{"id":34486,"date":"2020-03-31T09:51:39","date_gmt":"2020-03-31T07:51:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=34486"},"modified":"2020-03-31T09:51:39","modified_gmt":"2020-03-31T07:51:39","slug":"the-tobacco-man","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/the-tobacco-man\/","title":{"rendered":"The Tobacco Man"},"content":{"rendered":"<p>Alejandro Turrent ist stets mit einer Zigarre im Toro-Format zwischen seinen perlwei\u00dfen Z\u00e4hnen und einem Grinsen anzutreffen. Er z\u00e4hlt zu jenen Zigarrenmachern, die einem mit einem Augenzwinkern begegnen \u2013 \u201cquick with a joke or to light up your smoke\u201d, wie es in Billy Joels gro\u00dfartigem Song <em>Piano Man<\/em> hei\u00dft.<\/p>\n<p>Doch ich sehe auch, wie er sich ernsthaft dem Tabak widmet, im tiefsten, dunkelsten Zigarrenland Mexikos, wenn er in seinem Element ist: umgeben von Bl\u00e4ttern, die er sortiert und an denen er riecht, mit an Fledermausfl\u00fcgel erinnernden Wrappern in seinen H\u00e4nden, die er aus ihrem Schlummer in den Dachvorspr\u00fcngen alter Trockenscheunen erweckt. Denn er hat sich mit Leib und Seele dem Zigarrentabak verschrieben, und ein paar Tage mit ihm in San Andr\u00e9s zu verbringen, ist ein seltenes Privileg.<\/p>\n<p>\u201eDie Leute haben eine falsche Vorstellung von mexikanischem Tabak\u201c, erz\u00e4hlt er mir eines Morgens bei einem tintenfischschwarzen Kaffee in einem sonnendurchfluteten Caf\u00e9 am Stra\u00dfenrand, wo wir auf dem langen Weg zu den Plantagen zum Fr\u00fchst\u00fcck angehalten haben. Nat\u00fcrlich gibt es Gallo Pinto \u2013 Reis und Bohnen, die Hauptnahrung aller Zigarrenpilger in mehreren spanischsprachigen L\u00e4ndern \u2013 und gar nicht schlechte Huevos Rancheros (\u201eEier nach Farmer-Art\u201c), die uns f\u00fcr einen langen Tag in der gl\u00fchenden Hitze und Feuchtigkeit der leicht zitternden Bl\u00e4tter r\u00fcsten.<\/p>\n<p>\u201eIch habe Leute \u00fcber die mangelnde Komplexit\u00e4t des mexikanischen Tabaks reden h\u00f6ren; er sei zu erdig, zu grasig.\u201c Er schl\u00e4gt entsetzt die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammen. \u201eGlauben Sie mir, die haben nicht den richtigen Tabak probiert\u201c, knurrt er. Dann bricht die Sonne durch die Wolken, und sein Augenzwinkern und L\u00e4cheln kehren zur\u00fcck. \u201eSie werden gleich sehen, was ich meine!\u201c<\/p>\n<p>Und das tue ich. Casa Turrent wurde von Alejandros Vorfahren zu einem beeindruckenden multinationalen Tabakh\u00e4ndler ausgebaut. Es handelt sich um eine der \u00e4ltesten Tabak-Familiendynastien der Welt, die bis in das Jahr 1880 zur\u00fcckgeht. Sein Vater, Alberto Turrent IV., ist ein ebenso raffinierter Gesch\u00e4ftsmann wie freundlicher Gastgeber. In seinem sch\u00f6nen Zuhause genie\u00dfen wir unter dem Sternenhimmel dieser lauen Nacht gereifte mexikanische Zigarren mit gutem Tequila und reden \u00fcber gute Zeiten, alte Zeiten und was als n\u00e4chstes kommt.<\/p>\n<p>Ich finde, dass der mexikanische San Andr\u00e9s Maduro-Wrapper, den ich w\u00e4hrend meiner \u201eSafari\u201c verkoste, zu den besten seiner Art z\u00e4hlt. Dieses Deckblatt wird weltweit gekauft und verkauft und in vielen Master Blends verwendet, aber die Turrents haben erst in den letzten Jahren begonnen, sich selbst zu loben.<\/p>\n<p>\u201eDas Problem ist, dass eventuell ein Teil des Tabaks, den Leute gekostet haben und von dem sie wissen, dass er aus Mexiko stammt, nicht von h\u00f6chster Qualit\u00e4t war\u201c, meint Alejandro. \u201eVielleicht haben sie nur eine Art von Bl\u00e4ttern geraucht \u2013 etwa Seco oder Volado im gleichen Stadium der Fermentation \u2013 und es fehlte ihnen an Ausgewogenheit, an Komplexit\u00e4t. Unser Tabak, Negro San Andr\u00e9s und Criollo San Andr\u00e9s, hat organoleptische Eigenschaften, die \u2013 selbst wenn nur eine Sorte in der Zigarre verwendet wird \u2013 f\u00fcr eine erstaunliche Komplexit\u00e4t sorgen. Dazu kommt, dass wir beim Blend unterschiedliches Saatgut und verschiedene Bl\u00e4tter von mehreren Farmen sowie diverse Fermentierungsgrade verwenden k\u00f6nnen, um den reichen, vollen und komplexen Geschmack zu erzielen, der unseren Tabak besser repr\u00e4sentiert.\u201c<\/p>\n<p>Stellen Sie sich bei einigen der feinsten Casa Turrent-Zigarren tiefe, dunkle Aromen vor, einen Geschmack von salzigem Kakao und verkohltem Holz, und Sie werden sehen, warum jene, die den richtigen Riecher haben, das Familienunternehmen nicht nur f\u00fcr seine tollen Blend-Zutaten f\u00fcr erstklassige handgerollte Zigarren ausweisen, sondern diese auch als Puros bezeichnen. Casa Turrents sind in \u00fcber 50 L\u00e4ndern weltweit erh\u00e4ltlich und das Unternehmen verkauft Bl\u00e4tter \u2013 f\u00fcr zahlreiche Anwendungen \u2013 an viele weitere.<\/p>\n<p>Da sich Farmen, Felder, Fabriken, Kistenherstellung und mehr sozusagen \u201eunter einem Dach\u201c befinden, ist das Unternehmen durchaus in einer vorteilhaften Position, um die vertikale Integration in weiteren Profit und eine gr\u00f6\u00dfere Markenbekanntheit umzuwandeln.<\/p>\n<p>\u201eIch bin sehr stolz auf das Erbe und die jahrhundertelange Erfahrung meiner Familie und m\u00f6chte, dass mehr Leute davon erfahren\u201c, sagt Alejandro, nun wieder mit einer Toro zwischen und einem L\u00e4cheln auf den Lippen. \u201eEs ist eine aufregende Zeit f\u00fcr uns. Wir wollen nat\u00fcrlich, dass mehr Menschen unseren Tabak probieren und sehen, dass er sich behaupten kann. Wir glauben, dass er so gut ist wie jeder andere auf der Welt und besser als viele andere.<\/p>\n<p>Zum Abschluss erlaube ich mir, eine weitere Zeile aus Billy Joels Song zu zitieren und umzuformulieren, die Alejandro einfach perfekt beschreibt: \u201eSing us a song, you\u2019re the <em>tobacco<\/em> man.\u201c Genau das ist er und dabei voll in seinem Element.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alejandro Turrent ist stets mit einer Zigarre im Toro-Format zwischen seinen perlwei\u00dfen Z\u00e4hnen und einem Grinsen anzutreffen.<\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":34487,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[13,1,39,2809],"tags":[1955,2483],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34486"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34486"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34486\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}