{"id":13643,"date":"2016-12-13T12:45:36","date_gmt":"2016-12-13T11:45:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/?p=13643"},"modified":"2016-12-13T12:49:19","modified_gmt":"2016-12-13T11:49:19","slug":"kristoff-eigentuemer-glen-case-und-der-weg-vom-bankier-zum-zigarrenhersteller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/kristoff-eigentuemer-glen-case-und-der-weg-vom-bankier-zum-zigarrenhersteller\/","title":{"rendered":"Kristoff-Eigent\u00fcmer Glen Case und der Weg vom Bankier zum Zigarrenhersteller"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man es genau u\u0308berlegt, ist der Schritt vom Bankbusiness zur Zigarrenindustrie gar nicht so weit hergeholt. Schlie\u00dflich hat schon der deutsche Bankier Herman Upmann im Jahr 1840 kubanische Zigarren mit seinem Namen produzieren lassen; nicht nur weil er sie gern rauchte, sondern auch weil er damit seine Bank in Havanna fo\u0308rdern wollte. Fu\u0308r den modernen Bankier Glen Case sind Zigarren die wirtschaftliche Grundlage. Er benannte sein Unternehmen Kristoff Cigars \u2013 nach seinem Sohn Christopher, nicht nach sich selbst.<\/p>\n<p>Glen Case begann als junger Erwachsener Zigarren zu rauchen und arbeitete rund 18 Jahre in der Finanzindustrie. Genervt vom Erfolgsdruck, entschied Glen Anfang der 2000er-Jahre, etwas Neues zu versuchen. Seine Frau Teri war schon lange erfolgreiche Zigarrenha\u0308ndlerin wie auch ihr Vater, weshalb Glen ins Familiengescha\u0308ft einstieg und Zigarrenmarken in den USA repra\u0308sentierte. Ihre Erfolgsstra\u0308hne endete ja\u0308h, als einer ihrer gro\u0308\u00dften Kunden sie mit den Worten feuerte: \u201eSie haben so gut fu\u0308r uns gearbeitet, dass wir Sie jetzt entlassen und die Aufgaben betriebsintern erledigen ko\u0308nnen.\u201c Glen fand dies verru\u0308ckt, aber so funktioniert nun einmal das Maklergescha\u0308ft, wusste seine Frau.Um solch einen Ru\u0308ckschlag nicht nochmals erleben zu mu\u0308ssen, entschieden Glen und seine Frau im Jahr 2004, selbst Zigarren herzustellen.<\/p>\n<p>Wie es das Glu\u0308ck wollte, war Rolando Villamil von der Charles Fairmorn-Fabrik in der Dominikanischen Republik zu dieser Zeit in Chicago, um Glen und Teri Case als Repra\u0308sentanten seiner Zigarren fu\u0308r den US-Markt anzuheuern. Als Glen ablehnte und ihm seinen Plan kundtat, selbst eine Zigarrenmarke gru\u0308nden zu wollen, vermittelte Villamil ihn an seine eigene Fabrik und bot ihm an, die Produktion zu leiten. Innerhalb ku\u0308rzester Zeit war es so weit. Case begann eigene Zigarren zu produzieren. Die ersten Zigarren hie\u00dfen Exclusive Cigars \u2013 Bundles,die heute unter dem Namen Premium Select in Natural- und Maduro-Versionen angeboten werden.<\/p>\n<p>Eine weitere Linie ist die Cuban Selection mit su\u0308\u00dfem Kopfende. Erst im Jahr 2005 brachte Glen Case die erste Zigarre unter dem Namen Kristoff auf den Markt \u2013 die Criollo. Einige Jahre spa\u0308ter folgte Kristoff Maduro. Seither hat Glen sein Angebot auf 18 verschiedene Blends erweitert, unter anderem die Kristoff Galerones, welche als einzige nicht in der Charles Fairmorn-Fabrik hergestellt wird; sie wird von Abe Flores bei PDR gerollt. Die originalen Criollo und Maduro sind bis heute seine Bestseller.<\/p>\n<p>Case gibt zu, dass es zwar nicht einfach ist, 18 Blends zu fu\u0308hren, aber notwendig. \u201eEs ist recht kompliziert, weil Konsumenten und Verka\u0308ufer immer wissen wollen, was es Neues gibt. Ha\u0308ndler sind schwierig. Wenn nichts Neues auf den Markt kommt, beschweren sie sich, aber wenn wir neue Produkte lancieren, jammern sie auch. Der Wettbewerb in diesem Business ist sehr gro\u00df. Ich denke, wir mu\u0308ssen kreativ und innovativ bleiben. Das ist unser Ziel.\u201c Die Verkaufszahlen in den USA und in Europa sind sehr gut. Case denkt, es liegt daran, dass seine Zigarren vollaromatisch und mittelstark und dennoch ohne Nachgeschmack sind. \u201eIch glaube, das kommt daher, dass wir den Tabak zwei bis drei Mal fermentieren. Wir verarbeiten und reifen ihn la\u0308nger.\u201c<\/p>\n<p>Der europa\u0308ische Markt stellt vier Prozent seines Gesamtverkaufs dar, wobei die Zahlen stetig wachsen. Kristoff ist in Deutschland und Spanien seit zirka fu\u0308nf Jahren vertreten und wird seit kurzem auch in Polen und in den Niederlanden verkauft. Klaus und Martina Kleinlagel von Charles Fairmorn in Deutschland erkla\u0308ren: \u201eKristoff verkauft sich sehr gut bei uns, weil die verschiedenen Blends einzigartig in Geschmack und Aussehen sind. Kristoff wird in der Zigarrenwelt ein guter Ruf zugesprochen &#8230; wegen seines ehrlichen Konzepts. Au\u00dferdem ist der Preis durchaus fair.\u201c Hubertus Palus von Top 25 Cigars in Polen fu\u0308gt hinzu: \u201eKonstruktion und Pra\u0308sentation der Zigarren sind hervorragend. Jeder einzelne Blend hat ein einzigartiges Geschmacksbouquet; ich wu\u0308rde eine Kristoff blind erkennen!\u201c<\/p>\n<p>Dieses Jahr erweitern drei neue Linien das Repertoire &#8230; Kristoff Connecticut, Kristoff Habano und die Pistoff Kristoff, eine sanfte Zigarre, die u\u0308berraschend vollmundig ist.<\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde erstmals in der <a href=\"https:\/\/www.cigarjournal.com\/de\/vergangene-ausgaben\/sommer-ausgabe-2016-mexikos-casa-turrent\/\">Ausgabe 2\/2016<\/a> des Cigar Journals ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Glen Case begann als junger Erwachsener Zigarren zu rauchen und arbeitete rund 18 Jahre in der Finanzindustrie. 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