{"id":21504,"date":"2019-04-08T10:30:23","date_gmt":"2019-04-08T08:30:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=21504"},"modified":"2019-04-03T14:16:40","modified_gmt":"2019-04-03T12:16:40","slug":"new-yorks-aeltestes-zigarrengeschaeft-barclay-rex","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/new-yorks-aeltestes-zigarrengeschaeft-barclay-rex\/","title":{"rendered":"New York&#8217;s \u00e4ltestes Zigarrengesch\u00e4ft: Barclay Rex"},"content":{"rendered":"<p>Ein Hund und der urspr\u00fcngliche Standort gaben dem \u00e4ltesten Tabakladen in New York seinen Namen \u2013 Barclay Rex. Das Zigarrengesch\u00e4ft samt Lounge befindet sich heute zwar in der Pearl Street im Zentrum von Manhattan, aber alles begann ein paar H\u00e4userblocks weiter n\u00f6rdlich. \u201eMein Gro\u00dfvater war Pfeifenhersteller und er\u00f6ffnete 1910 ein Gesch\u00e4ft in der Barclay Street, Ecke Church Street\u201c, erz\u00e4hlt der derzeitige Besitzer Vincent Nastri. \u201eEr hatte eine Dogge namens Rex, und weil er es sich nicht leisten konnte, in Zeitungen zu inserieren, warf er dem Hund eine Decke \u00fcber den R\u00fccken, auf welcher der Name des Ladens stand, und engagierte einen Burschen, der mit ihm herumspazierte.\u201c Damals wurden nur Pfeifen und Pfeifentabak verkauft, doch in den fr\u00fchen 1950er-Jahren kamen auch Zigarren dazu. \u201eDas Gesch\u00e4ft wurde in die Broad Street verlegt, wo es bis 2000 seinen Standort hatte.<\/p>\n<h3>Vom Pfeifen- zum Zigarrengesch\u00e4ft<\/h3>\n<p>Mein Gro\u00dfvater stellte fest, dass die Nachfrage nach Zigarren stieg, und begann welche zu verkaufen. Er baute selbst einen ordentlichen Humidor, wobei man bedenken muss, dass es damals ja nur drei, vier Dutzend verschiedene Marken gab.\u201c Als Nastris Gro\u00dfvater 1967 starb, \u00fcbernahm sein Vater f\u00fcr kurze Zeit das Gesch\u00e4ft. Ende der 1970er-Jahre ging es in den Besitz von Vincent \u00fcber. \u201eMein Vater blieb noch eine Weile, aber die langen Arbeitstage wurden ihm bald zu viel.\u201c F\u00fcr Vincent lag die \u00dcbernahme des Gesch\u00e4fts keineswegs auf der Hand. \u201eIch bin noch in die Schule gegangen und hatte wohl jede andere berufliche Laufbahn als diese im Sinn. Aber das Gesch\u00e4ft ist mir langsam ans Herz gewachsen. Ich habe immer mehr Zeit hineingesteckt und bald war klar, dass niemand anderer die Fackel weitertragen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahr 1986 expandierte er. Er er\u00f6ffnete eine Filiale gegen\u00fcber der Grand Central Station. Zehn Jahre sp\u00e4ter folgte ein weiterer Laden in der Lexington Avenue und<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>2002 kam ein vierter im World Financial Center hinzu. Heute gibt es keinen mehr davon; der letzte, jener bei der Grand Central Station, schloss im Oktober 2016. \u201eDas liegt nicht nur daran, dass die Mieten drastisch gestiegen sind, sondern auch daran, dass Vermieter heutzutage keinen Zigarrenladen in ihren R\u00e4umlichkeiten m\u00f6chten. Unser Vermieter wollte uns einfach nicht dort haben.\u201c Genau das war auch in der Broad Street der Fall, was zum Umzug des einzig verbleibenden Gesch\u00e4fts in ein vierst\u00f6ckiges Ziegelgeb\u00e4ude in der Pearl Street \u2013 umgeben von den Wolkenkratzern der Wall Street \u2013 f\u00fchrte.<\/p>\n<h3>Barclay Rex im neuen Glanz<\/h3>\n<p>\u201eDer neue Shop wirkt wie zwei in einem. Es ist viel mehr Platz. Wir haben eine \u00f6ffentliche Lounge im Keller, das Gesch\u00e4ft im Erdgeschoss und einen Privatclub im ersten Stock\u201c, erkl\u00e4rt Nastri. Nachdem Barclay Rex eineinhalb Jahre lang in provisorischen R\u00e4umlichkeiten untergebracht war, er\u00f6ffnete der neue Laden im Juli 2016. Die gro\u00dfe Neuigkeit ist der Club, der nur f\u00fcr Mitglieder zug\u00e4nglich ist. \u201eIn der \u00f6ffentlichen Lounge kann es manchmal sehr laut werden. Das ist schon okay, aber manche Leute kommen her und wollen ein Buch lesen und relaxen. Das k\u00f6nnen sie in der Lounge nicht, und daf\u00fcr gibt es den Club, der sieben Tage die Woche und l\u00e4nger als das Gesch\u00e4ft offen hat.\u201c<\/p>\n<p>Derzeit bietet dieser Platz f\u00fcr 50 bis 60 Personen, doch es besteht die M\u00f6glichkeit, in Zukunft mehr Mitglieder aufzunehmen. \u201eBei entsprechender Nachfrage k\u00f6nnte ich den zweiten Stock ausbauen und diesen ein wenig anders ausstatten, zum Beispiel mit Billard- und Spieltischen. Ich k\u00f6nnte auch noch den dritten Stock verwenden. Aber eines nach dem anderen!\u201c Bewacht werden die neuen R\u00e4umlichkeiten nat\u00fcrlich von Rex. \u201eIch habe eine Bronzestatue des Hundes anfertigen lassen. Er wird vor dem Humidor im Privatclub sitzen und den Raum im Auge behalten.\u201c<\/p>\n<p><i>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Sommer-Ausgabe 2017 ver\u00f6ffentlicht. <\/i><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/fruehjahrs-ausga%E2%80%A6plasencia-cigars\/\"><i>Mehr<\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der unfreiwillige Umzug in gr\u00f6\u00dfere R\u00e4umlichkeiten hat f\u00fcr Barclay Rex, New Yorks \u00e4ltestes Zigarrengesch\u00e4ft, etwas Neues mit sich gebracht: Es gibt nun einen Privatclub.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":22245,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,5462,5095,21,27,1,39],"tags":[5251,4930,5205,3881,5250],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21504"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21504"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21504\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21504"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21504"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}