{"id":14232,"date":"2017-02-13T15:05:15","date_gmt":"2017-02-13T14:05:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=14232\/"},"modified":"2017-02-13T15:20:57","modified_gmt":"2017-02-13T14:20:57","slug":"flecken-deckblatt-gruene-gelbe-schwarze-weisse-punkte-erklaert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/flecken-deckblatt-gruene-gelbe-schwarze-weisse-punkte-erklaert\/","title":{"rendered":"Flecken auf dem Deckblatt: Gr\u00fcne, gelbe, schwarze und wei\u00dfe Punkte erkl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"<p>Mit den Jahren habe ich ein ganzes Sammelsurium an Zigarren mit unterschiedlichen Verfa\u0308rbungen im Deckblatt zusammengetragen. Wir sprechen hier nicht von der Zigarrenblu\u0308te, einem Effekt, den wir bereits in der Ausgabe 1\/2010 behandelt haben. Diese la\u0308sst sich vom Deckblatt entfernen. Verfa\u0308rbungen des Deckblattes lassen sich nicht entfernen, weil es sich meist um Pigmentfehler im Deckblatt handelt. Gru\u0308ne oder graugru\u0308ne Flecken, gelbe oder hellbraune Punkte (gro\u00dfe und kleine), wei\u00dflich-graue Verfa\u0308rbungen, in seltenen Fa\u0308llen auch schwarze Punkte \u2013 die Palette ist weit gefa\u0308chert.<\/p>\n<p>Bei der Beurteilung und Beschreibung dieser Flecken sei auf das Buch des studierten Agrarwissenschaftlers Didier Houvenaghel, \u201eThe Cigar from Soil to Soul\u201c, hingewiesen \u2013 ein Fundus fu\u0308r all diejenigen, die sich diesem Thema vertieft widmen wollen. Der folgende Absatz ist inhaltlich an die Aussagen in seinem Buch zu diesem Thema angelehnt:<\/p>\n<div id=\"attachment_14223\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/green-stains-spots-cigar-wrapper.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-14223\" class=\"wp-image-14223\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/green-stains-spots-cigar-wrapper-500x666.jpg\" width=\"200\" height=\"266\"><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14223\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Marc Andr\u00e9<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Gr\u00fcne Flecken<\/strong> im Deckblatt sind kein Schimmel, wie bisweilen fa\u0308lschlich angenommen wird, sondern gehen auf den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll zuru\u0308ck. Erfolgt die Trocknung des Tabaks bei zu hoher Temperatur und zu geringer Luftfeuchte, so la\u0308uft der Trocknungsprozess zu schnell ab und das Chlorophyll wird nicht ga\u0308nzlich abgebaut. Weist das Deckblatt feine Risse auf, so sammelt sich in diesen das Chlorophyll, konzentriert sich und kann ebenfalls nicht mehr vollsta\u0308ndig abgebaut werden. Ich perso\u0308nlich bin nicht in der Lage, einen negativen geschmacklichen Einfluss dieser Verfa\u0308rbung zu identifizieren.<\/p>\n<p><strong>Gelbe Flecken<\/strong> (Foto oben) haben ihre Ursache in zu geringer Feuchtigkeit wa\u0308hrend des Trocknungsprozesses in der Scheune. Dadurch kommt es zu einer partiellen Verdickung gelber Pigmente. Diese gelben Flecken bleiben auch wa\u0308hrend der Fermentation erhalten und stellen einen Deckblattfehler dar. Ein solches Deckblatt sollte eigentlich nicht verwendet werden.<\/p>\n<p><strong>Schwarze Flecken<\/strong> haben ihre Ursache in zu hoher Feuchtigkeit bei der Trocknung. Der Zucker wird nicht ga\u0308nzlich abgebaut und die einst helleren Pigmente verfa\u0308rben sich schwarz. Aufgrund des zu hohen Zuckergehalts kann es bei dieser Art Verfa\u0308rbung wa\u0308hrend des Rauchens zu dem bekannten Eindruck u\u0308berma\u0308\u00dfiger \u201eFrische\u201c kommen, und man kann zudem ein unangenehmes Kratzen im Hals wahrnehmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_14222\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/white-spots-stains-cigar-wrapper.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-14222\" class=\"size-medium wp-image-14222\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/white-spots-stains-cigar-wrapper-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/white-spots-stains-cigar-wrapper-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/white-spots-stains-cigar-wrapper.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/white-spots-stains-cigar-wrapper-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14222\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Marc Andr\u00e9<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Wei\u00dfe Flecken<\/strong> mit unscharfer Kontur, direkt angrenzend an eine Blattader und von betra\u0308chtlicher Gro\u0308\u00dfe (bis zu 10 mm), haben ihre Ursache im Befall der gru\u0308nen Tabakbla\u0308tter mit Blauschimmel. Fu\u0308r die gru\u0308ne Pflanze ist der Blauschimmel gefa\u0308hrlich, fu\u0308r den durchfermentierten Tabak ist er irrelevant und ohne negative Auswirkungen auf Brandverhalten und Geschmack. Kleine wei\u00dfe Flecken, die an Sesamkerne erinnern, sind ein Zeichen fu\u0308r den Befall des gru\u0308nen Blattes mit dem Pilz cercospora, der sich vom Chlorophyll des Blattes erna\u0308hrt, ohne es dabei in seiner Integrita\u0308t zu vera\u0308ndern und ohne nennenswerte Auswirkung auf den Geschmack.<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Herbst-Ausgabe 2012 ver\u00f6ffentlicht. <a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/herbst-ausgabe-2012-frauen-in-der-zigarrenbranche\/\">Mehr<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Verfa\u0308rbungen des Deckblattes handelt es sich meist um Pigmentfehler. Hier erkl\u00e4ren wir, was die gr\u00fcnen, gelben, wei\u00dflich-grauen und schwarzen Verfa\u0308rbungen wirklich sind.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,21,1,39,2805,15],"tags":[326,1072,166,2984],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14232"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14232"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14232\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}