{"id":3400,"date":"2014-12-15T15:05:38","date_gmt":"2014-12-15T14:05:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cigartrophy.com\/?p=3400"},"modified":"2015-12-02T15:21:07","modified_gmt":"2015-12-02T14:21:07","slug":"globale-akteure-der-zigarrenwelt-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/globale-akteure-der-zigarrenwelt-2014\/","title":{"rendered":"Ein Blick auf die globalen Akteure der Zigarrenwelt"},"content":{"rendered":"<p>In der 1962 gegru\u0308ndeten <strong>Cubatabaco<\/strong> vereinte der kubanische Staat die gesamte verstaatlichte Tabak- und Zigarrenproduktion der Insel unter einem staatlichen Kontrollorgan. Das infolge der kommunistischen Neuorganisation verha\u0308ngte Handelsembargo der Vereinigten Staaten schlie\u00dft eines der wichtigsten Exportgu\u0308ter Kubas bis zum heutigen Tag aus dem gro\u0308\u00dften Zigarrenmarkt der Welt aus. Die Nachfrage seitens der US-amerikanischen Konsumenten nach Tabak und Zigarren musste also mit Importen aus anderen Herstellerla\u0308ndern befriedigt werden. Vorwiegend Exilkubaner haben ihre Produktion in mittel- und su\u0308damerikanische Staaten wie die Dominikanischen Republik, Nicaragua, Honduras, Mexiko und Brasilien verlegt und diese Rolle u\u0308bernommen.<\/p>\n<p>Heute befindet sich ein Gutteil des globalen Zigarrenmarktes in den Ha\u0308nden europa\u0308ischer Konzerne. Einer davon ist die <strong>Scandinavian Tobacco Group<\/strong> mit Hauptsitz in Da\u0308nemark. Sie gilt als ma\u0308chtigster Hersteller der Welt und ha\u0308lt in den USA Marktanteile jenseits von 25 Prozent. Mit dem Kauf von <strong>CAO<\/strong> im Jahr 2007 und der Toran\u0303o-Fabriken im Folgejahr bereitete STG den Einstieg in das Premiumsegment vor \u2013 ziemlich unerwartet kam dann der Zusammenschluss mit der ma\u0308chtigen <strong>Swedish Match AB<\/strong> im Jahr 2010, die seit damals 49 Prozent der Scandinavian ha\u0308lt.<\/p>\n<div id=\"attachment_3416\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/wolfgang-schuster-zino-davidoff-portrait-greyscale-Kopie.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3416\" class=\"wp-image-3416 size-medium\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/wolfgang-schuster-zino-davidoff-portrait-greyscale-Kopie-500x375.jpg\" alt=\"wolfgang schuster zino davidoff portrait greyscale\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/wolfgang-schuster-zino-davidoff-portrait-greyscale-Kopie-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/wolfgang-schuster-zino-davidoff-portrait-greyscale-Kopie.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3416\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Oettinger Davidoff AG<\/p>\n<\/div>\n<p>Mit der Fusion gelangte STG auch in den Besitz der <strong>General Cigar Co.<\/strong>, Eigentu\u0308mer der Weltmarke Macanudo und unza\u0308hliger kubanischer Labels wie Cohiba, Boli\u0301var, Hoyo de Monterrey und Partaga\u0301s in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Diese Marken sind fu\u0308r den internationalen Verkauf kaum interessant, in den USA za\u0308hlen sie jedoch zu den Marktfu\u0308hrern. STG zeigt sich weiterhin angriffslustig \u2013 erst im Herbst 2014 hatte die Konzerntochter General Cigar die Markenrechte an Toran\u0303o geschluckt.<\/p>\n<p>Wa\u0308hrend die Da\u0308nen auf Zigarren aus der neuen Welt setzen, steht Gegenspieler <strong>Imperial Tobacco<\/strong> mit einem Fu\u00df in Kuba. Der britische Zigarettentycoon kaufte 2008 die in Madrid ansa\u0308ssige <strong>Altadis S.A.<\/strong> (ihrerseits ein Zusammenschluss der spanischen und franzo\u0308sischen Tabakmonopole Tabacalera und Seita), und mit Altadis USA die Inhaberin der Markenrechte fu\u0308r H. Upmann, Montecristo, Romeo y Julieta, Trinidad etc. in den USA sowie VegaFina, Santa Damiana und Flor de Copan auf internationalen Ma\u0308rkten.<\/p>\n<p>Nur sechs Jahre nach der Gru\u0308ndung von <strong>Habanos S.A.<\/strong> 1994, dem staatlichen Monopol fu\u0308r Vertrieb und Marketing fu\u0308r kubanische Tabakerzeugnisse, hatte Altadis 50 Prozent an der Habanos S.A. erworben. Dieser Anteil ist nun im Besitz des Imperial-Tobacco-Konzerns.<\/p>\n<div id=\"attachment_3422\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/casa-del-habano-asia-leong-man-wai-macau-store.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3422\" class=\"wp-image-3422 size-medium\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/casa-del-habano-asia-leong-man-wai-macau-store-500x375.jpg\" alt=\"casa del habano asia leong man wai macau store\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/casa-del-habano-asia-leong-man-wai-macau-store-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/casa-del-habano-asia-leong-man-wai-macau-store-770x577.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/casa-del-habano-asia-leong-man-wai-macau-store-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/casa-del-habano-asia-leong-man-wai-macau-store.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3422\" class=\"wp-caption-text\">Photo: San Son Wai Cigars Trading Company Limited<\/p>\n<\/div>\n<p>Mit <strong>Oettinger Davidoff<\/strong> tummelt sich ein weiterer Big Player auf dem Weltmarkt. Was mit dem russischen Tabakfachha\u0308ndler Zino Davidoff begann, der in Genf einen vielbeachteten Tabakladen fu\u0308hrte und auch kubanische Zigarren mit dem Namen Davidoff als Eigenmarke fu\u0308hren durfte, sollte Ernst Schneider mit der Max Oettinger AG zu einem multinationalen Unternehmen ausbauen, das seinesgleichen sucht.<\/p>\n<p>Mit Pra\u0308senz in u\u0308ber 150 La\u0308ndern produzierte das Schweizer Familienunternehmen im Vorjahr 38,9 Millionen Premiumzigarren in der Dominikanischen Republik und Honduras.<\/p>\n<p>In den USA erfolgreich zeigen sich vor allem die Hauptmarke Davidoff sowie <strong>Camacho<\/strong> und <strong>AVO<\/strong>. Ganze 20 Prozent des beachtlichen Vorjahresumsatzes von 1,35 Milliarden US-Dollar generierte der Gigant in den USA und vermeldet zweistellige Zuwachszahlen auf dem sonst nur moderat wachsenden Markt und damit Zugewinne an Marktanteilen.<\/p>\n<h4>1990 entstand die erste Casa del Habano. Das Franchise-System umfasst mittlerweile 160 Filialen weltweit.<\/h4>\n<p>1987 organisierte <strong>Cubatabaco<\/strong> ihre weltweite Vertriebsstruktur grundlegend neu und setzte auf Exklusivvertriebspartner in den einzelnen La\u0308ndern. Damit erreichte man nicht nur die Kontrolle u\u0308ber das Marketing, sondern auch eine Beteiligung an den Handelsumsa\u0308tzen. Nur wenige Jahre spa\u0308ter ero\u0308ffnete sich eine weitere vielversprechende Strategie fu\u0308r die Vermarktung: 1990 entstand die erste Casa del Habano. Das Franchise-System umfasst mittlerweile 160 Filialen weltweit. Die Spitzenposition der kubanischen Zigarre am Weltmarkt sieht man seitens der Habanos S.A. ungefa\u0308hrdet bei \u201emehr als 70 Prozent bezogen auf Stu\u0308ckzahlen und 80 Prozent in Bezug auf den Umsatz\u201c, so die Einscha\u0308tzung von <strong>Jorge Luis Ferna\u0301ndez Maiques<\/strong>, Vizepra\u0308sident bei Habanos S.A. Diese Zahlen inkludieren natu\u0308rlich nicht den riesigen US- Markt.<\/p>\n<h3>Es kommt Bewegung in die M\u00e4rkte<\/h3>\n<p>Die klassischen Habanos-Ma\u0308rkte sind Spanien, Frankreich, China, Deutschland, die Schweiz und Kuba. Laut Habanos gehen 70 Prozent ihrer Umsa\u0308tze in 14 La\u0308ndern u\u0308ber den Tisch, wobei Cohiba, Montecristo und Romeo y Julieta fu\u0308r zwei Drittel des Erfolgs sorgen. Legislative Ma\u00dfnahmen und Wirtschaftskrise bremsen die Absa\u0308tze in traditionellen Ma\u0308rkten. Und auch wenn Kuba fu\u0308r die meisten Konsumenten als Synonym fu\u0308r die Zigarre gilt, drohen die Marktanteile kubanischer Produkte zu bro\u0308ckeln, selbst wenn offiziellen Angaben zufolge der Gesamtumsatz 2013 um acht Prozent gestiegen ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_3420\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/jorge-padro\u0301n-ce\u0301sar-gadea-smoking-lounge-inter-tabac-cj-19.09.2014.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3420\" class=\"size-medium wp-image-3420\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/jorge-padro\u0301n-ce\u0301sar-gadea-smoking-lounge-inter-tabac-cj-19.09.2014-500x374.jpg\" alt=\"jorge padro\u0301n ce\u0301sar gadea smoking lounge inter tabac cj 19.09.2014\" width=\"260\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/jorge-padro\u0301n-ce\u0301sar-gadea-smoking-lounge-inter-tabac-cj-19.09.2014-500x374.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/jorge-padro\u0301n-ce\u0301sar-gadea-smoking-lounge-inter-tabac-cj-19.09.2014-770x576.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/jorge-padro\u0301n-ce\u0301sar-gadea-smoking-lounge-inter-tabac-cj-19.09.2014-600x449.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/jorge-padro\u0301n-ce\u0301sar-gadea-smoking-lounge-inter-tabac-cj-19.09.2014.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3420\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Christian L\u00fcnig<\/p>\n<\/div>\n<p>Fu\u0308r die vielen in den USA ansa\u0308ssigen Unternehmen gab es lange Zeit kaum Notwendigkeit, ihre Fu\u0308hler nach neuen Ma\u0308rkten auszustrecken. In den letzten Jahren scheint jedoch Bewegung in die Branche zu kommen. Die Hersteller dra\u0308ngen nun vermehrt in neue Ma\u0308rkte: \u201eDer Markt fu\u0308r Zigarren aus der neuen Welt ist bereits seit etwa 2004 stetig gewachsen, hat jedoch in den letzten vier bis fu\u0308nf Jahren deutlich an Dynamik gewonnen\u201c, so die Einscha\u0308tzung des Briten <strong>Scott Vines<\/strong>. Er importiert mit seiner Firma <strong>TOR<\/strong> Imports seit 1992 neue Marken fu\u0308r den urspru\u0308nglich stark von kubanischen Zigarren gepra\u0308gten britischen Markt. Den aktuellen Marktanteil nicht-kubanischer Zigarren in Gro\u00dfbritannien scha\u0308tzt er auf 25 bis 30 Prozent.<\/p>\n<p>Generell gilt es als kein leichtes Unterfangen, in neuen Ma\u0308rkten Fu\u00df zu fassen. Neben jeweils differierenden gesetzlichen Regelungen bereiten auch die relativ geringe Gro\u0308\u00dfe mancher Ma\u0308rkte logistische Herausforderungen und die jeweiligen Eigen- und Besonderheiten der La\u0308nder Schwierigkeiten bei der Expansion. \u201eWir mu\u0308ssen flexibel genug sein und verstehen, dass die jeweiligen La\u0308nder und Kulturen ihre Eigenheiten und eigenen Unternehmenspraktiken haben\u201c, so <strong>Ce\u0301sar Gadea<\/strong> von <strong>Padro\u0301n Cigars<\/strong>. Wa\u0308hrend Habanos und Davidoff auf Flagshipstore-Konzepte setzen sowie auf lokale Niederlassungen zuru\u0308ckgreifen ko\u0308nnen, ist es fu\u0308r kleinere Hersteller von elementarer Wichtigkeit, verla\u0308ssliche und beflissene Vertriebspartner vor Ort zu finden.<\/p>\n<div id=\"attachment_3434\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/rocky-patel-portrait-global-player-intertabac-2014.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3434\" class=\"size-medium wp-image-3434\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/rocky-patel-portrait-global-player-intertabac-2014-500x666.jpg\" alt=\"rocky patel portrait global player intertabac 2014\" width=\"260\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/rocky-patel-portrait-global-player-intertabac-2014-500x666.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/rocky-patel-portrait-global-player-intertabac-2014-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/rocky-patel-portrait-global-player-intertabac-2014.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3434\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Christian L\u00fcnig\/Volker Sch\u00e4ffer<\/p>\n<\/div>\n<p>Viele Hersteller stimmen zu, dass sich mit den Landesgrenzen auch geschmackliche Pra\u0308ferenzen a\u0308ndern. Landesabha\u0308ngige Vorlieben bei den Geschma\u0308ckern ga\u0308be es definitiv, speziell im Sta\u0308rkeprofil, wei\u00df <strong>Juan Marti\u0301nez<\/strong> von <strong>Joya de Nicaragua<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Brian Shapiro<\/strong>, Director of International Sales fu\u0308r <strong>Oliva<\/strong>, stellt pointiert fest: \u201eIch glaube, dass der internationale Raucher gute Zigarren mag. Das ist der bevorzugte Geschmack. Unser gro\u0308\u00dftes Potenzial ist nicht ein bestimmtes Land, sondern liegt vielmehr darin, weiterhin den kubanischen Zigarrenmarktanteil zu schma\u0308lern.\u201c<\/p>\n<p>Die Nachfrage nach nicht-kubanischen Zigarren sei mit ein Grund, warum man bereits seit 1990 international agiere, erza\u0308hlt <strong>John Bodycombe<\/strong> von <strong>JC Newman<\/strong>, dessen dominikanische Marken von Fuente gerollt werden.<\/p>\n<p>Speziell im Duty-free sei auffa\u0308llig, dass \u201eimmer mehr Menschen, die handgerollte Zigarren rauchen, mit dem blo\u00dfen Angebot von kubanischen Zigarren nicht zufrieden sind und stattdessen Zigarren aus der neuen Welt fordern\u201c. Auch <strong>Alec Bradleys<\/strong> Motivation zur Expansion ist nach eigenen Aussagen urspru\u0308nglich der internationalen Nachfrage geschuldet gewesen.<\/p>\n<p>Die Neugierde der Passionados nennt auch <strong>Gurkha<\/strong>-Repra\u0308sentant <strong>Frank Dekok<\/strong> als Grund fu\u0308r den Erfolg der erst unla\u0308ngst international eingestiegenen Marke: \u201eDie Konsumenten brennen darauf, neue und innovative Konzepte auszuprobieren, was auch der Grund ist, weshalb wir in den meisten Ma\u0308rkten einen gla\u0308nzenden Start hatten.\u201c Und er fu\u0308gt hinzu: \u201eManchmal ist der Handel konservativer als die Konsumenten.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_3426\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nick-perdomo-tabacalera-perdomo-speaking.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3426\" class=\"size-medium wp-image-3426\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nick-perdomo-tabacalera-perdomo-speaking-500x374.jpg\" alt=\"nick perdomo tabacalera perdomo speaking\" width=\"260\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nick-perdomo-tabacalera-perdomo-speaking-500x374.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nick-perdomo-tabacalera-perdomo-speaking-770x575.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nick-perdomo-tabacalera-perdomo-speaking-600x448.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nick-perdomo-tabacalera-perdomo-speaking.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3426\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Christian L\u00fcnig\/Volker Sch\u00e4ffer<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Nick Perdomo<\/strong> gibt sich zuversichtlich in Hinsicht auf die Nachhaltigkeit der Entwicklungen auf den neuen Ma\u0308rkten: \u201eWir verzeichnen gro\u00dfes Wachstum. Und wie mein Vater immer meinte: Wenn du ein Produkt von Spitzenqualita\u0308t erzeugst, dann wird die Quantita\u0308t stets steigen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Litto Gomez&#8216;<\/strong> <strong>La Flor Dominicana<\/strong> za\u0308hlt wie AJ Fernandez zu den ju\u0308ngsten Einsteigern in den internationalen Markt. Mit den Ergebnissen zeigt er sich mehr als zufrieden: \u201eIn den letzten zwei Jahren sind unsere internationalen Ma\u0308rkte exponentiell gewachsen. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Wachstumstrend in den na\u0308chsten zwanzig Jahren fortsetzen wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Globalisierung des Zigarrenmarktes geht aber nicht nur von West nach Ost vor sich. Auch europa\u0308ische Zigarrenhersteller moderater Gro\u0308\u00dfe wagen erste Schritte in die USA. Vom franzo\u0308sischen Heimmarkt ausgehend, hatte Flor de Selva andere europa\u0308ische La\u0308nder bereits sehr fru\u0308h erschlossen und wagte mit der Gru\u0308ndung einer Distributionsfirma nun den Sprung in die Vereinigten Staaten. Auch <strong>Brun del Re\u0301<\/strong> fasst nach den Erfolgen im deutschsprachigen Raum nun in den USA Fu\u00df.<\/p>\n<h3>Jenseits Europas<\/h3>\n<p>Dass auf globaler Ebene noch Luft nach oben ist, zeigen nicht nur die wachsenden Netzwerke von La Casa del Habanos und Davidoff-Stores. Letztere haben mit aktuell 70 Flagship Stores und 540 Deposita\u0308ren und einer besta\u0308ndig steigenden Zahl an Niederlassungen massiv in die Internationalita\u0308t von Marke und Unternehmen investiert. Potenzial sieht man in Basel sowohl in den Kernma\u0308rkten als auch in Asien, dem Mittleren Osten und im Duty-free-Gescha\u0308ft. Nicht nur fu\u0308r Davidoff gelten sie als Hoffnungsma\u0308rkte. China findet sich zum wiederholten Male an dritter (!) Stelle der wichtigsten Ma\u0308rkte fu\u0308r kubanische Zigarren.<\/p>\n<p>Auch osteuropa\u0308ische La\u0308nder, Russland, asiatische und afrikanische Staaten finden sich neben den europa\u0308ischen Kernma\u0308rkten vermehrt auf dem Radar der Hersteller. Ab 2015 soll der mexikanische Tabak- und Zigarrenproduzent <strong>Turrent<\/strong> eine Million Zigarren ja\u0308hrlich fu\u0308r Private Labels nach China liefern. Dessen Marktaufteilung pendelt sich damit bei 35 Prozent au\u00dferhalb der USA ein, 50 Prozent werden auf dem Heimatmarkt Mexiko abgesetzt, 15 Prozent in den USA. Nicht wenige Hersteller investieren auch in als schwierig geltende La\u0308nder wie Kanada und Australien: Scandinavian Tobacco vermeldet dort signifikante Zuwa\u0308chse trotz der rigorosen Regulierungen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3431\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/intertabac-2014-who-is-who-group-patel-perdomo-padron-keppel-almsberger.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3431\" class=\"size-medium wp-image-3431\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/intertabac-2014-who-is-who-group-patel-perdomo-padron-keppel-almsberger-500x375.jpg\" alt=\"intertabac 2014 who is who group patel perdomo padron keppel almsberger widmayer\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/intertabac-2014-who-is-who-group-patel-perdomo-padron-keppel-almsberger-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/intertabac-2014-who-is-who-group-patel-perdomo-padron-keppel-almsberger-770x577.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/intertabac-2014-who-is-who-group-patel-perdomo-padron-keppel-almsberger-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/intertabac-2014-who-is-who-group-patel-perdomo-padron-keppel-almsberger.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3431\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Christian L\u00fcnig\/Volker Sch\u00e4ffer<\/p>\n<\/div>\n<p>Die Erschlie\u00dfung neuen Territoriums ist mit Kraftaufwand verbunden. Dennoch verfolgen immer mehr Hersteller das Ziel, globale, starke Marken zu schaffen. Auch strategische U\u0308berlegungen spielen eine Rolle: Das Ende des US-Embargos gegen Kuba erwartend, baut Boutique Blends sein internationales Netzwerk aus: \u201eIch glaube nicht, dass Kuba die no\u0308tigen Produktionskapazita\u0308ten haben wird, um die anfa\u0308ngliche US-Nachfrage zu decken\u201c, meint <strong>Rafael Nodal<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Umsa\u0308tze au\u00dferhalb der USA im Vergleich zum Heimatmarkt sind fu\u0308r die meisten noch recht beschaulich. Nur wenige Hersteller erreichten bislang Exportquoten jenseits der zehn Prozent.<\/p>\n<p>Bei <strong>Rocky Patel Premium Cigars<\/strong>, einem der aktivsten Akteure am internationalen Parkett, betra\u0308gt das internationale Gescha\u0308ft rund fu\u0308nf Prozent. Dennoch hat es den Anschein, als wu\u0308rde man der Marke u\u0308berall begegnen.<\/p>\n<p>\u201eEs ist ein langsamer Prozess\u201c, besta\u0308tigt <strong>Robert Levin<\/strong>, Pra\u0308sident von <strong>Ashton Cigars<\/strong>, der bereits 1988 mit Exporten nach Deutschland begann. Wie die Weltma\u0308rkte der Zukunft aussehen werden ist nur schwer abzusehen. Die Abenteuerfreude der Unternehmen ist jedoch geweckt und die Stimmung gut. Wie pflegt Jose\u0301 O. Padro\u0301n immer wieder zu sagen? \u201eWir beginnen mit Baby-Schritten, bevor wir gehen und schlie\u00dflich laufen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Winter-Ausgabe 2014 ver\u00f6ffentlicht. <a title=\"Winter-Ausgabe 2014 \u2013 Die globalen Akteure der Zigarrenwelt\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/winter-ausgabe-2014-die-globalen-akteure-der-zigarrenwelt\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren scheint mehr Bewegung in die Zigarrenbranche gekommen zu sein. Unterschiedliche Hersteller dra\u0308ngen vermehrt in neue Ma\u0308rkte und immer mehr von ihnen verfolgen das Ziel, globale, starke Marken zu schaffen. Wie die Weltma\u0308rkte der Zukunft aussehen werden ist nur schwer zu prognostizieren \u2013 die Abenteuerfreude der Unternehmen ist jedenfalls geweckt und die Stimmung momentan gut.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3403,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,778,1,39,12],"tags":[858,120,859,217,259],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3400"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3400"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3400\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3403"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}