{"id":2303,"date":"2014-04-15T15:05:53","date_gmt":"2014-04-15T13:05:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cigartrophy.com\/?p=2303"},"modified":"2015-05-11T14:36:29","modified_gmt":"2015-05-11T12:36:29","slug":"ein-tag-im-leben-von-emmanuel-martinez","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/ein-tag-im-leben-von-emmanuel-martinez\/","title":{"rendered":"Ein Tag im Leben von Emmanuel Martinez"},"content":{"rendered":"<p><strong>Morgens hat Emmanuel Martinez keinen Augenblick Zeit. Jede Sekunde ist verplant. Wa\u0308hrend die Nachbarschaft, in der er lebt, zum Bellen von Hunden und Kra\u0308hen von Ha\u0308hnen erwacht, steht er auf, duscht sich, zieht sich an und verla\u0308sst das Haus als topgepflegter junger Mann.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und all das innerhalb von 15 Minuten. Wir schlie\u00dfen die Vordertu\u0308r und verlassen das villenartige, unvollendete Haus, in dem er gemeinsam mit seinen zwei Bru\u0308dern wohnt und in dem sich aus irgendeinem Grund eine Fu\u0308lle von mexikanischen Souvenirs und Postern aus Alaska an den Wa\u0308nden des Wohnzimmers befindet.<\/p>\n<div id=\"attachment_2324\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-panama-caribbean-cigar-factory.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2324\" class=\"size-medium wp-image-2324\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-panama-caribbean-cigar-factory-500x375.jpg\" alt=\"emmanuel martinez panama caribbean cigar factory\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-panama-caribbean-cigar-factory-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-panama-caribbean-cigar-factory-770x577.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-panama-caribbean-cigar-factory.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-2324\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Fredrik Svensson<\/p>\n<\/div>\n<p>Bunte Hu\u0308te und Maracas teilen sich den vertikalen Raum im Haus mit Bildern von Robben, Ba\u0308ren und Wei\u00dfkopfseeadlern. Rund um uns sind noch u\u0308berall die Terrassenbeleuchtungen eingeschaltet, als wir die Stra\u00dfe hinunter in Richtung Pan-American Highway gehen. Emmanuel gru\u0308\u00dft alle Leute, denen wir begegnen, mit auffa\u0308lligem Stolz, und kurz vor 6 Uhr 30 treffen wir bei der Bushaltestelle ein. \u201eIch bin jeden Tag zur gleichen Zeit hier\u201c, meint er la\u0308chelnd. \u201eEs ist alles auf die Sekunde genau kalkuliert.\u201c<\/p>\n<p>Der 24-Ja\u0308hrige begann vor vier Jahren als Zigarrenroller in der Panama Caribbean-Zigarrenfabrik zu arbeiten \u2013 einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzigen serio\u0308sen Fabrik des Landes. Nachdem die Zigarrenkultur in Panama nicht anna\u0308hernd so prominent ist wie in vielen seiner Nachbarla\u0308nder, wusste Emmanuel nichts u\u0308ber Zigarren, bevor er seine Arbeit in der Fabrik startete. \u201eIch hatte null Ahnung, und das gilt im Grunde genommen auch fu\u0308r all meine Kollegen. Ich kenne nicht einmal jemanden, der Zigarren raucht.\u201c<\/p>\n<h4>Es ist sehr zeitaufwendig, das endg\u00fcltige Deckblatt einer Torpedo anzubringen.<\/h4>\n<p>Er arbeitete auf der Farm seiner Eltern, die Maisanbau betrieben, bevor ihm sein derzeitiger Job empfohlen wurde und er nahm ihn an, um damit sein Universita\u0308tsstudium zu finanzieren. Derzeit studiert er Englisch, und so bringt ihn Fabrikbesitzer David Reynaga an drei Abenden in der Woche mit dem Auto in die nahegelegene Stadt David, wo Emmanuel einen fu\u0308nfstu\u0308ndigen Englischkurs besucht, was bedeutet, dass er erst gegen 11 Uhr abends nach Hause kommt.<\/p>\n<p>\u201eIch mache das jetzt seit einigen Monaten und wu\u0308rde gerne im Tourismusbereich arbeiten, zum Beispiel am Panamakanal oder als Fremdenfu\u0308hrer in einem Hotel. Nachdem viele Ausla\u0308nder dieses Land besuchen, sind die Mo\u0308glichkeiten gro\u0308\u00dfer, wenn man Englisch kann. Dadurch ist es einfach leichter, einen gutbezahlten Job zu bekommen.\u201c<\/p>\n<h3>Zeiteffizienz am Morgen<\/h3>\n<p>Ein paar Minuten spa\u0308ter stoppt ein Minibus und wir steigen ein. \u201eEs gibt andere Busse auf meiner Route, aber die sind stets mit Studenten gefu\u0308llt und deshalb komme ich hierher,\u201c erkla\u0308rt Emmanuel. Der Bus ist tatsa\u0308chlich nicht sehr voll und nach zehn Minuten steigen wir in der Na\u0308he eines Platzes im Zentrum von La Concepcio\u0301n aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_2327\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-rolling-panama-caribbean-cigar-factory.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2327\" class=\"size-medium wp-image-2327\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-rolling-panama-caribbean-cigar-factory-500x667.jpg\" alt=\"emmanuel martinez portrait rolling panama caribbean cigar factory\" width=\"260\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-rolling-panama-caribbean-cigar-factory-500x667.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-rolling-panama-caribbean-cigar-factory.jpg 767w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-2327\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Fredrik Svensson<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eHier kaufe ich ta\u0308glich mein Fru\u0308hstu\u0308ck\u201c, sagt er und bestellt Kaffee, ein gegrilltes Schweinskotelett und eine Art frittierten Maisteig bei einem kleinen Imbisswagen an der Ecke. \u201eIch fru\u0308hstu\u0308cke wa\u0308hrend meiner ersten Pause um 9 Uhr 30.\u201c Wir spazieren zur Bushaltestelle zuru\u0308ck und nehmen denselben Bus, der aus irgendeinem Grund noch nicht abgefahren ist, hinauf zur Fabrik. Es ist Punkt 7 Uhr als wir dort eintreffen. \u201eSehen Sie, ich bin immer pu\u0308nktlich\u201c, meint er und abermals macht sich ein charmantes La\u0308cheln auf seinem Gesicht breit.<\/p>\n<p>Nachdem er sich eingestempelt hat, nimmt er sofort seinen Platz ein und beginnt zu arbeiten. Er setzt Kopfho\u0308rer auf und startet mit dem Zigarrenrollen. Die Interaktion zwischen den Mitarbeitern ha\u0308lt sich anfangs in Grenzen und Emmanuel scheint sich, wie auch alle anderen, unverzu\u0308glich seinen Aufgaben zu widmen. \u201eWenn mir der Buncher eine Zigarre u\u0308berreicht, u\u0308berpru\u0308fe ich, ob die Ra\u0308nder in Ordnung sind. Wenn nicht, gebe ich sie ihm zuru\u0308ck, damit er das ausbessern kann. Danach bringe ich das Deckblatt an, das letztlich fu\u0308r das Erscheinungsbild der Zigarre verantwortlich ist.\u201c<\/p>\n<p>Laut Emmanuel stellt das Rollen einer Torpedo den schwierigsten Teil seiner Arbeit dar. \u201eEs ist sehr zeitaufwendig, das endgu\u0308ltige Deckblatt anzubringen, weil man den Kegel am Ende machen muss\u201c, erkla\u0308rt er, wa\u0308hrend er mit einem kleinen Stu\u0308ck Deckblatt einen Kreis an der Spitze formt und damit ein einwandfreies Exemplar im Torpedo-Format fertigstellt.<\/p>\n<p>In der Fabrik herrscht eine sehr entspannte Atmospha\u0308re. Ein Ventilator sorgt fu\u0308r eine dringend notwendige Brise in dem ansonsten feuchten Umfeld, und Risse in der Styropordecke deuten auf das ungenutzte Obergeschoss dieser ehemaligen Textilfabrik hin. In einem gro\u00dfen Lagerraum im hinteren Bereich der Fabrik findet man Tabake und weggeworfene Zigarren zwischen verstreut herumliegenden Kartons und alten Maschinen.<\/p>\n<p>Der Besitzer schlendert dahin, wa\u0308hrend die Angestellten leise plaudern, Musik ho\u0308ren und generell gut miteinander auszukommen scheinen. \u201eAlle Leute hier haben ein gutes Herz. Aber wir wohnen in verschiedenen Gegenden und treffen uns deshalb nicht au\u00dferhalb der Arbeit. Dennoch sind sie wie eine zweite Familie fu\u0308r mich\u201c, sagt Emmanuel.<\/p>\n<h3>Gott ist alles<\/h3>\n<p>Gegen Ende des Tages steigt der Gespra\u0308chspegel. Hitze und Luftfeuchtigkeit sind sta\u0308rker geworden und es ist offensichtlich, dass der Arbeitstag zu Ende geht. Um 4 Uhr nachmittags stempelt Emmanuel aus. Zuvor bittet uns David Reynaga noch, ein Foto seiner Belegschaft zu machen. Alle Mitarbeiter begeben sich nach drau\u00dfen und posieren vor der Fabrik, was die Atmospha\u0308re noch eine Spur herzlicher und entspannter als zuvor macht.<\/p>\n<div id=\"attachment_2329\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-home-from-work-panama-caribbean-cigar-factory.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2329\" class=\"size-medium wp-image-2329\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-home-from-work-panama-caribbean-cigar-factory-500x375.jpg\" alt=\"emmanuel martinez portrait home from work panama caribbean cigar factory\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-home-from-work-panama-caribbean-cigar-factory-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-home-from-work-panama-caribbean-cigar-factory-770x577.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-portrait-home-from-work-panama-caribbean-cigar-factory.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-2329\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Fredrik Svensson<\/p>\n<\/div>\n<p>Gemu\u0308tlich spazieren wir 15 Minuten durch eine farbenpra\u0308chtige, u\u0308ppig bepflanzte Wohngegend, die karibische Stimmung vermittelt, bis zum Stadtzentrum. Nach zwei kurzen Stopps in einem Schuhgescha\u0308ft und einer Eisenwarenhandlung nehmen wir den Bus zuru\u0308ck in Emmanuels Stadtviertel Veinti Enero, was u\u0308bersetzt 20. Januar bedeutet.<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df nicht, wieso diese Gegend so hei\u00dft. Es muss wohl ein wichtiges Datum sein\u201c, meint er mit dem typisch selektiven Interesse eines jungen Mannes. Montag bis Mittwoch stehen Englischkurse auf dem Programm, aber heute ist Donnerstag und das bedeutet Zeit zum Relaxen. \u201eManchmal besuche ich einen Freund und bleibe eine Weile, ansonsten gehe ich einfach nach Hause und verbringe Zeit mit meinen Bru\u0308dern.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_2330\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-panama-caribbean-cigar-factory.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2330\" class=\"size-medium wp-image-2330\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-panama-caribbean-cigar-factory-500x375.jpg\" alt=\"emmanuel martinez relaxing at home panama caribbean cigar factory\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-panama-caribbean-cigar-factory-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-panama-caribbean-cigar-factory-770x577.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-panama-caribbean-cigar-factory.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-2330\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Fredrik Svensson<\/p>\n<\/div>\n<p>Freitag und Sonntag jedoch sind fu\u0308r die Kirche reserviert. Emmanuel geho\u0308rt der evangelischen Kirche an und diese stellt \u2013 gelinde gesagt \u2013 einen sehr wichtigen Teil seines Lebens dar. \u201eGott ist alles. Ohne ihn wa\u0308ren wir nichts und wir sind ihm fu\u0308r unser Zuhause und unsere Familie zu Dank verpflichtet. Ich bin ein ruhiger Mensch und habe keine Laster. Ich rauche nicht und pflege einen respektvollen Umgang mit anderen Leuten.\u201c<\/p>\n<p>Er besorgt Limonade, Fleisch und ein paar andere Dinge, bevor wir zu seinem Haus zuru\u0308ckkehren, das als Schauplatz fu\u0308r ein gruseliges B-Movie dienen ko\u0308nnte, wenn es nur ein wenig gro\u0308\u00dfer wa\u0308re. Die Fassade ist nur halb fertig und innen ha\u0308ngen Dra\u0308hte von der Decke. In einem Zimmer im Obergeschoss fehlt ein Teil des Bodens und damit wa\u0308re es die perfekte Kulisse fu\u0308r den endgu\u0308ltigen Showdown in einem Hitchcock-Film. Nichtsdestotrotz ist es ein nettes Haus in Besitz von Emmanuels drittem Bruder. \u201eWenn es fertig ist, wird es herrlich sein\u201c, meint er.<\/p>\n<h3>\u201eWo ist meine Antenne?\u201c<\/h3>\n<p>Seine Bru\u0308der sind daheim und schauen fern, als wir das Haus betreten. Emmanuel geht in die Ku\u0308che, schenkt uns ein Glas Limonade ein und la\u0308sst sich danach eine Zeit lang auf dem blumigen Sofa neben seinen Bru\u0308dern und einem Freund der Familie, der auf Besuch ist, nieder. Nach einer Weile trifft Leonardo, der dritte Bruder und Hausbesitzer, ein.<\/p>\n<p>Es stellt sich heraus, dass er Englisch spricht und auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hat. Mit einem Mal machen die vielen Alaska-Poster und Reisesouvenirs auch Sinn und es ist ziemlich offensichtlich, woher Emmanuels Inspiration und sein Verlangen, Englisch zu lernen, stammt.<\/p>\n<h4>Jede Nacht lege ich mich hin und h\u00f6re christliche Musik.<\/h4>\n<p>Er fu\u0308hrt uns in sein Schlafzimmer, wo er gewo\u0308hnlich ein bisschen relaxt, bevor er tatsa\u0308chlich zu Bett geht. Es hat zu regnen begonnen und die Hu\u0308hner im Hinterhof suchen Unterschlupf, wa\u0308hrend die Tropfen, die auf das Ziegeldach fallen, den Regen sta\u0308rker klingen lassen, als er in Wirklichkeit ist.\u201eWo ist meine Antenne?\u201c fragt er und blickt sich im Zimmer um. \u201eJede Nacht lege ich mich hin, ho\u0308re christliche Musik und bete eine Weile, bevor ich schlafen gehe.\u201c In einer Ecke ha\u0308ngt sein Gewand auf einem Seil, das von einer Seite der Wand zur daran angrenzenden gespannt ist. \u201eOh, hier ist sie!\u201c ruft er triumphierend, nachdem er einen Kleiderha\u0308nger unter dem Bett gefunden hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_2333\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-dream-of-alaska.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2333\" class=\"size-medium wp-image-2333\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-dream-of-alaska-500x375.jpg\" alt=\"emmanuel martinez relaxing at home dream of alaska\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-dream-of-alaska-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-dream-of-alaska-770x578.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/emmanuel-martinez-relaxing-at-home-dream-of-alaska.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-2333\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Fredrik Svensson<\/p>\n<\/div>\n<p>Er steckt ihn in ein kleines Radio, dreht es auf und christliche Musik erfu\u0308llt den Raum. \u201eUnd das ist meine Bibel\u201c, fa\u0308hrt er fort und zeigt uns ein winziges Buch mit einem selbstgestalteten Cover, das ein Bild eines kleinen Ma\u0308dchens zeigt, das wohl aus einem Kinderbuch ausgeschnitten wurde.<\/p>\n<p>\u201eJeden Tag danke ich dem Herrn, dass er mir und meiner Familie einen weiteren Tag geschenkt hat. Wenn man sich manchmal nicht so gut fu\u0308hlt, dann findet man in der Suche nach Gott wieder Mut und fu\u0308hlt sich besser in Gottes Obhut.\u201c<\/p>\n<p>Wir verabschieden uns, als sich Emmanuel fertigmacht, um zu Bett zu gehen und eine ungesto\u0308rte Nachtruhe \u2013 u\u0308berwacht von einer ho\u0308heren Macht \u2013 zu genie\u00dfen, bevor ihn ein weiterer 15-Minuten-Morgen zeitlicher Pra\u0308zision und Routine auf einen neuen Arbeitstag vorbereiten wird.<\/p>\n<p>Und all das wegen des Strebens nach einem Job, der Englischkenntnisse erfordert \u2013 vielleicht auf einem Kreuzfahrtschiff mit Kurs auf Alaska? Wei\u00df Gott!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Fr\u00fchjahres-Ausgabe 2014 ver\u00f6ffentlicht. <a title=\"Fr\u00fchjahrs-Ausgabe 2014 \u2013 Rocky Patel Premium Cigars\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/fruehjahrs-ausgabe-2014-rocky-patel-premium-cigars\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Job in der Panama-Caribbean-Zigarrenfabrik vera\u0308nderte vor vier Jahren das Leben des 24-j\u00e4hrigen Emmanuel Martinez. 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