh\u00f6rde verh\u00e4ngt ein Parkverbot, aber niemand legt fest, wo man nicht parken darf\u201c, sch\u00fcttelt Rocky den Kopf. Und er f\u00fchrt an, dass es am amerikanischen Zigarrenmarkt 55.000 Artikel gibt. Die FDA w\u00fcrde Jahrzehnte ben\u00f6tigen, um die geplanten Tests f\u00fcr all diese Zigarren abzuarbeiten. Die Art und Weise, wie das Amt sich der Thematik Premiumzigarren widmet, kommt ihm vor, als w\u00fcrde man einen Installateur entsenden, um die Rakete eines Raumschiffs zu inspizieren.<\/p>\n<p>\u201eJa, wir planen weiteres Wachstum und investieren weiterhin &#8230; m\u00f6glicherweise bald auch in eigene Farmen in Jamastr\u00e1n [Honduras]\u201c, legt Rocky Patel seine langfristigen Pl\u00e4ne offen. Er mag leere Ank\u00fcndigungen nicht und schr\u00e4nkt gleich ein: \u201eIch m\u00f6chte mich aber zun\u00e4chst auf Eigenmarken konzentrieren. Daf\u00fcr treiben wir die interne Integration voran, erweitern also die eigene Tabakproduktion. Plus: wir kaufen so viel wie m\u00f6glich Top-Tabake wie Jamastr\u00e1n-Deckbl\u00e4tter, Pennsylvania Broadleaf, Connecticut Broadleaf, Connecticut Shade, Ecuador Sumatra und Cameroon von gro\u00dfartigen Produzenten, darunter A.S.P., Meerapfel, Oliva Tobacco, Plasencia etc. Die ben\u00f6tigen wir f\u00fcr weitere Limited und Special Editions wie A.L.R.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_40817\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-40817\" class=\"wp-image-40817 size-medium\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory4_20-1-500x282.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory4_20-1-500x282.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory4_20-1-770x434.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory4_20-1.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-40817\" class=\"wp-caption-text\">Ein Blick in den begehbaren Humidor der Burn-Lounge in Atlanta, Georgia<\/p>\n<\/div>\n<p>Vor allem Connecticut Broadleaf ist laut Rocky Patel derzeit weltweit Mangelware, weil der Bedarf seitens der Cannabis-Industrie erheblich gestiegen ist. Rocky gibt offen zu, dass seine Sun Grown Maduro bald f\u00fcr ein halbes Jahr nicht lieferbar sein wird, eben aus diesem Grund. \u201eEs ist derzeit wirklich schwierig, die Lager aufzuf\u00fcllen. Du wei\u00dft ja nicht, welche Blends schlussendlich abheben, brauchst aber gen\u00fcgend Bestand, um gewappnet zu sein\u201c, plaudert er aus der Schule. Obwohl Rocky Patel sicher 80 bis 100 Eigenmarken besitzt, schielt er zumindest vorsichtig auch auf den Zukauf anderer. \u201eIch m\u00f6chte noch nicht konkret dar\u00fcber sprechen. Aber ich habe das am Radar. Akquisitionen passieren mitunter rasch\u201c, f\u00fchrt er kryptisch an.<\/p>\n<p>BURN BY ROCKY PATEL<br \/>Neben seinen Wachstumsbestrebungen als Zigarrenhersteller legt sich Rocky Patel auch als Gastronom gewaltig ins Zeug. Seine erste Burn by Rocky Patel-Lounge in Naples, Florida, hat er vor zehn Jahren er\u00f6ffnet. Die zweite \u2013 in Pittsburgh \u2013 folgte 2018. Danach \u00f6ffneten die T\u00fcren Schlag auf Schlag in Oklahoma City (hier kommt im Sommer 2020 eine Rooftop-Bar hinzu), Atlanta und Indianapolis. F\u00fcnf Locations reichen ihm aber nicht. Rocky ist auf der Suche nach weiteren Standorten in Nashville, Houston, Dallas, Las Vegas &#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_40824\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-40824\" class=\"wp-image-40824 size-medium\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory5_20-1-500x281.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"146\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory5_20-1-500x281.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory5_20-1-770x433.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory5_20-1.jpg 980w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-40824\" class=\"wp-caption-text\">Jede Burn-Lounge erhebt den Anspruch, die beste Bar der Stadt zu sein. Ein Blick in die Lounge in Pittsburgh, Pennsylvania<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eBurn ist ein Konzept, das sich an die Millennials richtet. Diese Generation hat die Ressourcen, um das Leben zu genie\u00dfen. Wir konnten uns in unserer Jugend kaum ein Bier kaufen, aber heute sind die jungen Leute gl\u00fccklicherweise in der Lage, sich Luxus wie Whiskys oder Zigarren leisten zu k\u00f6nnen. Unsere Burn-Lounges sind einfach die besten Bars in den jeweiligen St\u00e4dten. Basta.\u201c Tats\u00e4chlich sind die Lokale durchdacht bis ins Detail, bestechend im Design, anspruchsvoll und elegant. Vier Millionen US-Dollar und mehr steckt Rocky in jeden Betrieb, um Spitzenklasse in Ambiente, Angebot und Service zu bieten. Und er hat damit ins Schwarze getroffen. Angeblich machen die einzelnen Betriebe an Abenden gegen Ende der Woche locker 20.000 Dollar Umsatz. Allein die Lounge in Naples verkaufte im Vorjahr Zigarren im Wert von 800.000 Dollar; die Investition war nach zweieinhalb Jahren eingespielt.<\/p>\n<p>ERFOLG HAT EINEN PREIS<br \/>Den Erfolg hat sich Rocky Patel, der neben seinem Bruder Nish Patel und seinem Cousin Nimish Desai Haupteigent\u00fcmer von RPPC ist, hart erarbeitet: \u201eDer Preis ist Verzicht\u201c, gibt der Workaholic zu bedenken. \u201eVerzicht auf Familie, Freunde, Beziehungen &#8230; ein Leben in Autos, auf Flugh\u00e4fen, in Flugzeugen und Hotelzimmern \u2013 das muss man erst durchdr\u00fccken.\u201c Und aushalten. In den vergangenen sechs Jahren hat er seinen Alltag drastisch umgestellt. Er isst viel ges\u00fcnder, steht fast t\u00e4glich um sieben Uhr im Fitnessstudio und bem\u00fcht sich um <br \/>Work-Life-Balance. Golf, Wasserski, Alpinski, Football und Basketball geh\u00f6ren zu seinen bevorzugten Sportarten. Manchen seiner Mitarbeiter \u2013 ebenso wie Nish und Nimish \u2013 hat er mit seiner Vorbildwirkung schon auf eine ges\u00fcndere Bahn gebracht. Rocky macht sich sogar die M\u00fche, f\u00fcr seinen Mitarbeiterkreis im Hauptquartier in Bonita Springs Mittagessen zu kochen. \u201eJa, ich liebe es zu kochen\u201c, verspr\u00fcht der Noch-F\u00fcnfziger Begeisterung. \u201eOft stehe ich an Sonntagen stundenlang in der K\u00fcche und bereite Lunch f\u00fcr die n\u00e4chsten B\u00fcrotage vor.\u201c Eines seiner Lieblingsgerichte ist persisches Tandoori-Huhn, mariniert in Safran, Zwiebel, Knoblauch, Zitrone, griechischem Joghurt und Gurke. Nat\u00fcrlich kocht er aufgrund seiner Wurzeln auch gern indisch. Und als Hobbyfischer bringt er nicht selten Grouper, Yellowtail, Snapper oder Kingfish aus dem Golf von Mexiko mit. Seine Leidenschaft f\u00fcrs Kochen hat ihn zum Blenden von Zigarren gebracht. Rocky liebt es zu experimentieren, in der K\u00fcche genauso wie im Tabaklager.<\/p>\n<div id=\"attachment_40821\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-40821\" class=\"wp-image-40821 size-medium\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory1_20-1-500x272.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"141\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory1_20-1-500x272.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory1_20-1-770x418.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Coverstory1_20-1.jpg 834w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-40821\" class=\"wp-caption-text\">Mit seinem Team ist Rocky Patel nicht nur zu B\u00fcrozeiten beieinander, sondern oft auch an Abenden, Wochenenden und Feiertagen. V. l. n. r.: Hamlet Paredes, Nish und Rocky Patel, Nimish Desai<\/p>\n<\/div>\n<p>Eines bringt Rocky Patel nicht und nicht zustande: Nichtstun. Er kann sich gar nicht vorstellen, auf der Couch zu liegen, in den Fernsehapparat zu starren oder sonst wie unt\u00e4tig herumzuh\u00e4ngen. Auch verbringt Rocky seine Zeit lieber mit Menschen als allein. Mit seinem Team ist er nicht nur zu B\u00fcrozeiten beieinander, sondern oft auch an Abenden, Wochenenden und Feiertagen. \u201eIrgendwie funktioniert das Unternehmen eher wie eine eingeschworene Bruderschaft als eine straffe Organisation\u201c, bemerkt er stolz. Nach einer kurzen Gedankenpause und einem Zug an seiner A.L.R. beugt er sich kurz vor und sagt: \u201eWenn ich von einer Gesch\u00e4ftsreise nach Hause komme, schie\u00dft es mir manchmal ein, dass ich nicht viele Freunde im privaten Kreis habe. Meine Freunde sind auch Gesch\u00e4ftsfreunde und rund um die Welt verstreut. Zuhause ist mein Team der Freundeskreis.\u201c Auf meine Frage, wie er dann mit seinen Mitarbeitern\/Freunden umgeht, wenn Dinge schieflaufen, antwortet er: \u201eIch kann durchaus auch laut werden, aber das dauert nicht lang. Wichtig ist, dass wir aus unseren Fehlern lernen. Insgesamt bin ich ein hoffnungsloser Romantiker, was Loyalit\u00e4t betrifft.\u201c In seinem engeren Kreis sind fast alle \u2013 wie er selbst \u2013 Quereinsteiger, die in anderen Branchen arbeiteten, aber durch die Leidenschaft zur Zigarre zueinandergefunden haben: Nimish Desai (Vice President of Operations) war im Telemarketing besch\u00e4ftigt, Nish Patel (Exe- cutive Vice President und das \u201eSchweizer Messer\u201c bei RPPC) in der Papierindustrie; Christopher Mey (International Sales) war fr\u00fcher an einer Technischen Universit\u00e4t t\u00e4tig, Rob Rimes (Senior Creative Director) besch\u00e4ftigte sich mit Video Games. Nur Dave Bullock (Vice President of Sales) und Hamlet Paredes (Master of Tobacco) hatten einschl\u00e4gige Berufserfahrung. Mit Genugtuung verweist Rocky darauf, dass alle Arbeiten im eigenen Haus erledigt werden, vom Design bis hin zum Vertrieb. Allerdings findet er es angezeigt, bald ein Zentrallager f\u00fcr Europa einzurichten. Eine solche Einrichtung kann und will RPPC nicht selber betreiben. Er ist mit dem slowakischen Gro\u00dfh\u00e4ndler MY &amp; MI s.r.o. im Gespr\u00e4ch, der die Belieferung europ\u00e4ischer M\u00e4rkte auch f\u00fcr andere gro\u00dfe Hersteller organisiert. Die Auslagerung des Europa-Vertriebs wird die Verf\u00fcgbarkeit der Marken deutlich verbessern und beschleunigen. Rocky Patel \u00fcberschl\u00e4gt sich mit Ideen f\u00fcr die Zukunft: neue Fabrik, mehr Farmen, noch mehr <br \/>Burn-Lounges &#8230; aber damit nicht genug. Er experimentiert zurzeit intensiv mit Whisky und Champagner. Ein Blended Whisky und ein Single Barrel Scotch sind schon weit gediehen und fast fertig zur Abf\u00fcllung \u2013 nat\u00fcrlich unter dem Markendach Rocky Patel; die Trademarks sind bereits registriert. Auch sein Einstieg in die Cigar Smoking World Championship unterstreicht sein Bem\u00fchen um neue Marketingstrategien, neue M\u00e4rkte, neue Konsumenten und Freunde (siehe auch S. 96\/97). Vergessen wir nicht, dass er vor 25 Jahren mit gerade einmal 150.000 Zigarren begonnen hat. Rocky Patel kleckert nicht, er klotzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rockypatel.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.rockypatel.com<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Copyright Fotos: <em>Rocky Patel Cigars, Mammoth Studio\/Justin Sicard<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rakesh \u201eRocky\u201c Patel begeht sein 25-Jahr-Jubil\u00e4um in der Zigarrenbranche nach dem Motto \u201enicht kleckern, sondern klotzen\u201c. 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