{"id":14043,"date":"2017-02-06T14:00:28","date_gmt":"2017-02-06T13:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=14043\/"},"modified":"2017-02-06T15:15:04","modified_gmt":"2017-02-06T14:15:04","slug":"casa-turrent-mexikos-beste-zigarre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/casa-turrent-mexikos-beste-zigarre\/","title":{"rendered":"Casa Turrent: Mexikos beste Zigarre"},"content":{"rendered":"<p>Er wusste es schon immer. Allein die Zauberformel fehlte ihm zu seinem gr\u00f6\u00dften Coup. L\u00e4ngst war sie nicht nur in seinen Gedanken, sondern greifbar vor ihm. Die Rezeptur steckte verpackt in zahllosen Tabakballen. Weitere Formelbestandteile schlummerten in der langen Familiengeschichte und ihrer immensen Erfahrung mit Tabak. Ein unsch\u00e4tzbares Element fand sich in der speziellen mexikanischen Erde und schlie\u00dflich die wichtigste \u201eZutat\u201c trug er in sich selbst: der Glaube, an eine, an die gro\u00dfartige mexikanische Zigarre.<\/p>\n<p>Was sich wie eine geheimnisvolle Medizin aus der Zeit der Azteken liest, ist etwas ganz anderes, entstammt jedoch dem Mutterland dieser Hochkulturen. Die Medizin hei\u00dft Casa Turrent, ist eine hervorragende Zigarre und das Beste, was bisher aus Mexiko in Sachen Tabak in die Welt getragen wurde. Ihre Wirkung: Sie bereitet Zigarrenrauchern allerorts Freude, ist wohlschmeckend und man will mehr davon haben.<\/p>\n<p>Die Casa Turrent schlug in Fachmagazinen und Blogs global seit ihrer Lancierung positiv ein. Um das Geheimnis der Formel rund um diese neuartige mexikanische Zigarre zu l\u00fcften, treffen wir Alejandro Turrent, Mastermind hinter dem Produkt, in Mexiko City und begeben uns mit ihm auf Spurensuche. Unsere Recherche verl\u00e4uft antizyklisch. Nicht im Tabakfeld, wo jede Zigarre ihren Anfang nimmt, beginnen wir zu forschen, sondern in der Lounge Casa Turrent, wo das Endprodukt verkauft wird.<\/p>\n<p>Alejandro er\u00f6ffnete vor drei Jahren die Location im noblen Stadtteil Polanco. Seither hat die Lounge einige optische und bauliche Liftings erfahren. Alejandro gibt ganz offen zu: \u201eIch hatte keine Erfahrung mit Gastronomie, daher musste ich viel ausprobieren. Und ich bin jemand der sich nicht leicht zufrieden gibt, es muss alles stimmig sein, vorher gebe ich nicht auf.\u201c Die Casa wirkt leger und einladend, spricht Leute an, die bei einer guten Zigarre entspannen wollen und sich dazu einen Drink g\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir treffen auf internationales Publikum \u2013 zwei Passionados, die auf der Durchreise nach Kuba in der Lounge einen Zwischenstopp einlegen: Buchautor Richard Lechner und Reisekompagnon Andr\u00e9 Beer aus Deutschland. Die Zigarrenfans sind sich einig: \u201eDas ist eine echt coole Location. Wir sind hier zuf\u00e4llig reingestolpert und freuen und \u00fcber diesen Reiseauftakt.\u201c<\/p>\n<p>Alejandro will sowohl das Konzept der Lounge als auch die Lokalit\u00e4t selbst noch ausbauen. \u201eIch plane, in Mexiko City zwei bis drei weitere Casas zu er\u00f6ffnen und in zwei bis drei anderen gro\u00dfen St\u00e4dten in Mexiko ebenfalls. Die Zahl der Zigarrenraucher hier in Mexiko steigt, sie werden bez\u00fcglich Rauchkultur immer gebildeter und damit auch anspruchsvoller.\u201c Allerdings funktioniere das Angebot der mexikanischen Tabakshops f\u00fcr Zigarrenraucher nicht wirklich, meist w\u00fcrde sich das Verkaufspersonal dort nicht auskennen, erkl\u00e4rt uns Turrent. Gute Hotels verf\u00fcgen oft \u00fcber einen kleinen Humidor, aber das war\u2019s dann schon, was Mexiko f\u00fcr seine Passionados zu bieten hat. Daher setzt Alejandro Turrent auf eigene Stores mit integrierter Lounge. Im pulsierenden Stadtviertel Santa Fe befindet sich bereits seit Juni 2014 der gro\u00dfe Turrent Store und erfreut sich regen Zulaufs.<\/p>\n<p>International plant der Zigarrenmacher das Konzept des Casa Turrent Ambassador-Programms. Raymondo Bernasconi in Basel, seit langem Importeur von Zigarren aus dem Hause Turrent, wird der erste Botschafter sein. \u201eAlejandro Turrent ist f\u00fcr mich eine gro\u00dfartige Pers\u00f6nlichkeit mit einer unheimlichen Passion f\u00fcr hervorragende Tabake aus Mexiko\u201c, \u00e4u\u00dfert sich der Eigent\u00fcmer der Royal Cigar Company \u00fcber den Mexikaner. Mit der neuen Marke, der Casa Turrent, kommt auch ein gleichnamiger Tequila auf den Markt \u2013 erh\u00e4ltlich vorerst nur bei den Ambassadors. \u00c4hnlich wie bei Zigarren, hat Alejandro Turrent auch bei der Spezialabf\u00fcllung f\u00fcr seinen Tequila lange nach der richtigen Formel gesucht \u2013 das Ergebnis ist ein weicher, bernsteinfarbener Agaven-Brand geworden, der hervorragend mit seinen Zigarren harmoniert. \u201eIch bin fest davon \u00fcberzeugt, dass man Zigarrengenuss noch steigern kann: durch einen sch\u00f6nen Ort, gemeinsam mit Freunden und durch die passende Spirituose\u201c, lautet Alejandros Credo.<\/p>\n<p>Mexiko City ist Alejandro Turrents Fixpunkt geworden. Von hier aus reist er rund um die Welt, ist st\u00e4ndig auf Achse zwischen dem B\u00fcro in den USA, Europa, Asien und nat\u00fcrlich der Fabrik und den Feldern in San Andr\u00e9s, nahe des Golfs von Mexiko gelegen. Dorthin f\u00fchrt uns die Reise weiter, mitten durchs Land, wir \u00fcberqueren einen Pass von 3000 Metern H\u00f6he. Rechts erstreckt sich das Vulkanmassiv des Popocat\u00e9petl und seiner kleinen Schwester, der Iztaccihuatl, mit 5286 Metern auch kein Zwerg. Nach einer Wildwest-Landschaft mit faszinierenden Kakteenpflanzen kommen wir 100 Kilometer vor Veracruz in einem fruchtbaren Paradies an. Eine \u00fcppige Vegetation kleidet die bergige Landschaft, subtropisches Klima raubt uns nach dem \u00fcberraschend frischen Mexiko City die Luft. Hier, an der Ostk\u00fcste von Mexiko bei La Antigua, landete 1519 Hern\u00e1n Cort\u00e9s und wurde von einer Abordnung des Aztekenherrschers Moctezuma freundlich empfangen \u2013 was dieser Hochkultur nur wenig sp\u00e4ter zum Verh\u00e4ngnis wurde und der Anfang ihres Untergangs war. Bald erreichen wir das in der Zigarrenbranche ber\u00fchmte San Andr\u00e9s Tuxtla. Die Kolonialstadt ist von Vulkanen umgeben und liegt in einem Kessel. Klima und Boden lassen hier einen ausgezeichneten Tabak wachsen.<\/p>\n<p>Vor uns liegen au\u00dfer sattgr\u00fcnen Tabakfeldern in einer bezaubernden Landschaft vier Tage, an welchen Alejandro Turrent mit viel Geduld und Leidenschaft zeigt, wie er arbeitet. Was bereits in Mexiko City zu erahnen war, findet sich hier best\u00e4tigt: Turrent ist detailfokussiert und hartn\u00e4ckig, er versucht bei allen Arbeitsg\u00e4ngen besser und noch besser zu werden. Dabei ist er nicht verbissen, sondern ruhig, konzentriert und im st\u00e4ndigen Diskurs mit den Leuten in Schl\u00fcsselpositionen innerhalb der Manufaktur.<\/p>\n<div id=\"attachment_14047\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Vater_und_Sohn.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-14047\" class=\" wp-image-14047\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Vater_und_Sohn-500x310.jpg\" alt=\"\" height=\"303\" width=\"490\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Vater_und_Sohn-500x310.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Vater_und_Sohn.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Vater_und_Sohn-600x372.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14047\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Eliher Hidalgo<\/p>\n<\/div>\n<p>Sehr eng ist die Zusammenarbeit mit seinem Vater, Alberto Turrent. Bis zum ersten Fermentationsprozess ist er zust\u00e4ndig; danach \u00fcbernimmt Alejandro. Die Abl\u00e4ufe in der Manufaktur, Blending, Marketing und Vertrieb liegen in seinen H\u00e4nden. Vater und Sohn tauschen sich st\u00e4ndig aus, kontrollieren sowohl im Lager als auch in der Fabrik ihre Tabake. Alejandro l\u00e4sst unentwegt Wickel drehen, die sofort von Alberto und ihm verkostet und besprochen werden. Auch wir d\u00fcrfen probieren. Im B\u00fcro, wo wir testen, erkl\u00e4rt uns Alberto Turrent: \u201eWir haben das Gl\u00fcck, dass wir in San Andr\u00e9s verschiedene Sorten Tabak sehr gut anbauen k\u00f6nnen. Die Erde nimmt nicht zu stark Einfluss auf den Geschmack der Bl\u00e4tter.\u201c<\/p>\n<p>Hinter dem Seniorchef erstreckt sich eine riesige Weltkarte an der Wand, markiert sind mit Stecknadeln die L\u00e4nder, welche Turrent-Rohtabak kaufen, und in einer anderen Farbe jene, die Turrent-Zigarren importieren. Das Stecknadelmeer ist beeindruckend und aufgrund der Beliebtheit der Casa Turrent wird Alberto Turrent in den kommenden Monaten noch weitere Punkte markieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Familie ist nicht nur der gr\u00f6\u00dfte Tabakanbauer Mexikos, sondern auch der bedeutendste Rohtabakexporteur des Landes. Gleichzeitig stellt Turrent die meisten Puros her. 350 Hektar nennen sie ihr Eigen, 200 davon werden bewirtschaftet, die \u00fcbrigen 150 d\u00fcrfen sich im Rotationsverfahren ausruhen. Drei verschiedene Tabaksorten baut die Familie an. Einmal den ber\u00fchmten Negro San Andr\u00e9s, er nimmt etwa die H\u00e4lfte des Anbauvolumens ein, dann Sumatra-Tabak und Habano Seed; diese Sorten teilen sich die \u00fcbrigen 50 Prozent Volumen. Die Tabakfarmer in San Andr\u00e9s k\u00f6nnen zwischen drei Bodentypen w\u00e4hlen: einem Lehmsandboden, einer sandigen Erde oder einem Lehmboden.<\/p>\n<p>Alberto und Alejandro bekommen f\u00fcr die Weiterentwicklung des Saatgutes ber\u00fchmte Unterst\u00fctzung aus Kuba. Kein Geringerer als Eumelio Espino, Saatgutspezialist f\u00fcr Tabak, forscht mindestens zweimal im Jahr auf den Feldern der Turrents und sorgt f\u00fcr Weiterentwicklung. \u201eWir sind sehr froh, dass Eumelio seit vielen Jahren mit uns zusammenarbeitet,\u201c verr\u00e4t Alberto. \u201eWir haben gerade einen neuen Cuban Seed entwickelt, der als Wrapper perfekt wird \u2013 \u00f6lig, samtig und d\u00fcnn mit wenigen Adern.\u201c Au\u00dferdem gelang es dem Kubaner, den Negro San Andr\u00e9s so zu z\u00fcchten, dass er nicht mehr von Blauschimmel angegriffen werden kann. Diese neue Errungenschaft bedeutet eine immense Erleichterung f\u00fcr die Tabakfarmer, es gibt noch genug weitere unberechenbare Parameter, welche die Ernte angreifen oder gar vernichten k\u00f6nnen. In 30 Scheunen trocknen die Bl\u00e4tter, 20 davon sind klimatisiert. Klimawandel ist auch in San Andr\u00e9s Thema \u2013 die letzten Jahre waren k\u00fchler, daher wird mit Technik nachgeholfen, wo es n\u00f6tig ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_14045\" style=\"width: 333px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur_Tabak_Lager.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-14045\" class=\" wp-image-14045\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur_Tabak_Lager-500x356.jpg\" alt=\"\" height=\"230\" width=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur_Tabak_Lager-500x356.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur_Tabak_Lager.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur_Tabak_Lager-600x427.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14045\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Eliher Hidalgo<\/p>\n<\/div>\n<p>Auch beim Fermentieren experimentiert Alejandro mit einer Art Sauna: In mit Zedernholz ausgekleideten Holzkisten fermentiert bereits fermentierter Tabak weiter, in einem k\u00fcnstlichen, hochtropischen Klima. Der Juniorboss probiert aus, verbessert und \u00fcberdenkt jeden Produktionsschritt. Seine Kunden danken es ihm, namhafte K\u00e4ufer wie Rocky Patel, My Father, Abe Flores, Jochi Blanco, Altadis, STG, Ashton und einige mehr greifen auf Turrent-Tabak zur\u00fcck. Von j\u00e4hrlich 400.000 Kilo verkauft die Familie zwischen 60 und 70 Prozent. Da liegt der einzige, aber wunde Streitpunkt zwischen Vater und Sohn. \u201eAm liebsten w\u00fcrde ich all unseren Tabak behalten\u201c, sagt Alejandro scherzend. H\u00e4tte das Familienunternehmen die Kapazit\u00e4t, k\u00f6nnte es die doppelte Menge Rohtabak absetzen. Aber nun, da Alejandro die Rezeptur f\u00fcr die Top-Zigarre aus Mexiko entdeckt hat, wird er mehr und mehr Tabak f\u00fcr sich zur\u00fcckhalten.<\/p>\n<p>Die Frage, die Grund unserer Reise nach Mexiko war, soll nun von Alejandro Turrent beantwortet werden. Wie entstand die Casa Turrent?<\/p>\n<p>Seit Alejandro sofort nach seinem Studium zum internationalen Betriebswirt mit Schwerpunkt Agronomie ins Familienimperium einstieg, war er stets auf der Suche nach einer gro\u00dfartigen Zigarre aus Mexiko f\u00fcr anspruchsvolle Passionados. Diese wollte er zudem international lancieren. Zugpferd bei Turrent war die ber\u00fchmte Te-Amo. Ein US-Hersteller lie\u00df diese legend\u00e4re Zigarre seit 1963 bei Turrent herstellen, Alberto Turrent beteiligte sich an dem Unternehmen, bis er es 1994 schlie\u00dflich ganz aufkaufte. Te-Amo war im Mediumsegment lange Zeit die bekannteste Zigarre in New York, es war die \u201eTaxifahrerzigarre\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDas war okay so, auch Kenner rauchten Te-Amo. Aber ich wollte durch eine Top- Zigarre unser Prestige insgesamt steigern und ich wusste, dass wir das Zeug dazu haben\u201c, erinnert sich Turrent Junior. Der junge Unternehmer begann, neue Blends zu entwickeln, verpackt in neuen Designs. Zuerst verwendete er gereifte Tabake f\u00fcr die Te-Amo, es entstanden Premium-Linien wie die Te-Amo Aniversario oder die Cabinet Selection. Dann lancierte Alejandro die Marke A. Turrent; hierf\u00fcr verwendete er erstmals Cuban Seed. Schlie\u00dflich experimentierte er mit Tabaken aus anderen Herkunftsl\u00e4ndern, die Te-Amo Word Selection Series waren geboren. Der Gipfel der Neuerungen war \u2013 wie der Name besagt \u2013 die Marke Revolution.<\/p>\n<p>\u201eGemeinsam mit einem jungen neuen Verkaufsteam von Altadis, unserem Vertriebspartner in den USA, wollte ich etwas total Neues aus Mexiko lancieren. Ich machte alles anders, als man es gew\u00f6hnlich tun sollte.\u201c Turrent nahm statt einem d\u00fcnnen Binder einen dicken, f\u00fcr den Wrapper erstmals Bl\u00e4tter aus dem Mittelteil der Pflanze vom Negro San Andr\u00e9s \u2013 dies ergab die besondere r\u00f6tliche Farbe der Revolution. Die Marke schlug ein \u2013 aber nur kurzfristig, noch immer war Alejandro Turrent nicht da, wo er hinwollte.<\/p>\n<div id=\"attachment_14046\" style=\"width: 391px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-14046\" class=\" wp-image-14046\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur-500x423.jpg\" alt=\"\" height=\"322\" width=\"381\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur-500x423.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Turrent_Manufaktur-600x507.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 381px) 100vw, 381px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14046\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Eliher Hidalgo<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eNach der Revolution wollte ich erneut eine Zigarre mit unserem Familiennamen kreieren. Die Casa Turrent entstand. Casa bedeutet f\u00fcr mich nicht nur zu Hause, sondern auch Familie. Genau das sind wir: Wir repr\u00e4sentieren Geschichte und Erfahrung und k\u00f6nnen stolz auf unseren mexikanischen Tabak sein, wir brauchen uns nicht zu verstecken.\u201c Parallel zum Marketingkonzept kreisten die Gedanken des Herstellers nat\u00fcrlich um den Blend. Er startete unz\u00e4hlige Versuche, Ausgangspunkt war immer der Negro San Andr\u00e9s, geblendet mit anderem Saatgut, gewachsen in Mexiko. Turrent erkannte, dass Tabak aus Nicaragua am besten zu seiner Vorstellung der Casa Turrent passte. Dann schlie\u00dflich fand er Tabakbl\u00e4tter f\u00fcr den Filler, die bereits sortiert und klassifiziert waren, aber nochmals von ihm sortiert wurden. Das Material wurde bisher nicht f\u00fcr Filler genutzt, aber durch die Neusortierung passten diese hervorragend zum Blend. \u201eSie zeichnen sich durch eine besondere Dicke und Dunkelheit aus\u201c,verr\u00e4t Alejandro. Inzwischen experimentiert er nur mit diesem speziell und vielfach klassifizierten Tabak und trug seit 2013 Sorge, dass nun gen\u00fcgend davon vorhanden ist, um eine gro\u00dfe Menge an Casa Turrent in drei Linien zu produzieren. \u201eWir sind jetzt soweit, wir k\u00f6nnen international liefern\u201c, freut sich unser Gastgeber.<\/p>\n<p>Was die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung der kommenden Jahre f\u00fcr ihn ist, wollen wir abschlie\u00dfend wissen. Alejandro muss lange nachdenken. \u201eEine gute Frage\u201c, sagt er. \u201eIch k\u00f6nnte sagen, es ist die Aufgabe, die gute Konsistenz der Casa Turrent zu halten, aber wir haben gen\u00fcgend Spitzentabak, um dies zu garantieren. Daran haben wir hart gearbeitet. Das ist kein gro\u00dfes Thema. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung k\u00f6nnte sein, dass wir eine so gro\u00dfe Nachfrage haben, dass wir den Markt nicht befriedigen k\u00f6nnen\u201c, lacht Alejandro. Eine sch\u00f6ne Sorge, finden wir, die wir dem Erfinder der Casa Turrent von Herzen w\u00fcnschen \u2013 nicht aber jenen, die diese gro\u00dfartige Zigarre aus Mexiko regelm\u00e4\u00dfig im Humidor beherbergen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Mexiko zeigte uns Alejandro Turrent mit viel Geduld und Leidenschaft, wie er arbeitet. Die Familie ist nicht nur der gr\u00f6\u00dfte Tabakanbauer Mexikos, sondern auch der bedeutendste Rohtabakexporteur des Landes.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":14044,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[25,40,3026,21,1],"tags":[2483,1286,2528,1288],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14043"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14043"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14043\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}