{"id":14400,"date":"2017-05-11T14:00:38","date_gmt":"2017-05-11T12:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=14400\/"},"modified":"2021-06-30T10:37:01","modified_gmt":"2021-06-30T08:37:01","slug":"die-geschichte-der-fabrik-flor-de-copan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/die-geschichte-der-fabrik-flor-de-copan\/","title":{"rendered":"Die Geschichte der Fabrik Flor de Cop\u00e1n"},"content":{"rendered":"<p>Offiziell begann die Geschichte von Flor de Cop\u00e1n in Santa Rosa de Cop\u00e1n im n\u00f6rdlichen Honduras im Jahr 1975, als Mitglieder von Tabacos Hodure\u00f1os \u2013 einem etwa zehn Jahre zuvor entstandenen Tabakunternehmen \u2013 einen Betrieb zur Zigarrenherstellung gr\u00fcndeten. Die Geschichte des Tabaks in der Region nahm allerdings viel fr\u00fcher ihren Anfang, lange bevor Danl\u00ed zum bedeutendsten Tabakanbaugebiet des Landes wurde. \u201eTabak gewann in Danl\u00ed erst in den 1980er- und 1990er-Jahren an Bedeutung, als sich Kubaner und Nicaraguaner aufgrund der politischen Situation in ihren Heimatl\u00e4ndern dort ansiedelten\u201c, informiert Jorge Portillo, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Flor de Cop\u00e1n. \u201eIn Santa Rosa de Cop\u00e1n hingegen wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts Tabak kultiviert.\u201c Noch heute fertigen Menschen au\u00dferhalb der Stadt Zigarren in diesem orts\u00fcblichen, traditionellen Stil an. Deshalb gilt die Gegend um Cop\u00e1n auch als die \u00e4lteste der Tabakindustrie in Honduras. Es gibt sogar ein j\u00e4hrliches Zigarrenfestival in der Stadt. \u201eSeit nunmehr 14 Jahren kr\u00f6nen wir jeden August eine Tabakk\u00f6nigin und organisieren nette Veranstaltungen rund um das Thema Tabak\u201c, erz\u00e4hlt Portillo. Tabak hat hier also eine lange Tradition und Flor de Cop\u00e1n z\u00e4hlt bis heute zu einem der gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber in der Stadt. \u201eWir sagen unseren Mitarbeitern stets, dass die Fabrik ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft der Stadt ist und wir unser Qualit\u00e4tsniveau halten m\u00fcssen, um gleichbleibende Produktionsmengen garantieren zu k\u00f6nnen. Heute haben wir etwa 650 Angestellte und besch\u00e4ftigen f\u00fcr jede Ernte weitere 60 bis 70 Leute. Seit den 1970er-Jahren ist unsere Fabrik die einzige, die es in der Gegend noch gibt.\u201c<\/p>\n<p>Die Fabrik wurde ein Jahr nach der Betriebsgr\u00fcndung er\u00f6ffnet. \u201eWir begannen mit 30 Buncher\/Roller-Paaren und stellten t\u00e4glich 5000 Zigarren f\u00fcr verschiedene Auftraggeber in den Vereinigten Staaten her.\u201c 1980 gewann Flor de Cop\u00e1n seinen ersten gro\u00dfen Klienten und begann, die Produktion f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt zu steigern. Ende der 1980er-Jahre gingen die Ums\u00e4tze aufgrund des instabilen amerikanischen Marktes, von dem das Unternehmen die meisten Auftr\u00e4ge erhielt, zur\u00fcck, doch \u201edank des europ\u00e4ischen Marktes, der einen gro\u00dfen Aufschwung erlebte, wendete sich das Blatt, und 1994, w\u00e4hrend des Booms, begannen wir, unsere Produktion wieder zu erh\u00f6hen\u201c, so Portillo. Drei Jahre danach erwarb die Consolidated Cigar Corporation, die sp\u00e4ter eine Fusion mit Seita einging, den Betrieb. Zu diesem Zeitpunkt hatte man bereits beschlossen, in die derzeitige, viel gr\u00f6\u00dfere Fabrik zu ziehen, wo dann 65.000 statt 30.000 Zigarren pro Tag produziert wurden. An der Unternehmenspolitik \u00e4nderte sich nichts. 2004 war ein weiteres wichtiges Jahr in der Geschichte von Flor de Cop\u00e1n. Damals wurde Seita, nach dem Merger mit der Tabacalera S. A. nun als Altadis U.S.A. bekannt, an Imperial Tobacco [seit 2016 Imperial Brands] verkauft. \u201eWir behielten abermals das gesamte Team und \u00e4nderten nichts an unserer Philosophie. Darauf sind wir stolz\u201c, verk\u00fcndet Portillo. \u201eDie Fabrik wird nach wie vor von Honduranern geleitet.\u201c Es hei\u00dft, dass Zigarren urspr\u00fcnglich aus Honduras stammen. Die gebirgige Gegend Cop\u00e1n ist aufgrund der Kombination warmer Tage, k\u00fchler N\u00e4chte und trockener Luft perfekt f\u00fcr den Tabakanbau. In der arch\u00e4ologischen St\u00e4tte, die sich nahe der Fabrik und Tabakfelder befindet, wurde angeblich die \u00e4lteste Zigarre der Geschichte gefunden: ein gedrehtes St\u00fcck Tabak, das ein Maya-Priester vor \u00fcber 1500 Jahren halbgeraucht zur\u00fccklie\u00df. Die Fabrik ist auch Namensgeberin ihrer in Europa am besten bekannten Marke Flor de Cop\u00e1n, die 2008 mit dem Cigar Trophy Award als \u201eBest Brand Honduras\u201c ausgezeichnet wurde, w\u00e4hrend die FdC Linea Puros Robusto im Jahr 2010 die Cigar Trophy \u201eBest Cigar Honduras\u201c gewann. Eine Marke mit langer honduranischer Tradition seit 1795, deren engagierte und erfahrene Produzenten ein wachsames Auge auf jedes Detail des handgefertigten Herstellungsprozesses werfen, um ihre hohe Qualit\u00e4t zu garantieren. Die Essenz der Flor de Cop\u00e1n-Zigarre bildet ein Blend honduranischer Long Filler, geerntet in den exklusivsten Tabakregionen des Landes. Gemeinsam mit der Tabacalera de Garc\u00eda in der Dominikanischen Republik produziert Flor de Cop\u00e1n f\u00fcr den US-Markt auch Imperial-Marken, denen einst Kuba zu Ruhm verhalf, darunter H. Upmann, San Luis Rey, Gispert und Romeo y Julieta. \u201eHonduranische Zigarren haben einen anderen Charakter als dominikanische. Beide sind hervorragend, aber honduranische sind bekanntlich sehr s\u00fc\u00df und aromatisch\u201c, sagt Elmer Suarez, Leiter des Bereichs Tabak und Entwicklung neuer Produkte. Nun freut man sich darauf, das 40-j\u00e4hrige Bestehen der Fabrik zu feiern. \u201eWir werden eine spezielle Jubil\u00e4umsauflage schaffen, die vermutlich im Dezember herauskommt\u201c, verr\u00e4t Portillo. \u201eHonduranischer Tabak und unsere Leute sind unser wertvollstes Kapital. Wir werden uns auch in Zukunft darauf konzentrieren, indem wir mehr Jobs und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr unsere Leute schaffen und unsere Kunden mit den besten honduranischen Tabakprodukten \u00fcberraschen.\u201c Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Herbst-Ausgabe 2016 ver\u00f6ffentlicht. <a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/herbst-ausgabe-2016-nanny-state\/\"><strong>Mehr<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fabrik Flor de Copan ist im \u00e4ltesten Tabakanbaugebiet Honduras angesiedelt und z\u00e4hlt zu einem der gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern der Region.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":14398,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,40,4156,21,1,2809],"tags":[3103,1647],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14400"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14400"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14400\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14398"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}