{"id":18051,"date":"2017-11-20T18:27:56","date_gmt":"2017-11-20T17:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=18051\/"},"modified":"2017-11-20T19:22:13","modified_gmt":"2017-11-20T18:22:13","slug":"der-designer-des-neuen-davidoff-reisehumidors-im-gespraech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/der-designer-des-neuen-davidoff-reisehumidors-im-gespraech\/","title":{"rendered":"Der Designer des neuen Davidoff Reisehumidors im Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p>Mit der <a title=\"Der neue Davidoff Reise-Humidor: Praktisches Design aus Italien\" href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/der-neue-davidoff-reise-humidor-praktisches-design-aus-italien\/\">Lancierung des neuen Davidoff-Reisehumidors <\/a>hat der Schweizer Zigarren- und Accessoirehersteller ein g\u00e4nzlich neues Humidorkonzept auf den Markt gebracht.<\/p>\n<p>Um einen Reisehumidor fu\u0308r Zigarren zu entwickeln, wandte sich Davidoff an Marcello Bottino, einen italienischen Designer und Handwerksmeister, der fu\u0308r seine rigorosen technischen Designprinzipien beru\u0308hmt ist. Dieser Hightech-Handwerker ist ein italienischer Unternehmer aus Genua, der sich auf Lo\u0308ttechniken und innovatives Textildesign spezialisiert hat und fu\u0308r jedes Projekt neue Materialien und Lo\u0308sungen erforscht, vom Rucksack mit Solarkollektoren zur nahtlosen Bademode.<\/p>\n<div id=\"attachment_18052\" style=\"width: 780px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-18052\" class=\"size-full wp-image-18052\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Marcello-Bottino-Davidoff-Travel-Humidor.jpg\" alt=\"Marcello Bottino Davidoff Travel Humidor Designer\" width=\"770\" height=\"578\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Marcello-Bottino-Davidoff-Travel-Humidor.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Marcello-Bottino-Davidoff-Travel-Humidor-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Marcello-Bottino-Davidoff-Travel-Humidor-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-18052\" class=\"wp-caption-text\">Der Designer und Hersteller des neuen Davidoff Reisehumidors, Marcello Bottino | Photo: Oettinger Davidoff<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Wie kam Ihnen die Idee, einen Reise-Humidor zu entwickeln?<\/strong><\/p>\n<p>Es war so, dass Davidoff zu mir kam. Sie zeigten mir die Reise-Humidore, die Liebhabern zur Zeit weltweit zur Verfu\u0308gung standen und erkla\u0308rten, dass sie die Kategorie mit einem stilvollen und dennoch hochwirksamen Accessoire neu erfinden wollten, um die ultimative Pflege fu\u0308r die besten Zigarren zu bieten.<\/p>\n<p><strong>Wie hat sich Ihre kreative Karriere entwickelt?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Leidenschaft fu\u0308r Kreativita\u0308t begann in der Welt der Stoffe. Ich begann mit T-Shirts und wandte mich dann Taschen und neuartigen Materialien zu, die im Design zunehmend Verwendung finden. Ich bin verantwortlich fu\u0308r Millionen Meter Jacquard-Stoff, tausend Badeanzu\u0308ge, elastische Textilien und eine Million Badehosen. Ich verwende selten gewo\u0308hnliche Materialien. Lieber entwickle ich meine eigenen Werkzeuge und Maschinen, um herzustellen und zu erschaffen, was nie zuvor gemacht worden ist. Das \u201eNicht-Existente\u201c hat mich stets sta\u0308rker inspiriert, weil ich meinen eigenen Weg entdecken musste, es zu schaffen. Ein Beispiel ist die nahtlose Laminierungstechnik. Statt zu na\u0308hen haben wir den Saum gelo\u0308tet. Die gleichen Techniken kamen bei der Herstellung des Davidoff Reise-Humidors zum Einsatz.<\/p>\n<p><strong>Was hatten Sie im Sinn, als Sie den Davidoff Reise-Humidor entwickelten?<\/strong><\/p>\n<p>Materialien zu wa\u0308hlen, die zu Zigarren passen, mit einer Technik, die es erlaubt, Feuchtigkeit im Humidor einzuschlie\u00dfen und die Zigarren zu schu\u0308tzen. Ich musste diese Charakteristika bedenken, bevor ich diesen vo\u0308llig einzigartigen Humidor fu\u0308r den stilvollen, reisenden Kenner entwickeln konnte. Die nie endende Begeisterung fu\u0308r neue Techniken, Forschung und Entwicklung und die Unternehmensvision waren sicherlich meine Inspiration wa\u0308hrend dieser au\u00dfergewo\u0308hnlichen Entdeckung. Aber ohne meine Kenntnis innovativer Textilien und der Entwicklung meiner eigenen Lo\u0308ttechnik wa\u0308re es nicht mo\u0308glich gewesen, die strengen technischen Vorgaben und Herausforderungen von Davidoff zu erfu\u0308llen.<\/p>\n<p><strong>Erza\u0308hlen Sie uns mehr u\u0308ber die Zusammensetzung des Davidoff Reise-Humidors und die Herausforderungen wa\u0308hrend des Projekts.<\/strong><\/p>\n<p>Der Davidoff Reise-Humidor besteht aus zwei Teilen: der Tasche und dem herausnehmbaren inneren Einsatz. Der Einsatz bietet Platz fu\u0308r acht Zigarren und wird an gro\u00dfe und kleine Zigarren angepasst. Er sieht zwar vielleicht einfach aus, die Fertigung war jedoch relativ komplex. Ich musste das Einlagedesign schlie\u00dflich aus Wellen von Stoff entwickeln. Jede Zigarre ist vom Stoff umhu\u0308llt, um zu verhindern, dass die Zigarren gequetscht werden. Ein weicher Stoff hilft das Deckblatt zu schu\u0308tzen. Der Verschluss der Tasche musste einfach sein und doch eine 100%ige Versiegelung liefern. Alle Materialien sind zusammen verlo\u0308tet, um im Inneren des Humidors die ideale Feuchtigkeit zu erhalten. Das Design verwendet fortschrittlichste Versiegelungstechnik mit starken Magneten und einen mehrschichtigen Aufbau mit laminierten Textilien, weil dies fu\u0308r den dichten Verschluss des Reise-Humidor ohne Na\u0308hte essenziell ist. Ich habe alle diese Techniken mit meinem Team entwickelt. Die Laminierung wurde im Haus durchgefu\u0308hrt. Wir mussten sogar einige unserer Maschinen umbauen, aber angesichts des erstaunlichen Ergebnisses war es die Mu\u0308he wert. Wenn die Tasche verschlossen wird \u2013 man ho\u0308rt das zuschnappende Gera\u0308usch \u2013 entsteht sozusagen ein Luftkisseneffekt. Und schlie\u00dflich war da noch die Frage des Gewichts. Wer ohnehin schon mit Gepa\u0308ck reist, mo\u0308chte nicht noch das Gewicht seiner Zigarren einschlie\u00dflich Humidor bedenken mu\u0308ssen. Deshalb habe ich Textilien ausgewa\u0308hlt, die extrem haltbar und leicht sind. Am Ende wiegt der Humidor, je nach Ausfu\u0308hrung, zwischen 600 und 700 Gramm. Davidoff hat sein Befeuchtungssystem eingebracht, das Feuchtigkeit langsam und gleichma\u0308\u00dfig freisetzt. Aufgrund dieses technischen Durchbruchs lassen sich Zigarren etwa drei Wochen lang im Davidoff Reise-Humidor aufbewahren.<\/p>\n<p><strong>Wie lange haben Sie am Humidor gearbeitet?<\/strong><\/p>\n<p>Das Design war bereits durchdacht, weshalb das Projekt etwa zwei Jahre in Anspruch nahm. Ich war am abschlie\u00dfenden Teil der Entwicklung beteiligt: die Kreation und ihre Verwirklichung dauerten ein halbes Jahr, das gesamte Projekt zwei Jahre.<\/p>\n<p><strong>Woher stammen die Materialien?<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten meiner Materialien und Zulieferer stammen aus der Region Genua, Italien.<\/p>\n<p><strong>Was macht Ihre Arbeit so interessant?<\/strong><\/p>\n<p>Immer neue Wege herauszufinden, um technischen Anforderungen mit stilvollem Design zu begegnen. Ich wachse und verbessere mich mit jedem Schritt.<\/p>\n<p><strong>Waren Sie von Anfang an mit der Welt der Zigarre von Davidoff vertraut?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin eigentlich Nichtraucher, aber wegen meiner Arbeit hatte ich so viele Zigarren im Studio, dass ich gelegentlich eine geraucht habe. Au\u00dferdem habe ich das Glu\u0308ck, dass einer meiner Zulieferer ein Fan von Davidoff-Zigarren ist. Durch ihn habe ich die Welt der Zigarre besser kennen und scha\u0308tzen gelernt.<\/p>\n<p><strong>Sie haben sich eben als Nichtraucher bezeichnet, aber welche Eigenschaften haben Sie mit der Welt von Davidoff gemeinsam?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Arbeit a\u0308hnelt der des Davidoff Master Blenders, der stets nach neuen Mischungen, Aromen und Tabaksorten aus verschiedenen Kontinenten sucht, um wahre Premium Zigarren zu schaffen und den Aficionado auf eine aromatische Weltreise mitzunehmen. Ich bin extrem neugierig und liebe die Forschung. In meinem Beruf ist das nicht nur eine Leidenschaft, sondern eine Verpflichtung. Ich gebe nie auf, wenn ein technisches Problem auftaucht. Wie ein Pionier ohne Grenzen, suche ich immer weiter nach der idealen Lo\u0308sung, selbst wenn ich dazu meine Komfortzone verlassen muss. Das ist sicher nicht immer die einfachste Art, Dinge zu erledigen, aber es ist die spannendste! Technik, Material und Funktion mu\u0308ssen im Design aufgehen, und maximale Qualita\u0308t erreiche ich nur, wenn ich bis an meine Grenzen gehe.<\/p>\n<p><strong>Reisen Sie gern?<\/strong><\/p>\n<p>Ich liebe das Reisen, ob privat oder aus gescha\u0308ftlichen Gru\u0308nden. Es ist Teil meines Berufs, weltweit Erfahrungen zu sammeln. Nur dadurch, dass ich die Erforschung neuer Techniken und Textilien auf dem neuesten Stand halte und den Trends einen Schritt voraus bin, kann ich Designkonzepte schnell in Erfolgsrezepte verwandeln. Deshalb bin ich stets auf der Suche nach Anregungen und Innovationen fu\u0308r meinen Beruf. Zum Beispiel vermarkten wir gerade jetzt eines unserer Produkte in Jerusalem. Es ist eine Art von Gu\u0308rtel, der mit Stoff u\u0308berzogen ist und als Luftkissen wirkt und die Knochen von kranken Menschen beschu\u0308tzt, wenn sie fallen. Sie sehen, dass Design nicht nur mit Scho\u0308nheit und Luxus zu tun hat, sondern manchmal auch mit Technik verbunden ist, um zu schu\u0308tzen und zu helfen.<\/p>\n<p><strong>In wieweit identifizieren Sie sich mit Ihren Kreationen?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ich auf meine Scho\u0308pfungen zuru\u0308ckblicke, dann reflektieren sie meine Entwicklung und meinen ganz perso\u0308nlichen Weg. Man wird mit den Jahren besser. Natu\u0308rlich bin ich stolz auf das fertige Produkt, aber der Weg, dem ich gefolgt bin und die perso\u0308nliche Bereicherung, die ich unterwegs erfahren habe, sind genauso wichtig.<\/p>\n<h3>\u00dcber den Humidor Designer Marcello Bottino<\/h3>\n<p>Marcello Bottino begann 1984 im Alter von 23 Jahren mit dem Designen und der Produktion von T- Shirts und Sweatshirts aus selbst entwickelten Textilien. Von Anfang an war die Mode der Faktor, der seine Erfahrungen und Neuinterpretationen miteinander verschmelzen lie\u00df. Seine Karriere umfasst Millionen Meter Jacquard-Stoff, Tausende von Badeanzu\u0308gen und elastischen Textilien sowie Badehosen.<\/p>\n<p>1990 gru\u0308ndete er sein erstes Designstudio mit Schwerpunkt auf Textilgrafik und innovativen Materialien.<\/p>\n<p>Dank seiner Erfahrungen im Wassersport sowie seiner Begeisterung und Intuition fu\u0308r neues Textilmaterial arbeitete er fu\u0308r renommierte o\u0308ffentliche Partner und Textilfirmen wie: Das Labor fu\u0308r integrierte fortschrittliche Robotik der Universita\u0308t von Genua, die Italienische Technische Hochschule, Textilhersteller, Speedo International, North Sails, Henry Lloyd und viele andere.<\/p>\n<p>2009 kam ihm die Idee, Techniken der Verbindung zu erforschen und zu entwickeln (etwas, das er zuna\u0308chst fu\u0308r die Entwicklung eines nahtlosen Badeanzugs fu\u0308r Speedo studiert hatte). Mit Unterstu\u0308tzung von Chemieunternehmen und Maschinenbauern gru\u0308ndete er dann ein kleines Labor mit dem Namen o-range zur Entwicklung von Einzelstu\u0308cken und Produkten mit Klebeverbindungen statt Na\u0308hten. Gleichzeitig etablierte er die Marke o-range und eine neue Taschen-Kollektion. Spa\u0308ter verwandelte er o-range schrittweise von einem breit gefa\u0308cherten Entwicklungs- und Designdienstleister in einen Hightech-Hersteller festhaftender Produkte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Lancierung des neuen Davidoff-Reisehumidors hat der Schweizer Zigarren- und Accessoirehersteller ein g\u00e4nzlich neues Humidorkonzept auf den Markt gebracht.<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":18054,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[2797,13,39,2809],"tags":[4520,169,217,425],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18051"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18051"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18051\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18054"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18051"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}