{"id":3233,"date":"2014-12-15T15:05:39","date_gmt":"2014-12-15T14:05:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cigartrophy.com\/?p=3233"},"modified":"2015-05-04T18:55:06","modified_gmt":"2015-05-04T16:55:06","slug":"upmann-manufaktur-giganten-unter-einem-dach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/upmann-manufaktur-giganten-unter-einem-dach\/","title":{"rendered":"H. Upmann Manufaktur: Zwei Giganten unter einem Dach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Ausma\u00dfe des Geba\u0308udes sind gewaltig, doch da die Stra\u00dfe relativ eng und dicht bebaut ist, wirkt es zuna\u0308chst nicht so enorm. Es befindet sich auf der Calle Amistad No. 407 und 409 zwischen der Calle Dragones und der Calle Barcelona.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dorthin zogen Alonso Mene\u0301ndez und Jose\u0301 Manuel \u201ePepe\u201c Garcia, die Inhaber der Marke H. Upmann und der damals noch ganz jungen Marke Montecristo, im Jahr 1944. Mene\u0301ndez und Garcia waren relativ neu im Gescha\u0308ft.<\/p>\n<h4>Es ist ein legend\u00e4res Haus, das sich da hinter der ehemaligen Partaga\u0301s-Manufaktur, an der R\u00fcckseite des Capitols, beinahe versteckt.<\/h4>\n<p>Die Marke H. Upmann hatten sie gerade erst von der britischen Firma J. Frankau &amp; Co. u\u0308bernommen und die Montecristo, wie schon gesagt, gab es erst seit 1935. Aber sie begaben sich in gute Nachbarschaft, na\u0308mlich in die der Partaga\u0301s-Manufaktur. Wa\u0308hrend diese gut sichtbar direkt hinter dem Capitol liegt, war ihre Fabrik auf der Calle Amistad trotz Gro\u0308\u00dfe eher unscheinbar. Wenn man also links neben der ehemaligen Partaga\u0301s-Manufaktur in die Calle Dragones la\u0308uft und gleich an der na\u0308chsten Kreuzung rechts abbiegt, befindet man sich bereits an der richtigen Stelle.<\/p>\n<p>Heute wird das Geba\u0308ude nicht mehr als Manufaktur genutzt. Als 1960 sa\u0308mtliche kubanische Marken und Fabriken verstaatlicht wurden, ging die Produktion in der H. Upmann-Manufaktur ungebrochen weiter.<\/p>\n<div id=\"attachment_3623\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-side-view-street.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3623\" class=\"size-medium wp-image-3623\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-side-view-street-500x667.jpg\" alt=\"h upmann factory side view street\" width=\"260\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-side-view-street-500x667.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-side-view-street-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-side-view-street.jpg 754w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3623\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Claudia Puszkar<\/p>\n<\/div>\n<p>Erst im Jahr 2003 verlegte man die Produktion auf die Calle 23. Dann stand das Haus noch einige Jahre leer, Frauen bewachten den Eingang. Wie in Kuba u\u0308blich, wurde auch dieses leerstehende Geba\u0308ude weiterhin mit Wachpersonal besetzt, wahrscheinlich um zu verhindern, dass sich Menschen in diesem verlassenen Geba\u0308ude einen Wohnsitz einrichteten. Betrat man das Erdgeschoss, dann sah alles noch so aus, als wa\u0308ren gerade erst die Arbeiter nach Schichtende nach Hause gegangen. Sogar eine Wandzeitung war da, auf der unter anderem eine Anweisung hing, wie man Konflikte zwischen individuellen und kollektiven Problemen lo\u0308sen soll.<\/p>\n<p>Auf der Fahrstuhltu\u0308r eines alten Lastenaufzugs stand die Zahl 1844 und der Schriftzug H. Upmann \u2013 ein gut sichtbarer Hinweis fu\u0308r die Existenz der Marke an diesem Ort zu dieser Zeit. Stand man neben dem Fahrstuhl im Erdgeschoss, war der Blick bis in die obersten Etagen frei. Eine gro\u00dfe, breite Treppe fu\u0308hrte bis ganz nach oben, doch die Benutzung derselben war leider nicht gestattet. Heute, 2014, ist das Geba\u0308ude renoviert. Es befindet sich darin eine Schule namens IPU Gerardo Abreu Fontan.<\/p>\n<p>Neben seiner Funktion als Herstellungsort der Marke H. Upmann ist dieses Geba\u0308ude vor allem das Haus der Montecristo. Es ist nicht ihre \u201eWiege\u201c, denn die ersten Zigarren stammen aus einem Geba\u0308ude auf der Calle 23, aber immerhin mehr ein halbes Jahrhundert sollte dieses Haus mit der Marke Montecristo verbunden bleiben.<\/p>\n<p>Und so entspricht die Schlichtheit des Markenlogos von Montecristo mit seinen drei stilisierten Lilien wohl auch der Einfachheit und Funktionalita\u0308t des Geba\u0308udes.<\/p>\n<h4>Im Geb\u00e4ude befindet sich keine Manufaktur mehr, sondern eine Schule. Das Logo der Marke H. Upmann ist nach wie vor erhalten.<\/h4>\n<p>Alonso Mene\u0301ndez ging es hauptsa\u0308chlich darum, perfekte Zigarren zu schaffen. Erst 1935 registrierte er erstmals Zigarren unter diesem Namen. Er war ein wohlhabender Spanier, der schon viele Erfahrungen in der Tabakbranche gesammelt hatte. Sein Ziel war es, gemeinsam mit einem ebenso erfahrenen Zigarrenmann, Pepe Garcia, eine ganz au\u00dfergewo\u0308hnliche Zigarre zu produzieren. Mehr als ein Jahrzehnt steckten sie in die Entwicklung der Marke und ihrer Formate. Ihre Bemu\u0308hungen wurden belohnt, die Marke wurde weltweit sehr schnell bekannt und beliebt. Schon im Jahr 1937 konnte Mene\u0301ndez deshalb mit dem Geld, das er mit Montecristos verdient hatte, die Marke H. Upmann erwerben.<\/p>\n<div id=\"attachment_3624\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-logo-above-entrance-indoor.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3624\" class=\"size-medium wp-image-3624\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-logo-above-entrance-indoor-500x667.jpg\" alt=\"h upmann factory logo above entrance indoor\" width=\"260\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-logo-above-entrance-indoor-500x667.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-logo-above-entrance-indoor-600x801.jpg 600w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/h-upmann-factory-logo-above-entrance-indoor.jpg 767w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-3624\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Claudia Puszkar<\/p>\n<\/div>\n<p>Urspru\u0308nglich gab es nur fu\u0308nf verschiedene Formate, die Montecristo No. 1 bis No. 5, die es auch heute noch Havanna wurden u\u0308ber viele Jahre hingibt. Inzwischen entha\u0308lt das Portfolio weg von den verschiedensten Inhabern im Jahr 1937 konnte Mene\u0301ndez deshalb mit dem Geld, das er mit Montecristos verdient hatte, die Marke H. Upmann erwerben. Urspru\u0308nglich gab es nur fu\u0308nf verschiedene Formate, die Montecristo alles, was das Herz des Zigarrenrauchers begehrt.<\/p>\n<p>Und wahrscheinlich, so jedenfalls berichtet Nancy Stout in ihrem mit vielen perso\u0308nlichen Erlebnissen angereicherten, 1998 erschienenen Buch \u201eHabanos: The Story oft the Havana Cigar\u201c, befand sich in diesem Geba\u0308ude schon einmal eine Fabrik, na\u0308mlich die der Firma Carvajal, Erben der einstmals beru\u0308hmten Marke Caban\u0303as.<\/p>\n<p>Prinzipiell wa\u0308re das sehr gut mo\u0308glich, denn viele Geba\u0308ude in als Zigarrenmanufaktur, zwischenzeitlich manchmal auch als Tabaklager genutzt. Denn da das Stadtgebiet, in dem sich die oft rege Zigarrenherstellung in Havanna abspielte, damals relativ klein war, ist es faszinierend, immer wieder auf Orte zu sto\u00dfen, die nicht nur eine Marke \u201egesehen\u201c haben.<\/p>\n<p>Eine Besta\u0308tigung, dass die Firma Carvajal tatsa\u0308chlich auf der Calle Amistad residierte, findet sich in den Fabriken- und Markenverzeichnissen allerdings nicht.<\/p>\n<blockquote>\n<h3>Information:<\/h3>\n<p><strong>NAME DER MANUFAKTUR<\/strong><br \/>\nH. Upmann Fabrica de Tabacos<\/p>\n<p><strong>ERBAUER<br \/>\n<\/strong>Unbekannt<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>GRU\u0308NDER<\/strong><br \/>\nAlonso Mene\u0301ndez &amp; Pepe Garcia<\/p>\n<p><strong>JAHR DER ERO\u0308FFNUNG<\/strong><br \/>\nEinzug 1944,<br \/>\nManufaktur bis 2003;<\/p>\n<p><strong>ADRESSE<\/strong><br \/>\nCalle Amistad 407 y 409<\/p>\n<p><strong>LAGE<\/strong><br \/>\nEine Stra\u00dfe hinter dem Capitol<\/p>\n<p><strong>MARKEN<\/strong><br \/>\nMontecristo, H. Upmann;<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Winter-Ausgabe 2014 ver\u00f6ffentlicht. <a title=\"Winter-Ausgabe 2014 \u2013 Die globalen Akteure der Zigarrenwelt\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/winter-ausgabe-2014-die-globalen-akteure-der-zigarrenwelt\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausma\u00dfe des Geba\u0308udes sind gewaltig. Es befindet sich auf der Calle Amistad No. 407 und 409 zwischen der Calle Dragones und der Calle Barcelona. Dorthin zogen Alonso Mene\u0301ndez und Jose\u0301 Manuel \u201ePepe\u201c Garcia, die Inhaber der Marke H. 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