{"id":22040,"date":"2010-12-15T12:21:00","date_gmt":"2010-12-15T11:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=22040"},"modified":"2018-11-05T10:55:45","modified_gmt":"2018-11-05T09:55:45","slug":"jose-pepin-garcia-in-der-zigarrenfabrik-geboren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/jose-pepin-garcia-in-der-zigarrenfabrik-geboren\/","title":{"rendered":"Jos\u00e9 \u201ePepin&#8220;  Garcia: In der Zigarrenfabrik geboren"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_22048\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-22048\" class=\"size-medium wp-image-22048\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jose-Pepin-Garcia-500x375.jpg\" alt=\"Jose Pepin Garcia\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jose-Pepin-Garcia-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jose-Pepin-Garcia.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jose-Pepin-Garcia-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-22048\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Many Iriarte | \u201eIch wurde 1950 im Haus meiner Gro\u00dfeltern in Baez, Kuba, geboren. Dieses Haus war gleichzeitig auch die Fabrik, wo sie ihre Zigarren-Marke \u201eW&#8220; herstellten.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<p>Er ist der Mann hinter vielen Top-Zigarren des Jahres 2010 und Gewinner der Cigar Trophy 2010 f\u00fcr die beste US-Zigarren-Serie: <i>Jos\u00e9 \u201ePepin\u201c Garcia. <\/i>Noch im Jahre 2000 war Pepin ein Zigarren-Roller in einer l\u00e4ndlichen Fabrik in Kuba. Seither hat er in k\u00fcrzester Zeit mehr Zigarren-Linien von Weltklasse geschaffen, als sich die meisten Zigarren-Hersteller nur ertr\u00e4umen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der kleine Jos\u00e9 wurde im Oktober 1950 in der Zigarren-Fabrik seiner Gro\u00dfeltern geboren. Im Alter von sieben Jahren begann er, dort mit Tabak zu arbeiten. Zuerst sortierte er Picadura (Tabakreste, die f\u00fcr Shortfiller weiterverarbeitet werden) und mit elf Jahren rollte er seine ersten Zigarren. Die Fabrik hie\u00df Fabrica de Tabacos W de Eduardo Garcia, die Marke schlichtweg \u201eW\u201c. Sein Gro\u00dfvater verkaufte Zigarren der Marke \u201eW\u201c vorwiegend in Havanna, aber auch in Camag\u00fcey. Der junge Pepin arbeitete tags\u00fcber in der Fabrik und ging abends in die Schule. Da seine Familie so wenig Geld hatte, war es notwendig, dass Pepin mithalf, wo er nur konnte.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>REVOLUTION F\u00dcHRT ZUR SCHLIESSUNG DER FABRIK \u201eW\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_22052\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-22052\" class=\"size-medium wp-image-22052\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Zigarrenwettbewerb-500x375.jpg\" alt=\"Zigarrenwettbewerb\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Zigarrenwettbewerb-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Zigarrenwettbewerb.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Zigarrenwettbewerb-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-22052\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Many Iriarte | Jaime war das perfekte Kind. Er war lernbegierig, ruihg und sehr umg\u00e4nglich. &#8211; Jos\u00e9 Pepin Garcia<\/p>\n<\/div>\n<p>Im Jahre 1963 wirkten sich <i>Fidel Castros <\/i>Reformen auch direkt auf die Familie Garcia aus. Die Fabrik \u201eW\u201c wurde geschlossen, s\u00e4mtliche Mitarbeiter umgehend in der nahe gelegenen, gro\u00dfen staatlichen Fabrik angestellt. Pepin, damals gerade einmal 13 Jahre alt, war dort der j\u00fcngste Zigarren-Roller. Er arbeitete f\u00fcnf Jahre lang in der Zigarren-Fabrik Felix Rodriguez. Von 1967 bis 1970 diente er als Fahrer beim kubanischen Milit\u00e4r, vorwiegend in Las Villas, und kehrte danach sofort in die Zigarren-Fabrik zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Doch es war nicht so leicht, seinen alten Job wiederzubekommen. Der Manager meinte, es w\u00e4ren keine Pl\u00e4tze verf\u00fcgbar. Und so blieb Pepin nichts anderes \u00fcbrig, als zu betteln und den Boss zu \u00fcberzeugen, dass er seine Wiederanstellung nicht bereuen w\u00fcrde. Zur Freude des Fabrikchefs erwies sich Pepin als motivierter und talentierter Zigarren-Roller. Er arbeitete sich seinen Weg bis zu den obersten \u201eRoller-R\u00e4ngen\u201c hinauf. Sein erstes Kind \u2013 Jaime \u2013 wurde exakt neun Monate nachdem Pepin seinen Job als Zigarren-Roller wieder aufnahm, geboren. Im Jahre 1973 schlug ihn die Fabrik als Kandidaten zur Vertretung der Region in einem nationalen, in Cabaigu\u00e1n stattfindenden Zigarren-Rollen-Wettbewerb vor. Dabei galt es zu ermitteln, wer in vier Stunden die meisten Montecristo #1 Zigarren rollen k\u00f6nne. Pepin gewann den Bewerb mit 200 Zigarren und wurde zum besten Roller ernannt.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>BASEBALL UND BABYS<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<p>Laut Pepin gab es nur ein Team, das besser war als seines: Havana Industriales, die einzigen, die Las Villas nicht schlagen konnte. Zwischen 1963 und 1976 war Pepin ein Profi-Baseballspieler, 1967 spielte er als Third Baseman bei Las Villas. Obwohl er im Baseball eine starke Position einnahm, verlagerte Pepin seinen Schwerpunkt, nachdem sein zweites Kind \u2013 Janny \u2013 geboren wurde. Es war an der Zeit, sich seiner Familie zu widmen, und so h\u00e4ngte er sein Baseball-Trikot an den Nagel. Das einzige Trikot, das er heute besitzt, ist ein New York Yankees-Trikot von <i>Mickey Mantle. <\/i>\u201eJaime war das perfekte Kind\u201c, erinnert sich Pepin. \u201eEr war wissbegierig, ruhig und sehr umg\u00e4nglich.\u201c Im Alter von zw\u00f6lf Jahren besuchte Jaime eine spezielle Schule f\u00fcr Agrarwissenschaft in Coralio bei Matansa, die Aurora hie\u00df und junge Burschen im Bereich Landwirtschaft ausbildete. Mit 15 schloss er die Schule ab und kehrte zu seiner Familie in Baez zur\u00fcck. Unmittelbar danach wurde er mit der Leitung von La Estrella betraut, der gr\u00f6\u00dften Plantage in der Region, nach der er Jahre sp\u00e4ter auch seine erste eigene Plantage in Nicaragua benennen sollte.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>ANKUNFT IN AMERIKA<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_22050\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-22050\" class=\"size-medium wp-image-22050\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Test-Smoking-Cigar-Blends-500x667.jpg\" alt=\"Test Smoking Cigar Blends\" width=\"260\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Test-Smoking-Cigar-Blends-500x667.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Test-Smoking-Cigar-Blends.jpg 561w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-22050\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Many Iriarte |&nbsp;Pepin und Jaime, die heute zu den erfolgreichsten Zigarren- Herstellern der Welt geh\u00f6ren, testen Zigarren-Blends in ihrer neuen Fabrik in Nicaragua<\/p>\n<\/div>\n<p>Jahr f\u00fcr Jahr nehmen hunderttausend Kubaner an der \u201eGreen Card Lottery\u201c f\u00fcr ein Einwanderungsvisum in die USA teil, aber nur wenige haben das Gl\u00fcck, ausgew\u00e4hlt zu werden. Janny bewarb sich daf\u00fcr, gewann 1996 und \u00fcbersiedelte nach einem Interview in der amerikanischen Botschaft nach Miami. Ihre Eltern Pepin und Maria wollten nicht, dass sie geht. Die Familie tat sich mit der Entscheidung schwer und allein die Erinnerung daran ist heute noch mit starken Emotionen behaftet. W\u00e4hrend des Interviews f\u00fcr diesen Artikel wurden sowohl Pepin als auch Janny sehr emotional. Janny meint: \u201eEs f\u00e4llt mir sehr schwer, dar\u00fcber zu reden. Es war eine schwierige Entscheidung f\u00fcr mich, zu gehen.\u201c Doch die Eltern unterschrieben \u2013 da sie noch nicht 20 war \u2013 ihre Einreisedokumente und sie brach Richtung Miami auf. Janny beschreibt ihr Leben in Baez folgenderma\u00dfen: \u201eEine kleine Stadt am Ende der Welt.<\/p>\n<p>Wir wussten nichts \u00fcber die USA, und ich ging einfach nach Miami, um zu sehen, was passieren w\u00fcrde. Wenn man in Kuba lebt glaubt man, dass das Leben in den USA einfach ist und es viele Partys gibt. In Wirklichkeit ist es hart.\u201c Sie hatte keine Familie in den USA. Ihr einziges Sicherheitsnetz bildeten drei Freunde, bei denen sie nach ihrer Ankunft wohnte.<\/p>\n<p>Der einzige Kontakt zu ihrer Familie war ein Telefonat alle zwei Wochen. Nach einigen Jahren jedoch, wurde Janny ein Mann vorgestellt, der einen Manager f\u00fcr seine Fabrik in Nicaragua suchte. Sie schlug ihren Vater vor und er bekam den Job. Pepin erhielt ein Visum und zog nach Nicaragua, wodurch seine Familie nun noch mehr in der Welt verstreut war. Ein Jahr sp\u00e4ter gelang es Pepin, Visa f\u00fcr seine Frau sowie seinen Sohn Jaime und dessen Frau zu bekommen. \u201eWir betrachteten Nicaragua nur als Zwischenstopp. Unser Plan war, dass sie zuerst nach Nicaragua und dann weiter in die USA ziehen, wo ich sie dann wiedersehen w\u00fcrde\u201c, so Janny. Im Jahre 2002, als alle vier in Nicaragua waren, be- sorgten sie sich Visa f\u00fcr Mexiko und machten sich auf den Weg zur US-amerikanischen Grenze.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>DURCHBRUCH IN AMERIKA<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<p>Mit der Wiedervereinigung der Familie in Miami begann ein neues Kapitel. Nachdem sie alle dazu beigetragen hatten, die Familie in Amerika wieder zusammenzubringen, war es an der Zeit, gemeinsam etwas in Miami aufzubauen. Die Gelegenheit dazu ergab sich, als Pepin, der zu der Zeit freiberuflich als Zigarren-Blender und Zigarren-Roller arbeitete, einen jungen, t\u00e4towierten Mann namens <i>Pete Johnson <\/i>in Beverly Hills traf. Die beiden verstanden sich sofort bestens, und obwohl keiner die Sprache des anderen beherrschte, begannen sie, \u00fcber Zigarren zu plaudern. Ihr Gespr\u00e4ch im Grand Havana Room dauerte bis sp\u00e4t in die Nacht.<\/p>\n<p>Sie beschlossen, die Sache weiterzuverfolgen, und so reiste Pete nach Miami, um mit Pepin zu diskutieren, welche Art von Zigarre ihm vorschwebte. Pete tr\u00e4umte schon lange davon, eine Zigarre mit den charakteristischen Merkmalen kubanischer Zigarren, die er so sehr liebte, zu schaffen. In Pepin fand Pete seinen Partner. Die zwei sp\u00e4teren Kultfiguren der Zigarren-Welt trafen einander noch bevor Pepin eine Fabrik besa\u00df. Doch dank Petes Zusage, die erste Bestellung von Brown Label Tatuaje Zigarren zu kaufen, konnten Pepin und seine Familie ihre Fabrik er\u00f6ffnen: El Rey de los Habanos (Der K\u00f6nig der Habanos) hie\u00df sie \u2013 ein gewagter Name f\u00fcr die damalige Zeit.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>DER PRODUKTIONSBEGINN<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_22046\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-22046\" class=\"size-medium wp-image-22046\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jamie-und-Pepin-500x375.jpg\" alt=\"Jaime und Pepin\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jamie-und-Pepin-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jamie-und-Pepin.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jamie-und-Pepin-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-22046\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Manny Iriarte |&nbsp;Aufgrund der steigenden Nachfrage haben Jaime und Pepin begonnen, einige der reichhaltigsten nicaraguanischen Tabakbl\u00e4tter zu produzieren, die sie in ihren Zigarren verarbeiten<\/p>\n<\/div>\n<p>Anfangs war es Pepin selbst, der die Zigarren rollte. Unterst\u00fctzt wurde er dabei von Jaimes Frau. Janny und Jaime zeichneten f\u00fcr die Verpackung und Administration verantwortlich, w\u00e4hrend ihre Mutter die Deckbl\u00e4tter vorbereitete und sortierte. In einem kleinen Zimmer in der Calle Ocho in Miamis Little Havana arbeitete die ganze Familie daran, Petes Auftrag auszuf\u00fchren und ihre erste Marke zu kreieren. Die ersten Zigarren waren Tatuaje Brown und Don Pepin Garcia Blue, kurz darauf folgten El Rey de los Habanos und Vegas Cubanas. Pepin erinnert sich noch gut an diese Zeit: \u201eZuerst meinten die Leute, ich sei verr\u00fcckt. Dann er\u00f6ffneten wir neben La Gloria Cubana und die Leute meinten, das sei verr\u00fcckt. Aber ich kenn mich mit Tabak aus und wei\u00df, dass ich eine Zigarre der anderen Art, eine kubanisch (schmeckende) Zigarre, machen kann.\u201c Kuba diente der Familie und Pete als Vorbild.<\/p>\n<p>Sie teilten die Ansicht, dass kubanische Zigarren ihrem Potenzial nicht gerecht wurden und wollten eine Zigarre basierend auf den besten kubanischen Vorbildern schaffen. W\u00e4hrend sie jedoch hochgesteckte Ziele hatten, war die Konkurrenzsituation am Zigarren-Markt hart. Anfangs gab es finanzielle Schwierigkeiten. Janny erinnert sich: \u201eManchmal hatten wir einen K\u00fchlschrank voller Zigarren, aber kein Geld, um unsere Geh\u00e4lter zu bezahlen oder Tabak zu kaufen, bis wir sie verkauft hatten. Das waren schwere Zeiten.\u201c Doch das sollte sich bald \u00e4ndern.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>DER LAUNCH<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<p>Nach zwei Jahren harter Arbeit wurde Tatuaje zum Kulthit und die Ums\u00e4tze stiegen. In der Fabrik in Miami mussten mehr Roller angestellt werden. Der n\u00e4chste Erfolg war die Don Pepin Garcia Blue Label. Alsbald stie\u00df die nur ein paar hundert Quadratmeter gro\u00dfe Fabrik hunderttausende Zigarren aus. Der Produktionsumfang \u00fcberstieg rasch die Kapazit\u00e4ten. So beschloss die Familie, dass es an der Zeit war, das Unternehmen um eine gr\u00f6\u00dfere Anlage in Nicaragua zu erweitern.<\/p>\n<p>Aufgrund der Beliebtheit der in Miami gerollten Zigarren zog Pepin die Aufmerksamkeit anderer Zigarren-Unternehmen auf sich. Manche fragten sich, was sein Geheimrezept war; andere wollten an seinem Erfolg teilhaben. <i>Eddie Ortega <\/i>und <i>Erik Espinosa, <\/i>Besitzer von EO Brands\/United Tobacco, wandten sich mit dem Wunsch nach einer neuen Zigarre an Pepin. Sie verstanden sich blendend, und die Zigarren der 601-Serie waren die ersten neuen Linien, die in Pepins nicaraguanischer Fabrik hergestellt wurden.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>DAS TREFFEN MIT ASHTON<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<p><i>Sathya Levin, <\/i>Vizepr\u00e4sident von Ashton Distributors, war begeistert von den Zigarren, die Pepin in Miami produzierte. Mit der Idee im Hinterkopf, neue Marken mit Pepin zu schaffen, brachte er <i>Rob Levin, <\/i>dem Pr\u00e4sidenten von Ashton, einige von dessen Zigarren. Beeindruckt von Pepins Produkten, arrangierten die Levins ein Treffen mit ihm. Die Garcias lernten Schritt f\u00fcr Schritt mehr \u00fcber die Zigarren-Industrie, und Janny gibt zu, dass sie damals keine Ahnung hatte, wer die Levins waren. Pepin erz\u00e4hlt: \u201eIch war sehr stolz, denn Ashton-Zigarren wurden mit Hilfe von <i>Carlito Fuente <\/i>produziert, und wie jeder wei\u00df, steht Fuente an der Spitze der Zigarren-Industrie. Ich f\u00fchlte mich geehrt, weil Ashton unter all den anderen im Gesch\u00e4ft mich mit der Aufgabe betraute, eine Zigarre f\u00fcr sie zu kreieren.\u201c Das Resultat ihres Treffens war die San Cristobal (in Europa \u201eParadiso\u201c genannt).<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsbeziehung florierte. <i>Manny Ferrero, <\/i>Verkaufsleiter und Allesk\u00f6nner bei Ashton, liegt die Partnerschaft mit den Garcias sehr am Herzen. \u201eSie geh\u00f6ren zur Familie. Unsere Verbindung geht weit \u00fcber Zigarren hinaus. Aber sie machen verdammt gute Zigarren!\u201c Pepin hatte bereits San Cristobal und La Aroma de Cuba (in Europa: La Aroma del Caribe) gemacht, als Rob Levin zu Pepins Geburtstagsfeier kam und ihm eine Kiste mit La Aroma de Cuba-Zigarren \u00fcberreichte. \u201eIch war ihm sehr dankbar, weil ich die k\u00fcnstlerische Gestaltung dieser Kisten immer schon bewundert habe\u201c, erinnert sich Pepin. Die Nachricht, die er nicht verstand war, wie Rob ihm daraufhin erkl\u00e4rte: \u201eNein, Pepin, du verstehst mich falsch. Ich \u00fcbergebe dir hiermit die Produktion von La Aroma de Cuba!\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>EINE NEUE FABRIK<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<p>Im Jahre 2009 wurde eine neue Fabrikanlage der Garcias in Nicaragua fertiggestellt. Es ist eine State-of-the-Art-Anlage. Vor allem aber ben\u00f6tigte man die R\u00e4umlichkeiten, um all die neuen Zigarren-Auftr\u00e4ge ausf\u00fchren zu k\u00f6nnen, mit denen die Familie Garcia betraut wurde: Tatuaje Red Label, Tatuaje P, Tatuaje Black, La Riqueza, Cabaiguan, Ambos Mundos, La Aroma de Cuba Edicion Especial, San Cristobal Seleccion del Sol, Old Henry, Cubao, Murcielago, Nestor Miranda Special Selection und Giralda sowie Pepins eigene Marken Vegas Cubanas, My Father, My Father Le Bijou, La Reloba und viele andere werden nunmehr in der Fabrik Esteli produziert.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><img class=\"alignnone wp-image-22054 size-full\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Cigar-Tasting-Garcia.jpg\" alt=\"Cigar Tasting Garcia\" width=\"724\" height=\"493\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Cigar-Tasting-Garcia.jpg 724w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Cigar-Tasting-Garcia-500x340.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Cigar-Tasting-Garcia-600x409.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/p>\n<p><b>FELDER UND FAMILIE<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<p>Den j\u00fcngsten Expansionsschritt setzte die Familie Garcia im Bereich des Tabakanbaus. Die Familie baut seit nunmehr vier Jahren ihren eigenen Tabak in Nicaragua an. Es begann mit einer kleinen Plantage namens La Estrella. Inzwischen bewirtschaften sie mehrere gro\u00dfe Felder, besitzen Scheunen zum Trocknen der Tabakbl\u00e4tter und Einrichtungen zur Verarbeitung in der Fabrik. Der eigene Tabakanbau hat, wie Jaime erkl\u00e4rt, nicht nur die Kosten gesenkt, sondern erm\u00f6glicht auch eine bessere Kontrolle \u00fcber den Tabak, der in ihre Zigarren kommt. Zudem gibt es Jaime die Chance, seine Fachkenntnisse einzusetzen. Die Garcias sind eine bemerkenswerte Familie. Jedes Mitglied hat zu ihrem Erfolg beigetragen. Jannys mutiger Umzug in die Vereinig- ten Staaten erm\u00f6glichte es ihnen, in der Welt der Privatunternehmen Fu\u00df zu fassen. Pepins unbestreitbare Tabakkunst \u00f6ffnete ihnen den Zugang zu Tabakgesch\u00e4ften in aller Welt. Und nun \u00fcbernimmt Jaime die Produktion auf den Feldern und in der Fabrik. M\u00f6glicherweise am Bemerkenswertesten ist jedoch die Liebe, die sie f\u00fcreinander empfinden. Sie stehen bei jeder schwierigen Situation einm\u00fctig zusammen. Und dieser Magnetismus hat auch Pete angezogen \u2013 den Pepin \u201emein Gringo- Sohn\u201c nennt \u2013 und die Levins, f\u00fcr die er \u201ealles tun w\u00fcrde\u201c.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b>\u201eMEIN GRINGO-SOHN\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<p>\u201ePete geb\u00fchrt viel Anerkennung\u201c, gibt Janny Garcia klar und deutlich zu verstehen. Bevor Don Pepin Garcia begann, Zigarren unter seinem eigenen Namen zu machen, schuf er eine Zgarre mit <i>Pete Johnson. <\/i>Die Tatuaje Brown Label bildete in vielerlei Hinsicht das Fundament f\u00fcr beide Unternehmen. Sie war Petes erste Zigarre und r\u00fcckte Pepin ins Rampenlicht. \u201eIch machte meine erste Zigarre mit Pepin und ich habe keinerlei Absicht, mit irgendjemand anderem Zigarren zu produzieren. Wir sind wie eine Familie\u201c, meint Pete Johnson. Die Loyalit\u00e4t zwischen Johnson und Garcia ist unzerst\u00f6rbar, obwohl sie gleichzeitig ihren Bekanntheitsgrad erlangten. Sie agieren eher wie beste Freunde als wie Firmenchefs.<\/p>\n<p>Pepin erwidert Petes Gef\u00fchle und meint, dieser sei sein \u201eGringo-Sohn\u201c. In den vergangenen f\u00fcnf Jahren wurden die verschiedenen Zigarren-Serien von Pete im ECJ-Magazin hoch bewertet und 2010 rangierten zwei davon unter den \u201eTop Cigars of 2010\u201c. Im Jahre 2009 baute Pete den Vertrieb f\u00fcr die meisten L\u00e4nder in Europa und Ostasien auf. Das internationale Gesch\u00e4ft floriert f\u00fcr den t\u00e4towierten vormaligen Rocker aus Kalifornien. Pete interagiert gern mit den Rauchern seiner Zigarren, ist auf Twitter, Facebook und in diversen Zigarren-Foren vertreten. Fast neun Monate im Jahr ist er auf Reisen. Doch sein Erfolg ist gr\u00f6\u00dftenteils den vielen Stunden Arbeit, die er mit den Garcias zur Verfeinerung und Perfektion seiner Blends verbringt, zuzuschreiben.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><img class=\"alignnone wp-image-22056 size-full\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Cigar-Tasting-Garcia-2.jpg\" alt=\"Cigar Tasting Garcia\" width=\"738\" height=\"501\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Cigar-Tasting-Garcia-2.jpg 738w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Cigar-Tasting-Garcia-2-500x339.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Cigar-Tasting-Garcia-2-600x407.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><\/p>\n<p><b>ZWEI FAMILIEN<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n<p>\u201eWir verbrachten eine lange Zeit damit, jemanden zu finden, der Zigarren mit uns produzieren w\u00fcrde\u201c, sagt <i>Sathya Levin. <\/i>Und Rob f\u00fcgt hinzu: \u201eAber als wir Pepin and Jaime trafen, wusste ich sofort, dass ich ihnen vertrauen konnte. F\u00fcr mich stand fest: Diese Familie w\u00fcrde unsere n\u00e4chsten Zigarren machen.\u201c <i>Manny Ferrero <\/i>erinnert sich: \u201eAls uns Pepin die ersten Probest\u00fccke gab, rauchte ich eine halbe Zigarre und fiel aus allen Wolken. Ich meinte zu ihm: ,Wenn das eine Frau w\u00e4re, w\u00fcrde ich sie sofort heiraten\u2018.\u201c Die San Cristobal war die erste Zigarre, die Pepin f\u00fcr Ashton machte. \u201eWir arbeiten seit 1980 mit den Fuentes zusammen und haben langj\u00e4hrige, dauerhafte Gesch\u00e4ftsverbindungen mit dieser Familie. Unser Ziel war es, einen Partner zu finden, mit dem wir ebenso gute Beziehungen aufbauen konnten\u201c, erkl\u00e4rt Rob Levin. Die Zusammenarbeit hat mehr als f\u00fcnf hoch angesehene neue Zigarren-Linien hervorgebracht. Die guten Beziehungen zwischen den Levins und Garcias sind ganz deutlich sp\u00fcrbar. Die Levins halfen den Garcias durch die Anfangsschwierigkeiten, und nun unterst\u00fctzen diese wiederum Ashton, indem sie erstklassige Zigarren am laufenden Band liefern.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><i>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Winter-Ausgabe 2010 ver\u00f6ffentlicht. <\/i><a title=\"Winter Ausgabe 2010\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/winter-ausgabe-2\u2026r-fabrik-geboren\/\" rel=\"\"><i>Mehr<\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Zeitraum von nur sieben Jahren ist Pepin Garcia zu einer der angesehensten Pers\u00f6nlichkeiten im internationalen Zigarren-Gesch\u00e4ft geworden. Seine Geschichte &#8211; beziehungsweise die seiner Familie &#8211; liest sich ie das M\u00e4rchen vom amerikanischen Traum.<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":22048,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,5272,21,1,39,12,2809],"tags":[5332,1338,117,5331],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22040"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22040\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22048"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}