{"id":21840,"date":"2018-08-13T16:59:50","date_gmt":"2018-08-13T14:59:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=21840"},"modified":"2018-08-13T16:59:50","modified_gmt":"2018-08-13T14:59:50","slug":"blinddate-zigarre-trifft-schnaps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/blinddate-zigarre-trifft-schnaps\/","title":{"rendered":"Blinddate: Zigarre trifft Schnaps"},"content":{"rendered":"<p>Ein Rum zur Zigarre, ein Whiskey oder auch ein Kaffee: Warum nicht! Und Schnaps?<\/p>\n<p>\u201eDas Pairing Zigarre und Edelbrand ist durchaus ein ungew\u00f6hnliches. Aber wenn man eine Zigarre mit anderen, hochprozentigen Destillaten kombinieren kann, warum dann nicht auch mit diesem?\u201c, erz\u00e4hlt Organisator und Pr\u00e4sident des <a title=\"Clan Cuill\u00e8re Innsbruck: Mit Genuss, Freude und Zigarre | Zigarrenclubs \u00d6sterreich\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/clan-cuillere-innsbruck-mit-genuss-freude-und-zigarre-zigarrenclubs-oesterreich\/\">Clan Cuill\u00e9re<\/a>, Peter Gaudenzi, von dem ausschlaggebenden Grundgedanken des Crosstastings.<\/p>\n<p>Zusammen mit Anton und Monika Steixner von &#8222;Die Brennerei&#8220; in Innsbruck wurde das Event realisiert. \u201eDie Edelbr\u00e4nde der Familie Steixner sind qualitativ so hochwertig, dass sie mir als ideale Kombinationsm\u00f6glichkeit schienen\u201c, so Gaudenzi.<\/p>\n<p>Mit Volumsprozent zwischen 41 und 43 Prozent und keinerlei Brennen oder Stechen auf Zunge oder Gaumen, entfalten die Br\u00e4nde ihren vollen Geschmack und lassen Raum f\u00fcr andere Geschmacksnoten.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Crosstasting wurden vier Zigarren und zehn Edelbr\u00e4nde gereicht. G\u00e4ste der Veranstaltung waren gefordert, das Pairing und nicht die Einzelprodukte an sich zu bewerten. Auf einer Skala von null bis zehn galt es, jede Zigarren-Edelbrand-Kombination zu bewerten.<\/p>\n<h3>Vier L\u00e4nder, Zehn Sorten<\/h3>\n<p>Bei den Zigarren wurden die Quai d\u2019Orsay No.50 (Kuba), 1502 Black Gold Corona (Nicaragua), Villa Zamorano Expreso (Honduras) und die Balmoral Anejo XO Petite Robusto (Dominikanische Republik) geraucht. Die zehn Destillate setzten sich zusammen aus zwei Kernobstbr\u00e4nden (Apfel Gala, Quitte), drei Steinobstbr\u00e4nden (Marille, Kirsche, Zwetschke), zwei Beerenbr\u00e4nden (Erdbeere, Vogelbeere), einem Schalenfruchtbrand (Orange) sowie zwei speziell gelagerten Br\u00e4nden (Apfel im Holzfass, Birne im Holzfass).<\/p>\n<p>Nach einer kurzen F\u00fchrung durch die hauseigene Brennerei und einem hauseigenen Gin Tonic als Aperitif, pr\u00e4sentierte Steixner die Edelbr\u00e4nde. Anschlie\u00dfend begannen die zehn Teilnehmer, darunter auch Mitglieder aus den befreundeten Zigarrenclubs aus Bozen und Wien, mit der Querverkostung.<\/p>\n<h3>Steiniger Weg<\/h3>\n<p>Ein besonders interessanter Aspekt zeichnete sich bei den Steinobstbr\u00e4nden ab. Die Zwetschke wurde zwar f\u00fcr sich alleine als sehr angenehm, kr\u00e4ftig intensiv im Geschmack empfunden, die Geschmacksnoten Zimt, Nelke und Bittermandel des Edelbrandes harmonierten jedoch nicht sonderlich gut mit den Zigarren. Die Pairings mit dem Zwetschkenbrand bekamen durchwegs die niedrigsten Bewertungen (3,7 Kuba \/ 4,7 Nicaragua \/ 3,7 Honduras \/ 3,2 Dominikanische Republik). Der Edelbrand, der den Bewertungen nach am Besten mit den Zigarren harmonierte, war der Marillenbrand. Die typisch aromatische Fruchts\u00fc\u00dfe der Marille mit leichter Bittermandel bot einen eleganten Unterton. Bei qualitativ hochwertigen Destillaten ist eine gewisse Subtilit\u00e4t des typischen Marillengeschmackes gew\u00e4hrt, sodass es gut zu den feinen Aromen der getesteten Zigarren passte. Pairing Marille und Anejo XO erzielte die H\u00f6chstwertung mit 7,5 von 10 Punkten, dicht gefolgt vom Pairing Marille und 1502 Black Gold mit 7,3.<\/p>\n<p>Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegten die Marille in Kombination mit der Quai d\u2019Orsay No.50 (6,4 Punkte). Die mit 7,5 Punkten h\u00f6chste Bewertung erzielte das Pairing Birne im Holzfass mit der 1502 Black Gold. Die 1502 Black Gold stellte sich am Ende auch als jene Zigarre heraus, die mit allen zehn Edelbr\u00e4nden durchwegs hohe Bewertungen erzielte, sogar mit der Zwetschke eine 4,7.<\/p>\n<p>Vermutlich harmonieren die Geschmacksnoten der Black Gold (Waldboden, nussig, eine leichte Chilli- oder Pfeffernote mit Schokolade und Fruchts\u00fc\u00dfe) mit den ebenso in ihrem Geschmack variierenden Destillaten am leichtesten. Die zigarreneigenen Aromen lassen sich sehr gut mit den einzelnen Edelbr\u00e4nden kombinieren.<\/p>\n<h3>S\u00fc\u00df, aber nicht zu s\u00fc\u00df<\/h3>\n<p>Die Edelbr\u00e4nde, die in Kombination mit den Zigarren die h\u00f6chsten Bewertungen erzielten, waren die Marille, die Kirsche und der Apfel. Marille wie auch Kirsche haben unter anderem einen nur leichten Bittermandel-touch am Gaumen, der nicht so dominant ist wie jener der Zwetschke. Und auch der Apfelbrand bringt eine intensive, aber nicht \u00fcbert\u00fcnchende S\u00fc\u00dfe mit sich. Zu viel der S\u00fc\u00dfe oder zu wenig tut demnach bei der Kombination mit den getesteten Zigarre und Schnaps nicht gut.<\/p>\n<p>Ein Schnaps kann wohl durchaus auch mehr sein, als &#8222;nur&#8220; zur Verdauung nach manchem Essen. Warum also nicht auch Mal Schnaps zur Zigarre probieren? Das eine oder andere Paar hat sich bei diesem Blindate sicherlich gefunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Rum zur Zigarre, ein Whiskey oder auch ein Kaffee: Warum nicht! Und Schnaps? In Innsbruck machten sich Zigarrengenie\u00dfer daran, die seltene Genusskombination n\u00e4her zu erforschen.<\/p>\n","protected":false},"author":108,"featured_media":21842,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[2811,439,39],"tags":[2985,5304,2986],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21840"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/108"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21840\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21842"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}