{"id":13835,"date":"2017-01-17T14:00:33","date_gmt":"2017-01-17T13:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/?p=13835\/"},"modified":"2017-02-15T11:46:23","modified_gmt":"2017-02-15T10:46:23","slug":"san-andres-tabakanbau-in-mexiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/san-andres-tabakanbau-in-mexiko\/","title":{"rendered":"San Andr\u00e9s-Tabak auf dem Sprung zu internationaler Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem 19. Jahrhundert gilt das San Andr\u00e9s-Tal im Bundesstaat Veracruz als Zentrum f\u00fcr Tabakanbau von Mexiko. Das vom n\u00f6rdlichsten tropischen Regenwald in Lateinamerika umgebene Tal erwies sich als perfekt f\u00fcr die Kultivierung von Tabak und ist heute von ebenso gro\u00dfer Bedeutung wie Estel\u00ed f\u00fcr Nicaragua und Santiago f\u00fcr die Dominikanische Republik \u2013 wenn nat\u00fcrlich auch in geringerem Ausma\u00df. W\u00e4hrend die j\u00e4hrlichen Premiumzigarren-Exporte aus Nicaragua und der Dominikanischen Republik jeweils bei weit \u00fcber 100 Millionen liegen, exportierte Mexiko 2014 nur etwa 5 Millionen Zigarren.<\/p>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr diese niedrige Zahl waren gesetzliche Beschr\u00e4nkungen, die es f\u00fcr Fabrikbesitzer unm\u00f6glich machten, mit verschiedenen Blends zu experimentieren. Bis vor acht Jahren war es sogar illegal, Tabak zu importieren \u2013 und danach sehr teuer. Das ganze \u00e4nderte sich erst vor \u00fcber zwei Jahren. \u201eAls es schlie\u00dflich erlaubt war, gab es immer noch zwei Einschr\u00e4nkungen: Einfuhrsteuern und die Vorschriften des Landwirtschaftsministeriums\u201c, erinnert sich Alejandro Turrent von der Tabacalera Alberto Turrent. \u201eDer Steuersatz betrug 45 Prozent und die Abgaben lagen bei rund 10 Prozent. Es war also einfach zu teuer. Aber nun k\u00f6nnen wir bessere und komplexere Blends kreieren.\u201c<\/p>\n<p>Die neuen Regelungen machen den Import von Tabak aus Nicaragua und der Dominikanischen Republik vergleichsweise einfach. \u201eUnser \u00fcberzeugendes Argument war, dass die Schweizer die besten Schokoladeproduzenten und die Italiener die besten Kaffeehersteller sind, obwohl sie keinen Kakao bzw. keine Kaffeebohnen haben\u201c, meint Jorge Ortiz, Besitzer von Santa Clara Puros.<\/p>\n<p>Im Zuge der Ver\u00e4nderungen kam es auch zur Gr\u00fcndung eines Zigarrenfestivals, organisiert von der mexikanischen Vereinigung von Zigarrenherstellern (AMEFAP), der f\u00fcnf Produzenten aus der Region angeh\u00f6ren \u2013 jeder mit eigener Geschichte und Profil.<\/p>\n<p>Die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Manufaktur ist die Tabacalera Alberto Turrent. \u201eIm Vorjahr produzierten wir rund f\u00fcnf Millionen Zigarren\u201c, informiert Alejandro. \u201eWir haben unseren eigenen Vertrieb in Mexiko und unser Hauptklient in den Vereinigten Staaten ist Altadis. Zudem haben wir drei wichtige Kunden in Russland, der Ukraine und der Slowakei.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_13842\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Turrent.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-13842\" class=\"size-medium wp-image-13842\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Turrent-500x690.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Turrent-500x690.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Turrent.jpg 558w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13842\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Das Unternehmen wurde 1880 von Alejandros Ururgro\u00dfvater gegr\u00fcndet und konzentrierte sich damals einzig auf den Tabakanbau, der nach wie vor einen gro\u00dfen Teil des Gesch\u00e4fts ausmacht. \u201eWir ziehen hier drei Arten von Tabak: Habano Criollo, San Andr\u00e9s Negro und Sumatra. Sumatra wird nur f\u00fcr Deckbl\u00e4tter verwendet, w\u00e4hrend die beiden anderen sowohl f\u00fcr Einlagetabak als auch f\u00fcr Umbl\u00e4tter eingesetzt werden k\u00f6nnen. Im Vorjahr kultivierten wir Habano Criollo auf einer Fl\u00e4che von 40 Hektar, San Andr\u00e9s Negro auf 100 Hektar und Sumatra auf 30 bis 40 Hektar. Wir verkaufen vorwiegend an Altadis in den USA, My Father Cigars und Agrotabacos in Nicaragua sowie General Cigar Company in der Dominikanischen Republik.\u201c<\/p>\n<p>Was das Zigarrengesch\u00e4ft betrifft, plant man, sich ab sofort mehr auf Europa zu konzentrieren. \u201eWir glauben, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um zu investieren\u201c, sagt Alejandro. \u201eWir sind seit 12 Jahren am Markt vertreten und haben einen Wandel bei Zigarrenrauchern bemerkt \u2013 n\u00e4mlich, dass sie viel offener gegen\u00fcber Produkten aus anderen L\u00e4ndern als der Dominikanischen<br \/>\nRepublik oder Kuba geworden sind.\u201c<\/p>\n<p>Die zweitgr\u00f6\u00dfte Fabrik in Mexiko ist Santa Clara Puros. Inhaber Jorge Ortiz Alvarez stammt aus einer traditionsreichen Tabakproduzenten-Familie. \u201eMein Vater und Gro\u00dfvater sowie mein Opa m\u00fctterlicherseits waren gro\u00dfe Hersteller\u201c, erz\u00e4hlt er. \u201eDamals gab es keine Insektizide. Und so zahlte mir mein Gro\u00dfvater zehn mexikanische Centavos pro 750 ml-Rum-Flasche, die ich mit W\u00fcrmern f\u00fcllte.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_13839\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Jorge-Oritz-Santa-Clara.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-13839\" class=\"size-medium wp-image-13839\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Jorge-Oritz-Santa-Clara-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Jorge-Oritz-Santa-Clara-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Jorge-Oritz-Santa-Clara.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Jorge-Oritz-Santa-Clara-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13839\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Ortiz produziert seit 1967 Zigarren, was bedeutet, dass Santa Clara die \u00e4lteste noch bestehende Zigarrenfabrik in San Andr\u00e9s ist. \u201eIn den 1960er-Jahren wurde eine Ernte meines Vaters durch Sch\u00e4dlingsbefall komplett zerst\u00f6rt und er musste von vorne beginnen \u2013 mit Bankdarlehen und allem Drum und Dran\u201c, erinnert sich Ortiz.<\/p>\n<p>Jorge Ortiz ist die treibende Kraft hinter den eingangs erw\u00e4hnten Ver\u00e4nderungen. \u201eDie damit verbundene B\u00fcrokratie war ein Alptraum. Als wir die Erlaubnis bekamen, reiste ich nach Estel\u00ed, um Herrn Cura zu treffen (Gustavo Cura von der Oliva Tobacco Company). ,Wir haben von diesem verr\u00fcckten Typen aus Mexiko geh\u00f6rt, der viel Geld ausgibt, um nicaraguanischen Tabak kaufen zu k\u00f6nnen\u2018, erz\u00e4hlte man mir. Und ich antwortete: ,Das bin ich\u2018.\u201c<\/p>\n<p>Nun, da Santa Clara spannendere Blends im Repertoire hat, blickt man auch in Richtung China und Europa. \u201eIch denke, dass es nach der Aufhebung des Kuba-Embargos zu einer Zigarrenknappheit in Europa kommen wird. Und das ist der Moment, wo wir da sein wollen. In China nehmen wir an zahlreichen Veranstaltungen teil. Leider scheint es, dass die mexikanische Regierung Fehler gemacht hat, was die internationalen Beziehungen zu China betrifft, weshalb die Chinesen nicht gl\u00fccklich \u00fcber unseren Pr\u00e4sidenten sind. Wir hoffen, dass sich das \u00e4ndern wird, damit wir mit dem Export beginnen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_13836\" style=\"width: 780px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-13836\" class=\"wp-image-13836 size-full\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres_Tabak_Feld_Turrent.jpg\" width=\"770\" height=\"577\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres_Tabak_Feld_Turrent.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres_Tabak_Feld_Turrent-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres_Tabak_Feld_Turrent-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13836\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Die Zigarrenszene in San Andr\u00e9s ist wie eine kleine Familie. Jeder kennt jeden und niemand verk\u00f6rpert das besser als der Besitzer der Marke Miranda \u2013 Fernando L\u00f3pez Turrent, Alejandro Turrents Cousin und Jorge Ortiz\u2019 Schwiegersohn. L\u00f3pez Turrent gr\u00fcndete sein Unternehmen 1996 auf Initiative seiner Frau Carolina. \u201eSie dachte, dass wir eine Fabrik er\u00f6ffnen sollten, weil es damals eine gro\u00dfe Zigarrennachfrage in den USA gab\u201c, erz\u00e4hlt er. \u201eNur ein paar Jahre sp\u00e4ter kam es zur gro\u00dfen Rezession und sie meinte, wir sollten die Fabrik schlie\u00dfen. Aber ich wollte das nicht, denn ich genoss es, Blends und Zigarren zu machen. Wir produzierten weiter, und 2004\/2005 begann sich die Lage wieder zu verbessern. Wir starteten damit, kleine Mengen nach Europa zu exportieren.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_13838\" style=\"width: 259px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Fernando-Lopez-Turrent-Miranda.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-13838\" class=\" wp-image-13838\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Fernando-Lopez-Turrent-Miranda-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Fernando-Lopez-Turrent-Miranda-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Fernando-Lopez-Turrent-Miranda.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Fernando-Lopez-Turrent-Miranda-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13838\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Der Name der Marke ist eine Hommage an Fernandos Gro\u00dfvater Emilio L\u00f3pez Miranda. \u201eEr war ein bekannter Mann in San Andr\u00e9s, der viel f\u00fcr die Farmer im Tal machte.\u201c Bei Mirandas heimischen wie auch internationalen Kunden handelt es sich um kleine Unternehmen. In Mexiko verkauft man gr\u00f6\u00dftenteils direkt an lokale Vertriebsh\u00e4ndler in den verschiedenen Bundesstaaten, Hotels, Restaurants und Gesch\u00e4ften, doch Ziel ist es, zu expandieren. Laut Fernando wird die \u00c4nderung der Beschr\u00e4nkungen dabei helfen. \u201eLetztes Jahr importierten wir das erste Mal Tabak aus Nicaragua. Nun k\u00f6nnen wir komplexere Zigarren machen und mit Nicaragua, Kuba und der Dominikanischen Republik mithalten, was die Qualit\u00e4t betrifft. Wir wollen au\u00dferdem gr\u00f6\u00dfere Vertriebspartner finden. Somit k\u00f6nnten wir uns mehr auf die Schaffung von Blends konzentrieren.\u201c<\/p>\n<p>Die 1945 gegr\u00fcndete Fabrik Puros Irene ist die einzige, die sich nicht in San Andr\u00e9s befindet, sondern in der zwei Stunden entfernten Stadt Veracruz. \u201eMeine Gro\u00dfmutter hatte Interesse an Zigarren und begann 1930 ihre eigenen zu rollen und am Hauptplatz zu verkaufen\u201c, erz\u00e4hlt der heutige Besitzer Rodolfo V\u00e1zquez Andrade. \u201eDann schuf sie die Marke und hatte anfangs nur zwei Mitarbeiter, aber nach einer Weile waren es 20.\u201c Rodolfo stieg 1998 ins Gesch\u00e4ft ein. \u201eSie rief mich an und erkl\u00e4rte mir, dass sie nicht l\u00e4nger arbeiten k\u00f6nne und das Unternehmen entweder verkaufen oder an mich weitergeben w\u00fcrde. Mein Vater, ihr einziges Kind, war nicht interessiert, aber ich mochte Zigarren schon immer.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_13840\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Rodolfo-Vazquez-Andrade.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-13840\" class=\"size-medium wp-image-13840\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Rodolfo-Vazquez-Andrade-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Rodolfo-Vazquez-Andrade-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Rodolfo-Vazquez-Andrade.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Rodolfo-Vazquez-Andrade-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13840\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Zu dieser Zeit verkaufte Puros Irene Zigarren nur im Inland, aber zwei Jahre sp\u00e4ter begann Rodolfo mit dem Export \u2013 in erster Linie nach Europa, das nach wie vor sein Hauptmarkt ist. Der Wunsch, die Aktivit\u00e4ten auch nach Amerika auszuweiten, brachte einen bestens bekannten Partner ins Spiel: Carlos Slim, Inhaber von mehr Firmen, als man nennen kann, und einer der reichsten M\u00e4nner der Welt. \u201eEr kaufte schon Zigarren von meiner Gro\u00dfmutter und wollte bereits 1998 Partner werden\u201c, erkl\u00e4rt Rodolfo. \u201eWir verhandelten und er begann, unsere Zigarren in seinen Sanborns-Gesch\u00e4ften zu verkaufen. 2007 erwarb er 70 Prozent der Fabrik.\u201c<\/p>\n<p>Leider verliefen die Dinge nicht so, wie Rodolfo sich das vorstellte, und die Kooperation endete im vergangenen Jahr. \u201eDie B\u00fcrokratie seiner Unternehmensgruppe funktioniert bei gr\u00f6\u00dferen Betrieben, aber nicht bei uns. In diesen sieben Jahren sind wir kaum gewachsen und haben auch nicht den Sprung auf den US-Markt geschafft. Aber Carlos kauft und verkauft nach wie vor meine Zigarren.\u201c Der US-Markt hat nun hohe Priorit\u00e4t. \u201eIch exportiere bereits an drei kleine Vertriebsh\u00e4ndler. Jetzt m\u00f6chte ich aber ein B\u00fcro einrichten und die Formalit\u00e4ten abwickeln, damit wir dort unsere Zigarren lancieren k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_13837\" style=\"width: 312px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Familie-Paxtian-Tabacalera-R-Paxtian.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-13837\" class=\" wp-image-13837\" src=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Familie-Paxtian-Tabacalera-R-Paxtian-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Familie-Paxtian-Tabacalera-R-Paxtian-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Familie-Paxtian-Tabacalera-R-Paxtian.jpg 770w, https:\/\/www.cigarjournal.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/San-Andres-Portrait-Familie-Paxtian-Tabacalera-R-Paxtian-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13837\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Simon Lundh<\/p>\n<\/div>\n<p>Nicht zuletzt gibt es die Tabacalera R. Paxtian, von Francisco Paxtian. \u201eWir sind klein, aber unverw\u00fcstlich\u201c, scherzt Francisco, w\u00e4hrend er mir bei meinem Besuch in der Fabrik das Team vorstellt: seine Schwester, seinen Vater, seinen Neffen und seine Nichte. \u201eAngefangen hat alles vor 100 Jahren, als mein Gro\u00dfvater mit dem Tabakanbau begann. Mein Vater startete dann im Alter von 14 Jahren damit, mit Tabak zu arbeiten, und widmete sein ganzes Leben dem Unternehmen. Und nun tr\u00e4gt die dritte und vierte Generation die Fackel weiter.\u201c<\/p>\n<p>Die Tabacalera R. Paxtian erzeugt nach wie vor Tabak, von dem ein Teil nach Nicaragua exportiert wird. 1995 startete man mit der Produktion eigener Zigarren. Aber wie bei so vielen anderen Tabakbetrieben hat man erst, seit es m\u00f6glich ist, Tabak zu importieren, den Mut, im globalen Wettbewerb mitzumischen. Es bleibt abzuwarten, was die Zukunft bringt, doch man plant, in China Fu\u00df zu fassen. \u201eDer chinesische Markt \u00f6ffnet sich\u201c, meint Paxtian, \u201eund es gibt zwar kein Freihandelsabkommen mit China, aber einige Leute, die an unseren Produkten interessiert sind. Wir waren bisher aufgrund der Einschr\u00e4nkungen nur nicht in der Lage, ihnen etwas zu schicken.\u201c<\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde in der Cigar Journal Fr\u00fchjahrs-Ausgabe 2016 ver\u00f6ffentlicht. <a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/fruehjahrs-ausgabe-2016-vahe-gerard-airkel\/\"><strong>Mehr<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 19. Jahrhundert gilt das San Andr\u00e9s-Tal im Bundesstaat Veracruz als Zentrum f\u00fcr Tabakanbau von Mexiko. 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