{"id":21264,"date":"2018-08-30T10:30:25","date_gmt":"2018-08-30T08:30:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=21264"},"modified":"2018-11-05T10:10:56","modified_gmt":"2018-11-05T09:10:56","slug":"erntetechniken-fuer-tabak","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/erntetechniken-fuer-tabak\/","title":{"rendered":"Tabakerntetechniken im \u00dcberblick: Stalk Cutting und Leaf Priming"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_21270\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-21270\" class=\"size-medium wp-image-21270\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/tobacco-plant-prior-to-harvesting-500x375.jpg\" alt=\"tobacco plant prior to harvesting\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/tobacco-plant-prior-to-harvesting-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/tobacco-plant-prior-to-harvesting.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/tobacco-plant-prior-to-harvesting-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-21270\" class=\"wp-caption-text\">Photo: cigaradvisor.com | Dieser Farmer inspiziert die Bl\u00e4tter der Tabakpflanzen vor deren Ernte<\/p>\n<\/div>\n<p>&#8222;Tabak spricht mit uns. Wir m\u00fcssen blo\u00df zuh\u00f6ren&#8220;, meint Nestor Andr\u00e9s Plasencia. Etwas, das er von seinem Vater Nestor Plasencia Senior gelernt hat, mit dem er Tabakfelder von insgesamt \u00fcber 1200 Hektar in Honduras, Nicaragua, Panama und Costa Rica bewirtschaftet.<\/p>\n<p>Bei der Ernte von Tabak, der zur Herstellung von Premiumzigarren verwendet wird, gibt es zwei grunds\u00e4tzliche Methoden: Leaf Priming und Stalk Cutting.<\/p>\n<p>\u201eDie Tabakernte stellt einen der wichtigsten Faktoren dar, die wir auf unseren Plantagen sehr im Auge behalten m\u00fcssen\u201c, informiert Nestor. \u201eDie Entscheidung, wann geerntet wird, h\u00e4ngt von der Qualit\u00e4t der Bl\u00e4tter ab und wirkt sich \u00fcber den Trocknungsprozess und die Fermentation bis hin zur Produktion der Zigarren aus.\u201c<\/p>\n<h3>Leaf Priming<\/h3>\n<p>Bei der Erntemethode Leaf Priming werden, beginnend beim untersten Teil der Pflanze, w\u00f6chentlich jeweils zwei bis drei Bl\u00e4tter abgepfl\u00fcckt. \u201eWir wissen, dass die Bl\u00e4tter reifen, wenn sie einen etwas helleren gr\u00fcnen Farbton annehmen und sich ihre Spitzen zu biegen beginnen\u201c, erz\u00e4hlt Nestor. \u201eDas erste Priming findet rund 55 bis 60 Tage nach dem Umpflanzen statt und danach ernten wir pro Woche je zwei Bl\u00e4tter, bis der Prozess abgeschlossen ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eBei der Ernte nach dem Priming-Verfahren werden die Bl\u00e4tter auch entsprechend fermentiert und bringen verschiedene <i>tiempos <\/i>hervor wie Volado, Seco, Viso, Ligero und Medio Tiempo,\u201c sagt Christian Eiroa von CLE Cigars, Sohn einer weiteren ber\u00fchmten Familie aus der Branche, der seinen eigenen Tabak in Honduras anbaut. \u201eJe l\u00e4nger das Blatt am Stamm bleibt, desto dicker, dunkler und oft auch st\u00e4rker wird es sein.\u201c<\/p>\n<h3>Stalk Cutting<\/h3>\n<p>Stalk Cutting bezeichnet die Ernte der gesamten Tabakpflanze, wobei der Stamm ganz knapp \u00fcber dem Boden abgeschnitten wird. Diese Technik ist bei Connecticut Broadleaf Maduro und mexikanischen San Andr\u00e9s Negro-Tabaken \u00fcblich.<\/p>\n<div id=\"attachment_21268\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-21268\" class=\"size-medium wp-image-21268\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Deposit-photos-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Deposit-photos-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Deposit-photos.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Deposit-photos-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-21268\" class=\"wp-caption-text\">Photo: www.cigaradvisor.com | W\u00e4hrend des Trocknungsprozesses werden die Stiele \u00fcber lange Stangen namens cujes geh\u00e4ngt und 24 Stunden im Freien getrocknet<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eDie Stalk Cut-Methode wurde in Gegenden entwickelt, wo Arbeitskr\u00e4fte entweder sehr teuer oder sehr knapp waren bzw. f\u00fcr kleine, unabh\u00e4ngige Tabakbauern, die bei der Ernte auf die Hilfe von Familienmitgliedern angewiesen waren\u201c, erkl\u00e4rt Christian Eiroa. \u201eDie Fermentation beim Stalk Cutting unterscheidet sich von jener beim Priming, indem der ganze Stamm auf einmal fermentiert und dazu oftmals in Gruben vergraben wird.\u201c W\u00e4hrend des Trocknungsprozesses werden die Stiele \u00fcber lange Stangen namens <i>cujes <\/i>geh\u00e4ngt, zuerst 24 Stunden im Freien und daraufhin in Scheunen getrocknet. Einer der Vorteile von Stalk Cutting besteht darin, dass der ganze Stamm intakt ist, was hilft, die Bl\u00e4tter bei der Lufttrocknung zu st\u00e4rken und zu \u201en\u00e4hren\u201c.<\/p>\n<p>\u201eTabak ist insofern faszinierend, weil es so viele Faktoren gibt, die unsere Entscheidungen beeinflussen k\u00f6nnen\u201c, meint Nestor Andr\u00e9s. \u201eAber am Wichtigsten ist es, die Sprache des Tabaks zu lernen, denn er sagt dir, wann er fertig ist.\u201c<\/p>\n<p><i>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Herbst-Ausgabe 2017 ver\u00f6ffentlicht. <\/i><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/herbst-ausgabe-2017-jose-o-padron\/\" title=\"Herbst Ausgabe 2017\" rel=\"\"><i>Mehr<\/i><\/a><i>&nbsp;<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Ernte von Tabak, der zur Herstellung von Premiumzigarren dient, gibt es grunds\u00e4tzlich zwei Methoden: Leaf Priming und Stalk Cutting<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":21268,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,5098,21,1,39,2805,15],"tags":[5218,5217,5216,5215],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21264"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21264"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21264\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21268"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21264"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21264"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21264"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}