{"id":3447,"date":"2014-12-15T15:05:24","date_gmt":"2014-12-15T14:05:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cigartrophy.com\/?p=3447"},"modified":"2015-05-04T18:08:40","modified_gmt":"2015-05-04T16:08:40","slug":"ein-tag-im-leben-von-rafael-barrera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/ein-tag-im-leben-von-rafael-barrera\/","title":{"rendered":"Ein Tag im Leben von Rafael Barrera"},"content":{"rendered":"<p>Es ist stockdunkel, als ich um sechs Uhr morgens bei Rafael Barrera in Tamboril, einem Vorort von Santiago, eintreffe. Die Stra\u00dfe, die zu seinem Haus fu\u0308hrt, ist gerade und die Seitenstra\u00dfen deuten auf ein laufendes Wohnbauprojekt hin, das nur langsam voranzuschreiten scheint. Sein Haus ist das einzige, das man hier findet, wa\u0308hrend die meisten anderen Grundstu\u0308cke entlang der Stra\u00dfe eine dichte, wilde Vegetation aufweisen. Hin und wieder kommt ein Motorrad vorbei sowie einige Fu\u00dfga\u0308nger, die auf dem Weg zur Arbeit sind.<\/p>\n<p>Es gibt keine Stra\u00dfenbeleuchtung, und so stammt das Licht, das auf ihre Gesichter sowie die umliegenden Palmen und Bananenstauden auf den Grundstu\u0308cken von Barreras ku\u0308nftigen Nachbarn fa\u0308llt, einzig vom Mond und der Beleuchtung seines Hauses \u2013 mit Abstand das nobelste Zuhause eines Tabakarbeiters, das ich je gesehen habe.<\/p>\n<div id=\"attachment_3464\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-at-factory-one-day.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3464\" class=\"size-medium wp-image-3464\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-at-factory-one-day-500x375.jpg\" alt=\"torcedor rafael barrera la flor domenicana rolling at factory one day\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-at-factory-one-day-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-at-factory-one-day-770x577.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-at-factory-one-day-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-at-factory-one-day.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3464\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Dafu\u0308r gibt es eine Erkla\u0308rung: Vor einem Jahr unterzeichnete sein damals 18-ja\u0308hriger Sohn Lui\u0301s einen 450.000 Dollar schweren Vertrag mit dem Major-League-Baseballteam Oakland Athletics. \u201eDas hat unser Leben grundlegend vera\u0308ndert\u201c, meint Rafael. \u201eWir wohnen jetzt viel komfortabler.<\/p>\n<p>Fru\u0308her lebten wir gemeinsam mit meiner Mutter in dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin, aber jetzt haben wir dieses hier.\u201c Rafael kaufte das Haus vor einem Jahr und lebt hier mit seiner Frau Miledys Herrera und seinen drei Kindern, darunter auch Lui\u0301s, der sich zur Zeit aber in einem Trainingscamp seines neuen Arbeitgebers aufha\u0308lt.<\/p>\n<p>Als wir das Haus verlassen und uns auf den fu\u0308nfminu\u0308tigen Weg zur Arbeit machen, ku\u0308ndigt ein rosa bis ro\u0308tlicher Lichtschimmer am Horizont den Sonnenaufgang an. In der Ferne bellen die Hunde und kra\u0308hen die Ha\u0308hne und das Wetter ist angenehm. Wir spazieren eine Stra\u00dfe hinunter: Auf der einen Seite befindet sich eine aufgelassene, u\u0308berwachsene Industrieba\u0308ckerei, auf der anderen ein von einer langen, grauen Mauer mit Stacheldraht umgebener Baumarkt. Wir biegen rechts auf die Hauptstra\u00dfe der Stadt ab, und als wir uns der Fabrik <strong>La Flor Dominicana<\/strong> na\u0308hern, sehen wir immer mehr Leute, die idente schwarze Firmen-T-Shirts mit dem Aufdruck \u201eCrew\u201c auf der Ru\u0308ckseite tragen, aus Minibussen aussteigen oder auf Motorra\u0308dern vorbeifahren.<\/p>\n<h4>Es braucht Zeit und Charakterst\u00e4rke, so eine Zigarre herzustellen.<\/h4>\n<p>In der Arbeit tragen selbst Firmenpra\u0308sident <strong>Litto Go\u0301mez<\/strong> und sein Sohn und Vizepra\u0308sident <strong>Antonio Go\u0301mez<\/strong> solche T-Shirts. Es ist ein wahrlich familia\u0308r gefu\u0308hrtes Unternehmen mit gro\u00dfem Herz. \u201eViele meiner Arbeitskollegen wohnen in der Na\u0308he von mir und so treffen wir uns oft au\u00dferhalb der Arbeit auf ein Bier oder gehen gemeinsam Essen\u201c, erza\u0308hlt Barrera. Es u\u0308berrascht wohl nicht, dass sich viele der Gespra\u0308che bei diesen Zusammenku\u0308nften um Zigarren drehen.<\/p>\n<p>\u201eWir reden daru\u0308ber, welche Zigarre wir gerade machen, und wie, denn es kann ja sein, dass wir an den gleichen Zigarren arbeiten. Aber wir sprechen sehr wohl auch u\u0308ber andere Dinge\u201c, sagt er lachend. Das familia\u0308re Miteinander tritt noch deutlicher zum Vorschein, als ich erfahre, dass Litto Go\u0301mez auch entscheidend zu Lui\u0301s\u2019 athletischem Erfolg beigetragen hat. \u201eEr half mir sehr was meine Buben betrifft. Ich ha\u0308tte das nie alleine geschafft. Wann immer ich ihn auch fragte, ob er mir mit Sportausstattung oder dergleichen helfen kann, tat er das. Nicht ein einziges Mal hat er mich abgewiesen. Und ich hab ihn oft um Hilfe gebeten.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_3467\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-mysterioso-one-day.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3467\" class=\"size-medium wp-image-3467\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-mysterioso-one-day-500x374.jpg\" alt=\"torcedor rafael barrera la flor domenicana rolling mysterioso one day\" width=\"260\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-mysterioso-one-day-500x374.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-mysterioso-one-day-770x576.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-mysterioso-one-day-600x449.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-rolling-mysterioso-one-day.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3467\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>La Flor Dominicana ero\u0308ffnete seine Fabrik in Tamboril im Jahr 1996. Die Einrichtungen sind offen und voller Licht, und im Zentrum dieses ehemaligen Nachtclubs befindet sich nach wie vor die achteckige Tanzfla\u0308che mit ihrer pyramidenfo\u0308rmigen Glasdecke \u2013 nunmehr gefu\u0308llt mit Zigarrenkisten sowie Sesseln und einem Tisch, auf dem einer der allgegenwa\u0308rtigen riesigen Aschenbecher steht. Rafael wird sein Platz fu\u0308r den heutigen Tag zugewiesen und nachdem er eingestempelt hat, holt er seinen Sessel und sein Werkzeug vom gestrigen Arbeitsplatz.<\/p>\n<p>Die Aufseher gehen herum und schu\u0308tteln jedem einzelnen Angestellten die Hand, und selbst wenn die Uhr noch nicht Sieben geschlagen hat, wird bereits an Zigarren gearbeitet. Mir fa\u0308llt sofort auf, dass Rafael sehr schnell und ernsthaft arbeitet. \u201eDie Geschwindigkeit ha\u0308ngt davon ab, welche Zigarre man macht\u201c, erkla\u0308rt er. \u201eIch mache sechs oder sieben verschiedene und meine <strong>Spezialita\u0308t ist die<\/strong> <strong>Mysterioso<\/strong>, die komplizierter als die meisten anderen Zigarren ist. Ein Kollege und ich sind die einzigen hier, die das ko\u0308nnen und es braucht Zeit und Charaktersta\u0308rke, so eine Zigarre herzustellen.\u201c Um acht Uhr ist es Zeit fu\u0308rs Fru\u0308hstu\u0308ck. Als die Sirene erto\u0308nt, glaubt man fast, Fred Feuerstein ko\u0308nnte jeden Moment u\u0308ber den Schwanz des Dinosauriers hinunterrutschen.<\/p>\n<h4>Es ist ein wahrlich famili\u00e4r gef\u00fchrtes Unternehmen mit gro\u00dfem Herz.<\/h4>\n<p>Manche der Angestellten gehen den kurzen Weg bis zur Hauptstra\u00dfe, andere essen, was sie von zu Hause mitgebracht haben, aber die meisten, darunter auch Rafael, schlagen den noch ku\u0308rzeren Weg zu einem kleinen Imbissstand auf der gegenu\u0308berliegenden Stra\u00dfenseite der Fabrikstore ein und bestellen tostada (Toast) und einen frischen Fruchtsaft. Zu Mittag isst er jedoch oft zu Hause und entspannt. \u201eNormalerweise mache ich ein halbstu\u0308ndiges Nickerchen, bevor ich nach der Mittagspause zur Arbeit zuru\u0308ckkehre. Es ist wirklich angenehm, so nahe bei der Fabrik zu wohnen\u201c, meint er mit einem zufriedenen La\u0308cheln.<\/p>\n<p>Der heute 38-ja\u0308hrige Rafael arbeitet seit 16 Jahren bei La Flor Dominicana, also fast von Beginn an. Davor war er in einer Teigwarenfabrik bescha\u0308ftigt. \u201eIch war sieben oder acht Jahre alt, als ich dort begann, hatte mit Mehl zu tun und tat das, bis ich 14 oder 15 war.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_3471\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-with-mother-one-day.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3471\" class=\"size-medium wp-image-3471\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-with-mother-one-day-500x665.jpg\" alt=\"torcedor rafael barrera la flor domenicana with mother one day\" width=\"260\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-with-mother-one-day-500x665.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-with-mother-one-day-600x798.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-with-mother-one-day.jpg 769w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3471\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Danach bekam er einen Job bei einer kleinen Schweizer Zigarrenfabrik. \u201eTabak ist die gro\u0308\u00dfte Industrie hier. Mein Vater machte zwar keine Zigarren, aber er war ebenfalls in der Branche ta\u0308tig, na\u0308mlich im Wartungsbereich, und ich habe zwei Bru\u0308der, die in anderen Fabriken arbeiten.<\/p>\n<p>Mein dritter Bruder, der inzwischen gestorben ist, hat auch Zigarren gemacht. Es ist eine Stadt des Tabaks und so habe ich mich diesem gewidmet.\u201c Nach ein paar Jahren in der Schweizer Fabrik begann Barrera fu\u0308r Fuente zu arbeiten, wo er zwei Jahre bescha\u0308ftigt war, bevor er im Alter von 21 zu La Flor Dominicana wechselte.<\/p>\n<p>\u201eEiner meiner Bru\u0308der arbeitete hier und ich kannte den Boss, also sagte ich, dass ich auch gerne hier arbeiten wu\u0308rde und sie gaben mir die Chance, das zu tun. Fu\u0308r mich ist das viel besser, denn zur Fabrik Fuente sind es 40 Minuten mit dem Bus. Und au\u00dferdem sind wir hier wie eine gro\u00dfe Familie.\u201c<\/p>\n<p>Alles in allem ist er glu\u0308cklich u\u0308ber die Wahl seines Arbeitsplatzes und seine Karriere. \u201eWir sind hier krankenversichert und manche von uns verdienen besser als einige Leute mit Hochschulbildung. Du kannst einen akademischen Titel haben und trotzdem nicht mehr als 20.000 Pesos (etwa USD 460,-) pro Monat verdienen, und manche von uns bekommen mehr als das.\u201c<\/p>\n<p>Viertel nach vier ist der Arbeitstag zu Ende und wir kehren in sein voru\u0308bergehend leeres Haus zuru\u0308ck. Die Kinder sind noch nicht von der Schule zuru\u0308ck und seine Frau, ebenfalls eine Zigarrenrollerin, ist auch noch nicht von der Arbeit nach Hause gekommen. Sie ist in einer Fabrik namens Dominica Believe bescha\u0308ftigt. \u201eEs ist eine kleine Fabrik, deren Besitzer urspru\u0308nglich mit mir bei La Flor Dominicana arbeitete. Miledys und ich haben uns bei Fuente kennengelernt, als wir beide dort angestellt waren.\u201c<\/p>\n<h4>Unser Leben hat sich grundlegend ver\u00e4ndert.<\/h4>\n<p>Dies verdeutlicht einmal mehr die Intimita\u0308t der Zigarrenwelt von Tamboril, und als ich sie zu einem spa\u0308teren Zeitpunkt frage, ob es Rivalita\u0308t zwischen ihnen gibt, antworten sie mit einem ausweichenden La\u0308cheln. Bei der darauffolgenden Frage, wer der bessere Zigarrenroller sei, sind sie jedoch einer Meinung: \u201eDas ist er\u201c, sagt Miledys mit einem a\u0308hnlich reservierten La\u0308cheln wie jenem zu meiner vorherigen Frage, wa\u0308hrend Rafael ungeniert und mit einem gewissen Amu\u0308sement auf sich zeigt, jedoch rasch hinzufu\u0308gt: \u201eAber sie ist ebenfalls sehr schnell.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSollen wir zum Haus meiner Mutter gehen, damit Sie sehen ko\u0308nnen, wie wir zuvor gelebt haben?\u201c, fragt mich Raphael. \u201eIn dieser Gegend wohnen die meisten meiner Kollegen und auch meine Bru\u0308der\u201c, sagt er, als wir in der Nachbarschaft ankommen, wo er fru\u0308her ansa\u0308ssig war. \u201eViele der Leute, die hier leben, arbeiten entweder mit mir oder bei anderen Fabriken wie Davidoff oder La Aurora.\u201c<\/p>\n<p>Die Gegend ist um einiges lebendiger als jene, wo er jetzt lebt: Hupende Motorra\u0308der und Autos versuchen einander in schmalen Stra\u00dfen zu u\u0308berholen \u2013 Stra\u00dfen, bevo\u0308lkert von Menschen, die an diesem warmen, schwu\u0308len Nachmittag gesellig auf Sesseln oder am Randstein zusammensitzen, wa\u0308hrend aus besagten Fahrzeugen laute lateinamerikanische Rhythmen erklingen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3469\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-baseball-trophies-one-day.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3469\" class=\"size-medium wp-image-3469\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-baseball-trophies-one-day-500x374.jpg\" alt=\"torcedor rafael barrera la flor domenicana baseball trophies one day\" width=\"260\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-baseball-trophies-one-day-500x374.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-baseball-trophies-one-day-770x576.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-baseball-trophies-one-day-600x449.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/torcedor-rafael-barrera-la-flor-domenicana-baseball-trophies-one-day.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3469\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Seine Mutter sitzt drau\u00dfen und sagt kaum etwas, als mir Rafael eine \u201eGrand Tour\u201c durch jene Art von Haus gibt, die mir in diesem Kontext mehr vertraut ist: eine offene Ku\u0308che samt Wohnzimmer plus angrenzende Schlafzimmer.<\/p>\n<p>\u201eJa, das sind meine Tropha\u0308en\u201c, sagt er ein wenig verlegen, als ich ihn u\u0308ber die Pokale frage, die auf einer Mauer stehen, die den Hauptbereich des Hauses unterteilt. \u201eUnd hier sind noch ein paar an der Wand. Samstagabends und Sonntagmorgens spiele ich Softball mit einer Gruppe von Jungs. Wir haben verschiedene Teams und Ligen aufgestellt.\u201c<\/p>\n<p>Er spielt zwar schon sein ganzes Leben lang Baseball und Softball, aber das Level seines Sohnes hat er nie wirklich erreicht. \u201eSo gut bin ich nicht geworden\u201c, meint er grinsend. \u201eAber mein Spielen hat das Interesse von Lui\u0301s geweckt. Als kleines Kind kam er mit mir, und als er a\u0308lter wurde, teilte er mir mit, dass er zu trainieren beginnen mo\u0308chte. Und ich sagte ihm, er ko\u0308nne spielen so viel er wolle, solange es nicht sein Studium beeintra\u0308chtigt.&#8220;<\/p>\n<p>Rafael und seine Frau mo\u0308gen vielleicht noch arbeiten mu\u0308ssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, aber sie tun das ohne den finanziellen Stress, mit dem so viele andere Familien in der Dominikanischen Republik konfrontiert sind. Lui\u0301s hat es in die gro\u00dfen Ligen geschafft und mit der Unterzeichnung des eingangs erwa\u0308hnten Vertrags mo\u0308glicherweise die Zukunft seiner Familie gesichert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Winter-Ausgabe 2014 ver\u00f6ffentlicht. <a title=\"Winter-Ausgabe 2014 \u2013 Die globalen Akteure der Zigarrenwelt\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/winter-ausgabe-2014-die-globalen-akteure-der-zigarrenwelt\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La Flor Dominicana ero\u0308ffnete seine Fabrik im Jahr 1996. Der heute 38-ja\u0308hrige Torcedor Rafael Barrera ist dort mittlerweile seit 16 Jahren, also fast von Beginn an t\u00e4tig. Alles in allem ist er glu\u0308cklich u\u0308ber die Wahl seines Arbeitsplatzes und f\u00fchlt sich gut aufgehoben \u2013 wie in einer gro\u00dfen Familie in der Zigarrenwelt von Tamboril.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":3451,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,778,1,39,12],"tags":[505,862,643,460,308,192],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3447"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3447"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3447\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}