{"id":28727,"date":"2019-06-11T15:20:04","date_gmt":"2019-06-11T13:20:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=28727"},"modified":"2021-07-14T14:51:35","modified_gmt":"2021-07-14T12:51:35","slug":"max-gutmann-ein-wahrer-zigarrenpionier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/max-gutmann-ein-wahrer-zigarrenpionier\/","title":{"rendered":"Max Gutmann \u2013 Ein wahrer Zigarrenpionier"},"content":{"rendered":"<p>Max Gutmann, Inhaber von Importadora y Exportadora de Puros y Tabacos, S.A. (IEPT), dem exklusiven Vertriebsh\u00e4ndler von Habanos S.A. f\u00fcr Mexiko, ist \u2013 gemeinsam mit seinem langj\u00e4hrigen Gesch\u00e4ftspartner Rodolfo Velasco \u2013 ein echter Pionier in der Zigarrenwelt. Er hat in seiner 35-j\u00e4hrigen Geschichte mit kubanischen Zigarren bedeutende Leistungen vollbracht. <em>Cigar Journal<\/em> traf die beiden anl\u00e4sslich des Habanos Day Mexico 2019, der am 27. M\u00e4rz in der kubanischen Botschaft in Mexico City stattfand. Gutmann, der m\u00fctterlicherseits Wurzeln in Wien hat, kann mindestens vier wichtige Deb\u00fcts in der Zigarrenwelt vorweisen: Er kaufte die erste von Fidel Castro signierte kubanische Zigarrenkiste, die \u2013 lange vor den uns heute bekannten Gala-Dinner-Auktionen des Festival del Habano \u2013 versteigert wurde. Mit Velasco entwickelte er das Konzept f\u00fcr die erste La Casa del Habano, die 1990 in Canc\u00fan er\u00f6ffnet wurde. Ende der Neunziger lancierte er Trinidad Fundadores, die klassische Lancero, die fr\u00fcher die pers\u00f6nliche Zigarre von Fidel Castro war, exklusiv in Mexiko. Und schlie\u00dflich schuf er nur f\u00fcr Mexiko die Marke Edmundo Dantes, von der es bisher drei Regional Editions (Conde 109, Conde 54 und Conde Belicoso) gibt und weitere in Zukunft folgen k\u00f6nnten. Unterst\u00fctzt von seinem Team bei IEPT, dem nun auch Velascos Sohn Pablo angeh\u00f6rt, f\u00fchrt er ein erfolgreiches Unternehmen in Mexiko, einem der gr\u00f6\u00dften und wichtigsten M\u00e4rkte von Habanos S.A. Gutmanns \u201eAff\u00e4re\u201c mit kubanischen Zigarren begann vor fast 40 Jahren, als er bei einem Besuch in Europa eine Partag\u00e1s Lusitania von seinem Schwager rauchte. Nat\u00fcrlich erwies es sich als Herausforderung, mit einem Double Corona-Format zu starten. Ein paar Tage sp\u00e4ter probierte er eine Hoyo de Monterrey Epicure No.2 \u2013 und alles \u00e4nderte sich. Er hatte sich unsterblich verliebt! Nach seiner R\u00fcckkehr nach Mexiko, wollte er kubanische Zigarren rauchen, fand jedoch schnell heraus, dass diese nur in einer sehr begrenzten Auswahl im Duty-free-Shop am Flughafen erh\u00e4ltlich waren. Sein Freund Rodolfo Velasco, der gesch\u00e4ftlich oft nach Kuba reiste, bot ihm an, eine Kiste f\u00fcr ihn mitzubringen. Beim n\u00e4chsten Besuch waren es drei, dann zehn und zuletzt ein ganzer Koffer mit 20 Kisten.<\/p>\n<div id=\"attachment_42043\" style=\"width: 358px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42043\" class=\"wp-image-42043\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann2_19-2-500x334.jpg\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann2_19-2-500x334.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann2_19-2-770x514.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann2_19-2.jpg 817w\" sizes=\"(max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42043\" class=\"wp-caption-text\">Pablo Velasco, Sohn von Gutmanns Gesch\u00e4ftspartner Rodolfo Velasco, ist wichtiger Teil des Teams von IEPT<\/p>\n<\/div>\n<p>Zu dieser Zeit hatte Gutmann bereits einen simplen Humidor in seinem Haus gebaut, aber nat\u00fcrlich keine Ahnung, dass dieser einmal eine der umfangreichsten Sammlungen der Welt beherbergen w\u00fcrde. Als ihm Velasco daraufhin den ganzen Cubatabaco-Katalog brachte, f\u00fchlte er sich wie ein Kind im S\u00fc\u00dfwarenladen und hatte die Idee, ein kleines Gesch\u00e4ft zu schaffen, in dem nur kubanische Zigarren verkauft werden. Die beiden arbeiteten mit einem befreundeten Architekten zusammen, der ihnen half, das Konzept, die Marke, das Logo und das Gesamterlebnis, das wir heute kennen, zu entwickeln. Gutmann bat Velasco, die Idee bei seiner n\u00e4chsten R\u00fcckreise nach Kuba dem Cubatabaco-Management zu pr\u00e4sentieren. Die Verhandlungen dauerten fast drei Jahre. Als sie schlie\u00dflich ein Abkommen trafen, wollte Cubatabaco, dass das Gesch\u00e4ft in Canc\u00fan statt \u2013 wie von Gutmann urspr\u00fcnglich geplant \u2013 in Mexico City er\u00f6ffnet wird. Heute scherzt er, dass Cubatabaco den n\u00e4heren Standort zu Kuba wohl w\u00e4hlte, um die Geschehnisse besser kontrollieren zu k\u00f6nnen. Die Er\u00f6ffnung der ersten Casa del Habano am 1. Dezember 1990 beschreibt Gutmann als stolzesten Moment in seiner langen, erfolgreichen Karriere in der Zigarrenwelt. Nur acht Monate sp\u00e4ter erfuhr er von einer weiteren Casa del Habano in Paris, was ihn \u00fcberraschte. Dann erhielt er einen Anruf von Francisco Padr\u00f3n, Pr\u00e4sident von Cubatabaco, der ihn bat, alle Namensrechte an der Marke abzutreten. Gutmann hatte zwei Optionen: Geld daf\u00fcr zu verlangen, wobei er wusste, dass die Kubaner keines hatten, oder sich einfach zu weigern und seine neu entdeckte Leidenschaft und sein Gesch\u00e4ft zu zerst\u00f6ren. Zuletzt beschloss er, alle Rechte an Name und Marke an Cubatabaco abzutreten und verlangte im Gegenzug nur eine Sache. Er erinnerte sie: \u201eVergessen Sie nie, wer der erste war. Seine erste Liebe vergisst man nie.\u201c Daraufhin konnte er die exklusiven Vertriebsrechte f\u00fcr kubanische Zigarren in Mexiko verhandeln und IEPT gr\u00fcnden. W\u00e4hrend er sich an die Anf\u00e4nge seiner Humidor-Sammlerleidenschaft erinnert, erz\u00e4hlt Gutmann, dass Cubatabaco bei einer seiner Reisen nach Kuba im Jahr 1995 das erste Dinner-Event mit rund 200 G\u00e4sten organisierte. Funktion\u00e4re von Cubatabaco erkl\u00e4rten ihm, dass im Zuge dessen einige, vom damaligen Pr\u00e4sidenten Fidel Castro signierte Zigarrenkisten versteigert werden und schlugen vor, dass er f\u00fcr eine bieten sollte, da sie nicht wussten, ob der Kommandant das jemals wieder tun w\u00fcrde. Interessant ist auch, dass das Fundraising-Konzept f\u00fcr das kubanische Gesundheitswesen w\u00e4hrend dieses Dinners samt Auktion geboren wurde, also lange vor den aufw\u00e4ndig gestalteten Humidoren, die wir heute beim Festival del Habano sehen. Gutmann bot f\u00fcr die allererste Kiste und zahlte bei einem Startpreis von USD 600 (EUR 530) am Ende USD 5000 (EUR 4450) daf\u00fcr, was damals viel Geld war. Er l\u00e4chelte, als die zweite f\u00fcr USD 25.000 (EUR 22.250) unter den Hammer kam und wusste, dass er eine gute Entscheidung getroffen hatte. Es handelte sich um ein eigens f\u00fcr dieses Event hergestelltes St\u00fcck mit 25 Partag\u00e1s 150 Aniversario. Beim Festival del Habano 2019 kaufte er einen San Crist\u00f3bal de La Habana 500 Aniversario-Humdior, der nun neben dem allerersten versteigerten San Crist\u00f3bal-Humidor steht, den er vor zw\u00f6lf Jahren erworben hatte. Seine pers\u00f6nliche Sammlung umfasst heute zehn Humidore vom Festival del Habano, von denen f\u00fcnf von Fidel Castro signiert sind, und eine beeindruckende Auswahl an Zigarren, manche davon mehr als 100 Jahre alt. \u00a0 Der Absatz von Zigarren am mexikanischen Markt liegt heute bei rund 5 Millionen, wobei es ein wenig Konkurrenz durch mexikanischen Tabak gibt, der zu niedrigeren Preisen angeboten wird. Was das Wachstum und Potenzial eines offenen US-Markts betrifft, stellt f\u00fcr Gutmann eine Steigerung der kubanischen Zigarrenproduktion von etwa 40 bis 50 Prozent unter den derzeitigen Bedingungen eine Herausforderung dar, nicht nur wegen der vor- und nachindustriellen Produktionskapazit\u00e4ten in Kuba, sondern auch, weil nur bestimmte Anbaufl\u00e4chen in Kuba als \u201eDenominaci\u00f3n de Origen Protegida\u201c (gesch\u00fctzte Ursprungsbezeichnung) angesehen werden und die Erweiterung dieser keine leichte Aufgabe sein wird. Er glaubt aber, dass Habanos S.A. \u00fcber dieses Marktpotenzial nachdenkt und m\u00f6glicherweise erste Schritte unternimmt, um letztlich in der Lage zu sein, diesen Markt direkt zu bedienen.<\/p>\n<div id=\"attachment_42045\" style=\"width: 369px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-42045\" class=\"wp-image-42045\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann3_19-2-500x334.jpg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann3_19-2-500x334.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann3_19-2-770x514.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann3_19-2.jpg 821w\" sizes=\"(max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-42045\" class=\"wp-caption-text\">Pablo Velasco und Max Gutmann zeigen Cigar Journal Autor Jorge Tapies ihre Sch\u00e4tze<\/p>\n<\/div>\n<p>Gutmann ist zuversichtlich, dass der Weltmarkt f\u00fcr kubanische Zigarren von einer m\u00f6glichen Markt\u00f6ffnung im n\u00f6rdlichen Nachbarland weitgehend unber\u00fchrt bleiben wird. \u00a0 Der Prozentsatz der kubanischen Zigarren, die in den Norden gelangen, ist laut Gutmann und Pablo Velasco schwer zu sch\u00e4tzen. Aber sie best\u00e4tigen, dass ein gro\u00dfer Teil \u00fcber individuelle K\u00e4ufer, die regelm\u00e4\u00dfig Mexikos gr\u00f6\u00dfte Touristenorte besuchen und nun einen Koffer mit kubanischen Zigarren heimbringen d\u00fcrfen und die erforderlichen Z\u00f6lle daf\u00fcr zahlen (was das Ganze legal macht), in die USA kommt. Velasco meint, dass der US-Markt bereits von Vertriebsh\u00e4ndlern in Mexiko, der Karibik und Kanada bedient wird und eine m\u00f6gliche Markt\u00f6ffnung somit keinen wesentlichen Einfluss auf die weltweite Nachfrage nach kubanischen Zigarren habe. Hinsichtlich des h\u00e4ufig diskutierten Themas zu Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t kubanischer Zigarren betont Gutmann, dass es nie eine Differenzierung bei den Produkten (Marken) gegeben hat, die die jeweiligen M\u00e4rkte erreichen, selbst wenn Ger\u00fcchte kursieren, dass bestimmte M\u00e4rkte von Habanos S.A. bessere Waren erhalten. Alle \u2013 vom gr\u00f6\u00dften bis zum kleinsten H\u00e4ndler \u2013 m\u00fcssten um die gleichen begrenzten Produktionsmengen k\u00e4mpfen. Er best\u00e4tigt, dass der Zugang zu globalen Premium-Marken wie Behike und Cohiba schwierig ist und die H\u00e4ndler selten die bestellten Mengen bekommen. Dies sei jedoch ein Problem, unter dem alle gleicherma\u00dfen leiden. Nat\u00fcrlich wird ein gr\u00f6\u00dferer Markt wie Spanien eine vergleichsweise gr\u00f6\u00dfere Auswahl erhalten als ein kleineres Land wie Panama. Aber eine Kiste, die in Genf oder London landet, k\u00f6nnte genauso gut in Bogot\u00e1 eintreffen. In Sachen Qualit\u00e4tskontrolle bei kubanischen Zigarren geben Gutmann und Velasco zu, dass es in der Vergangenheit Probleme gab. Doch sie sind sich einig, dass in den letzten Jahren eine Qualit\u00e4tssteigerung stattgefunden hat, vermutlich aufgrund der Fokusverschiebung von Quantit\u00e4t auf Qualit\u00e4t seitens des Herstellers Tabacuba und des Vermarkters Habanos S.A., was zu einem deutlichen Anstieg der Gesamtqualit\u00e4t in den letzten f\u00fcnf Jahren f\u00fchrte. Gutmann und Velasco best\u00e4tigen, dass der Kampf gegen gef\u00e4lschte kubanische Zigarren andauert und ein ernsthaftes Problem ist. Letzterer informiert, dass sie j\u00fcngst ihre Strategie ge\u00e4ndert haben. Statt den F\u00e4lschungsmarkt aus rechtlicher, regulatorischer, steuerlicher und gesundheitlicher Sicht anzugreifen, konzentrieren sie sich auf die Aufkl\u00e4rung ihres Vertriebsnetzes und der Endverbraucher. Diese neue Strategie w\u00fcrde viel bessere Ergebnisse bringen und die langwierigen, teuren Rechtsstreitigkeiten der Vergangenheit vermeiden. Doch der F\u00e4lschungsmarkt ist, wie die Hydra, jenes schlangenartige Ungeheuer der griechischen Mythologie, unm\u00f6glich zu besiegen: schl\u00e4gt man ihm einen Kopf ab, wachsen an dessen Stelle mehrere neue. IEPT hat Technologie in Form von QR-Code-Zertifikaten integriert, die an der Verkaufsstelle leicht \u00fcberpr\u00fcft werden k\u00f6nnen. Um F\u00e4lschungen zu vermeiden, sollte man kubanische Zigarren nur bei einem autorisierten H\u00e4ndler kaufen. Velasco unterteilt den Markt f\u00fcr gef\u00e4lschte Zigarren in drei Segmente: Touristen, die alle paar Jahre eine Kiste \u2013 m\u00f6glicherweise als Geschenk \u2013 kaufen; Raucher, die wissen, dass sie F\u00e4lschungen erwerben; und Leute, die tats\u00e4chlich betrogen werden. Jene, die wissentlich und willentlich gef\u00e4lschte kubanische Zigarren kaufen, sind f\u00fcr sie nicht relevant, aber Gutmann hasst es, wenn Interessenten ausgetrickst werden und eine Zigarre furchtbarer Qualit\u00e4t kaufen. Denn das kann dazu f\u00fchren, dass potenzielle Kunden vertrieben werden.<\/p>\n<p><img class=\"alignright wp-image-42047 \" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann1_19-2-500x354.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann1_19-2-500x354.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann1_19-2-770x545.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/MaxGutmann1_19-2.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/p>\n<p>Letztendlich ist es f\u00fcr sie am Wichtigsten, eine zertifizierte Verkaufsstelle zu haben, um F\u00e4lschungen zu vermeiden, und sie konzentrieren sich weiterhin auf die Aufkl\u00e4rung des Vertriebsnetzes und der Kunden, um dieses Problem anzugehen. Gutmanns Leidenschaft gilt ausschlie\u00dflich kubanischen Zigarren. Er raucht zwar hin und wieder nicht-kubanische Smokes, die er geschenkt bekommt, bleibt seinen \u201eKubanerinnen\u201c aber treu. Ein interessanter Aspekt, den Velasco hervorhebt, ist, dass sie das Wachstum des Markts f\u00fcr nicht-kubanische Zigarren begr\u00fc\u00dfen. Sie sehen diese nicht als Konkurrenz, sondern als Tor zum ultimativen Ziel. Angesichts der h\u00f6heren Preisspanne f\u00fcr kubanische Zigarren, stellen sie sich folgendes Szenario vor: dass ein Raucher, der mit preiswerteren nicht-kubanischen Zigarren beginnt, auf kubanische umsteigt, sobald es sein Geschmack und seine Brieftasche erlauben, und sie diesen dann f\u00fcr immer als Kunden gewinnen k\u00f6nnen. Was die nun ber\u00fchmte, exklusive mexikanische Marke Edmundo Dantes betrifft, erz\u00e4hlt Gutmann, dass das Konzept auf der alten Partag\u00e1s 109 Vitola basiert, die einen konischen Kopf hatte. Dieses heute seltene Format ist schwer herzustellen und wurde zuletzt 1995 bei den Jubil\u00e4umszigarren zum 150. Geburtstag der Marke Partag\u00e1s verwendet. Gutmann setzt den Ger\u00fcchten, dass die Marke Edmundo Dantes etwas mit markenrechtlichen Angelegenheiten mit Montecristo in Mexiko zu tun habe, ein Ende, und meint, es handle sich lediglich um eine Allegorie auf den Helden des Romans von Alexandre Dumas. Der Dantes-Blend h\u00e4tte auch nichts mit jenem von Montecristo gemein. Er zeigt sich \u00fcberrascht, wie gut sich der Regional Edition-Markt bei Sammlern und Rauchern weltweit entwickelt. Wir k\u00f6nnen wohl davon ausgehen, dass wir in Zukunft noch mehr Edmundo Dantes sehen werden. Neben den bisherigen Linien \u2013 Conde 109, Conde 54 und Conde Belicoso \u2013 wurde die j\u00fcngste regionale Ausgabe, Punch Duke 2018, offiziell im Rahmen des Habanos Day Mexico 2019 am 27. M\u00e4rz lanciert. \u00a0 Zum Abschluss sprachen wir \u00fcber die Trinidad Fundadores, eine elegante Vitola, die wegen ihrer Geschichte und Tradition nun ein Comeback bei anspruchsvollen Rauchern in aller Welt feiert. Was vermutlich nur wenige wissen, ist, dass die Marke Trinidad ebenfalls eine Verbindung zu Mexiko hat. Gutmann erz\u00e4hlt, dass diese eine pers\u00f6nliche Reserve f\u00fcr Fidel Castro f\u00fcr offizielle Geschenke darstellte und sonst selten zu sehen war. Bereits Mitte der Neunziger versuchte Gutmann, den damaligen Cubatabaco-Pr\u00e4sidenten Francisco Linares zu \u00fcberzeugen, die Marke ins Portfolio aufzunehmen. Seine Bem\u00fchungen machten sich bezahlt: 1998 vereinbarten sie, 2000 Kisten Fundadores herzustellen, die ausschlie\u00dflich in Mexiko verkauft wurden. Warum Mexiko? Laut Gutmann hatte Castro die Idee, sie im Nachbarland der USA zu platzieren, weil er wusste, dass diese dann auch in Amerika landen w\u00fcrden. Es war eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr den kubanischen Pr\u00e4sidenten, eine Nachricht an die damalige US-Regierung zu senden. Die Fundadores erwiesen sich als gro\u00dfer Hit und machten Trinidad zu einer begehrten Marke auf der ganzen Welt. Wir w\u00fcnschen Max Gutmann und IEPT viel Erfolg und sind gespannt, mit welchem weiteren \u201eDeb\u00fct\u201c er uns in naher Zukunft \u00fcberraschen wird. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Photo credits: Emilio Alcocer Martinez. <\/em><em>Instagram: @emilio_alcocer. <\/em><\/p>\n<p><em>Web:\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/www.digitalab.mx\"><em>www.digitalab.mx<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Max Gutmann, Inhaber von Importadora y Exportadora de Puros y Tabacos, S.A. (IEPT), dem exklusiven Vertriebsh\u00e4ndler von Habanos S.A. f\u00fcr Mexiko, ist \u2013 gemeinsam mit seinem langj\u00e4hrigen Gesch\u00e4ftspartner Rodolfo Velasco \u2013 ein echter Pionier in der Zigarrenwelt. 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